Lokale Presseberichterstattung

  • Bzgl der Bosselmann-Sache habe ich immer noch eine unbeantwortete Frage, die ich jetzt aber nicht im Corona Thread stellen will:


    Welche 10 der 21 Filialen haben denn jetzt geschlossen? Weder die Facebook Seite noch die Homepage gibt Auskunft darüber. Auch eine direkte Anfrage blieb bisher unbeantwortet. Vielleicht hat das ja hier jemand mitbekommen. Oder wird vielleicht doch gar keine Filiale geschlossen?

  • Ich frage mich das mit den Schließungen auch. Die Brotregale in den Supermärkten sind seit Tagen gähnend leer. Es kaufen nun extrem mehr Leute das teure Brot vom Bäcker. Wenn er früher keinen Verlust am Brot gemacht hat, dann muß er doch heute mehr verdienen. So unglaublich viel Tassen Kaffee verkauft ein Bäcker doch auch nicht und der Personalaufwand dafür ist extrem größer als dafür ein Brot über den Tresen zu reichen.

  • Im Moment verstehe ich keinen deiner Beiträge,die Annahmen sind immer voller entscheidender Fehler.

    Hier jetzt Materialeinsatz Kaffee/Brot, und die vergessene Backzeit, als ob es um das rüber reichen alleine geht.


    Woanders eine Rechnung mit mindestens völlig irren Zahlen. Puh, komisch.

  • Welche 10 der 21 Filialen haben denn jetzt geschlossen?

    Ich kann nur raten, aber womöglich die in Malls oder Kaufhäusern?

    Ich frage mich das mit den Schließungen auch. Die Brotregale in den Supermärkten sind seit Tagen gähnend leer. Es kaufen nun extrem mehr Leute das teure Brot vom Bäcker.

    Keine Deiner Annahmen ist richtig.


    Bereits Deine Grundannahme, dass die Leere von Supermarktbrotregalen dazu führe, dass mehr Bäckerbrot gekauft werde, ist ja schon nicht schlüssig. Wenn die Leute Supermarktbrot kaufen, wird mehr Supermarktbrot gekauft.


    Ob er jetzt "an einem Brot" Verlust macht, kann man ja nicht sagen. Natürlich verkauft er ein Brot teurer als die Rohstoffe, die drinstecken. Der Verkauf von Brot und Brötchen trägt doch aber nicht die teuren Mieten und den Personalaufwand. Den trägt vor allem der Cafébetrieb, und der ist dicht.


    Entgegen Deiner Annahme wird am Kaffee "ohne Ende" verdient, der Materialaufwand und die Logistik sind nämlich lächerlich niedrig. Der Materialeinsatz bei einem Milch-Kaffeeprodukt beträgt weniger als 20 Cent, ohne Milch 10 Cent.


    Dazu kommt, dass das - ebenfalls sehr rentable - Kuchengeschäft zusammengebrochen ist. Cafébetrieb ruht ja sowieso, und Kuchen für die Gäste zu Hause kauft keiner mehr, weil (außer mir ;) ) niemand mehr jemanden zum Kaffee besucht.


    Von Brot und Brötchen allein können die nicht leben, zumal die Verkaufsfrequenz wegen der Abstände usw. auch noch ein Hindernis ist.

  • bzgl Bosselmann hab ich dann doch noch mal eine Frage, da ich gestern das hier aufgeschnappt habe:


    Zitat

    Bosselmann ist selbst kein Bäcker, wie er der FAZ 2003 in einem Artikel über billige Brötchen in seinen Selbstbedienungsbäckereien sagte. Kollegen, die ihn verdächtigten, Teigwaren in Polen zu kaufen und in seinen Filialen zu Ende zu backen, sagte er damals: "Stimmt." Seiner Konkurrenz attestierte er Neid, dass sie nicht selbst darauf gekommen seien.


    https://www.nw.de/lifestyle/ne…itern-mit-Kuendigung.html


    Gilt Bosselmann damit überhaupt noch als "lokaler Bäcker"? Machen das andere wie Göing auch? Oder wurde da in den letzten 17 Jahren evtl. sogar umgestellt?

  • Der SB-Laden war das Backhouse in der City und nicht die Bosselmann-Läden.


    Es werden doch in fast allen Bäckereien nur noch Teiglinge zu Ende gebacken.

  • Ich weiß von einem Bäcker, das auf jeden Fall die Umsätze im Verkauf im erwarteten Bereich, teils drüber liegt, trotz Corona.


    Die großen Filialen mit Cafes werden natürlich weniger Umsatz machen, aber der normale Verkauf läuft ja weiter. Da gibt es doch deutlich härter getroffene Branchen.

  • Klar, ein bisschen was verkaufen ist besser als nix verkaufen.


    Aber wenn man halt einen kleinen reinen Verkaufs-Bäckerladen irgendwo im Stadtteil hat, hat man halt auch nicht die laufenden Kosten wie bei einer Café-Bäckerei in der City oder am Lister Platz oder so. Deswegen sind die Bäcker mit großen Läden in exponierteren Lagen wie Göing oder eben Bosselmann stärker betroffen. Zumal die ja auch noch Zentralfunktionen (also Büropersonal) unterhalten, was ebenfalls auf den Betrieb von vielen Cafés ausgelegt ist.

  • Aber aber der feine Porsche-fahrende und in Polen produzierende Bosselarsch hat doch so viele Leute fast zum Weinen gebracht...der Martin Kind der Bäckergilde.

  • Interessantes Interview mit Belit Onay in der HAZ-online (jetzt leider hinter der Bezahlschranke). Warum gelingt es nicht beim Thema 96 Mal ein paar halbwegs kritische Fragen zu stellen?