Martin Kind

  • und kann seine Investition herausholen


    Welche sind dies eigentlich? Kann man das mal irgendwo einigermaßen valide nachlesen?

    Nein, es war natürlich überhaupt nicht nötig, in den im Jahre 1997 überschuldeten Verein Geld hineinzustecken. Ohne fremdes Geld hätte er die Insolvenz viel besser abwenden können.


    Das kann ja alles sein. Aber wieviel?
    Und wer sagt Dir, dass er das Geld ohne Gegenwert "hineingesteckt" hat?
    Hat er es möglicherweise dem Verein als Darlehn (zinslos? verzinslich?) zur Verfügung gestellt, welches nach dem Erfolg der kommenden Jahre dann ggf. bereits seit vielen Jahren wieder zurückgezahlt worden ist?


    Nix wird einem gesagt. Nirgends steht etwas. Fragen nach seiner Förderung beantwortet Kind nicht, erst recht nicht konkret. "Habe viel reingesteckt", tja, was bedeutet das? Heißt das auch "und nichts rausbekommen"? Oder was? Warum lässt er nicht die Hosen runter? Muss er gegenüber der DFL sowieso tun, was seine Förderung angeht.


    Ich gebe mal einen Tipp ab:
    Kind begründet seine Förderung im wesentlichen damit, ohne Vergütung für den Verein tätig gewesen zu sein. Mehr ist das vermutlich nicht, jedenfalls nichts, was nicht einen Gegenwert für ihn gehabt hat.

  • Regnet's in Hannover, oder warum beschäftigt man sich so emsig sinnlos mit Trollen?


    Man kann an ihm schon mal ein bisschen für die Gespräche im real life üben. Ist doch hübsch. Und man hat schnell ein Erfolgserlebnis.

  • Und dann noch ein Wort zu diesem "Gutachten". Der Gutachter hat das offenbar in 3 Tagen zusammengestoppelt (ergibt sich aus dem Gutachten). Da wundert es nicht, dass er bei der gestellten Aufgabe, den Wert zu ermitteln, überaus vage bleibt. Ein zweistelliger, eher dreistelligen Millionenbetrag ! Was soll man sich darunter eigentlich vorstellen? 10 Millionen € ? oder 999 Millionen € ? Ein "Gutachten" , welches den zu ermittelnden Wert so "präzise" angibt, kann wohl kaum ernst genommen werden. Bei einer Bandbreite von 989 Millionen € darf man wohl kaum sicher sein, dass der Gutachter nicht vielleicht auch um weitere knapp 10 Millionen danebenliegt und der Wert eben doch 12.750 € beträgt, obwohl er gefühlt ein halbes Dutzend mal ausführt, dieses sei jedenfalls nicht der Wert.


    Bei dieser Formulierung würde wohl so ziemlich jeder darauf kommen, dass damit ein Betrag um die 100 Millionen Euro gemeint sein dürfte.So ca. +/- 10-20%, also als größte Bandbreite wohl vermutlich ca. 40 Millionen Euro. Sprich: 80-120 Millionen Euro.

  • Musketeer hat gesagt, dass Kind die Anteile niedriger bewertet hat, weil es nur Kommanditanteile sind. Das ist auch richtig so, stimmrechtslose Kommanditaktien sind weniger wert (weil sie, anders als stimmrechtslose Vorzugsaktien, auch keine Liquidations- und Dividendenpräferenz haben).

    Das ist hier deshalb nicht von Relevanz, weil es ja nur solche Kommanditanteile gibt, denn die Komplementärgesellschaft hält ja keine Anteile. Einen überzeugenden Grund, die Anteile niedriger zu bewerten, sehe ich - jedenfalls ohne Kenntnis weiterer Fakten - nicht.

  • Bei dieser Formulierung würde wohl so ziemlich jeder darauf kommen, dass damit ein Betrag um die 100 Millionen Euro gemeint sein dürfte.So ca. +/- 10-20%, also als größte Bandbreite wohl vermutlich ca. 40 Millionen Euro. Sprich: 80-120 Millionen Euro.

    Das ist ja mal eine mutige Interpretation. Wenn der Gutachter das gemeint hätte, hätte er es ja schreiben können.

  • Bei dieser Formulierung würde wohl so ziemlich jeder darauf kommen, dass damit ein Betrag um die 100 Millionen Euro gemeint sein dürfte.So ca. +/- 10-20%, also als größte Bandbreite wohl vermutlich ca. 40 Millionen Euro. Sprich: 80-120 Millionen Euro.

    Das ist ja mal eine mutige Interpretation. Wenn der Gutachter das gemeint hätte, hätte er es ja schreiben können.


