Martin Kind

  • Die von Dir beschriebene Pattsituation, wie Du sie beschreibst, existiert nicht.


    Der Verein würde, wenn er auf seinem gesetzlichen Recht auf Abhaltung einer GV und Beschlussfassung behaart, gegen den Grundlagenvertrag verstoßen und damit vertragsbrüchig werden.


    Wo bitte siehst Du da ein Patt, wenn Du theoretisch ein Recht hast, dass Du aber praktisch nicht ausüben kannst?


    Wenn das eine Pattsituation sein soll, dann nützt sie jedenfalls ausschließlich Martin Kind, weil sie seinen Status Quo als Geschäftsführer weiterbestehen lässt, ohne das er dafür zu irgendwelchen Zugeständnissen bereit sein muss.

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  • calatorta


    Wenn der "Weg der Rückkaufoption der Markenrechte" juristisch angreifbar ist und erfolgreich angegriffen wird, dann reden wir über ganz andere Risiken für Herrn Kind und die beteiligten Vorstände und Aufsichtsräte. Aber nach den bisherigen Ergebnissen der Klagen vor niedersächsischen Gerichten wäre ich da nicht allzu optimistisch.


    Winsley555


    ?????


    Regelmässige Gesellschafterversammlungen schreibt doch das Gesetz und der (jeder) Gesellschaftsvertrag vor.
    Über Ernennung von GF und deren Abberufung muss ebenfalls in einer Versammlung beschlossen werden.
    Warum sollte der Verein nicht einen Geschäftsführer aus seinen Reihen benennen?
    Wieso sind das "Verstösse gegen den Grundlagenvertrag"?


    Derzeit kann MK als GF nicht durch den Verein abberufen werden, weil es im Entscheidungsgremium eine Pattsituation gibt.


    Bei allem Respekt, aber was versuchst Du hier gerade?

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  • Hmm, das einzige was ich hier gelernt habe ist, dass der Spruch 2 Juristen 3 Meinungen wohl stimmt.


    Aber nochmal an Winsley: wenn die 51% der GmbH und nichts bringt, warum will Kind die überhaupt?

  • Die reine Abhaltung einer ordentlichen GV ist selbstverständlich nicht das Problem. Die turnusmäßig stattfindende ordentliche GV wird ja auch nicht vom Verein als Gesellschafterin, sondern von Martin Kind als Geschäftsführer der Gesellschaft einberufen. Sollte allerdings der Vertreter der Gesellschafterin, also der neue Vereinsvorstand, einen Beschluss auch nur beantragen, welcher geeignet sein könnte, die berechtigten wirtschaftlichen und ideellen Interessen der Hannover 96 GmbH & Co. KGaA und ihrer Kommanditaktionärin zu tangieren, wird Martin Kind als Sitzungsleiter den Vereinsvorstand darauf hinweisen und mit Verweis auf den Grundlagenvertrag den Antrag nicht zur Abstimmung zulassen. Und dann bliebe der Gesellschafterin letztlich nur der Weg vor die ordentlichen Gerichte und wie ein solcher Prozess ausgehen würde, darüber haben wir beide doch keine zwei divergierenden Meinungen, oder?


    P.S: Deinen Vorschlag für unser Treffen nehme ich gern an. Ich bin gerade noch im Ausland und melde mich daher zwecks Terminabstimmung in der kommenden Woche bei Dir.

  • Hmm, das einzige was ich hier gelernt habe ist, dass der Spruch 2 Juristen 3 Meinungen wohl stimmt.


    Aber nochmal an Winsley: wenn die 51% der GmbH und nichts bringt, warum will Kind die überhaupt?

    Die Frage habe ich schon einmal beantwortet.


    Kurz gesagt: Der Grundlagenvertrag ist lediglich eine „Krücke“ für Martin Kind und seine Partner, um den Verein von der KGaA fernzuhalten. Das wird ihm nach Lage der Dinge wohl auch gelingen, aber es bleiben dennoch theoretische Restrisiken.


    Und Investoren hassen Restrisiken, schon weil diese sich unmöglich bilanzieren lassen.


