Alltagserkenntnisse

  • Bei mir ist es die Umstellung von zuhause Vollautomat - Tasse drunter, Knöpfchen drücken, zu im Garten Senseo - Tasse drunter, Pad einlegen, Knöpfchen drücken.:kopf:


    Ist aber genial (für mich). Ich bin meist alleine, und nach 2 Minuten hab ich die heiße Tasse braune Brühe in der Hand. Ja, hier gibt es Feinschmecker ohne Ende, die die Anbauregion der Bohnen rausschmecken wollen, aber ich kann den gut trinken. Und es ist eine saubere Sache.

  • Spannend, Danke! Bei 1:55 sieht man, dass in den leeren Tassen schon eine Kaffeepfütze ist. Liegt das daran, dass es die zweite Runde ist oder wird der Kaffee vor dem servieren mehrfach eingeschenkt und wieder zurück in die Kanne gekippt?

  • Ich würde auf zweite Runde tippen.


    Der Kaffee wird allerdings gecheckt, ob er schon schwarz genug ist, hier ab 4:42



    In dem Video wird die Zeremonie noch mal ausführlich erklärt

  • Kleiner Porzellan-Kaffeefilter auf die Tasse gepackt, Filtertüte rein, Kaffeepulver rein, Wasser erhitzen, aufgießen und fertig ist der ultimative Kaffeegenuß :engel:.

  • Ich nutze ja mittlerweile auch meist eine French-Press zur Zubereitung. Die Bohnen mahle ich mit einer Handmühle. Das ganze Drumherum ist so wohltuend entspannend und entschleunigend, dass ich es nicht mehr missen möchte.

    Klar habe ich auch noch eine Maschine und eine elektrische Kaffeemühle, aber das macht mir weniger Spaß, weil sie meistens nur eingesetzt werden, wenn ich es eilig habe.

    Danke Andro für die Beiträge. Das ist schon beim Zuschauen sehr entspannend. :)

  • Ich würde auf zweite Runde tippen.

    Ja, das sieht so aus. Zum schauen würde es ja reichen, eine Tasse oder - wie die Dame - das Kännchen zu benutzen. Hat dann auch den Vorteil, dass es auch draußen möglich ist.

  • oh, dann komm mal vorbei und genieße ein Tässchen Bürokaffee in unserer Abteilung. Melitta Gastro-Sorte "Waldbrand" :kotzen:Dagegen ist selbst lauwarme McDonalds-Brühe ein Hochgenuss...

  • Schlechter Bürokaffee ist ja gerne mal ein Thema in Büchern oder Filmen. Ich konnte diese Problematik nie so richtig nachvollziehen, aber laut McConren scheint es den ja wirklich zu geben. ;)

  • ja da trifft das Klischee vom schlechten Bürokaffee auf das Klischee vom Geldmangel in Einrichtungen öffentlich-rechtlicher Träger. Ungute Kombi....

  • Wie auch immer Kaffee zubreitet wird: Ich kann mich nicht erinnern, jemals einen Kaffee getrunken zu haben, der nicht schmeckte.

    Machwitz-Kaffee. :doh:

    Mittlerweile mag ich noch nicht mal mehr den Fair-Trade-Kaffee, der bei uns im Büro aufgesetzt wird. Den habe ich mir aber "übertrunken". :kichern:

  • Ich habe in den letzten Tagen viel gelegen und geschlafen, da bei mir ein Knoten in der Brust festgestellt wurde, um den sich ein Krankenhaus, genaugenommen ein zertifiziertes Brustzentrum kümmern sollte. Anvisierter Termin war heute.

    Ich habe mich also darauf eingerichtet, 2 Nächte und 3 Tage woanders zu sein, also in einem Krankenhausbett.

    Damit mir die Decke nicht auf den Kopf fällt, hatte ich mir da schon einige Dinge vorgenommen, mit denen ich mir die Zeit vertreibe.


    Und nu? Nix Bett, alle Voruntersuchungen waren heute. "Kommen sie morgen wieder", 8,00 Uhr "

    Morgen ist der der Eingriff und danach wieder nachhause. Mein Partner war peplex, dass ich wieder da war, auch der Taxifahrer, den ich mir gegönnt habe, hat zweimal gefragt habe, ob ich getürmt bin.

    Jetzt sitze ich hier mit Einlogg-Bändchen und Vollzugang im Arm zuhause und frage mich ob das Krankenhaus in Corona-Zeiten oder die neue Zukunft ist.

  • Also in der Regel erfolgt die stationäre Aufnahme bei geplanten OPs heutzutage am Tag der OP.

    Dann bekommt man aber auch erst das Identifikationsbändchen. Und einen Venenzugang mit nach Hause geht gar nicht. Was ist da denn schiefgelaufen?

