Der alltägliche Wahnsinn

  • Dem widerspreche ich auch nicht. Ähnliche Mechanismen. Auch bei denen, die Arbeitslose, Süchtige, Wohnungslose, Sinti und Roma...herabwerten, verachten, tätlich misshandeln, eben nicht mehr als Menschen sehen, sondern diese objektivieren. Das stelle ich nicht auf eine Stufe, setze ich nicht gleich...aber sehe eben jeweils Formen von (auch ein Stück weit in ihren Ursachen miteinander zusammenhängender und sozialpsychologisch vergleichbaren Projektionen unterworfener) Menschenblindheit. Niemand wird so geboren, mit jenen Einstellungen. Auch kein Terrorist. Und natürlich differenziere ich zwischen den unterschiedlichen Denkmustern und Handlungsweisen.

  • So, wir machen dann mal weiter in London.
    Laut Polizei bei Twitter: "As well as #LondonBridge officers have also responsed to an incident in #BoroughMarket. We have armed police at the scenes."


    Edit: Drei Orte.

    Einmal editiert, zuletzt von sodapop ()

  • Nun, zur Reduktion der Gewalt fällt ihm ja nun gerade nichts ein...


    Interessanter finde ich den Ansatz der "inszenierten Sicherheit". Vielleicht sollte man hier einfach mal von Staatsseite damit aufhören, die Bürger für dumm zu verkaufen bzw. die blödesten der Bürger damit beruhigen zu wollen, "mehr Sicherheit" zu schaffen. De Maiziéres Statements etwa erinnern mich immer so ein bisschen an Stadionsprecher, die daran gemahnen, auch mal an die Kinder zu denken: Inhaltlich korrekt, aber im Grunde selbstverständlich und haben mit den eigentlichen Problemen nichts zu tun, sondern sind reine Agitation. (Wobei ich persönlich nicht sicher bin, ob der Stadionsprecher und de Maizière das auch wissen; was mich zusätzlich etwas verunsichert)


    Natürlich darf man auch gern darüber diskutieren, wie man wirksam mit "Gefährdern" umgeht. Ich persönlich denke, mit präventivem Abschuss, Abschiebung, Inhaftierung kommt man langfristig nicht weiter. Allerdings habe ich als alternder Mensch in meinem bisherigen Leben unterschätzt, dass man das, was man in der Zeit seines Lebens gelernt hat, an die nachwachsende Generation wieder von vorne beginnend weitergeben muss, und dass das gar nicht so einfach ist.

  • Mit der Rede kannste auch ohne aufzufallen auf einer Pegida-Demo auftreten.


    Nur, dass die Journalisten da dann nicht applaudieren.


    Außerdem finde ich es anmaßend von ihm, "die Moslems" aufzufordern auf die Straße zu gehen und gegen die Islamisten zu demonstrieren. Von der Frage der Sinnhaftigkeit dahinter mal ganz zu schweigen.

  • Übrigens gab es vorgestern in den Tagesthemen einen Bericht über Asyl- und Vaterschaftsmißbrauch. In dem Beitrag ging es darum, dass Männer die Vaterschaft für das Kind einer Asylbewerberin anerkennen, so dass das Kind die deutsche Staatsbürgerschaft erhält und die Mutter so nicht mehr abgeschoben werden kann. Die "Väter" machen das natürlich nicht umsonst, das ganze ist auch (noch) legal. Der "Wahnsinn", der sich in dem Beitrag für mich auftat, war nicht, dass einer mehr als 10 Vaterschaften anerkannt hat, sondern dass einer der "Väter" aus der rechtsextremen Szene mit Sympathien für die NPD usw kam. Da frage ich mich doch, wie weit es mit seinen "Grundsätzen" vereinbar ist, gegen Geld für das Bleiberecht von Ausländern zu sorgen? Hallo? AUSLÄNDER! Das sind doch in den Augen seiner rechtsextremen Gesinnungsgenossen die, die uns die Arbeit wegnehmen, unsere Kultur unterwandern und überhaupt raus sollen.


    Kann man sich nicht ausdenken...

  • Der wird sich dann sicher freuen, wenn irgendwann zehn junge Erwachsene ihren Zuschuss zum Studium haben wollen...

  • Er könnte die Vaterschaft vor Ablauf einer Frist von zwei Jahren ja gerichtlich dann doch wieder anfechten. Aber keine Ahnung wie sich das auf die Staatsbürgerschaft des Kindes auswirkt? Wird dem Kind dann die Staatbürgerschaft wieder aberkannt? :kopf:

  • Übrigens gab es vorgestern in den Tagesthemen einen Bericht über Asyl- und Vaterschaftsmißbrauch. In dem Beitrag ging es darum, dass Männer die Vaterschaft für das Kind einer Asylbewerberin anerkennen, so dass das Kind die deutsche Staatsbürgerschaft erhält und die Mutter so nicht mehr abgeschoben werden kann. Die "Väter" machen das natürlich nicht umsonst, das ganze ist auch (noch) legal. Der "Wahnsinn", der sich in dem Beitrag für mich auftat, war nicht, dass einer mehr als 10 Vaterschaften anerkannt hat, sondern dass einer der "Väter" aus der rechtsextremen Szene mit Sympathien für die NPD usw kam. Da frage ich mich doch, wie weit es mit seinen "Grundsätzen" vereinbar ist, gegen Geld für das Bleiberecht von Ausländern zu sorgen? Hallo? AUSLÄNDER! Das sind doch in den Augen seiner rechtsextremen Gesinnungsgenossen die, die uns die Arbeit wegnehmen, unsere Kultur unterwandern und überhaupt raus sollen.


    Kann man sich nicht ausdenken...



    Kohle schlägt ideologie/"überzeugung", das ist doch wirklich die älteste sache...


    gibt ja schließlich auch rechtsextreme die staatsknete vom verfassungsschutz einstecken...

  • Oder sogenannte "Reichsbürger", die den Staat bekanntlich nicht anerkennen, aber dennoch staatliche Transferleistungen nicht ablehnen.


    Oder AfD-Spitzenpolitiker, die hier ihren Lebensmittelpunkt haben, aber in der Schweiz ihre Steuern bezahlen, weil das günstiger ist.

  • Auf Facebook läuft gerade die große Denunziationswelle an. Es werden Fotos von (angeblichen) Straftätern von Privatleuten geteilt, mit der Bitte um Hinweise wer das sein könnte. Sehe ich vielleicht noch ein, wenn der eine Typ grad mit Stein oder Flasche zum Wurf ausholt. Sehe ich gar nicht ein, wenn der eine Typ selfiemachend neben einem Feuer steht. Oder einer ohne Maske zwischen Maskierten steht. Oder oder.
    Wie kommt man darauf, als Privatmenschen "Erkennungsdienstliche Maßnahmen" zu initiieren? Oder so etwas nur zu teilen?