    Was ist daran mutig? Das ist gesunder Menschenverstand, das dies in etwa der Bandbreite entsprechen würde. Jedenfalls würde da niemand auf 200 Millionen Euro, 50 Millionen Euro oder so kommen.

  • Zitat von roter gott


    Bestand denn nun 1997 eigentlich tatsächlich Insolvenzgefahr? Oder ist das eine der unzähligen Legenden, die sich um den kindlichen Ehrenmann ranken. Er selbst sagt in dem Interview von damals ja, dass "eine Überschuldung des Klubs nicht vorhanden" sei ):


    "Unzählige Legenden" trifft es ganz gut.


    Ich behaupte einfach mal ins Blaue hinein, das Kind halt die erste und günstigste (aber nicht letzte) Lösung war. Man hört öfter, dass der Verein 1997 pleite und insolvent war, Kind spricht in diesem Video eine andere Sprache. Außerdem glaube ich nicht, dass die Sparkasse wirklich ihre Drohungen wahrgemacht hätte (und das Darlehen gekündigt hätte), damit hätten sie ihre Forderungen vermutlich abschreiben können. Und als dritten Punkt, es hätte immer noch die Stadt gegeben. Ob die den Verein mit der jungen, hungrigen Mannschaft im Zeichen der Expo und der geplanten WM-Bewerbung hätte sterben lassen (wenn Kind sich nicht vorher als Retter präsentiert hätte), das steht alles in den Sternen.


    Hätte, hätte, Fahrradkette, aber den Satz "ohne Kind blabla" als einzige Option darzustellen greift einfach zu kurz.

  • ob ich den tag noch erleben werde, wo joker007 konkret auf die frage von hedemann eingeht?
    das dürfen auch gerne die anderen spezialisten kommisarisch übernehmen

  • Zitat

    "Das kann ja alles sein. Aber wieviel?
    Und wer sagt Dir, dass er das Geld ohne Gegenwert "hineingesteckt" hat?
    Hat er es möglicherweise dem Verein als Darlehn (zinslos? verzinslich?) zur Verfügung gestellt, welches nach dem Erfolg der kommenden Jahre dann ggf. bereits seit vielen Jahren wieder zurückgezahlt worden ist?


    Nix wird einem gesagt. Nirgends steht etwas. Fragen nach seiner Förderung beantwortet Kind nicht, erst recht nicht konkret. "Habe viel reingesteckt", tja, was bedeutet das? Heißt das auch "und nichts rausbekommen"? Oder was? Warum lässt er nicht die Hosen runter? Muss er gegenüber der DFL sowieso tun, was seine Förderung angeht.


    Ich gebe mal einen Tipp ab:
    Kind begründet seine Förderung im wesentlichen damit, ohne Vergütung für den Verein tätig gewesen zu sein. Mehr ist das vermutlich nicht, jedenfalls nichts, was nicht einen Gegenwert für ihn gehabt hat.


    Da bin ich Vollkommen bei Hedemann, weil nichts Preis gegeben wird kann man es nicht gegen ihn verwenden (die Alte gute Salami Taktik).


    Dachte immer das Präsi Amt eines Gemeinnützigen Vereins ist ein Ehrenamt? :grübel:


    Und wenn wir schon dabei sind wenn dem so wäre wie errechnen sich die Zeiten für den Verein und seine Tätigkeiten für das Konstrukt.


    Fragen über Fragen, ist halt ein Fass ohne Boden. :ahnungslos:

  • Joker: Wenn es Kind um den Fußball gehen würde hätte er jetzt schon die Möglichkeit zu investieren, de facto ist er schon der alleinige Bestimmer. Warum macht er das nicht? Weil ihn Fußball scheißegal ist, der kauft den Laden und verhökert ihn mit Gewinn...



  • Claasen hatte es vor. Er wollte den Insolvenzantrag stellen und ich denke, er hätte es durchgezogen. Die MV von damals in den Wülfeler Brauereigaststätten ist zwar insgesamt nur noch dunkel bei mir vorhanden, aber das war noch deutlich mehr Tumult, als heutzutage ...


    ... dass in Hannover schon Flutlichtspiele verlegt wurden, weil die Stadtwerke den Strom nicht mehr hergegeben hätten und auf der Geschäftsstelle das Telefon nicht mehr funktionierte, sollen auch keine Legenden sein. ;)


    Fest steht, denke ich, dass noch ein weiterer Präsident der Sorte Müller oder Wöbse uns damals wohl komplett fertig gemacht hätten.


    Kind war, im Nachhinein und hinsichtlich der schlichten Erfolgsfrage, durchaus der richtige Mann für Hannover 96.


