• Question anything!: Es mag für dich vielleicht leicht sein, ExilRoter zu folgen, aber mir fällt auf, dass du ihn nicht verstehst oder verstehen willst.


    Du fragst gebetsmühlenartig nach der Ergebnisoffenheit der Gender-Forschung, was in aller Welt soll das sein? Forschungen haben Leitfragen, woraus Forschungsthesen aufgestellt werden. Diese wiederum werden im Laufe des Forschungsprozesses validiert oder falsifiziert.


    In der ganzen Debatte gibt es auch niemanden, der die Biologie abstreitet. Die Biologie ist auch eine ernstzunehmende Wissenschaft, die kann aber gesellschaftliche Rollenbilder nicht erklären, will sie auch nicht. Calogero81 hat dazu Baron-Cohen ins Feld geführt. Aber was sagt er wirklich zu diesem Thema?


    Es ist indes eine Einsicht, die NaturwissenschaftlerInnen und GeschlechterforscherInnen teilen. Jedenfalls ist es von der Position etwa des Cambridger Neurowissenschaftlers Simon Baron Cohen, der die alte Natur-versus- Kultur-Debatte in Bezug auf Geschlecht als geradezu absurd simplistisch bezeichnet und dafür plädiert, die Interaktion zwischen beidem in den Blick zu nehmen, nicht weit bis zum Plädoyer der in Berkeley lehrenden Philosophin Judith Butler, die Geschlechterdifferenz als jenen Ort zu verstehen, an dem die Frage nach dem Verhältnis des Biologischen zum Kulturellen gestellt werden müsse.“


    Natur gegen Kultur zu stellen sei absurd simplizistisch, sagt Baron-Cohen. Er würde sicherlich auch nicht versuchen, mit Hilfe der Biologie oder anderer Naturwissenschaften die Gesellschaft zu erklären.


    Was es also bedeutet, individuell und gesellschaftlich eine „Frau“ oder ein „Mann“ zu sein, das wird nicht durch eine biologische Essenz festgelegt. Die Berliner Genetikerin Heidemarie Neitzel beschreibt, dass die Untersuchung des Hormonspiegels nicht unbedingt Eindeutiges ergibt. Es gebe Beispiele, wo Androgene wie Testosteron in männlicher Dosierung vorhanden seien, aber von den Zellen nicht erkannt würden.“


    Das wiederum hat eine Genetikerin festgestellt. Die Rollenbilder des Mannes und der Frau sind also gesellschaftlich konstruiert, aus biologischer Sicht hat Mann Haare auf der Brust und Frau nicht.


    https://taz.de/Streit-um-Genderstudies/!5065401/

  • Zitat

    Du fragst gebetsmühlenartig nach der Ergebnisoffenheit der Gender-Forschung, was in aller Welt soll das sein? Forschungen haben Leitfragen, woraus Forschungsthesen aufgestellt werden.

    Eine Leitfrage ist etwas völlig anderes als eine unzulässige, ideologisch geprägte Vorannahme, die die darauf folgende Arbeit determiniert. Niemand hat etwas gegen Leitfragen.


    Zitat

    Simon Baron Cohen, der die alte Natur-versus- Kultur-Debatte in Bezug auf Geschlecht als geradezu absurd simplistisch bezeichnet und dafür plädiert, die Interaktion zwischen beidem in den Blick zu nehmen...

    Richtig, machen die Gender Studies häufig aber nicht, sondern stellen vor ihre Forschung die Prämisse, dass die Natur die Kultur eben nicht beeinflusst. Und da sind wir dann eben bei der fraglichen Ergebnisoffenheit.

  • unzulässige, ideologisch geprägte Vorannahme


    stellen vor ihre Forschung die Prämisse, dass die Natur die Kultur eben nicht beeinflusst


    Jetzt Butter bei die Fische. Wenn das nicht nur heiße Luft ist, dann liefere seriöse Quellen für deine Behauptungen.

  • Meine Frau hat mir gestern ein siebtes Bier verboten. Ist das dann auch ein Shittest? Junge, Junge...

    Tatsächlich weiß ich nicht ob Frauen in einer bereits bestehenden Partnerschaft immer noch Shit Tests anwenden. Ich weiß aber dass viele Beziehungen auseinander gehen wenn die Frau (oder der Mann) die Anziehung zum Partner verliert. Wie auch immer das passieren mag. Beide sollten wohl immer daran arbeiten dass die Beziehung erhalten bleibt, ab und zu mal was aufregendes zusammen unternehmen.

  • Meine Frau hat mir gestern ein siebtes Bier verboten. Ist das dann auch ein Shittest? Junge, Junge...

    Tatsächlich weiß ich nicht ob Frauen in einer bereits bestehenden Partnerschaft immer noch Shit Tests anwenden. Ich weiß aber dass viele Beziehungen auseinander gehen wenn die Frau (oder der Mann) die Anziehung zum Partner verliert. Wie auch immer das passieren mag. Beide sollten wohl immer daran arbeiten dass die Beziehung erhalten bleibt, ab und zu mal was aufregendes zusammen unternehmen.

