Wem gehört Hannover 96?

  • Leute, die GuV nebst der Einfluß auf die Bilanz sind nachrangig zu sehen. Da gibt es genug Möglichkeiten der kreativen Bilanzierung, um einen möglichen Überschuldungstatbestand abzuwenden, ohne dass ein einziger EURO angefasst werden muss. Bürgschaften, Rangrücktritte o.ä. sind nur zwei von x Möglichkeiten. Allerdings führt das zwangsläufig schlechtere Rating zu einer erschwerten Kapitalbeschaffung, dass ist schon richtig.


    Gravierender ist vielmehr die Liquiditätsausstattung des Unternehmens. Da schlägt der vermeintliche Luxuskader genauso rein wie andere quasi-fixe Kosten wie Stadionnutzung etc. Hier kommt dann wieder die Kapitalbeschaffung ins Spiel, um weiter investieren zu können. Ich bin aber immer noch der Meinung, dass einem Fussballunternehmen andere Quellen zur Verfügung stehen als einem stinknormalen Unternehmen aus dem Mittelstand, das entweder auf Bankkredite oder cash flow aus dem Verkauf von Anteilen, sprich Börsengang, angewiesen ist. Partiell vielleicht noch Private Equity. In jedem Fall aber schwierig, gearde in einer Krisensituation mit gleichzeitig bescheidener Perspektive.


    Ergo müsste das Sponsorenwerben + Marketing/Merchandising die absolut höchste Priorität haben. Von 50+1 fange ich lieber erst garnicht an.

  • Ja, vielen Dank. Das ist in der Tat höchst interessant.


    Wobei ich sagen muss, dass ich angesichts des Studiums der vorliegenden Zahlen die Lage bei 96 eher als nicht kritisch einschätze. Wobei man (vermutlich) nur einen Teil des Ganzen sieht - nämlich keine Bestandskonten und zudem sind Teile (wie offenbar das Stadion) ausgelagert.


    Anmerkungen zu einigen Einnahmepositionen:
    - nur 20 % der Einnahmen sind Eintrittsgelder => Insofern bewirkt deren Erhöhung nur einen relativ geringen Hebel
    - fast 40 % der Einnahmen sind TV-Gelder => liegen mit den TV-Verträgen (Sky) fest und sind von 96 nur durch bessere Platzierungen (moderat) veränderbar
    - fast 25 % der Einnahmen kommen von Co-Sponsoren => sehr hoher Wert, der mich überrascht; ggf. stecken hier die Zahlungen von Kind, Maschmeyer u.ä. drin
    - 3,35 Mio. Euro für Trikotwerbung => war in der Saison 2008/2009 Rang 11 in der Bundesliga => entspricht etwa dem Leistungsvermögen / Tabellenstand der Mannschaft
    - knapp 2,7 Mio. Euro aus Transferentschädigung => das war vermutlich (überwiegend) der Huszti-Verkauf


    Anmerkungen zu einigen Ausgabepositionen:
    - 845 TEuro für Kleidung und Sportmaterial => muss 96 die Trikots u.ä. kaufen oder werden die nicht vielmehr vom Sponsor gestellt (Ausrüster/Ausstatter zahlen 1.038 TEuro)?
    - 1,27 Mio. Euro für sonstigen Materialaufwand => erscheint hoch; ggf. Fan-Shop-Artikel (aber wo sind dann die entsprechenden Einnahmen?)
    - gut 15 Mio. Grundgehälter für den Lizenzspielerbereich, gut 21 Mio. Euro mit allen Prämien => trotz des 2008/2009 (schon) teuren Kaders ist der Kostenblock, den sich 96 ans Bein gebunden hat, noch überschaubar
    - 700 TEuro für die Berufsgenossenschaft => mit Blick auf die Verletzungen bei 96 der letzten beiden Jahre angenehm niedrig
    - 6,07 Mio. Euro Abschreibungen auf Spielerwerte => ich bin mir nicht sicher, ob hier wirklich die gezahlten Ablösesummen entsprechend der Vertragslaufzeit auf Jahresscheiben verteilt werden (dann dürfte es die zusätzliche Position Transferentschädigung eigentlich nicht geben - eine solche existiert aber unter 1db) und 6cb))
    - 6,27 Mio. Euro für Stadionnutzung => unklar, ob Annuitäten- oder Ratendarlehen; die (Um-)Baukosten beliefen sich auf 65 Mio. Euro; die Laufzeit wohl auf 25 Jahre => die jetzt gezahlte jährliche Rate erscheint eher hoch => bei Restlaufzeit der Finanzierung von noch 17 oder 18 Jahren (und voraussichtlich deutlich längerer Restnutzungsdauer) sowie gegenwärtig niedrigem Zinsniveau erscheint eine Reduzierung der Rate für Stadionnutzung möglich (Umschuldung mit niedrigerem Zins auf längere Restlaufzeit)
    - 5,94 Mio. Euro für Handel => die Position ist für mich völlig unklar; unter dem Namen kommt mir am ehesten das Fanartikelgeschäft in den Sinn; das müsste aber ja eigentlich einen (positiven) Ertrag abwerfen, zumal die Einkaufskosten m.E. im sonstigen Materialaufwand enthalten sind bzw. diesem entsprechen; was handelt 96 denn in einer Größenordnung, dass daraus in einem Jahr 6 Mio. Euro Verlust resultieren können? am ehesten noch Spieler - aber dafür gibt es in der GUV ja andere Positionen - ggf. am Kapitalmarkt verzockt???


