Stimmung und Drumherum bei den 96-Pflichtspielen

  • Ein Stimmungsboykott bedeutet doch nur, daß die Teile der Nord, die sonst gerne und viel gesungen haben, sich nun verhalten wie der gesamte Rest. Als Kunden eines Sportevents sozusagen.
    Ich freu mich auf diese Saison, weil ich hoffe, daß sie zeigen wird, wieviel weniger Hannover 96 ohne diesen "vereinten" Gedanken Spaß machen wird. Und auch auf die verständnislosen Gesichter, links und rechts.
    Ich hielte es sogar für klug, gänzlich auf KMW zu verzichten - allein schon, um der Gleichgültigkeit mehr Ausdruck zu verleihen. Aber ich werd einen Scheißdreck tun und anderen Kunden Ratschläge zur Erlebnisgestaltung geben.


    50+1!

  • Ich bin ein bißchen in Eile, daher nur kurz:


    Zitat

    „Bis zur Saison 1987/88 ging in der ersten Bundesliga durchschnittlich zu 55,8 Prozent die Heimmannschaft als Sieger vom Platz”, erläutert sie. „In der Saison 2006/2007 lag dieser Wert nur noch bei 43,8 Prozent.” Eine bittere Pille für die heimischen Fans – schließlich machen die in den Stadien aufgrund ihrer zahlenmäßigen Überlegenheit die meiste Stimmung. Die Gründe für diese Entwicklung sind weniger klar als die nackten Zahlen. „Eine Ursache dürfte die gesunkene Anzahl an Toren pro Spiel sein”, glaubt Eva Heinrichs.


    Quelle: Das Märchen vom Heimvorteil


    Was aktuelleres habe ich auf die Schnelle nicht gefunden.


    Man sicher darüber streiten, aber so eindeutig, wie es oftmals zu sein scheint, ist das Thema dann offenbar doch nicht. Und ich sagte ja: Ich mag mich irren.

  • Vielleicht werden ohne Stimmung nur noch 33 % aller Heimspiele gewonnen.
    Unstrittig dürfte sein, dass die Spiele ohne Stimmung weniger Spaß machen. Damit ist der Stimmungsboykott geschäftsschädlich und nicht im Sinne von Kind.

    Einmal editiert, zuletzt von Rodentia ()

  • 150 Heimsiege, 74 Unentschieden und 82 Auswärtssiege


    Ich weiß ja nicht welche Liga du gesehen hast, aber die deutsche Bundesliga hat nur 306 Spiele.


  • Und was ist mit den Remis? Natürlich spricht hier niemand von 70-80% Heimsiegen. Im Schnitt dürften etwa 50% Heimspiele gewonnen werden, 25% Remis und 25% Niederlagen. Jeweils +/- 1-4%, aber wir können es auch gerne mal für die letzten 5 Saisons durchrechnen. Aber etwa doppelt so viele Heimsiege wie Auswärtssiege spricht doch alleine schon eine deutliche Sprache.


    Für mich wäre der Heimvorteil bereits erwiesen, wenn die Prozentzahl der Heimsiege etwa um 10 höher wäre als die Prozentzahl der Auswärtssiege.

    Einmal editiert, zuletzt von Chaos Queen ()

  • Finde schon das die Stimmung aus der Mannschaft noch etwas rauskitzeln kann, aber die Zahlen die hier in den Raum gestellt werden sind für mich nicht ganz aussagekräftig.
    Denke die Taktische Ausrichtung hat hier doch auch einen gewissen Einfluss auf das Ergebnis.


    :grübel:

  • Bei einer aktuellen HAZ Umfrage sprechen sich 60 % der Teilnehmer für die Erlaubnis von Pyro in definierten Bereichen des Stadions aus. 5 % wollen die Stehplätze abschaffen und der Rest möchte den Ultras nicht entgegenkommen.

  • -> Stimmungsboykott -> Schwächung der Mannschaft -> Verlust wichtiger Punkte


    Das ist wohl die landläufige Meinung. So ganz davon überzeugt bin ich jedoch nicht davon.
    Natürlich fühlen sich die Spieler wohler, wenn Anfeuerungsrufe von den Rängen kommen. Das haben ja auch die Aussagen der Spieler nach dem Bonn-Spiel gezeigt.
    Aber hat dieses "Unwohlsein" so eine Wirkung, dass dadurch Punkte verloren gehen ? Ich bin da skeptisch und meine, dass sich auch bei den Spielern nach ein paar Wochen ein Gewöhnungsprozess einstellt.


