Noah-Joel Sarenren-Bazee

  • Er war der schwächste 96er im Offensivverbund. War aber auch nicht wirklich ins Spiel eingebunden. Er kann hauptsächlich rennen und wenn er im Spiel nicht rennen kann, ist das dann auch nichts dolles.

  • Die erste Viertelstunde war wirklich stark von ihm. Er ist leider kein spielerisch starker Stürmer oder ein versierter Torschütze aber sehr durchsetzungsstark und natürlich superschnell.
    Ich denke, dass er vorgestern schnell ausgepowert war und dass ihm auch die Spielpraxis fehlt. Es gibt sicherlich Konstellationen, in denen er der Mannschaft helfen kann.

  • War heute unsere komplette Offensive. Es war fast abzusehen, dass dann also nach seiner Auswechslung gar keine Offensive mehr da war.


    Gute Leistung von ihm. Hoffe er fällt nicht lange aus und kann uns mit diesem Leistungsniveau wie heute helfen.

  • Ich fand die Leistung jetzt nicht besonders gut, er hatte in ein paar Szenen den Platz den er brauchte, aber am Ende stand er vor seinem üblichen Problem:
    Mit seinen Fähigkeiten kommt er dann an einem Bundesliga Verteidiger nicht vorbei um den Ball in Richtung Tor / Mitspieler in der Mitte zu bringen.


    Vergleich dazu immer ein Bebou der ähnliche Geschwindigkeiten erreichen kann, aber auch am Gegner am Ende vorbei kommt.


    Der Zusammenstoß sah aber übel aus, hoffentlich hat sich das für ihn schnell erledigt und außer ein paar Kopfschmerzen nichts schlimmeres.

  • Ach, vorbei gekommen ist er heute ja zweimal recht ansehnlich. War offensiv schon mit Abstand der Auffälligste. Was bei uns aber leider halt auch recht einfach ist.

  • Ich finde es etwas diskussionswürdig, dass er nach dem Zusammenprall wieder auf den Platz durfte und noch zehn Minuten weiter gemacht hat. Mit Gehirnerschütterungen ist nicht zu spaßen und da würde ich mir wünschen, dass das Ärzteteam in so einer Situation Mal durchgreift und im Zweifel auch gegen die Meinung des Spielers oder des Trainers eine Auswechselung durchsetzt.

  • Was ich sagen will: Eine Gehirnerschütterung ist schon unter optimalen Bedingungen nicht zweifelsfrei zu diagnostizieren. Bei einem Sportler mitten in einer Phase der körperlichen Belastung noch weniger. Mein Eindruck war, dass Sarenren Bazee so umfangreich wie in der Situation möglich untersucht und befragt wurde. Auch machte er auf den Fernsehbildern den Eindruck, als würde er angemessen auf Ansprache reagieren. Nach Übelkeit oder Schwindel sah das jedenfalls nicht aus. Als dieser jedoch kurz danach augenscheinlich eintrat, wurde er aus dem Spiel genommen.
    Eine unterlassene Sorgfaltspflicht der Ärzte kann ich da jedenfalls als Außenstehender nicht erkennen. Aber ja, den Vorwurf kann man ihnen natürlich trotzdem einfach mal machen. Wieso auch nicht?

  • Wie diagnostiziert man eine Gehirnerschütterung am Spielfeldrand?


    Man hält dem Patienten in ca. 30cm Entfernung eine Taschenlampe vor das linke Auge und lässt beide Augen einem hochgestreckten Zeigefinger in ca. 20cm Entfernung von links nach rechts folgen.


    Ist die Reaktion zufriedenstellend fragt man ob heute gestern oder morgen ist.
    Wird die Frage mit nein beantwortet ist der Patient handlungsfähig.


    In einer Praxis würde man den Patienten noch ca. 3m gerade aus gehen lassen und den Befund abschließen, auf dem Spielfeld sieht man das Ergebnis eben auch direkt, wenn der Patient über den Platz läuft.
    Sind da keine 3m gerade aus dabei ist der Befund positiv, also Gehirnerschütterung.

  • Es gibt sowohl im Rugby als auch im American Football das sogenannte "Concussion Protocol". Da wird ein Spieler zeitweise (für 10 Minuten, Rugby Union Regeln) ausgewechselt und eingehend untersucht. Scheint zu funktionieren. Nun ist sowas im Fußball nicht die Regel, klar. Ergibt aber Sinn, im Fall des Falles. Weil, echt gefährlich, wenn nicht erkannt.

  • Gehirnerschütterung halt.


    So hat man in der NFL leider auch lange gedacht, bis man durch öffentlichen Druck, aufgrund von Todesfällen ehemaliger Spieler, dazu gezwungen wurde dort neue Regeln (3 Gehirnerschütterungen und der Spieler darf nie mehr spielen) einzuführen. Es wäre sehr begrüßenswert wenn man darüber auch im Fußball nachdenken würde.


    Wenn man das weiterhin so lapidar abtut wird irgendwann das böse erwachen kommen.

  • Ich halte eine Gehirnerschütterung keineswegs für Kleinkram. Ich meinte nur, dass eben die vermutete Verletzung auch die eingetretene ist. Und ich meine weiterhin, dass die Ärzte im Rahmen der Möglichkeiten angemessen untersucht haben (Befragung und Kontrolle der Augen).

  • Genau dieser "Rahmen der Möglichkeiten" ist vermutlich das Problem. Es müssten im Übrigen auch unabhängige Ärzte sein, die da untersuchen um jedwede Entscheidung zu vermeintlichen Gunsten einer Mannschaft auszuschließen. Könnte die FIFA/UEFA/DFB/DFL mal ran. Wie gesagt, das geht lange gut bis es irgendwann mal so richtig schief geht.