Arbeitsmarkt/Jobs etc...

  • Ich brauch auch einen neuen Job. Zwar habe ich die Kündigung abgewendet aber ich soll trotzdem gehen. Die Situation setzt mir auch gesundheitlich zu und ich will auch eigentlich nicht mehr dort arbeiten. Das Klima wird rauer, es ist nicht mehr die Firma die es mal war. Sie können mir nicht mehr die Umgebung und Atmosphäre bieten die ich brauche und irgendwann kommt dann wieder eine Situation und dann geht die Kündigung durch. Für mich heißt das sie wollen etwas fingieren. 20 Bewerbungen habe ich bereits abgeschickt, leider nur Absagen, Amazon war am schnellsten, gestern Abend beworben, heute morgen kam die Absage. Meine Ex Kollegin meinte auch bei Zalando sei es schwer reinzukommen, die bekommen hunderte Bewerbungen. Dabei sagen die alle die bei ekomi waren haben danach schnell wieder einen Job bekommen. Ich hab auch gedacht irgendwann muss es ja mal einfacher werden aber nix ist. Es ist so wie immer oder früher. Ich muss ja auch erst mal rausfinden wo ich überhaupt hinpasse. Was immer wieder gefordert wird sind Python Kenntnisse, vielleicht darin eine Weiterbildung machen. Wobei die Weiterbildung zum Clinical Data Manager nicht sehr nachhaltig war, gerade mal 3 Jahre konnte ich in der Branche arbeiten, dann war Schluss.

  • Eher nicht, es wird ein Aufhebungsvertrag mit hoffentlich hoher Abfindung. Neuer Job könnte auch erst 2022 kommen, halte da keine Woche mehr durch.

  • Aufhebungsvertrag kann meines Wissens auch 12 Wochen Sperre beim Arbeitlosengeld bedeuten.

    Du machst das alles mit einem Anwalt für Arbeitsrecht?

  • Bisher ohne, wobei ich schon mit einem in Kontakt stehe. Bei einer Kündigungsfrist von einem Monat kann man eine Formulierung einbauen so dass man nur einen Monat Sperre bekommt, hatte ich schon mal.

  • aus eigener Erfahrung aufhebungsvertrag mit Abfindung bedeutet drei Monate später bein Amt. Hier hilft allerdings ein attest vom Arzt das Arbeiten dort nicht mehr geht

  • Ein Aufhebungsvertrag bedeutet nicht in jedem Fall, dass es zu einer Sperrzeit kommt. Lass dich da bitte unbedingt von einem Fachanwalt für Arbeitsrecht beraten.

  • Und so erleichternd für Dich ein Aufhebungsvertrag ist, ich gehe davon aus, daß man bei einer Bewerbung aus einem laufenden Job heraus eigentlich erheblich bessere Chancen hat, was zu bekommen. Oder sieht die Crowd hier das anders? Wenn Du jetzt aus dem laufenden Job heraus schon Schwierigkeiten hast, wird es dann noch deutlich schwerer.


    ... und wenn Du dann in einem Jahr immer noch arbeitslos bist und Absage für Absage kassierst bist Du dann vermutlich noch frustrierter als heute.

  • Ich würde mich übrigens von einer Python Fortbildung verabschieden. Also kann man schon machen. Wird aber kaum die Chancen erhöhen. Wie bei jeder Programmiersprache lernt man Python auch nicht in einer Fortbildung, sondern im Doing. Mir ist jede/r lieber der/die mir ehrlich vermittelt Bock zu haben das zu lernen. Dann kriegt man das im Job auch hin. Da brauche ich vorher keinen Ausdruck von der VHS. Aber ich stelle auch keine Zeugnisse sondern Menschen ein.


    Aber auch das kann natürlich jede/r anders bewerten...

