• Ventil, ich fühle mich mal angesprochen....

    Wo der "richtige" Thread ist zum Thema "Eltern auf dem letzten Weg begleiten" weiß ich nicht.


    Wenn es irgendwie um das Thema Depression geht, dann passt es doch auch hier mit deiner Rente.

  • Ich bin seit 16 Jahren EU (volle Erwerbsunfähigkeit/ weil es Berufsunfähigkeit in den Systemen der RV nicht mehr gibt).

    Alle 3-4 Jahre muss ich das verlängern lassen.

    Wieso eigentlich das? Nach 9 (?) Jahren durchgehender EU-Rente (mit der selben Krankheit) steht dir doch unbefristete Rente zu.

  • Nein, dem ist nicht so.

    Mir werden auch jeden Monat 150€ abgezogen, weil ich ja verfrüht in Rente gegangen bin.

    Ist aber auch irgendwie egal mit der befristung bei mir, nächstes Jahr kann ich mit 63 in Altersrente gehen.

  • So, Mal was Positives!

    Ich bin jetzt im Juli an 21 Tagen (von 22) meine Runde gerannt.

    Nicht immer mit Freude, aber dann hab ich mich trotzdem gezwungen/ bezwungen, denn ich weiß, dass dies Auspowern mir gut tut und gegen die verfickte Depression hilft.

    Gestern und heute jeweils mit neuer Rekordzeit für dieses Jahr.


    Und das mit zuviel Gewicht.


    Die Schokolade erzeugt so schönes Serotonin und mein Körper sagt, dass ist prima....

    Also, ein Teil des Körpers sagt prima, der andere spannt dann das Laufshirt an der Hüfte...


    Das neue Medikament lässt mich zumindest an den meisten Nächten besser schlafen.

    Das Einschlafen ist noch sehr unterschiedlich, aber mal 3 oder 4 Stunden im Stück zu schlafen ist eine Wohltat.

    Dafür renne ich dann morgends als gefühlter Schwammkopf durch die Gegend. Da muss ich mich auf vieles sehr konzentrieren, auch auf Abläufe die normalerweise automatisch ablaufen.

    Das ist ein bisschen so, als ob man wieder in der Fahrschule wäre und die Automatismen noch nicht sitzen.

    Seltsam.


    Meine Stimmung schwankt mächtig (zum Glück nur die Stimmung ;) ).

    Mal bin ich traurig und desillusioniert, mal kommt mächtig Wut auf.


    Mein Termin bei der Psychotherapeutin letzte Woche kommt mir auch wieder in den Sinn.

    Die sagte tatsächlich zu mir, dass ich, wenn ich an die Sachen aus meiner Kindheit noch einmal tiefenpsychologisch dran gehe (was sie empfahl) , auf jeden Fall rückfällig werden würde.

    Ich bin im Nachhinein stinkesauer und finde, das kann man SO gegenüber seinem Patienten NICHT äußern.

    In dem Moment sagte ich nur "das ist keine Option für mich".

    Aber auch darauf reagierte sie nicht relativierend oder abmildernd.


    Quintessenz also: Herr Mabuse, Sie müssen da nochmal bei, aber dann saufen sie auf jeden Fall wieder, das halten sie nicht anders aus.


    Einschub: die Geschichte mal bei der Psychotherapeutenkammer melden?

    Auch darum bitten, dass die Dame explizit beim Telefonat darauf hinweist, dass sie KEINE Folgegespräche anbietet!

    Hat mich jetzt wieder sechs Wochen gekostet....


    Insgesamt fühle ich mich etwas lebendiger, wahrscheinlich liegt das am besseren Schlaf.


    Allen Leidensgefährten rufe ich heute zu:

    Haltet aus!

    Nein, besser, haltet durch!!!


    Auch wenn es Tage gibt, an denen man das Gefühl hat, dass man sie einfach durchstehen, ertragen muss als dass man richtig lebt.

    Ab und zu kommt wieder ein besserer, ein guter Tag.

    Und irgendwann werden es mehr und mehr bessere und gute.


    Das ist auch die Hoffnung die mich trägt und irgendwie Kraft gibt.

    Einmal editiert, zuletzt von mabuse ()

  • Psychiaterin oder Psychotherapeutin? Bei der Psychiaterin kann ich mir definitiv nicht vorstellen, dass sie das gesagt hat.