    Angesichts der hier vorliegenden GuV 2008/2009 sehe ich die Lage bei 96 eigentlich als ganz gut an. Die Kostenpositionen, die sich 96 wirklich langfristig ans Bein gebunden hat, sind m.E. überschaubar und aus den weitgehend stabilen Einnahmen (so man denn weiter 1. Bundesliga spielt) tragbar. Auf der Einnahmenseite scheint mir die Höhe der Co-Sponsoren ungewöhnlich; ggf. stecken dort die Zahlungen von Kind, Maschmeier o.ä. drin. Auf der Ausgabenseite sehe ich - sofern es eng wird - die Rate für die Stadionnutzung als reduzierbar an. Darüber hinaus schätze ich den extrem hohen Verlust aus Handel nicht als dauerhaft ein (allerdings kann ich nicht wirklich nachvollziehen, was sachlich dahinter steht). Bezüglich der Abschreibungen ist darauf hinzuweisen, dass sie (so wie ich den zugrundeliegenden Sachverhalt verstehe) nicht liquiditätswirksam werden. Der tatsächliche Geldfluss weicht also vom bilanziellen Erfolgsausweis ab. Angesichts von einem Zinsaufwand nur von 34 TEuro (bei einem Zinsertrag von 66 TEuro) ist 96 offenkundig (nahezu) schuldenfrei; hat die Transfers also NICHT kreditfinanziert.

    Einmal editiert, zuletzt von Giftzwerg ()

  • Die Lizenz Jahr für Jahr ohne Auflagen zu erhalten, ist ja auch ein gewisses Gütesiegel - zumal bei 96 im Rahmen der Lizenzprüfung sicherlich weniger großzügig über Unstimmigkeiten und Lücken hinweggesehen wird als anderswo.

  • Absolut korrekt. Dennoch bleibt die Tatsache stehen, dass keine großen Sprünge drin sind und wir wohl eher (was ist daran eigentlich so schlimm?) im grauen Bereich der Tabelle bleiben werden. Auf ein Abenteuer kreditfinanzierten Wachstums wird sich MK hoffentlich nicht einlassen.


  • - 6,07 Mio. Euro Abschreibungen auf Spielerwerte => ich bin mir nicht sicher, ob hier wirklich die gezahlten Ablösesummen entsprechend der Vertragslaufzeit auf Jahresscheiben verteilt werden (dann dürfte es die zusätzliche Position Transferentschädigung eigentlich nicht geben - eine solche existiert aber unter 1db) und 6cb))


    Darüber habe ich mir auch schon Gedanken gemacht und bin zum Schluss gekomen, dass die tatsächlichen Transfers ("Einkauf") von mir in der Zusammenfassung unten nicht erfasst wurden. Ich denke, der Einzelausweis im Einkauf