    Aus seiner Sicht will er wohl einfach klare Verhältnisse schaffen, die dann gegeben sein werden, wenn er die Entscheidungsgewalt über sein Investment direkt innehat und nicht mehr über eine Hilfskonstruktion wie den Grundlagenvertrag absichern muss.

    2 Mal editiert, zuletzt von Winsley555 ()

  • Hmm, das einzige was ich hier gelernt habe ist, dass der Spruch 2 Juristen 3 Meinungen wohl stimmt.


    Aber nochmal an Winsley: wenn die 51% der GmbH und nichts bringt, warum will Kind die überhaupt?


    Ja, der Spruch stimmt so allgemein erstmal, wenn man ihn aber, beim aktuellen Thema, auf Anwälte beschränkte (idealerweise auf gesellschaftsrechtlich versierte) sähe ich die Meinungen eher mehrheitlich bei der Position von stscherer/oststadt /the Menace et al. - und nicht, nur, weil Winsley dann aus formalen Gründen schweigen müsste.


    Das Schweigen möchte ich Dir, geschätzter Winsley, aber auch ohne diese fiktive formale Beschränkungen gern empfehlen, sonst machst Du die hier eingeschleusten bots des Konstrukts, aus Garmisch und anderswo, noch ganz nervös, weil sie denken, Du seist nach Damaskus nochmal umgekehrt und nun einer von Ihnen.
    Dabei bist Du doch immer noch einer von uns, den kritischen Begleitern des Kind‘schen Konstrukts, oder?


    Wenn es Dir wirklich nur um juristische Feinheiten beim Vorgehen gegen oder den Verhandlungen mit den heute (alles und jeden Be-) Herrschenden geht, dann passt das m. E. eher in einen persönlichen Austausch oder eben per PN.
    Hier dagegen ist die Wirkung Deiner Beiträge, auch wenn dies bestimmt nicht Deine Absicht sein wird, nicht mehr Aufklärung, sondern nur noch: Verwirrung, Abneigung, Spaltung.


    Vielleicht hältst Du einfach einmal kurz den Atem an, vertraust ein Stück weit dem Prozess und schaltest Dich dann später wieder ein, wenn Du Dein KnowHow bei der Umsetzung praktischer Veränderungen einbringen kannst.


    Nur ein nett gemeinter Vorschlag zur Steigerung der Lebensfreude, Deiner, wie unserer... ;)

  • Offensichtlich hast Du den Ausgangspunkt der Diskussion nicht mitbekommen, aus dem sich die ganze Diskussion entwickelt hatte.


    Konkret ging es darum, dass ein führender Vertreter von Pro Verein hier die durchaus kreative, bei näherer Betrachtung jedoch brandgefährliche These vertreten hatte, dass nach der Machtübernahme des Vereins durch die Opposition es doch einen ganz einfachen Weg gäbe, Martin Kind als Geschäftsführer der KGaA abzusägen und auf diesem Wege dem Verein zumindest die Verfügungsmacht über den Profifußball zurückzugeben.


    Und die Lösung sähe ungefähr wie folgt aus:


    Der Verein müsse als Gesellschafterin der Management-GmbH nur eine außerordentliche GV einberufen und eine Änderung des Gesellschaftervertrages beschließen, wonach künftig der Aufsichtsrat aufgelöst wird und statt dessen die GV direkt über die Bestellung und Abberufung der Geschäftsführung bestimmen kann. Dann könne man in einem zweiten Schritt Martin Kind das Leben schwer machen, indem ihm von Seiten des Vereins zusätzliche Geschäftsführer an die Seite stellt oder sogar, sofern er gar nicht kooperiert, einfach abberuft.


    Daraufhin sah ich mich bemüßigt, darauf hinzuweisen, dass dieser hübsche Plan schon in der Praxis daran scheitert, dass der Verein gemäß dem Grundlagenvertrag zu diesen Handlungen gar nicht mehr berechtigt ist und insofern vertragsbrüchig werden würde, was wiederum in die teils sehr hitzige Diskussion mündete.