    Ich mag mich da irren, aber letztendlich wird das nicht herauszufinden sein, ob z.B. ein verlorenes Spiel noch gewonnen worden wäre, wenn die Mannschaft angefeuert worden wäre.


    kai, hatten wir das alles nicht schon mal? weißte doch auch noch, is doch gar nicht so lang her. wenn ich mich nicht komplett irre, haben wir aus den ersten 4 heimspielen beim letzen boykott 10 punkte geholt. jedenfalls war das damals schon fett thema. jetzt kann man natürlich von 2 verlorenen punkten durch mangelde unterstützung reden. oder von: ohne diese stille wäre es nur 1 punkt geworden. alles hose wie jacke. der punkt ist doch eher, will ich ein spiel sehen, wo ich nicht genau weiß, ob ich mich grad jubelkonform verhalte. schade, das nicht einfach nur gucken geht.

  • Ich weiß jetzt nicht so genau, worauf du hinaus willst, ZLF.


    Mir geht es darum, dass man alles unterlassen sollte, was den Eindruck verstärkt, dass der Stimmungsboykott am Ende den möglichen Abstieg verursacht hätte.
    Dann hätten nämlich einige Experten sofort wieder einen Schuldigen, nämlich den nicht-stimmungsmachenden-Fan und man würde die wahren Schuldigen (vor allem Kind, aber auch andere Funktionäre, Trainer, Mannschaft) aus der Verantwortung lassen. ("Sie konnten ja nicht anders, weil sie von den Fans im Stich gelassen wurden")

  • Mir geht es darum, dass man alles unterlassen sollte, was den Eindruck verstärkt, dass der Stimmungsboykott am Ende den möglichen Abstieg verursacht hätte.

    Dann wären also Beiträge zu unterlassen, die derartiges suggerieren?

  • Vielleicht wäre es bei der Betrachtung des Heimvorteils auch ganz sinnvoll, nicht nur die Stimmung zu bewerten. Auch Dinge wie vertrautes Umfeld, bekannter Platz etc können das ausmachen. Vielleicht hat jemand eine Statistik aus dem Amateurbereich, Kreisliga oder so. Also wo nicht unbedingt supportet wird.

  • Ich denke eher, dass gute Stimmung ein dahingehend motivieren kann, bzw. besser beflügelt, auch in der 90. Minute nochmal Vollgas zu geben, obwohl man völlig platt ist... Und wenn dann hier und da mal diese 1-2% fehlen, KÖNNTE es sich evtl. auch mal auf die Punkte auswirken, weil man dann vielleicht verliert, statt noch einen Zähler zu kassieren...


    Aber unabhängig davon, spielt jeder Fußballer denke ich lieber bei guter Stimmung, als wenn da "Totentanz" herrscht...

  • "....Blieb der letzte Faktor: die Fans. Nevill fand heraus, dass der Heimvorteil mit der Zahl der Besucher steigt – und dass der Schiedsrichter nur 30 Prozent der Regelverstöße bei der Heimmannschaft ahndete. Mit den Schlachtrufen der Fans im Ohr, pfiff er signifikant zugunsten der Heimelf. Die Fans machen also den Unterschied – wenn in letzter Zeit auch immer seltener...."
    Quelle: http://www.focus.de/wissen/men…imvorteil_aid_310821.html


    Die Mär vom Heimschiedsrichter :D

  • Dann hätten nämlich einige Experten sofort wieder einen Schuldigen, nämlich den nicht-stimmungsmachenden-NORDTRIBÜNE-Fan und man würde die wahren Schuldigen (vor allem Kind, aber auch andere Funktionäre, Trainer, Mannschaft) aus der Verantwortung lassen. ("Sie konnten ja nicht anders, weil sie von den Fans im Stich gelassen wurden")

  • Ein Stimmungsboykott bedeutet doch nur, daß die Teile der Nord, die sonst gerne und viel gesungen haben, sich nun verhalten wie der gesamte Rest. Als Kunden eines Sportevents sozusagen.
    Ich freu mich auf diese Saison, weil ich hoffe, daß sie zeigen wird, wieviel weniger Hannover 96 ohne diesen "vereinten" Gedanken Spaß machen wird. Und auch auf die verständnislosen Gesichter, links und rechts.
    Ich hielte es sogar für klug, gänzlich auf KMW zu verzichten - allein schon, um der Gleichgültigkeit mehr Ausdruck zu verleihen. Aber ich werd einen Scheißdreck tun und anderen Kunden Ratschläge zur Erlebnisgestaltung geben.


    50+1!


    Unterschreibe ich so komplett. Würde einen Verzicht von KMW absolut clever halten. Gerade daran haben sich die ganzen geifernden Idioten drumherum ja richtig gestört. Und dieser Ruf würde sicherlich gleich wieder negative Assoziationen wecken. Hoffe bei dem Punkt "kreativer Protest", der ja angekündigt wurde, auf eine neue Richtung. Aber wie du schon sagst: Wer bin ich, Ratschläge zu geben.


    Bin echt gespannt auf nächste Woche.