Was hat euch heute gefreut, ein Lächeln ins Gesicht gezaubert?

  • Unsere neue Homepage ist online - ich traue mich ja kaum, es zu sagen, aber wir arbeiten da jetzt mit Madsack zusammen.


    Ich bin eigentlich ganz zufrieden, allerdings müssen ein paar persönliche Texte noch angepasst werden - und die Bilder sind weder aktuell noch "google-like". Aber immerhin ist eine Baustelle deutlich kleiner geworden...

  • Die Red Band-Sachen sind extrem gefährlich. Wenn ich da einmal mit anfange, habe ich das gleiche Sättigungsverhalten wie ein Dackel. Gerade bei den Lakritz-Weingummi-Kombos.

  • Die hier sind auch nicht schlecht...mein Güte, habe ich die mir in der Grundschule reingeschrotet. Bis die Haut in Fetzen vom Gaumen hing. Zum Abkühlen dann ne Tüte davon.

    Im Belgienurlaub habe ich mich mal wieder mit denen eingedeckt. Die sind göttlich. Leider ist ein Gummiteil schon sehr groß. Und auf einem kann man ja nicht stehen :krank:.

  • Ich verstehe nicht.

    Na ja, wegen der Lakritze eben.


    Ich glaube ja nach wie vor an die große Lakritz-Verschwörung. Irgendwann vor langer Zeit hat ein Forscherteam nach einer rein biologischen Alternative zu Kautschuk geforscht, um umweltfreundliche Autoreifen produzieren zu können. Nach einer Weile erfanden sie ein Material, das zwar von der Konsistenz und Zähigkeit denen von Kautschuk recht nahme kam, allerdings härtete es zu schnell aus und hatte einen ziemlich üblen Geruch. Die Forscher waren verzeifelt ob der vielen Zeit und Müh', die sie vergebens in dieses Projekt investiert hatten. Einer der Forschenden verschlang vor Frust einen kompletten Reifen aus diesem neuartigen Material und stellte fest, dass der Geschmack zwar absolut ekelerregend, nahezu abstoßend war, es aber komischerweise für den menschlichen Körper recht bekömmlich war.


    Am Abend trafen sich die Forscher in einer Bar, um ihren Ärger im Suff zu ertränken. Nach dem jeweils achten Bier und Doppelten fingen sie an darüber zu sinnieren, was man mit diesem Stoff wohl machen könnte, damit die viele Arbeit nicht gänzlich umsonst gewesen ist. Als Dichtung zwischen Fensterrahmen und Fenster war einer der Vorschläge, ein Rundumpuffer an Autoscootern ein anderer. Letzteres hätten die Produkteigenschaften zwar hergegeben, wenn dieser unsägliche Geruch nicht gewesen wäre, der die Kirmesgäste sicher vertrieben hätte.


    Die Forscher waren am Verzweifeln, bis einer von ihnen nach einem geexten Moonshine jubilierte: "Ich hab's! Wir bringen die Leute dazu, den Scheiß zu essen. Ungefährlich isses ja. Wenn wir einen dazu gebracht haben, dann weihen wir ihn in unser Geheimnis ein und er muss dann wiederum jemand anderes dazu bringen usw. usf."

    "Hm. Könnte ganz lustig werden, ihre angeekelten Gesichter zu bestaunen, wenn sie da rein gebissen haben. Aber was machen wir, wenn sich einer der Eingeweihten verplappert?"

    "Wer unser Geheimnis verrät muss zur Strafe 5 kg von dem Zeug essen. Gleiches gilt, wenn jemand sich der Aufgabe verweigert."

    "Uff. Wenn das mal keine Motivation ist. Okay, aber wie nennen wir das ekelhafte Zeug? Stinkegummi?"

    "Gar keine so schlechte Id..."


    Just in dem Moment beginnt der Barkeeper einen besoffenen Gast anzuschreien: "Du Volltrottel, hast du keine Augen im Kopf?"

    "Sorry, ich hab' nicht gesehen, dass da ein Eimer stand. Aber was regst'n dich jetzt so auf?"

    "Das war Heizungslack. Schau dir an, was du angerichtet hast. Der ganze Lack fließt jetzt in die Ritzen der Holzbohlen. Das kriege ich doch nie wieder da raus."


    Einer der Forscher kicherte vor sich hin: "Hihi, Lack in den Ritzen. Den Fußboden kann er rausreißen, der ist hinüber."

    "Alter, sag das nochmal!"

    "Was? Das mit dem Fußboden?"

    "Ne, das davor. Das mit dem Lack."

    "Ach so. Lack in den Ritzen."

    "Lack in den Ritzen, Lack in Ritze, Lackritze! Wir nennen das Zeug Lackritze!"

    "Wieso denn Lackritze?"

    "Weil's sich so scheiße anhört wie es schmeckt."

    "Das ergibt Sinn. Na dann: Prost! Auf die Lackritze!"

    Alle: "Auf die Lackritze!"


    Dummerweise hatte der Forscher, der mit der Anmeldung des Patents beauftragt war, eine Rechtschreibschwäche. Die Lakritze war geboren und alsbald begannen sie, unschuldigen Leuten ihre neue Erfindung schmackhaft zu machen. Der Rest ist schnell erzählt: Da die angedrohte 5-kg-Strafe ihre Wirkung nicht verfehlte, hörte dieses Spiel nie auf. Bis heute behaupten Menschen, ihnen würde Lakritze schmecken, nur um ihre ahnungslosen Mitbürgerinnen und Mitbürger dazu zu bringen, es doch wenigstens mal zu probieren. Die Frage ist nicht ob sondern wann die gesamte Erdbevölkerung einmal dieses schreckliche Zeug im Mund hatte und die wohl größte (und wohl widerlichste) Verschwörung in der Geschichte der Menschheit ein Ende findet.


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    Liebe Hirschi, bitte lass dich von mir nicht veralbern. Natürlich ist es vollkommen in Ordnung, wenn du deinen Enkeln Lakritze in den Frühstücksbeutel steckts. Wer bin ich denn auch, um darüber zu urteilen? Generell habe ich ja die Hoffnung, dass, solange die Menschen sich für Lakritz begeistern können, sie mir mein Marzipan nicht wegkaufen.