  • 1. Deine Aussage ist falsch.
    2. Deine Interpretation ist falsch.
    3. Deine rechtlichen Ausführungen sind falsch.
    4. Deine Annahme wer hier welche Funktion hat ist auch falsch.


    5. Was soll der Mist eigentlich? Wem hilft das jetzt?

  • Der Verein würde, wenn er auf seinem gesetzlichen Recht auf Abhaltung einer GV und Beschlussfassung behaart, gegen den Grundlagenvertrag verstoßen und damit vertragsbrüchig werden.

    Da dreht sich unsere Diskussion im Kreis. Meines Erachtens verstößt der Verein gegen gar nichts. Und wenn es einen Vertrag gäbe, der das verbietet, wäre die Klausel mangels Geschäftsgrundlage (nämlich wegen 50+1-Widrigkeit) wohl unwirksam. Aber, nochmal, wenn stscherers Gedächtnisprotokoll stimmt, steht zum AR der Management-GmbH gar nichts im Grundlagenvertrag (vielleicht, weil MK und seinen Beratern sich die 50+1-Widrigkeit aufgedrängt hat). Und das Verbot aus irgendwelchen abstrakten Wohlverhaltensklauseln hereinlesen, ist erstens dann genauso 50+1-widrig (und deswegen kann man es da auch nicht reinlesen), und zweitens ist die Management-GmbH eben nicht die Sphäre der Kommanditisten.


    Und selbst, wenn man entgegen alldem annehmen würde, der Verein sei schuldrechtlich gebunden, das nicht zu tun: So what?

    Das hatte ich auch bereits erklärt. Der Verein kann es sich in seiner aktuellen Verfassung gar nicht leisten, vertragsbrüchig zu werden, weil er wirtschaftlich abhängig von der laufenden Förderung durch die KGaA ist. Bitte vergiss nicht, dass über die Fördermitgliedschaften jedes Jahr fast eine Million Euro in die Vereinskasse fließen, wovon ein Großteil zur Finanzierung des Breitensports verwendet wird.


    Die meisten der Fördermitglieder sind jedoch nur eingetreten, um sich die Mitgliedsrabatte für Eintrittskarten und Fanartikel zu sichern. Streicht die KGaA diese Förderung, dürften viele Fördermitglieder über kurz oder lang austreten und so den Verein recht schnell in arge wirtschaftliche Nöte bringen. Der neue Vereinsvorstand müsste dann vor der MV den empörten Breitensportlern erklären, warum plötzlich kein ausreichendes Geld mehr für ihre jeweilige Sportart im Verein vorhanden ist.

  • Ja, das stimmt. Martin Kind kann den Verein in die Insolvenz treiben.
    Dann wird ein Insolvenzverwalter zukünftig über das Schicksal der Profis entscheiden. Wenn das in Kinds Interesse ist (sowie die Prüfung der Anteilsverkäufe, Verzicht auf den Rückkaufswert der Markenrechte usw. usf), dann mal los. Wir haben ein paar große Kanzleien, die genau Prüfen können.

  • Na, dann haben wir das ja geklärt. Danke für die klaren Aussagen.


    In den Punkt finden wir - freundlich ausgedrückt - keinen Konsens.


    Hart und unnachgiebig verhandeln, notfalls auch mal provozieren und jeden taktischen Vorteil, der sich bietet nutzen, ja gern.


    Aber es gar nicht erst zu Verhandlungen kommen lassen, sondern gleich die direkte Konfrontation mit Martin Kind und seinen Partnern zu suchen, obwohl Euch klar ist, dass dies von denen als offene Kriegserklärung angesehen wird?


    Oh, haltet mich nicht für einen Parzifisten. Kriege kann, ja muss man manchmal auch führen. Aber wenn ich eines im Leben gelernt habe, dann das man einen Krieg nur dann beginnen darf, wenn man eine realistische Chance hat, ihn auch zu gewinnen.


    Mit einer derart simplen und durchsichtigen Strategie in die Schlacht zu gehen, beweist entweder besonderen Wagemut oder ein unfassbares Ausmaß an Naivität und Verantwortungslosigkeit.


