• Ich habe vor langer Zeit mal ein Interview mit Nicolas Kiefer für das Rote Kurve Magazin gemacht. Der Manager von Kiefer hatte das damals leider nicht freigegeben und hat alles total umgeschrieben. Ich habe das Interview immer für gut empfunden und konnte nicht mit den Änderungen leben.

    Nun ist sehr viel Zeit vergangen, da ich natürlich auch noch die Audioaufnahme dieses Interviews habe und somit nichts verkehrtes geschrieben hatte, ist es jetzt also zum bevorstehenden Geburtstag von Kiefer Zeit, endlich das Interview zu bringen.


    Bei Intessere gerne eine PN mit Mail Adresse, ich schicke dann das komplette Interview!


    Kleine Ausschnitte:


    Und wann hat sich die Liebe zu 96 entwickelt?

    Ich war wohl 10, 11 Jahre alt, da hat mein Vater gesagt, wir fahren jetzt nach Hannover. 96 hat gegen St. Pauli gespielt, wir haben auf der Westtribüne auf diesen Holzsitzen gesessen. Das war aufregend. Mein Vater hat erzählt, er hätte die Karten von Franz Beckenbauer. Durch das Mittrainieren, aber auch durch die Freundschaftsspiele, die ich unter Trainer Lienen mitmachen durfte, ist die Liebe natürlich noch sehr gewachsen. Ich habe zwar schon viel erlebt, aber diese Freundschaftsspiele waren für mich etwas Besonderes. Für die Spieler war das wohl in dem Moment normal, wenn die aber mit mir zu einem Turnier reisen würden, wäre das wohl vergleichbar.

    Ich weiß noch, nach meinem ersten Spiel für 96 klingelt gegen 1.00 Uhr nachts das Telefon, Lienen war dran: „Jetzt nicht mehr zu viel feiern, du musst morgen wieder spielen.“ (Lacht)


    ......



    Wie läuft so ein Tag bei dir ab?

    Der Tagesablauf ist meist gleich, morgens trainiert man, kleine Mittagspause, Fitnesstraining, Körperpflege, Massage, das ist alles sehr zeitaufwändig. Wenn man es hochrechnet, kommt man auf mindestens 6-7 Stunden Arbeit pro Tag. Ich habe nur die Möglichkeit, das mit dem Fußball zu vergleichen: Ein Fußballer ist für mich unfit und trainiert zu wenig. Wenn ich höre, die trainieren einmal am Tag und das war es dann, dann wundert es mich auch nicht, wenn die so oft verletzt sind.


    Na ja, es gibt ja auch Tage, an denen zweimal trainiert wird.

    Das wäre Luxus für mich, ein absoluter Traumjob. Bei mir ist es immer so: 90 Minuten vormittags, 90 Minuten nachmittags, dann noch Konditionstraining, Physiotherapeut, da geht man abends noch was essen und freut sich, wenn man im Bett liegt. ......


    (Insgesamt geht es natürlich hauptsächlich um Tennis!)