    6c) Transfer -1.094.820,37
    ca) Ausbildungsentschädigung -154.790,54
    cb) Transferentschädigung -354.000,00
    cc) Ausleihentschädigung -315.782,01
    cd) Spielervermittler und -beobachtung -270.247,82
    ce) Sonstiger Aufwand 0,00


    betrifft neben den Ausleihen (kein Eigentum) lediglich solche Spieler mit einer Laufzeit von einem Jahr, die also weder in der Eröffnungsbilanz noch in der Schlussbilanz werthaltig enthalten sind. Das könnte zum Spieler Jacek Krzynówek (Fanmag: Mittelfeld, 32 Jahre, Vertrag bis 2010 für zirka 400.000 Euro vom VfL Wolfsburg) passen, der jedoch lt. alten Quellen von Anfang an einen 1,5-Jahresvertrag hatte (vieleicht nur mit Option?). Während im Verkauf selbstverständlich die erzielten Erlöse (1db) sofort voll erfolgswirksam in die GuV einfließen (Fanmag: Thorvaldsson 200.0000,--, Huszti 2,5 Mio.), reduziert um eine komplette Restwertabschreibung der verkauften Spieler, welche in den Abschreibungen enthalten ist. An Ablösesummen hat man ja 6 Mio. Euro für die Spieler Eggimann, Schlaudraff und Andreasen gezahlt.


    Zitat

    - 6,27 Mio. Euro für Stadionnutzung => unklar, ob Annuitäten- oder Ratendarlehen; die (Um-)Baukosten beliefen sich auf 65 Mio. Euro; die Laufzeit wohl auf 25 Jahre => die jetzt gezahlte jährliche Rate erscheint eher hoch => bei Restlaufzeit der Finanzierung von noch 17 oder 18 Jahren (und voraussichtlich deutlich längerer Restnutzungsdauer) sowie gegenwärtig niedrigem Zinsniveau erscheint eine Reduzierung der Rate für Stadionnutzung möglich (Umschuldung mit niedrigerem Zins auf längere Restlaufzeit)


    Der Konzessionsvertrag mit der Stadt Hannover sieht einen Zeitraum von x (23?) Jahren vor. In diesem Zeitraum darf das Stadion unentgeltlich genutzt werden, nachdem es umgebaut wurde. Am Ende des Konzessionszeitraums fallen Stadion und Gelände wieder an die Stadt zurück. Man hat hier also kein Eigentum erworben sondern nur ein Nutzungsrecht. In der Summe von 6,27 Mio. sind nicht nur Kreditzahlungen enthalten sondern auch der Unterhalt (neben den extra ausgewiesenen spieltagsbezogenen Kosten). Das Geld fließt an die Stadiongesellschaft, einer Tochtergesellschaft der Sales & Service. Deren Jahresabschluss ist ebenfalls beim Bundesanzeiger abrufbar.


    Zitat

    - 5,94 Mio. Euro für Handel => die Position ist für mich völlig unklar; unter dem Namen kommt mir am ehesten das Fanartikelgeschäft in den Sinn; das müsste aber ja eigentlich einen (positiven) Ertrag abwerfen, zumal die Einkaufskosten m.E. im sonstigen Materialaufwand enthalten sind bzw. diesem entsprechen; was handelt 96 denn in einer Größenordnung, dass daraus in einem Jahr 6 Mio. Euro Verlust resultieren können? am ehesten noch Spieler - aber dafür gibt es in der GUV ja andere Positionen - ggf. am Kapitalmarkt verzockt???


    Stimmt, neben den ganzen "sonstigen" Posten ist dieser hier erklärungsbedürftig. Diesem steht eigentlich nur die Einnahmenposition


    1e) Handel/Überlassung von Nutzungsrechten 1.550.947,43
    ea) Überlassung von Nutzungsrechten 571.441,99
    eb) Catering 850.971,66
    ec) Sonstige 128.533,78


    gegenüber. Das macht einen Handelsverlust von 4,4 Mio. Eigentlich seltsam.