    Das mal ganz unabhängig davon, ob ich persönlich damit einverstanden bin, wie er die Dinge gestaltet hat bzw. bis heute gestaltet.


    Sobald man in dieser Frage nämlich in die Tiefe geht, sieht man meines Erachtens recht schnell und deutlich die ganzen Kinken, welche dieser Erfolg und dieser Mann mit sich bringen. Zweifellos bleibt es aber trotzdem die sportlich und wirtschaftlich erfolgreichste Zeit für Hannover 96.


    Darum dreht es sich dann letztendlich auch ... ob man bereit ist, genau dafür die ganzen Kröten zu schlucken oder ob nicht. Oder ob einem Kröten vielleicht sogar schmecken.

  • Zweifellos bleibt es aber trotzdem die sportlich und wirtschaftlich erfolgreichste Zeit für Hannover 96.


    Bei dieser Aussage ist zu differenzieren, ob der Verein oder die KGaA gemeint ist. Zwar haben beide zu diesem Erfolg beigetragen, der Verein steht jedoch voraussichtlich mit deutlich mehr Schulden (Stammestr.) als 1997 da und hat keine Gegenwerte mehr ausser der Stammestr. Markenrechte, Anteile an der Profi-Abteilung. Alles weg.


    Also genau genommen ist der Erfolg ausgelagert worden. Oder privatisiert. Oder kindisiert.

    Einmal editiert, zuletzt von calatorta ()

  • Ich hatte ja nicht ganz ohne Grund "Hannover 96" geschrieben und auf den oberflächlichen Blickwinkel und die Kröten hinsichtlich der Bewertung verwiesen. ;)


    Dennoch lässt es sich aus meiner Sicht schwer wegdiskutieren, dass wir als Verein so tief im Sumpf waren, dass damals "jede Art der Rettung" recht war.


    Kind hat gerettet ... sicherlich keineswegs so selbstlos, wie es heute gerne erzählt wird. Allerdings (nach meiner Überzeugung) auch nicht mit der Niedertracht, wie sie heute oftmals unterstellt wird.

  • Ich sehe keine nennenswerte Niedertracht in Bezug auf die Beurteilung von Kind hier im Forum. Eher sind eigentlich die meisten bis alle so fair, ihm für die damaligen Leistungen zu danken. Die weitere Entwicklung ist es, die kritisiert wird. Ich könnte mir auch vorstellen, dass es am Anfang noch nicht unbedingt darum ging, ein Geschäft zu machen, sondern eher darum, sich diese Option offen zu halten. Als der Club dann immer erfolgreicher würde, sich in der ersten Liga stabilisierte und sogar in die EL einzog, durften die Übernahmepläne nicht mehr so klar erkennbar sein, weil sonst für (zu) viele erkennbar geworden wäre, für welch geringen Aufwand Herr Kind sich welchen Vermögenswert einverleibt. Und die snderen Gesellschafter spielen mit, einmal aus buddyness zum Vorsitzenden, aber auch, weil sie bei einer späteren Veräußerung ebenfalls gewaltig profitieren.

  • Hede, Du musst (hier) nicht lange suchen, um auf Behauptungen über "vermeintlich strafrechtlich relevante" Lügen von MK und/oder seine eigentlichen Selbstbereicherungsabsichten im Hinblick auf Hannover 96 zu lesen.


    Ich glaube, das MK die Dinge im festen Glauben gestaltet, nur das Beste für Hannover 96 zu wollen.


    Als Firma, als Unternehmen. Also mal wieder ganz ohne dieses ganze Herzblut, die Emotionen und Traditionen, die dabei ja eigentlich nur stören. Blaue Trikots? Klar, warum nicht ... wenn es sich der neue Sponsor doch so sehr wünscht?


    20 Jahre Hannover 96 und er hat dahingehend nichts gelernt. Im Gegenteil ... gerade die Zeiten des (europäischen) Erfolges haben ihm noch bestätigt, dass der ganze Bums dann so richtig läuft. Da nervt ihn auch keiner, da sind alle nur freudetrunken unterwegs.

  • Joker: Wenn es Kind um den Fußball gehen würde hätte er jetzt schon die Möglichkeit zu investieren, de facto ist er schon der alleinige Bestimmer. Warum macht er das nicht? Weil ihn Fußball scheißegal ist, der kauft den Laden und verhökert ihn mit Gewinn...


    Und das Schweigen der der aktiven Fanszene ist ein kleines Steinchen, um ihm genau diesen Gewinn zu vermasseln...
    Schliesslich muss man dem Zuhälter ja nicht auch noch helfen, die abgewrackte Dirne aufzumöbeln. :engel: