Eure Lebensmittel- und andere Produkt-Tipps: Tops & Flops

  • Oh, mein Mann ist da ganz groß drin.

    Für die Pflege seiner Dreads hatte ich ihm früher immer mal ein bestimmtes Mittel gekauft, dass aus Hanfsamen besteht.

    Irgendwann hatte ich die letzten beiden Dosen in dem Laden gekauft, seit dem gibt es das da nicht mehr. Ich habe keine Lust, auf die Suche nach Ersatz zu gehen.


    Seitdem sammelt er Samen und lässt sich daraus von jemandem ein derartiges Mittelchen herstellen.

  • Flipz Salted Caramel (Link zu worldofsweets.de)

    Das sind keine Flips, sondern Brezeln? Egal, Bahlsen wäre sowieso raus, da Flips und Brezeln von Lozenz kommen.


    Brezeln mag ich nur klassisch und dann sind bei abgepackten Produkten die von Huober die Referenz. Allerdings viel zu teuer bei amazon, in der Metro kostet die Schachtel fünf irgendwas...

  • Gibt es auch fertig angerührt im Kühlregal. Da ist die Portion nicht so groß, der Preis aber noch unverschämter. Habe ich trotzdem mal probiert, als es im Angebot war, und fand es tatsächlich lecker. Ich glaube, ich hatte auch eine Sorte mit Lemon.

  • Wie geht ihr denn eigentlich mit dem Geschwrubel der diversen Bio Siegel um? Zuletzt haben sich ja vor allem Demeter (https://www.merkur.de/verbrauc…tik-artikel-90158584.html) und Rapunzel (https://tagesspiegel.de/wirtsc…rungsmythen/25839632.html) ins Abseits geschossen. Nicht wirklich neu, dass Bio und Eso nah beieinander hängen. Schade, weil Demeter ja doch die mit Abstand "härtesten" Richtlinien vertritt. Im Grunde sind aber alle anderen nicht weit ab vom Schuss (https://anthroposophie.blog/20…h-ist-mein-oekobauer/amp/).


    Wie geht ihr damit um? Ist euch das egal? Nicht bewusst? Kennt ihr solide Alternativen ohne Mondtänze und Globuli? Quasi ein progressives Bio, das dieses nervige wissenschaftsfeindliche nicht mit im Korb hat?

  • Das ist in der Tat ein Problem für mich. Es gibt ja auch durchaus eine ideologische Nähe zu (Neu)rechtem Gedankengut. Vor einiger Zeit wurde über ostdeutsche Siedlungsbewegungen (ostdeutsch im Sinne von "die siedeln sich im Osten in schrumpfenden Dörfern an und übernehmen den Sums", nicht "die Ossis sind das Problem") berichtet, die da ihr arisches Bio-Utopia aufbauen wollen.

    Demeter war schon immer ein suspekter Laden, allerdings kaufe ich trotzdem auch Produkte mit Demeter-Siegel. Ich bin da - wie üblich - total inkonsequent. Rapunzel ist für mich neu.

    Generell gebe ich inzwischen relativ wenig auf Siegel*. Konventionelle Produkte können durchaus höheren Ansprüchen genügen als die zertifizierten, die Bauern/Erzeuger haben aber u.U. keinen Bock das ganze Beiwerk und den Dokumentationsaufwand zu betreiben. Ich versuche Lebensmittel soweit als möglich bei mir bekannten/greifbaren Produzenten zu kaufen und hoffe darauf, dass ich meine Schweine am Gang erkenne, wie man so schön sagt. Wo das nicht geht, nehme ich recht häufig Bioland-Produkte, das ist aber eher Bauchgefühl als einem fundierten Abwägen der Anbieter geschuldet.


    * Teilweise richten die sogar eher Schaden an. Fairtrade-Kaffee der ist so ein Beispiel, ich glaube die Jungs und Mädels von Quijote Kaffee hatten das mal irgendwo schön aufgearbeitet. Die Einkäufer der großen Produzenten zahlen für einige Lots den vereinbarten FairTrade-Preis, bekommen aber dafür für die normalen Lots einen Rabatt "eingeräumt", der die Mehrkosten mindestens kompensiert...


    Bronco, zwei Doofe ein Gedanke.

