Der alltägliche Wahnsinn

  • Mit der Rede kannste auch ohne aufzufallen auf einer Pegida-Demo auftreten.


    Nur, dass die Journalisten da dann nicht applaudieren.


    Mit der Rede kannste auch ohne aufzufallen auf einer Pegida-Demo auftreten.


    Nur, dass die Journalisten da dann nicht applaudieren.


    Das dachte ich auch. Er als selbstloser Kulturschaffender müsse ausbaden, was Land und der Bund versäumen. Er fühle sich betrogen..


    Dabei packt ihn doch nur die Sorge um abnehmende bzw. negativ besetzte Screenzeiten von Sponsorenlogos in den Livestreams und Pressefotos.

  • Wie einseitig solch ein Mann die Dinge beleuchtet, ist schon erschreckend. Ja, ich kann ihn verstehen. Und ja, wir dürfen uns den Islamisten nicht zu sehr beugen. Aber Stand gestern Abend wusste Lieberberg doch noch nicht mal genau, was Hintergrund ist, was wirklich dran ist an der Gefahr. Wie man in einem anderen Video gesehen hat, hat er die Polizei da auch ganz schön an den Pranger gestellt bzw. angezählt (als die zwei Beamten mit ihm auf der PK waren).

  • Zitat

    soll einer der beiden angeblich festgenommenen Männer, die durch Helfer-Ausweise Zutritt zum Festivalgelände hatten, mit einem inhaftierten Terror-Verdächtigen verwandt sein.


    + die Meldung, dass angeblich Ausweise gefälscht worden sind ist in Summe schon beunruhigend, denke ich.

  • Ich wünschte mir ja bei solcher Veranstaltung nur ein einziges Mal die Frage nach den Ursachen für (wachsenden) Terrorismus...einmal die Frage nach unserer Verantwortung, den Beitrag der westlichen Welt, welchen Beitrag unsere "Freiheit", "unsere Art zu leben", welche wir in den Rahmen von vor allem Ökonomie, aber auch Politik der ganzen Welt überstilpen...einmal nur diese Frage unabhängig von richtig oder falsch in den Raum geworfen...vielleicht/wahrscheinlich käme man bei der Antwort auch der Antwort auf die Frage nach einem Teil der Ursachen für wachsenden (Rechts)Radikalismus, religiösem Fanatismus, dem (Wieder)Erstarken von autoritären und totalitären Regimen oder so einem Scheiß wie der Identitären Bewegung näher...aber nein, die Symptome zu bekämpfen ist halt einfacher. "Alternativlos".


    Wundern oder gar schocken tun mich die Folgen nur gar nicht mehr. Und je mehr man ausschließlich Fragen nach Sicherheit, Überwachung, Schotten (Grenzen) dicht stellt, aber die Fragen nach unserer Mitverantwortung außer Acht lässt, desto krasser werden die Folgen und desto eingeschränkter wird unsere (für viele, aber längst nicht alle noch vorhandene) Freiheit. So meine These. Aber vielleicht ist der Mensch auch einfach nur sehr viel weniger vernunftbegabt als ich denke?! Fragen, die man im Rahmen von Bildung vielleicht mal stellen könnte?

  • In diesem: In Dänemark soll es fortan Gefängnisstrafen fürs Betteln geben.


    Was gibt es fürs Verhungern lassen? Und wer ist eigentlich warum zum Betteln gezwungen?


    Aus den Augen, aus dem Sinn.


    Kranke Welt.

  • Ich kann diesen Scheiß nicht mehr hören. Nein, "wir" sind nicht schuld am Terrorismus. Terroristen sind schuld am Terrorismus. Terrorismus ist kein sozialer Protest, sondern eine Mischung aus Narzismus und Sadismus. Es geht um Macht und Kontrolle.


    Aber natürlich, den Öl- und Drogenmilliardären, die den Terrorismus finanzieren, geht es eigentlich um eine sozialere Welt und den Kampf gegen kapitalistische Ausbeutung. Deswegen richten sich die Anschläge auch gegen Symbole des Großkapitals, wie etwa einen Musikclub, einen Weihnachtsmarkt oder eine U-Bahn.


