• Teil 1

  • Teil 2

    Zitat

    Eskortiert von mehreren USK-Einheiten ging es nun zurück zu den Bussen, doch das Durchatmen, dass nun endlich wieder Ruhe eingekehrt ist, kam zu früh. Es wurde an den Bussen versucht, Kontakt mit dem Fanbeauftragten der SpVgg Fürth herzustellen, was zunächst jedoch nicht gelang. Man wollte schlicht eine weitere Auskunft einholen, wie lange unsere Freunde noch eingesperrt sein sollten, da man vom USK die Aussage bekommen hatte, dass diese heute garantiert nicht mehr rauskommen würden. Man kennt so langsam den einen oder anderen Kniff der Polizei und wollte trotzdem warten, da bis jetzt immer alle rausgekommen sind und mit nach Hause fahren konnten (so sollte es auch dieses Mal sein). Vor den Bussen stellten sich die USK-Einheiten auf, die immer näher rückten. Mehrmals wurde unser Anliegen vor getragen, worauf dies stets verneint wurde. Man solle in den Bus gehen, ansonsten würde Zwang angewandt. Im Bus jedoch dürften wir warten und auch Kontakt zum Fanbeauftragten aufnehmen (hier sei nochmal ausdrücklich darauf hingewiesen, dass hier wir es waren, die deeskalierend gewirkt haben und uns kooperativ verhalten haben).
    Nachdem man in den Bus gezwungen war, wurde der Busfahrer aufgefordert nun loszufahren. Der Busfahrer wurde von uns darauf hingewiesen, dass sowohl die Eingesperrten noch fehlen würden, als auch Leute, die gerade noch außen bei anderen Leuten unterwegs seien, daher entschied er sich, obwohl er durch die Polizei extremst eingeschüchtert war, noch zu warten. Nun wurden die Beamten noch unangenehmer, sie würden in den Bus einsteigen und dafür sorgen, dass dieser fahren würde. Eine weitere Möglichkeit wäre, dass der Busfahrer wegen Widerstandes und Nichtbefolgen polizeilicher Maßnahmen in Gewahrsam kommt und wir dann doch schauen sollten, wie wir nach Hause kämen. Nun bekam es der Busfahrer mit der Angst zu tun, schloss die Tür und fuhr gegen unseren Willen los. Unter hämischen Gelächter aller USK'ler fuhren wir Richtung Ausgang des Gästeparkplatzes. Kurz davor schafften wir es, den Busfahrer zu überzeugen, für einen Moment zu halten, um Kontakt zum Fanbeauftragten herstellen zu können. Das war für die bayrischen Staatsbeamten zu viel. Sie deuteten dem Busfahrer die Tür zu öffnen, mit erhobenem Schlagstock kamen sie unter Gewaltandrohung in
    den Bus. Sie gaben bekannt, von nun an unsere Begleitung zu sein. Zwischenzeitlich waren sowohl der Fanbeauftragte, als auch der Sicherheitsbeauftragte der SpVgg Fürth an unserem Bus. Durch die noch offene Bustür versuchten sie in den Dialog mit den Beamten zu treten und wiesen sich auch hinsichtlich ihrer Funktion aus. Diese interessierte die Polizisten nicht, sie sollten verschwinden und der Busfahrer die Tür schließen. Dieser tat wie ihm geheißen. Am zweiten Bus, der noch nicht in Bewegung war, wurden den Offiziellen dann nicht nur Missachtung ihres Amtes entgegen gebracht, sondern ebenso Gewalt angedroht, wie jedem anderen Anwesendem. Im schon fahrendem Bus wurde einem Jugendlichen die Zigarette aus dem Mund geschlagen und diese zertreten, da der betreffende Polizist den Geruch nicht leiden könne (bei einer der zwei kurzen Pausen rauchten schließlich alle Beamten). Zu dem entschieden die Beamten, dass keine Musik zu laufen habe und auch nichts mehr getrunken werden dürfe, weiblichen Mitfahrerinnen wurde empfohlen in die Flasche zu urinieren, wenn man denn so dringend müsste. Von nun an musste peinlich genau darauf geachtet werden, was man sagte und wie man sich verhielt, denn es war jeder Zeit mit einer unvorhergesehenen Maßnahme der Polizisten zu rechnen. Irgendwann kam man endlich an den Rasthof, wo die Polizei sich entschied den Bus zu verlassen. Ausgerechnet im hinteren Teil des Busses, wo man mit einem Beamten am meisten Ärger hatte, war nun Pfefferspray versprüht worden, so dass die, die wieder einsteigen wollten, tränend und teils mit Würgekrämpfen erneut ausstiegen. O-Ton USK: Ja mei, das ist aber wirklich blöd von euch da hinten Pfefferspray zu versprühen."
    Wer macht denn sowas dummes? Pfefferspray darf bei Massenveranstaltungen nicht mit sich geführt werden (dies wäre der Straftatbestand der passiven Bewaffnung), man darf also davon ausgehen, dass von der Busbesatzung niemand solches dabei
    hatte, geschweige denn dieses in seinen eigenen Bus versprüht. Die Gedanken sind frei.