  • Gibt das Netz etwas über sie her? Ich denke an Arztbewertungsportale, Betroffenenforen, Facebook etc.? Eventuell deinen Hausarzt mit ins Boot holen, oder dich mal bei deiner Krankenkasse erkundigen? Kibis-Kiss ist sowas wie die Vernetzungs- und Beratungsstelle für Selbsthilfegruppen in Hannover, vielleicht bieten die auch in solchen Fällen dir eine Beratungan, wie du weiter vorgehen solltest.

    Generell würde ich sagen, wenn du findest, dass du von fachlicher Seite eine unpassende Behandlung bekommen hast (und schwingt auch so der leichte Verdacht auf Unseriösität mit, wenn ich deine Worte richtig auffange?), dass du dann ruhig die Sache weiter verfolgen solltest. Vielleicht ist es auch anderen passiert, und die haben keine Energie dafür.

  • Oder kann es sein, dass es Teil der Therapie bzw. eine Strategie ist, um Dich "zu knacken", um Dir zu helfen?

    Habe ich auch überlegt. Aber passt das mit den nichtangebotenen Folgegesprächen zusammen? Ein, "ach ja Ihnen kann ich das doch anbieten, obwohl ich es zuerst anders dargestellt habe", wurde nicht gerade dazu beitragen, dass ich mich öffnen kann.

  • Oder kann es sein, dass es Teil der Therapie bzw. eine Strategie ist, um Dich "zu knacken", um Dir zu helfen?

    Die Dame bietet ja gar keine Therapie an!

    Die macht eine Stunde, rechnet die mit der Krankenkasse ab, und fertig.

    Und lässt dich dann mit der Aussage nach Hause gehen.


    Und zu "knacken" gibt es da nix.

    Ich möchte ja nochmal Psychotherapie machen.

    Nur zu sagen, dass ich dann unweigerlich rückfällig werde, sorry, das finde ich unverantwortlich.

  • Da kannste nur hoffen, dass sie einem Akutfall nicht auch so einen vor den Latz knallt. Der damit noch viel weniger anfangen kann, und dann hat sie den auf dem Gewissen. Puh.

  • Das Du "auf jeden Fall rückfällig" wirst, glaube ich nicht.


    Dass sie Dir klar sagt, dass das für Dich eine Belastung wird, da kann ich nichts schlechtes dran sehen. (Und ähnlich wie mustermann würde ich vorschlagen, sich auf das wesentliche zu konzentrieren. Und an den Kern der Sache zu kommen, scheint ziemlich wesentlich zu sein.)


    Für mich riecht das nach - völlig normaler - Abwehrreaktion. Ich würde vorschlagen, da ranzugehen und sich vorher und eingangs darauf einzustellen, dass es härter wird und dass das eigene Umfeld so gut wie möglich geschützt ist.


    Es gibt nur entweder funktionieren oder sich den Sachen stellen. Beides gleichzeitig geht nicht.

  • Ich bin da auch beim Exil Roten. Hört sich nach einer Abwehrreaktion an und die Aussage hat ja was gemacht mit dir, sonst würdest du hier nicht so drüber berichten.

  • mir geht es gerade mies. Meine Frau sollte morgen nach Hause kommen. Jetzt liegt sie wieder im OP. Ich komm gerade nicht klar.

  • Wir sprechen aneinander vorbei, glaube ich....

    Welche Abwehrreaktion meint ihr bei mir zu erkennen??

    Ich bin weiterhin gewillt eine Psychotherapie zu machen.

    Und das das ans Eingemachte geht, das weiß ich, denn ich hab da schon Erfahrung :ja:


    Hatte mir gewünscht und gehofft, dass ich da nicht nochmal ran muss, aber nun zeigt mir die Depression, dass ich da nochmal rein muss.


    Mir dann aber kategorisch zu sagen, dass ich eine Psychotherapie nicht ohne Rückfall schaffen werde, ne, sorry, das geht zu weit.


    Gaaaanz vielleicht könnte man das als irgendeinen tollen therapeutischen Kniff sehen, WENN denn der Therapeut einen bereits kennt, weiß was er damit bezweckt und weiterhin im Gespräch ist mit dem Patienten.


    Wenn ich die Frau jetzt ernst/ beim Wort nehmen würde, hätte ich ja zwei Optionen:

    1. Keine weitere Psychotherapie, denn dann werde ich rückfällig.

    2. Eine weitere Psychotherapie, aber dafür wieder saufen.


    Und, nein, das sind ja beides keine Optionen.


    Ich finde es fahrlässig so etwas im einzigen Gespräch rauszuhauen.