    4 Mal editiert, zuletzt von strunz ()

  • Folgende Zahlen habe ich mal zusammengesucht:


    Hannover 96 GmbH & Co. KGaA


    01.01.2005 - 31.12.2005
    Umsatz: 36.970.506,19 €
    Ergebnis: -3.286.313,33 €


    01.01.2006 - 30.06.2006
    Umsatz: 16.402.400,64 €
    Ergebnis: -896.268,52 €


    01.07.2006 - 30.06.2007
    Umsatz: 48.649.836,23 €
    Ergebnis: 9.211.057,57 €


    01.07.2007 - 30.06.2008
    Umsatz: 48.996.681,47 €
    Ergebnis: -2.812.021,70 €


    01.07.2008 - 30.06.2009
    Umsatz: 54.044.489,11 €
    Ergebnis: -827.438,80 €

  • - fast 25 % der Einnahmen kommen von Co-Sponsoren => sehr hoher Wert, der mich überrascht; ggf. stecken hier die Zahlungen von Kind, Maschmeyer u.ä. drin


    Ich vermute, da stecken auch die Einnahmen aus dem Verkauf der Logen und Business Plätze mit drin. Deshalb ist dieser Wert auch so hoch.


    Zitat

    - 5,94 Mio. Euro für Handel => die Position ist für mich völlig unklar; unter dem Namen kommt mir am ehesten das Fanartikelgeschäft in den Sinn; das müsste aber ja eigentlich einen (positiven) Ertrag abwerfen, zumal die Einkaufskosten m.E. im sonstigen Materialaufwand enthalten sind bzw. diesem entsprechen; was handelt 96 denn in einer Größenordnung, dass daraus in einem Jahr 6 Mio. Euro Verlust resultieren können? am ehesten noch Spieler - aber dafür gibt es in der GUV ja andere Positionen - ggf. am Kapitalmarkt verzockt???


    Diese Position ist mir auch unklar. Ich könnte mir vorstellen, dass darin die Provisionszahlungen an Sportfive und an Sales & Service enthalten sind. Die tauchen nämlich sonst nirgendwo auf.

  • strunz:


    Danke für die Aufklärung zum Stadion. Mir war nicht bekannt, dass Stadion und Gelände nach 23 (oder 25 Jahren) wieder an die Stadt zurückfallen. Dann stellt sich für mich die Lage in doppelter Hinsicht anders dar. Zum Einen besteht der Möglichkeit der Tilgungsstreckung wohl nicht. Zum Anderen partizipiert 96 nach meinem Verständnis nicht - oder allenfalls auf die 5 Mio. Euro Einlage beschränkt - am wirtschaftlichen Erfolg der Arena. Wenn Alles gut läuft, zahlt 96 die jährliche Rate, bis das Stadion irgendwann an die Stadt zurückfällt. Wenn 96 nicht in der ersten Liga spielt, kann sich 96 die Rate nicht in voller Höhe leisten und das (Grund-)Kapital der Stadiongesellschaft (5 Mio. Euro) wird angeknabbert. Das reicht nur für 3 Jahre. Bei mehr als 3 Jahren Zweitligazugehörigkeit in 23 (oder 25 Jahren) wird also die Stadiongesellschaft in Insolvenz gehen. Dann greift die Bürgschaft der Stadt Hannover und zudem fällt vermutlich das Stadion vorzeitig an diese zurück. Mal abgesehen von der Einlage der Stadiongesellschaft dürfte es für 96 doch relativ egal sein, welche Variante eintritt. Am Ende ist man das Stadion sowieso los und muss sich dann mit der Stadt auf eine Nutzungsgebühr (neu) einigen. Der aktuell zu zahlende Preis von mehr als 300 TEuro pro Spiel oder alternativ gerechnet 60 % der Zuschauereinnahmen scheint mir eher hoch zu sein. Insofern hätte der Zwang zu einer neuen Einigung m.E. eher das Potenzial, dass die von 96 zu zahlende Nutzungsgebühr sinkt. Insgesamt kann ich daher nicht nachvollziehen, warum immer wieder so getan wird, als ob aufgrund des Stadions das Wohl und Wehe von 96 vom kontinuierlichen Verbleibt in der ersten Liga abhängt.


    Die Idee, dass Verträge mit einer kurzen Laufzeit sofort als Aufwand gebucht werden, hatte ich ebenfalls. Allerdings gibt es ja eigentlich nur extrem selten Verträge, die von Anfang an eine Laufzeit von weniger als einem Jahr aufweisen - und meiner Kenntnis nach auch eben nicht jener von Krzynowek.