    Die Fürther Polizei sicherte unsere Ankunft mit mehreren Beamten und ließ sich noch zu Aussagen hinreißen à la: "Wer sich so aufführt wie ihr, muss sich nicht über solche Maßnahmen wundern. Wer sich in der heutigen Zeit noch nicht dazu entschlossen hat friedlich Fußball am Fernseher zu verfolgen, hat eh noch nichts kapiert." Zu der Thematik Alkoholkonsum an Spieltagen sei noch gesagt, es ist jeder eingeladen sich hierzu mit uns zu unterhalten, mancher würde wohl staunen.

    Horidos 1000 Fürth am 14.Februar 2010

    Quelle

  • Ich blicke übrigens mit Freuden auf die aktuelle Tabelle. Bis zum 33. Spieltag kann das gerne so bleiben.

    Und Greuther Fürth mit dem Sieg in Bochum jetzt schon 2. Schaffen die es dieses Jahr vielleicht doch? Aber selbst wenn die oben stehen...die werden bestimmt wie fast immer knapp am Aufstieg scheitern

    Richtig.

    • Offizieller Beitrag

    Mike Büskens parodiert Felix Magath:

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    :| Ich weiß nicht... ich find's gelinde gesagt eher weniger gelungen.

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    Meine Fresse, ist das schlecht.

  • Es ist der Hammer was die richtige Trainerwahl ausmacht. Nach 96 und Dortmund ist Fürth für mich das beste Beispiel. Der Büskens ist einfach ein richtiger Typ. Von der Sorte gibt es nicht viele. Bin mir sicher der taucht bald bei einer Mannschaft aus dem oberen Tabellendrittel auf und wird auch da Erfolg haben.

    Glückwunsch an die unaufsteigbaren. Tolle Saison.

  • Herzlichen Glückwunsch. Ein neuer Ground. :hüpfen: Nach Fürth wollte ich schon in der zweiten Liga immer und habe es nie geschafft. Hoffentlich klappt das jetzt mal.

  • An Fahrten nach Fürth habe ich gute Erinnerungen. Spontan denke ich natürlich an Kobylanski im Tor und einen Platzsturm wenige Jahre später. Bei uns hatten sie mal in der 2.Liga sagenhafte null Gästefans dabei.

    Einmal editiert, zuletzt von Schneppe (17. April 2012 um 06:23)

  • Glückwunsch zum Aufstieg. War ja nach all den Jahren echt Zeit, sie haben es sich wirklich verdient. Nach 10 Jahren wieder nach Fürth. Der Platzsturm von damals ist mir immer noch in bester Erinnerung.

  • Der Platzsturm von damals ist mir immer noch in bester Erinnerung.

    Mir auch. :D
    Eins der nettesten Auswärtserlebnisse aller Zeiten. SInd mit dem Wohnwagen im Schlepptau runtergefahren und haben fast 2 Tage hinter dem Playmobilstadion (hehe) gestanden und das Leben genossen.
    Beim Platzsturm ('liebe Hannoveraner, bitte bleiben Sie auf den Rängen') sind mir einige in Erinnerunge geblieben, die mit Tupperdosen bewaffnet kleine Soden 'Aufstiegsrasen' ausgestochen und eingesackt haben. :D

    Die gemeinsame Feierei mit den Fürthern und die entspannte Atmosphäre sind mir ebenso in sehr angenehmer Erinnerung geblieben.

    Einmal editiert, zuletzt von prickelpit96 (17. April 2012 um 09:24)