    Ihr riskiert mit Eurer abenteuerlichen Strategie mal so ganz nebenbei die Existenz eines 122 alten Sportvereins, aber was macht das schon? Ist eben ein Kollateralschaden, welchen man der Sache wegen nun mal in Kauf nehmen muss.


    Das ist es allemal wert, wenn man Martin Kind mal so richtig in den Hintern treten kann, nicht wahr?


    Immerhin ist Euch - das ist jetzt klar - zumindest bewusst, dass ihr die Zukunft des Vereins mit Eurem Plan aufs Spiel setzt.


    Viel Spaß dabei, aber verzeiht mir, wenn ich bei diesem Hasadeurspiel nicht mitmache.


    Mit bedeutet der Verein nämlich verdammt viel und das unterscheidet uns offensichtlich voneinander.

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  • 1. Deine Aussage ist falsch.
    2. Deine Interpretation ist falsch.
    3. Deine rechtlichen Ausführungen sind falsch.
    4. Deine Annahme wer hier welche Funktion hat ist auch falsch.


    5. Was soll der Mist eigentlich? Wem hilft das jetzt?

    Na, wenn Du das sagst, dann bin ich ja beruhigt.


    Hilf mir mal! Wie viele Prozesse gegen Martin Kind hast Du in den vergangenen Monaten trotz eigentlich guten Grundvoraussetzungen für die Klagen in den Sand gesetzt?


    Ich wette, Du weißt bis heute nicht, welche Fehler Du in der Prozessführung begangen hast.


    Denn Dein eigentliches Problem sind nicht die Fehler, die einem unerfahrenen Anwalt nun mal passieren, sondern Deine offensichtliche Unfähigkeit, aus ihnen zu lernen.

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  • :grübel:


    Ich finde die Diskussion ja grds. spannend und sehe - meist aus geografischer Ferne - mit Wohlwollen, wie sich manche im Sinne der Sache engagieren (Hut ab! :anbeten: ), aber meint Ihr nicht, dass es an dieser Stelle sinnvoll(er) wäre, sich persönlich (egal, ob in der Oststadt, in der Nordstadt oder sonstwo... :bier: ) persönlich auszutauschen oder dies zumindest via PN zu tun? ;)


  • Zweitens teile ich nicht die These, dass die meisten Fördermitglieder dies nur wegen der Rabatte sind. Da müsste man ja für 800 Euro im Jahr Dauerkarten und Fanartikel kaufen, damit sich das rechnet, und das tun wahrscheinlich nicht so viele. Einen Effekt gibt es bestimmt, wenn das wegfiele, aber nicht so, dass gleich alle austreten.

    Das würde ich an Deiner Stelle nicht unterschätzen. Durch den Rabatt auf die Dauerkarte und den Verkauf der zwei im Mitgliederverkauf gekauften Bayernkarten bei Ebay ist jede einzelne Fördermitgliedschaft eine Lizenz zum Gelddrucken. Fallen die beiden Bayernkarten weg, verschwinden meines Erachtens die Fördermitglieder in Scharen. Die Rabatte im unfaßbar überteuerten Fanshop interessieren doch keine Wutz.

  • Winsley555


    Dein Eintrag Nr. 17 850 war ein übles Foul.
    Bei allem Respekt: einen solchen Eintrag finde ich zum Kotzen!
    Und Nein, ich bin kein Freund von Oststadt, ganz bestimmt nicht, aber so etwas ...

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  • Wenn man die Markenrechte zurückerkämpft sind die Fördermitgliedschaften ein bisschen egal.

    Aber genau darum geht es doch. Derzeit wurden die Lämmer in den Vereinsabteilungen mit den zugesagten Fördermitgliedschaftsbeiträgen verblendet und raffen nicht wie das knallen kann. Haben dann ein Fitnesszentrum an der Backe, was der kindliche Kaiser dann gnädig kostengünstig übernimmt und einen Privatbetrieb draus macht. Die Lämmchen kämpfen aber garnicht um Markenrechte, sondern haben sie quasi verschenkt.