    Die Ergebnisaufstellung ist recht interessant. Überwiegend ein leichter Verlust pro Saison. So ähnlich hätte ich mir das auch vorgestellt. Oder anders herum gesagt: Eigenkapital konnte nicht gebildet werden. Vermutlich ist es eher sogar so, dass Verluste (mittelfristig) von den Gesellschaftern ausgeglichen werden. Heraus sticht die Saison 2006 / 2007, in der ein ziemlich hoher Gewinn ausgewiesen wird. Das hat vermutlich mit dem Mertesacker-Verkauf zu tun. Seit diesem Zeitraum hat man vermutlich mehr ausgegeben (kostspielige Einkäufe); die Einnahmen jedoch nicht mehr (nennenswert) steigern können. Man wird sich vermutlich langfristig auf ein Ausgabenniveau wie bis zur Saison 2006 / 2007 beschränken müssen, sofern man nicht gänzlich neue Geldquellen erschließt (Euroleague, 50+1-Investoren).

    Einmal editiert, zuletzt von Giftzwerg ()

  • Danke strunz, für die Einstellung der "Vollversion"!


    - 5,94 Mio. Euro für Handel => die Position ist für mich völlig unklar; [...]ggf. am Kapitalmarkt verzockt???


    Das kann nicht sein, da die Position unter sonstige betriebliche Aufwendungen aufgeführt ist. Am Kapitalmarkt zocken wäre nicht betrieblich.
    Die Frage ist eigentlich, womit Hannover 96 handelt. :D Fanartikel wären eine Möglichkeit. Spieler aber auch ;) Freundschaftsspiele? Aber ich habe auch keine Ahnung.
    Übertragungen aus dem Vorjahr, bzw. dem Folgejahr können es eigentlich auch nicht sein, die müssten anders ausgeweisen werden (glaube ich mich zu erinnern).

  • Vielleicht handelt Hannover 96 mit Eintrittskarten und hat Rabatt-Aktionen als Handelsverlust ausgewiesen?

  • Nur zum Verständnis: Die Posten mit einem Minus davor sind nicht der Verlust dieses Postens. Das ist der Aufwand des Postens. Sprich 96 hat knapp 6 Mio. für irgendetwas gezahlt.


    Vielleicht beinhaltet der Punkt Transferentschädigung Zahlungen an Spielervermittler.


    Insgesamt sind folgende Posten noch "fragwürdig":


    1ac) Umsatzerlöse Spielbetrieb Sonstige 958.710,86
    1be) Umsatzerlöse Werbung Sonstige 493.056,02
    1ec) Umsatzerlöse Handel/Überlassung von Nutzungsrechten Sonstige 128.533,78


    2d) sonstige betriebliche Erträge Sonstige 1.201.693,76


    3c) Materialaufwand Sonstiger Materialaufwand -1.269.730,04


    6aj) sonstige betriebliche Aufwendungen Sonstige -790.249,46

    Einmal editiert, zuletzt von strunz ()

  • Der neue Abschluss zur Saison 2009/10 ist da. Wie zu erwarten war, ist er nicht so ausführlich wie vor einem Jahr.


    Eckdaten:


    Umsatz 46.145.670,94
    Erträge aus Verlustübernahme 3.000.612,49
    Ergebnis - 3.093.608,07
    Verlustvortrag - 7.151.624,20
    Bilanzverlust -10.245.232,27
    Transferzahlungen 3.420.000,00 für zwei Spieler (wer?)
    Transfererlöse 771.000,00


    Zitat

    4. Rückstellungen


    Die Rückstellungen enthalten im Einzelnen die Beiträge für die Verwaltungs-Berufsgenossenschaft in Höhe von T€ 405, für die Prüfungs- und Beratungskosten von T€ 66 sowie für ausstehende Rechnungen von insgesamt in Höhe von T€ 2.037. Die gebildete Steuerrückstellung basiert auf dem vorläufigen Steuerbescheid des Finanzamtes Hannover-Nord in Höhe von T€ 300. Weiteren möglichen Risiken aus der laufenden Betriebsprüfung wurde an dieser Stelle noch keine Rechnung getragen, da die Betriebsprüfung noch nicht abgeschlossen ist. Die Finanzverwaltung hat Steuernachforderungen von über T€ 2.000 in den Raum gestellt, die Hannover 96 nicht akzeptieren wird.

