Bundeswehr oder Zivi!?

  • ExilRoter verstehe ich es richtig, dass du bisher nicht "gedient" hast und nun voll entschlossen bist, dich ausbilden zu lassen?

    Respekt. Was sagen Freunde / Familie dazu? Oder ist da ggf auch ein langfristiger Jobgedanke dabei?

  • Ich habe meinen Zivildienst abgeleistet und bin jetzt bereit, meine Verweigerung des Kriegsdienstes an der Waffe zurückzunehmen. Die ist für mich seit dem russischen Totalangriff auf die Ukraine nicht mehr stimmig.

    Nein, ich suche keinen Job. Ich bin bereit, zu dienen, wo sie mich hinstellen. Ich mache mir insgesamt Sorgen, dass insbesondere meine Augen keine Kampfrolle zulassen. Für diesen Fall hoffe ich, dass sie mich anderweitig verwenden können.

    Ich habe mit niemand drüber geredet. Aber heute ist mir, in Reaktion auf prickels Frage, der ausschlaggebende Grund gekommen: Wenn ich der jungen Generation die Angst vor dem Wehrdienst nehmen möchte, reicht es nicht, darauf hinzuweisen, dass ich damals auch gedient habe, wenn auch "nur" Zivildienst. Es ist deutlich sinnvoller, sich solidarisch bei der Reserve einzureihen.

    Als ich das kapiert hatte, und das war heute, habe ich angerufen. Was andere dazu sagen, ist mir egal. Ich denke sogar, ich werde es meiner Mutter verschweigen, zumindest, solange das alles noch Bewerbungsverfahren ist, denn die würde sich Sorgen machen.

  • Spannend, wie sich das alles gedreht hat: vor ein paar Jahren wurde sich hier noch über Werbung der Bundeswehr im Stadion aufgeregt und nun gibt es mehrere freiwillige Meldungen für den Dienst.

  • Das ist eingepreist, ja. Ist halt Militär, ne?

    Im Augenblick bin ich aber sehr zuversichtlich. Mit dem Hauptmann am Telefon habe ich mich überraschend gut verstanden, also gibt's am Anfang schonmal nichts zu meckern.

  • Ich hatte nichts erwartet, außer Instruktionen, wie ich da reinkomme.

    Ich finde, man kann es trotzdem erwähnen, wenn dann was wirklich angenehm lief.

    Tatsächlich war der gute Mann recht redselig und wir haben - ohne dass das zum Protokoll gehörte - etwas über die Motivation geplaudert, unter anderem. Und was mir bei einigen Soldaten tatsächlich gefällt, ist, dass die nicht selten noch einen Sinn dafür haben, auch was für das Gemeinwohl, für diese Gesellschaft, fehlerhaft, wie sie sei, was zu tun. Das war bei ihm auch ausgeprägt und das hat einen Draht hergestellt, denn meine Motivation ist ja genau dieselbe.

    Für den Moment habe ich also den Eindruck, da ganz gut aufgehoben zu sein und das ist diesem Soldaten zu verdanken.

  • Ganz offensichtlich führt die Debatte zu einem Klimax an dumpfen Sprüchen, vergleiche auch den Beitrag des Users mustermann.

    Faszinierend.

    Der User Mustermann hat aus meiner Sicht ein sehr gutes Gespür für politische Entwicklungen und herrschende Denkmuster.

    Dass der Russe vor der Tür steht ist vielleicht ein wenig überspitzt. Es ist aber ein geflügeltes Wort. Und der Unsinn wird ja gerade von dem User Exil Roter hier vehement unter das Volk gebracht.

    Sicher, der User mustermann schreibt nicht etwa, um zu provozieren, sondern ist geleitet von seinem "guten Gespür" und seinem legendären Takt.

    Du hast schon mitbekommen, daß diese Soldaten manchmal nicht reingehen wenn es anfängt zu regnen?

    "Blubb."

    Einmal editiert, zuletzt von ExilRoter (28. August 2025 um 20:02)

  • Das sind in der Regel Offiziere für Öffentlichkeitsarbeit und die haben das auch nicht selten studiert. Das sind Führungskräfte und sowas können die.

    Vorsehen musst du dich später vor anderen Dienstgraden, wo bei das im Heimatschutz eher lockerer zugehen sollte.

  • Ganz ehrlich: Ich habe im Berufsleben schlimmere Vorgesetzte gehabt, als in der Bundeswehr überhaupt möglich. Meine alte Branche ist voll von Supernarzissten.

    In der Bundeswehr sind wenigstens die Verhältnisse klar.

  • Ich denke, das lasse ich ganz entspannt auf mich zukommen.

    Ich gehe da nicht hin, weil ich Freunde oder Gesellschaft suche. Vor den gesellschaftlichen Anlässen graut mir mehr, als die Klos zu putzen, falls man letzteres bei der BW noch macht.

    Ich denke, es kann mich da relativ wenig erschüttern, weil ich weiß, warum ich das mache. Siehe meinen zweiten Beitrag in der Sache oben.

    Immerhin war ich lange auch im öffentlichen Dienst. Schwachsinn ist kein Privileg der Bundeswehr.

  • Ist heute auch nicht mehr so. Die betreffende Person war schon als Unterfeldwebel, Ausbilder in der NVA und ist bestimmt heute irgendwo in Sachsen in der AfD aktiv.

    Meine ehemaligen Rekruten freuen sich heute noch, wenn sie mich sehen oder was von mir hören.

  • Ich hatte nichts erwartet, außer Instruktionen, wie ich da reinkomme.---

    Für den Moment habe ich also den Eindruck, da ganz gut aufgehoben zu sein und das ist diesem Soldaten zu verdanken.

    Glaubt hier irgendjemand, dass der User wirklich in die BW geht (noch nicht mal für einen HiWi-Job)?

    Bei dieser Performance weiß ich wirklich nicht, ob ich lachen oder weinen soll. Ich finde es bedenklich.