    Was Du versuchst, ist, als Trittbrettfahrer des Terrorismus Deine eigenen politischen Ansichten durchzudrücken, indem Du gleichsam wie in einem Bekennerschreiben versuchst, die verängstigten Menschen zur Zustimmung zu Deinen politischen Idealen zu nötigen.

  • Terroristen sehen nicht mehr den Menschen in ihrem Gegenüber, ihrem "Gegner", den sie im Namen ihrer Ideologie(n) einverleibt bekommen. Sie sehen "uns" (auf dem Weihnachtsmarkt) als Objekte (als Ausdruck und "leichter" zutreffendes Ziel ihres "Gegners"), und sind dabei die Instrumente ihrer Herrscher.
    Nun, diese Menschenblindheit ist vielen von "uns" auch nicht fremd, die Menschen andere Menschen objektivieren lässt, wenn es z.B. um "Sozialschmarotzer", " Wirtschaftsflüchtlinge", "Zigeuner", " Drogensüchtige" oder auch "rechtes Pack" geht...


    Sicher geht es "denen" nicht um eine sozialere und gerechtere Welt. Sicher geht es um Profit, Macht und Kontrolle. Ums (große) Geld. Und "uns"? Der westlichen Welt? Was sind unsere vordergründigen Werte? Was unterscheidet uns(ere Großkapitalisten) von jenen Ölmilliardären? Inwieweit lassen wir uns wofür instrumentalisieren? Was bekommen wir von kleinauf an einverleibt? Selbstverständlich ist es weitaus differenzierter, selbstverständlich ist es ethisch nicht gleichzusetzen. Aber gibt es nicht doch so etwas wie einen gemeinsamen (ideologischen) Kern?


    Mir geht es darum, uns auch über "uns", unsere Werte, unsere Verantwortung, unser System nachdenken zu lassen. Uns nicht weiter der "Alternativlosigkeit" und damit ihrer Ideologie hinzugeben. Denn vielleicht, nur vielleicht können "wir" im Kern ja auch anders?


    Nun, du weißt offensichtlich besser über mich, meine Ideale und Wünsche Bescheid. Ich als "Trittbrettfahrer der Terroristen". Das ist stark und erübrigt dann zugleich auch jeden Diskurs, gell...nun, sei getröstet, im gewünschten Diskurs fühle ich mich doch recht oft allein, rechts wie links.


    PS: Einer, wenn nicht gar der narzisstischste Mensch der Welt führt gerade das mächtigste Land der Welt an. Und hat jüngst Multimilliardendeals über Waffen etc. mit den menschenverachtenden Ölmilliardären in Saudi-Arabien abgeschlossen..."unsere" Deals mit den Kataris sind nicht ganz so krass, aber stehen auf der gleichen moralischen Stufe. Werte? Verantwortung? Zumindest für mich doch bezeichnend.


    Ohren zu und durch. :(

  • Terroristen sehen nicht mehr den Menschen in ihrem Gegenüber, ihrem "Gegner", den sie im Namen ihrer Ideologie(n) einverleibt bekommen. Sie sehen "uns" (auf dem Weihnachtsmarkt) als Objekte (als Ausdruck und "leichter" zutreffendes Ziel ihres "Gegners"), und sind dabei die Instrumente ihrer Herrscher.
    Nun, diese Menschenblindheit ist vielen von "uns" auch nicht fremd, die Menschen andere Menschen objektivieren lässt, wenn es z.B. um "Sozialschmarotzer", " Wirtschaftsflüchtlinge", "Zigeuner", " Drogensüchtige" oder auch "rechtes Pack" geht...


    Da fällt mir wenig bis nichts mehr zu ein.
    Wie kannst du das auf eine Stufe stellen?


    Ich empfinde deinen Kommentar selbst als menschenverachtend.
    Vielleicht meinst du es anders.
    Bei mir kommt das ganz übel an.

  • Ich weiß ja nicht, wie du meine Worte verstehst.


    "Selbstverständlich ist es weitaus differenzierter, selbstverständlich ist es ethisch nicht gleichzusetzen."