  • Ich kenne es so, daß man den Zirkus mit Blutabnahme, Anästhesiegespräch, Vorerkrankungszettel ausfüllen und so einen Krams am Tag vor der OP macht, man dann nachhause juckeln darf und am nächsten Tag dann recht früh im Krankenhaus wieder aufschlagen muß. Aber wie Bronco schon schreibt, mit nem Venenzugang nachhause ist krass. :erstaunt:

  • Den Venenzugang hat eine sehr junge Assistenzärztin nicht gezogen oder es nicht veranlasst. Ich mit Sack und Pack (für drei Tage) in der Notaufnahme aufgeschlagen, mein aktueller Gyn Ürlaub hatte und die neue Praxis, die ich mir hier vor Ort ausgeguckt hatte, ebenfalls seit gestern Montag im Urlaub ist. Da sich der Knoten immer mehr erwärmte, hatte ich den halt den Weg über die Notaufnahme gewählt, mit dem Wissen, dass ich am Folgetag operiert werden müsste. Zugang gelegt gekriegt, Blutabnahme, EKG, Narkosebelehrung und dann eben nachhause. Ergebnis: Das machen wir morgen ambulant.

    Heute morgen wieder hin, nochmals EKG und eigentlich auch Narkosearzt, die waren aber schlecht besetzt und so sollte ich mich mich erstmal in der Aufnahmestation melden, habe ich getan, bekam ein Bett und die Aussage: "Ach sie haben ja schon einen Zugang. Da sich der Zeitpunkt der OP letztlich unkommuniziert von 14:40 auf 20:40 verschob, und ich weiterhin nix essen und trinken durfte, bekam ich einen Tropf. Um 15:30 wurde ich dann für die OP vorbereitet, aber nicht eingeschleust, in dem Warteraum erzählte ich die Story mit dem Venenzugang einer Schwester, die dann sagte, das darf ich gar nicht wissen, geht ja gar nicht. Nach 90 Minuten wurde entschieden, wieder zurück auf Station, OP wird auf einen unbestimmten Zeitpunkt verlegt. Da aber nicht klar war, ob noch heute, oder erst morgen, durfte ich weiterhin nix essen. Um 20:30 Uhr hatte mich innerlich entschieden, mit mindestens einer weiteren Nacht zu rechnen und wollte daher von zuhause die nötigsten Sachen (Tasche hatte ich noch gar nicht wieder ausgepackt) anfordern, in den Moment geht die Tür auf und "Sie werden jetzt zur OP abgeholt, nach zwei Stunden im Warteraum dürfen sie nachhause" Ich unterlies daher die Anfrage nach meinen persönlichen Nessecarien.

    Als dann alles durch wach, OP, Narkose gut überstanden, Zwei-Stunden-Frist, kommt doch tatsächlich eine Ärztin und möchte mich nicht gehen lassen. Das habe ich dann aber doch gewollt.

    Mein Fazit: Ich habe heute ein extrem ausgelastetes Krankenhaus erlebt, stehe nach wie vor zu meiner Entscheidung, dass die Notaufnahme in diesem Fall die richtige war, vor allem da ich heute die Schwellung des Knotens im zwei-Stunden-Takt beobachten konnte. Die medizinische und pflegerische Leistung kann ich mit "gut" beurteilen, aber die OP-Planung war zumindest heute eine Katrastrophe und mir kommt es so vor, dass man da noch Abläufe optimieren kann. Das aber nur als Frage in den Raum gestellt, es ist keinesfalls als Anschuldigung zu verstehen.


    Edith sagt noch: Vielleicht war aber auch die Tatsache geschuldet, dass ich an der Schnittstelle Gyn/Chirurgie behandelt wurde und mich dann tatsächlich die leitende Oberärztin operiert hat. Von der Gyn habe ich mitkommen, dass dort eine Ärztin mit zwei Geburten beschäftigt war, von denen sich die eine zu einem Kaiserschnitt mit Zwillingen entwickelt hat. Meine Bettnachbarin hatte das Glück, zu ihrer geplanten Zeit 13:30 Uhr (ebenfalls ambulant geplant) operiert zu werden, und bereitete gegen 17:30 ihren Abgang vor, dann traten jedoch Komplikationen auf und es ging ihr richtig schlecht. Sie liegt jetzt noch da und es folgt ggf. eine zweite OP. Da sie drei kleine Kinder hat, wollte sie zunächst eine stündliche Beurteilung ihres Falls, die sie auch bekommen hat, dann hat sie die Kinder wegorganisiert und sich fürs Dableiben entschieden.

    Einmal editiert, zuletzt von Philli ()

  • Krankenhaus ist leider manchmal schlecht planbar, was viele Leute in Politik und KH-Management leider nicht verstehen. Wenn bei eh knapper Personaldecke mal nur einer zusätzlich ausfällt, kann schon einiges an Planung zusammenbrechen. Dann versucht man alles, was möglich ist, möglich zu machen, was dann häufig zu Unannehmlichkeiten mit langen Wartezeiten führt. Ist natürlich auch individuell, ob man dann lieber wann anders wiederkommt oder es durchzieht. Bei dir hört es sich ja recht akut an. Dann kommen natürlich nicht planbare Notfälle hinzu... kurzum: die Abläufe waren sicher nicht optimal und für dich verständlicherweise nicht zufriedenstellend aber letztlich (leider) auch nicht sehr außergewöhnlich.