Bücher

  • Auf Empfehlung eines guten Freundes schaue ich gerade "3 nach 9" von gestern. Wer sich nur für den Bestsellerautor und Baumkletterer interessiert, sollte ab ca. Sendeminute 68 gucken. Da raubt er bereits der Physikerin und ESA-Astronautentrainerin Laura Winterling ordentlich von ihrer Gesprächszeit, um sich als Retter des Planeten zu inszenieren.

    Weil diesen bodenständigen Typen bei den Spaziergängen vor seiner Haustür die Bäume seit zwei Jahren anschreien, dass sie Wasser brauchen, sollte die Menschheit lieber alle Energie in die Rettung des Klimas stecken, anstatt Weltraumforschung zu betreiben (wobei ich ihm vielleicht etwas Unrecht tue, eventuell meinte er zuvorderst die kommerzielle Raumfahrt, das bleibt etwas unklar).

    Auf jeden Fall erklärt ihm Dieter Nuhr dann noch, dass die Weltraumforschung auch wichtige Beiträge zur Erforschung unseres Klimas leistet. Darauf entgegnet ihm Roßmann, dass ihm immer zuviel von Fortschritt geredet wird und Fortschritt in den Medien immer viel zu positiv wegkommt.


    Für das Gespräch über sein Buch fehlen mir dann etwas die Worte. Auf jeden Fall ist er sein größter Fan. Dafür schien er in der Runde nicht unbedingt neue Fans gefunden zu haben.

  • Epic:

    Dirk Rossmann darf 37 Minuten über sein Buch schwafeln.


    Natürlich beginnt es wieder mit den 14 schlaflosen Nächten im Dezember 2019. Auch schreien die Bäume ihn wieder beim Spazieren an: „Wasser! Wasser! Wasser!“


    Außerdem: Wie er im Januar 2020 bereits seinen Freunden von den „Schwarzen Schwänen“ prophezeit hat, die bis 2030 die Menschheit heimsuchen werden. Corona ist der erste „Schwarze Schwan“, obwohl er im Januar nicht mal wusste, dass es dieses neue Virus gibt. Außerdem hat er schon im Mai Frau Harris als zukünftige Präsidentin (ab 2024) der USA in seiner Handlung drin gehabt. Da war die aber noch nicht mal Co-Kandidatin von Joe Biden (weshalb er dem Interviewer bei der Unterstellung von hellseherischen Fähigkeiten zunächst schmunzelnd zustimmt).


    Natürlich will er nicht weniger als die Welt verändern mit seinem Buch. Selbstverständlich ist das Feedback bisher überwältigend und der Verlag hat schon jetzt die Auflage von 40.000 auf 150.000 erhöht.


    Er spricht übrigens immer von einer Utopie. Vieles was ich bisher über den Inhalt des Buches weiß, deutet aber eher auf eine Dystopie hin.


    Das Buch hat Roßmann übrigens fast nur nachts geschrieben, weil tagsüber hat er viel zu viel anderes zu tun. Er muss da viele Gespräche führen und außerdem Tennis und Skat mit guten Freunden spielen (und sich von Bäumen anschreien lassen).


    Fazit des Autors zu seinem Werk: „Ich bin schon ein bisschen stolz, dass mir das gelungen ist. Weil es ist wirklich gute Literatur.“


    Und am Schluss noch eine Drohung: „Ich arbeite bereits am nächsten Buch.“


    https://www.abendblatt.de/podc…endblatt-Entscheider.html

  • Hm, irgendwie ist dieser Roßmann eine der ekelhaftesten Gestalten die ich so kenne. Lässt sich Jahrelang als der "soziale" Arbeitgeber feiern, um dann von diversen Arbeitsgerichten auf die Fresse zu bekommen. Nach dem "Einsteigen" bei 96 wird es noch beschissener als es schon war. Er hält den Bundespräsidenten Wulf für einen armen Verfolgten der Medien. Das Silikon Valley muss hier nicht weiter erwähnt werden. Und jetzt geriert er sich als der große Weltretter in dem er ein Buch schreiben lässt.

    Nur mal so ganz nebenbei, warum revolutioniert er eigentlich nicht erst einmal seine Scheissläden. Die sind doch die Plastikhölle schlechthin. Von fairen Handel und tollen Arbeitsbedingungen ganz abgesehen.

    Der Typ ist schlimmer als Kind.

  • Wahrscheinlich verkauft Dirk Diggler demnächst auch noch seinen Urin als Getränk. "Das Geheimnis meines Erfolges".