  • Disclaimer: Folgendes gibt nur meine persönliche Meinung wieder und ist vermutlich nicht mehrheitsfähig:

    Viele Tralala-Kurzlehrgänge haben nun den Sinn, Geld für die Veranstalter zu generieren. Für die meisten Entscheider über Bewerbungen sind sie nicht mehr wert, als das Papier wo sie draufgedruckt sind.

    Wichtig für den Entscheider hingegen ist es, ob der Zettel eventuell auf eigene Initiative zusätzlich zum Vollzeitjob in Abend-/Wochenendkursen erworben wurde, oder man nur auf Zwang des Jobcenters einen kleinen Teil seiner Freizeit irgendwo abgesessen hat.

    Vermutlich ist der Job als ehrenamtlicher Kassierer im Sportverein für den Entscheider deutlich höherwertiger, als so ein fürs Jobcenter abgesessener Lehrgang.

  • Ich finde es komisch aus einem Job heraus mehr Chancen zu haben. Erstens hat man da einen Job eigentlich gar nicht nötig und zweitens kann man nicht sofort anfangen. Auf das zweite habe ich damals als Arbeitsloser immer gesetzt.


    Sämtliche Weiterbildungen habe ich freiwillig gemacht, musste manchmal auch das Job Center zur Kostenübernahme drängen.


    Schön wenn man das meiste im Doing lernt und nicht in einem Kurs aber sehen das die Arbeitgeber auch so? Die wollen doch am liebsten dass man das schon seit 10 Jahren kann.


    Ich rechne auch erst nächstes Jahr mit einem neuen Job, ALG I gibt es ja immerhin ein Jahr lang. Ich bin einiges gewöhnt, hab 1090 Bewerbungen hinter mir.

  • Siehst du eigentlich selbst, worauf das hier (wieder) hinausläuft? Du fragst nach Ratschlägen, ohne die auch nur ansatzweise annehmen zu wollen, da du eigentlich schon alles weißt und entschieden hast. Dann kannst du dir doch den Striptease schenken, in deinem eigenen Interesse! (Den Rat gibt es von mir ungefragt!)

  • Ich will dir wirklich nicht zu nahe treten. Aber jemand der 10 Jahre Python Erfahrung hat, bewirbt sich nicht auf die Jobs auf du dich bewerben wirst. Andersrum brauchst du für deine möglichen Jobs auch keine 10 Jahre Python Erfahrung.

    Dieses "Arbeitgeber wollen doch nur Leute die 10 Jahre Erfahrung haben" halte ich für abgedroschen und veraltet. Ich bin noch nicht soo lange in der Situation Menschen einstellen zu dürfen und bin vermutlich auch nicht der Standard, aber ich kann nur betonen, dass ich Menschen einstelle. Klingt banal, ist aber so. Die sogenannten Hardskills kann man alle vermitteln. Softskills müssen sitzen, die verändert Mensch nicht. Aber klar, ich habe auch gar nicht die Chance Menschen einzustellen, die ohne Schulungen und Fortbildungen direkt bei 100% liegen. Diese Menschen gibt es auf dem Arbeitsmarkt nicht. Das mag bei dir anders sein, weiß ich nicht.

    Wir können uns auch gerne mal eine Bewerbung von dir ansehen, wenn dir das hilft und du (wirklich) Lust drauf hast.

  • Hinsichtlich Weiterbildung wollte ich Dir beileibe nicht auf die Füße treten, das war nur allgemein gesagt - wußte ja auch garnicht ob Du die "übers Amt" oder privat gemacht hast. Also nicht mißverstehen.

    Hinsichtlich
    "Ich finde es komisch aus einem Job heraus mehr Chancen zu haben. Erstens hat man da einen Job eigentlich gar nicht nötig und zweitens kann man nicht sofort anfangen."

    Die Arbeitgeber gehen einfach davon aus, daß die meisten "Guten" auf jeden Fall zu den 94% derjenigen gehören, die einen Job haben. Und daß bei den restlichen 6% die Quote, ins Klo zu greifen eben sehr hoch ist. Da ist es halt erheblich risikoloser sich im Stapel bevorzugt diejenigen anzuschauen, die sich aus einem Job heraus bewerben.

