Ausschalten!

  • Das will ich nicht ausschließen, habe nur momentan keine Zeit, danach - aus rein wissenschaftlichen Gründen, versteht sich - zu forschen.

    Dachte aber, dass sie es jetzt, als gestandene Schauspielerin, nicht mehr soo nötig hat. Aber der Markt in der Schauspielbranche kann hart sein, und vor allem Corona schlägt da natürlich übelst zu.

  • Für Dich ist sie eine gestandene Schauspielerin, für diese Branche mit Mitte 50 zu alt. Viele Angebote und Rollen von Frauen in dieser Altersklasse gibt es nicht.

    Corona tut dann noch sein Übriges.

  • … andererseits, wenn sich Z-Promis mit Dreck beschmeißen, warum nicht. Es hat was von einem Autounfall, sehen will ich es nicht, weggucken kann ich aber auch nicht.

  • Für Dich ist sie eine gestandene Schauspielerin, für diese Branche mit Mitte 50 zu alt. Viele Angebote und Rollen von Frauen in dieser Altersklasse gibt es nicht.

    Corona tut dann noch sein Übriges.

    Für eine "gestandene Schauspielerin" halte ich sie auch nicht. Laut wiki hat sie in den letzten 25 Jahren in drei Kinofilmen mitgespielt, war vor 10 Jahren das letzte Mal in einem Fernsehfilm zu sehen und hatte in den letzten 5 Jahren nur fünf Serienauftritte.


    Mit dem Alter hat das m.E. überhaupt nichts zu tun. Ich erinnere als Beispiel an Katharina Böhm, Claudia Michelsen, Mechthild Großmann, Natalie Wörner, Heike Makatsch. Um nur ein paar zu nennen. Die sind auch nicht zu alt, um Rollen angeboten zu bekommen.


    Vielleicht ist Tina Ruland als Schauspielerin auch zu limitiert oder das Talent reicht nicht. Auf jeden Fall ist sie nicht mehr die Uschi aus "Manta, Manta". Da muss gar nicht Corona herrschen.

  • Klar, man kann da widersprechen. Und es wird sich auch immer ein Beispiel finden, wo eine 40- oder 50-jährige keinen Job (mehr) findet. Aber die Pauschalaussage "Viele Angebote für diese Altersgruppe" von Tina Ruland gibt es nicht, ist m.E. schlicht falsch oder zumindest zu pauschalisierend. Wobei zugegebener Maßen die Definition "viele Angebote" auslegbar und unklar ist.


    Allgemein ist es so, dass bei reinen Theaterschauspielern die Lage wirklich durch Corona ernst ist. Aber Ausgangspunkt war ja, dass Frau Ruland als "gestandene Schauspielerin" bezeichnet wurde und nicht als reine Theaterschauspielerin. Denn neben dem Theater gibt es für gestanden Schauspieler das Fernsehen (Stichwort Serien) und den Film. Die Bandbreite hier ist um ein vielfaches breiter als bei den Theaterstücken, die auf den Bühnen aufgeführt werden. Es gibt unzählige Serien, in denen 50-jährige Frauen mitspielen. Nur eben Tina Ruland nicht (mehr).


    Die Frage also, wie wird eine Serienrolle für eine 50-jährige Frau besetzt, stellt sich immer wieder. Da wird - so unterstelle ich - auch nach Können und Gehaltsvorstellungen entschieden. Diese Rollen gibt es überall; du mußt nur mal den Fernseher einschalten.

  • Zumindest hat sie selbst wohl jetzt mit ihrer "ernsthaften Schauspielkarriere" abgeschlossen - das Format taugt wohl wenig, um sich für zukünftige Rollen zu empfehlen.

  • Zugegeben Kai, wie es um Tina Ruland steht weiß ich nicht. Vielleicht beherrscht sie ihr Handwerk nicht, möglich. Ihre Aussage allerdings, dass Schauspielerinnen ab einem gewissen Alter kaum noch Rollen bekommen, ist kein Geheimnis mehr.


    In Hollywood klagen Schauspielerinnen seit Jahrzehnten, dass sie mit der Begründung "zu alt" abgelehnt werden.


    https://kurier.at/amp/freizeit…kriminierung-an/401176906


    "Es ist schade, dass man Frauen nicht höher schätzt und sie in zunehmendem Alter nicht mehr Rollen bekommen", kritisiert Glas. Männer ihres Alters hätten viel mehr Chancen auf Engagements. "Ich finde es bedenklich, dass man das Älterwerden der Frau als Manko anschaut. Das ist diskriminierend und unerträglich."


    https://amp.abendzeitung-muenc…-diskriminiert-art-760319


    Hollywood-Schauspielerin Geena Davis sagt, sie sei von einem zwanzig Jahre älteren Kollegen als "zu alt" für eine romantische Rolle bezeichnet worden. Diese Art Diskriminierung sei in der Filmbranche leider "befremdlich und verbreitet".


    https://www.br.de/nachrichten/…hen-stars-gemobbt,SuI1tQz


    In einem Interview mit der Schauspielerin und Autorin Justine Bateman sprach die „Matrix“-Darstellerin Carrie-Ann Moss Anfang des Monats über Altersdiskriminierung in Hollywood und den Druck auf Frauen in der Filmbranche, nicht altern zu dürfen.


    https://www.musikexpress.de/ca…ssmutter-spielen-1843845/


    Auch Schauspielerinnen, wie die oben genannten, haben es, bis auf wenige Ausnahmen, im Alter nicht leicht. Ihre Gagen fallen ab Mitte 30, während ihre männlichen Kollegen im Alter von 52 am besten verdienen, schreibt das Magazin fluter.


    https://taz.de/Altersdiskrimin…5714293&SuchRahmen=Print/


    Das ist nur ein kleiner Ausschnitt der Erfahrungsberichte von Betroffenen, keine Einzelfälle.

  • Das ist halt ein Problem der Geschichten, die erzählt/geschrieben werden, bzw. die für erzählenswert erachtet werden. Elder Statesmen gibt es in jedem Hollywood-Film und in jeder popeligen ZDF-Produktion en masse, Elder Stateswomen eher so gar nicht. Und dabei ist noch nicht mal eingerechnet, dass man auch einfach ganz andere Geschichten erzählen könnte, nicht einfach nur Männlein mit Weiblein tauschen - denn dann kommt man halt von vorn herein in Erklärungsnot, wenn man einfach Männergeschichten mit Frauen besetzen würde, denn die funktionieren dann halt wohl tatsächlich nicht wie gewünscht.


    Also andere Erzählungen, andere Erzählerinnen (vor allem mehr davon), dann ist auch eine Menge mehr Platz für Schauspielerinnen. Tina Ruland würden das dann mutmaßlich aber auch nur ein wenig weiterhelfen (aus anderen Gründen).

  • Kann irgendwie auch nicht anders sein, wenn Bjarne und Caroline fehlen. Ich hab irgendwann ausgemacht und gesagt, was für ein Scheißdreck.