  • Ich gehe bei Obst und Gemüse zunehmend auf Selbstversorgung. Wo das noch nicht klappt, ist mir eine regionale Herkunft ggf wichtiger als biologische Erzeugung. Auch wenn es dann ggf aus konventioneller Landwirtschaft ist, kaufe ich lieber direkt beim Erzeuger z.B. auf dem Wochenmarkt oder regionale Produkte beim Supermarkt. Auch die Bio-Produkte z.B. von Rewe oder Edeka landen ab und zu im Einkaufskorb (überwiegend bei Milch und Mehl), habe mich da aber zugegeben nicht mit deren Standards auseinandergesetzt. Wenn ich also etwas von bspw. Demeter kaufe, dann ist es in 96% der Fälle direkt vom Erzeuger, der ein Demeter-Hof ist und nicht vom Demeter-Konzern in dem Sinne. Saatgut kaufe ich bspw. bei Dreschflegel, die mit einigen Demeter-Höfen zusammenarbeiten. Die haben vor einiger Zeit ein Statement herausgebracht, dass nicht ganz deine Fragestellung trifft, ich aber für nicht minder wichtig erachte. https://www.dreschflegel-saatgut.de/gegen-braune-tendenzen/

  • Auch ich schließe mich an. Bio hat mir nie viel (Sicherheit) gegeben. Regionale Produkte und möglichst eine valide Aussage über Zuchtbedingungen und Haltung bei Fleisch sind mir deutlich wichtiger. Ob das der bessere Weg ist, weiß ich natürlich nicht. Für mich fühlt es sich aber richtig an.

  • (...)

    Wie geht ihr damit um? Ist euch das egal? Nicht bewusst? Kennt ihr solide Alternativen ohne Mondtänze und Globuli? Quasi ein progressives Bio, das dieses nervige wissenschaftsfeindliche nicht mit im Korb hat?

    Ich kaufe einfach kein "Bio".


    In den meisten Fällen habe ich das Gefühl, dass man einfach nur einen Aufpreis für das Label bzw. die Marketingkosten zahlt. Es gibt außerdem Produzenten, die nur "Bio"-Ware herstellen, es aber nicht "offiziell" zertifizieren lassen. Oder diese Produzenten bieten "bio-zertifizierte" Ware für Edeka und Rewe an, gleichzeitig aber auch die identischen Produkte für die Discounter ohne das Bio-Label, weil bei Discountern die meisten Käufer zum günstigeren "Nicht-Bio-Produkt" greifen.


    Am glaubwürdigsten scheinen mir da noch einige Händler auf den Wochenmärkten, aber auch da wird mittlerweile viel Großmarkt-Ware (teuer weiter-)verkauft.

  • wir sollten uns aber auch bewusst sein, dass ne menge produkte, die in den hofläden angeboten werden, auch aus der metro kommen. zumindest kaufen sie einiges zu. zb alles, was hier schlecht im januar wächst. trotzdem kauf ich da gern ein. ich kaufe eigentlich mehr nach aussehen als nach biosiegel. selbst bei zitronen. wenn da so eine biozitrone rumliegt, die mehr probleme mit schrumpelliger pelle hat als mein arsch, nehm ich schon die normale, die dann gut zu hause abgewaschen wird. das bischen schale, was mal an ne soße oder so ran kommt, werde ich überleben. manchmal frage ich mich, ob mein körper überhaupt ohne pestizide und konservierungsmitteln klarkommt.

    beim fleisch hat bei uns schon ein wandel stattgefunden. wo vor jahren noch gern die massenware von aldi und co im korb landete, ist es heute schon recht häufig ein laden wie dieser hier bei uns in der nähe. oder zumindest ein schlachter, wo man weiß, der arbeitet mit züchtern zusammen, die nicht nur vorgeben, was für das tierwohl zu tun.

  • Das mit der Selbstversorgung leuchtet ein. Ich glaube das Thema gehe ich nächstes Jahr im kleinen dann auch mal an. Irgendwann muss man ja mal anfangen :)


    CroNeo sorry aber das ist doch Quatsch. Das gilt vielleicht für Kleinstunternehmen wie meine Imkerei. Wir fertigen auch nach Bio-Richtlinien, lassen uns aber aus Kostengründen nicht zertifizieren. Aber solche Unternehmen verkaufen auch nicht an Discounter. Ware die du ohne Siegel im Discounter kaufst ist keine Bio Ware. Das man bei einem Demeter Siegel nur Marketing kauft ist wirklich nicht mehr als dein persönliches Gefühl.

  • Ich "kenne" auch mehrere regionale Fleischbetriebe, die zwar bionah produzieren, sich den Aufwand und die Kosten für das Biosiegel aber sparen. Natürlich sind das auch eher Familienbetriebe, von woanders möchte ich im Optimalfall mein Fleisch gar nicht, aber es ist tatsächlich nicht unüblich, soweit ich weiß.

  • Wir kaufen unsere Eier von einem Hof im Rosenheim (ein Freund arbeitet dort und kauft die dort ein). Dieser Hof bietet de facto Bio-Qualität, lässt sich aber auch aus Kostengründen nicht zertifizieren.


    Aus diesem Grund haben die Eier „nur“ einen 1-er Stempel und keinen Nuller.


    Auch unser Hühnerfleisch beziehen wir von diesem Hof. Anderes könnte/mag ich gar nicht mehr essen.