    :erstaunt:


    Zitat

    Zur Deckung der mittelfristigen Verbindlichkeiten hat die Deutsche Bank AG eine Garantieerklärung für die Gesellschaft über T€ 860 erteilt. Weiterhin liegt die Fälligkeit der Darlehen gegenüber der Fa. KIND Hörgeräte GmbH & Co. KG über T€ 2.100 sowie gegenüber der Hannover 96 Sales & Service GmbH & Co. KG von T€ 3.478 nach dem 30. Juni 2011.

    Aha!

  • Zitat

    01.07.2011


    Hannover 96 GmbH & Co.KGaA, Hannover, Robert-Enke-Str. 1, 30169 Hannover. 8.000.000,00 EUR. Die am 24.06.2011 beschlossene Erhöhung des Grundkapitals um 3.000.000,00 EUR ist durchgeführt.Die Satzung wurde in §§ 6 Abs.1 und 2
    (Grundkapital) und 22 Abs.4 (Beschlussfassung der Hauptversammlung) geändert.

    Man kann wohl davon ausgehen, dass hier Kredite der S&S in Eigenkapital umgewandelt wurden, womit die S&S jetzt wohl 84,3 % anstatt 74,9 % der Hannover 96 GmbH & Co. KGaA besitzt, der e.V. entsprechend nur noch 15,7 %.

    Einmal editiert, zuletzt von strunz ()

  • Laut einer renommierten Unternehmensdatenbank ist Sales&Service aktuell weiterhin mit knapp 3/4 an der Hannover 96 GmbH & Co. KGaA beteiligt. Ein klitzekleines bisschen mehr als ein Viertel liegt beim e.V.


    Gab es hier nicht mal so eine riesige Grafik, die die Zusammenhänge aufführt? Würde das gerne mal durchsteigen und nachvollziehen, finde diese aber nicht mehr...

    Einmal editiert, zuletzt von Nils ()

  • Super, vielen Dank!


    Wieso ist die KGaA in Grafik 1 zu 50% rot und grün dargestellt, wenn doch der grüne (Vereins-)Anteil nur noch rund 1/4 beträgt? Ich muss zugeben, dass ich mit den Begrifflichkeiten nicht gut vertraut bin, das macht es sicherlich nicht einfacher...


    Interessant, was es so alles gibt: Hannover 96 Sales & Service Geschäftsführungs GmbH - welchen Sinn hat solch ein Unternehmen? Dient es dazu, dem Geschäftsführer (also Martin Kind) über diesen Umweg ein Gehalt zu zahlen?


    Ebenfalls interessant finde ich die Zusammensetzung der Sales und Service GmbH. Die Gesellschafter sind offenbar noch die gleichen wie in Grafik 2 dargestellt. Zwei davon kommen zusammen bereits auf einen Anteil von über 50% - die Marniccam GmbH (also de facto Martin Kind selbst) und eine der Privatpersonen, nämlich Detlev Meyer, siehe auch hier: http://www.jp4sport.biz/wp-con…ds/2013/04/H96_Anteil.jpg - dort steht aber auch, dass S&S gut 84 Prozent an der KGaA halten würde. Was stimmt nun wohl? Verwirrend.

    Einmal editiert, zuletzt von Nils ()

  • Hallo Niels,


    die Graphiken geben nicht den aktuellen Stand wieder, sondern den vor ca. 2 Jahren.

  • Grafik 1 war mal von mir vor Ewigkeiten erstellt worden, ist jedoch schon mehrfach angepasst worden. Wo findet man denn sowas?

  • Hallo Niels,


    die Graphiken geben nicht den aktuellen Stand wieder, sondern den vor ca. 2 Jahren.


    Hallo Wiensley ;),


    die Anteile der Gesellschafter aus der JP4-Grafik geben aber schon den aktuellen Stand wieder. Da hat sich offenbar nichts verändert.


    jack-the-ripper: Danke! Die Geschäftsführungs GmbH hat also den Sinn, die Haftung der S&S GmbH und Co. KG zu übernehmen bzw. auf 25.000 Euro zu beschränken, die wiederum bei der KGaA drinsteckt? Verstehe ich das richtig? Weiterer Vorteil liegt bei der nahezu vollständigen Ersparnis der Körperschaftssteuer.


    Wird Martin Kind bei der Geschäftsführungs GmbH als Arbeitnehmer behandelt/bezahlt? Lässt sich so etwas herausfinden bzw. ist das bekannt?