    Ich habe mit den unterschiedlichsten Carakteren, Menschen, "idelogischen Verblendungen" zu tun und versuche vielmehr immer zu verstehen anstatt zu verachten. Befreit mich natürlich nicht davon, bei der Konfrontation/Irritation auch mal über das Ziel hinauszuschießen.

  • Jeylord,ich bin jetzt nicht in allen Punkten bei menace und vestimmt auch nicht in allen Dingen dabei inhaltlich sattelfest.
    Aber wenn ich “Terror (ist) “ als übergreifendes Merkmal nehme ,dann kommen eben Bader,Meinhof, Atta,Amri und noch zig andere Namen,die mir nicht einfallen,in einen Topf.
    Und dann ist es nur noch ein kleiner Schritt zu dem Punkt,den menace vertritt. Ob es Sadismus und Narzismus sind kann ich nicht beurteilen. Aber es ist weder der Sozialismus in dessen Namen angeblich die RAF noch der Islam der den Terror macht. Und nein,es sind auch nicht “wir“. Es geht erstmal um Menschen,die bereit sind masslos Grenzen zu überschreiten(die Terrormorde auszuführen) und die,die das ausnützen und sie dahin führen.


    Meine Wortwahl für das,was menace meint,wäre erstmal Entwurzelung oder soziale Verwahrlosung(Andreas Bader wäre da glaube ich ein gutes Beispiel für).

    Einmal editiert, zuletzt von Welfenprinz ()

  • Dem widerspreche ich auch nicht. Ähnliche Mechanismen. Auch bei denen, die Arbeitslose, Süchtige, Wohnungslose, Sinti und Roma...herabwerten, verachten, tätlich misshandeln, eben nicht mehr als Menschen sehen, sondern diese objektivieren. Das stelle ich nicht auf eine Stufe, setze ich nicht gleich...aber sehe eben jeweils Formen von (auch ein Stück weit in ihren Ursachen miteinander zusammenhängender und sozialpsychologisch vergleichbaren Projektionen unterworfener) Menschenblindheit. Niemand wird so geboren, mit jenen Einstellungen. Auch kein Terrorist. Und natürlich differenziere ich zwischen den unterschiedlichen Denkmustern und Handlungsweisen.

  • So, wir machen dann mal weiter in London.
    Laut Polizei bei Twitter: "As well as #LondonBridge officers have also responsed to an incident in #BoroughMarket. We have armed police at the scenes."


    Edit: Drei Orte.

    Einmal editiert, zuletzt von sodapop ()

  • Nun, zur Reduktion der Gewalt fällt ihm ja nun gerade nichts ein...


    Interessanter finde ich den Ansatz der "inszenierten Sicherheit". Vielleicht sollte man hier einfach mal von Staatsseite damit aufhören, die Bürger für dumm zu verkaufen bzw. die blödesten der Bürger damit beruhigen zu wollen, "mehr Sicherheit" zu schaffen. De Maiziéres Statements etwa erinnern mich immer so ein bisschen an Stadionsprecher, die daran gemahnen, auch mal an die Kinder zu denken: Inhaltlich korrekt, aber im Grunde selbstverständlich und haben mit den eigentlichen Problemen nichts zu tun, sondern sind reine Agitation. (Wobei ich persönlich nicht sicher bin, ob der Stadionsprecher und de Maizière das auch wissen; was mich zusätzlich etwas verunsichert)


    Natürlich darf man auch gern darüber diskutieren, wie man wirksam mit "Gefährdern" umgeht. Ich persönlich denke, mit präventivem Abschuss, Abschiebung, Inhaftierung kommt man langfristig nicht weiter. Allerdings habe ich als alternder Mensch in meinem bisherigen Leben unterschätzt, dass man das, was man in der Zeit seines Lebens gelernt hat, an die nachwachsende Generation wieder von vorne beginnend weitergeben muss, und dass das gar nicht so einfach ist.

  • Mit der Rede kannste auch ohne aufzufallen auf einer Pegida-Demo auftreten.


    Nur, dass die Journalisten da dann nicht applaudieren.


    Außerdem finde ich es anmaßend von ihm, "die Moslems" aufzufordern auf die Straße zu gehen und gegen die Islamisten zu demonstrieren. Von der Frage der Sinnhaftigkeit dahinter mal ganz zu schweigen.