    Weil die ja "eigentlich einen neuen Job garnicht nötig haben" ist bei denjenigen auch zu erwarten, daß sie sich den Wechsel gut überlegen, engagiert sind und langfristig bleiben wollen. Das gilt für diejenigen "die den Job nötig haben" halt nicht. Bei denen kann es ja von vornherein als Übergangslösung geplant sein, was der Arbeitgeber aber ja nicht weiß und weshalb er die ungern nimmt.

    Arbeitgeber planen Stellenbesetzungen üblicherweise sehr langfristig, weil sie wissen, daß "die guten Leute" ein paar Monate Kündigungsfrist haben. Stellenbesetzung ist sehr aufwendig, da will man sich sicher sein, daß dann der Job auch wieder für die nächsten 10-30 Jahre vernünftig besetzt ist.

  • Gerne schicke ich dir meinen Lebenslauf und mein "Standard" Anschreiben, gerne auch die kompletten Bewerbungsunterlagen, 36 Seiten.


    Hat mir auch mal einer gesagt, auf die guten lohnt es sich zu warten. War ausgerechnet einer wo ich mich aus Versehen mal beworben habe und er dann zuerst interessiert war und nach unserem Telefongespräch überhaupt nicht mehr.


    Langfristig trotz 1 bis 2 Jahresverträgen?

  • Ich bin weit entfernt davon dir Ratschläge erteilen zu wollen, weil ich deine Lebenssituation und deine Bedürfnisse zu wenig kenne.


    Da ich in letzter Zeit an relativ vielen Einstellungen beteiligt war, kann ich dir allerdings berichten, worauf ich geschaut habe, was mich als Teamleiter interessiert hat.


    Fachkenntnisse, nachgewiesen durch Ausbildung und Berufserfahrung, starke Teamorientierung, hohe soziale Kompetenzen, wie Kommunikations- und Konfliktlösungsfähigkeiten.


    Über Pünktlichkeit, angemessenes Äußeres und hohe Motivation brauche ich nicht zu reden, das setze ich voraus.


    Wichtig: Ich suche nicht die Beste, den Besten, die Suche würde mir zu lange dauern und zu viele Ressourcen binden. Ich suche jemanden, der passt, möglichst aus den ersten 10- 20 Bewerbungen.


    Auch wichtig: 36 Seiten Bewerbungsunterlagen lese ich nicht, dauert mir zu lange, ich erwarte ein aussagekräftiges einseitiges Anschreiben, einen maximal zweiseitigen, übersichtlich gestalteten Lebenslauf, das aussagekräftige Zeugnis des letzten Arbeitgebers und das Zeugnis des höchsten Bildungsabschlusses. Wer mir zu viel liefert, dem traue ich nicht zu, Prioritäten setzen zu können.


    Weiterhin wichtig: Bewerbungen aus der Beschäftigung werden bevorzugt. Längere Zeiten der Arbeitslosigkeit werfen Fragen auf.


    Vielleicht kannst du damit etwas anfangen, Dvdscot.

  • Gerne schicke ich dir meinen Lebenslauf und mein "Standard" Anschreiben, gerne auch die kompletten Bewerbungsunterlagen, 36 Seiten.


    Hat mir auch mal einer gesagt, auf die guten lohnt es sich zu warten. War ausgerechnet einer wo ich mich aus Versehen mal beworben habe und er dann zuerst interessiert war und nach unserem Telefongespräch überhaupt nicht mehr.


    Langfristig trotz 1 bis 2 Jahresverträgen?

    36 Seiten????

  • Bronco hat's doch schon auf den Punkt gebracht. Aber natürlich könnt Ihr Eure Zeit verballern und den Faden mit guten Ratschlägen zukleistern.

    Dvdscot wird keinen davon annehmen, dafür die falscheste aller Entscheidungen treffen und alle in den Wahnsinn treiben.