    Oh. Danke für den Hinweis. Sobald es geht, werde ich etwas aufregendes mit meiner Frau unternehmen. Vielleicht gehen wir auf ein Helene Fischer Konzert oder in den Swingerclub.

    Danke nochmal. :winken:

  • So wie ich das jetzt sehe, geht es in dieser PUA-Szene doch darum, gewisse Muster im Verhalten/den Eigenschaften von mit Frauen erfolgreichen Männern und im Verhalten/den Eigenschaften von mit Frauen erfolglosen Männern festzustellen und diese Erkenntnisse zu nutzen.

    Tatsächlich hätte ich gern zu diesem Thema mal einen Haufen guter Studien, natürlich ergebnisoffen, unideologisch und es müssen alle Daten einfließen die es gibt. So wie der hier es sagt:

    Zitat

    Wie wär’s zur Abwechslung mal mit selbstständigem Denken? Wie wär’s, wenn ihr euch ruhig und ohne Vorurteile anhört, welche Meinung Andersdenkende wirklich vertreten?

    Lest, was die zu sagen haben, die man euch zu hassen heißt. Lest es im Original. Und diskutiert mit ihnen. Tauscht Argumente aus, nicht Gefühle. Womöglich könnt ihr sogar euren Horizont erweitern.

    Hervorhebung durch mich.


    PU oder Flirt Optimierung gibt es anscheinend schon sehr lange in der einen oder anderen Form.

  • Oh. Danke für den Hinweis. Sobald es geht, werde ich etwas aufregendes mit meiner Frau unternehmen. Vielleicht gehen wir auf ein Helene Fischer Konzert oder in den Swingerclub.

    Wenn ihr das beide aufregend findet ok. Ich dachte da eher an einen Trip in die Berge, also klettern, Fallschirm Springen, Bungee Jumping, tauchen, Safari, alles was Adrenalin ausstößt und wo du sie beschützen kannst.

    Einmal editiert, zuletzt von Dvdscot ()

  • Oh. Danke für den Hinweis. Sobald es geht, werde ich etwas aufregendes mit meiner Frau unternehmen. Vielleicht gehen wir auf ein Helene Fischer Konzert oder in den Swingerclub.

    wo du sie beschützen kannst.

    Und wenn er das nicht kann oder gar sie ihn beschützen muss, verliert sie das Interesse und sucht sich ein potenteres Männchen?

    Wer oder was vermittelt Dir bitte ein derart überkommendes Geschlechterrollenbild?

  • Na die Coaches. :ichmussweg:


    Ich kann bislang nur aus der Sicht eines Singles erzählen wo sich eine Beziehung anbahnen soll, da ist sowas hilfreich. Wenn etwas schon sehr fest ist, dann ist das vielleicht gar nicht mehr nötig aber schaden kann es auch nicht. Ich denke und hoffe wenn man so weit gekommen ist, dann hat man offen über alles gesprochen und weiß was der/die andere will/braucht und so.


    Tatsächlich gibt es auch Beziehungscoaching oder Paar Therapie. War auch mal im Fernsehen zu sehen, hat sich ein Paar ne Zeitlang filmen lassen. Frisch zusammen und schon ziemlich auseinander gelebt, im Bett war nichts mehr los, also ab zur Therapie und wieder in Ordnung bringen.

  • Ich habe jetzt gerade voll Hunger auf Apfelkuchen. Ob ich meine Frau mal frage, ob sie mir einen backt?

    Du hast da nicht was verstanden. Als Alphamännchen befiehlst Du ihr das natürlich.

  • Interessantes Buch mit ausführlichen Rezensionen. Besonders die lange Kritik vom Ronald ist lesenswert, ein kleiner Auszug weil hier relevant:

    Zitat

    Insbesondere G. Bökenkamp weist darauf hin, dass es eine Ironie ist, „ … dass sich ausgerechnet die Strömungen die Forderung nach Quotenregelungen zu eigen gemacht haben, die ethnische Zugehörigkeit und Geschlecht gemeinhin für ‚konstruiert‘ halten.“ Um es deutlicher zu sagen: Entweder stimmt die These, dass das biologische Geschlecht für die menschlichen Eigenschaften unerheblich ist, sondern das Geschlecht nur ein soziales Konstrukt ist, dann kann es aber nicht bedeutsam sein, was die Manager/innen für ein biologisches Geschlecht aufweisen. Wenn es aber doch wichtig ist, für die Führungskräfte, ob sie biologisch gesehen weiblich oder männlich sind (Quote), dann ist das Geschlecht eben doch biologisch determiniert und nicht „sozial konstruiert“. Eine der beiden Thesen kann nur richtig sein.

  • Zitat

    Wo ist der Mann, dem diese Frau gehört?

    Amerikanische Seltsamkeiten bei einer Minikundgebung, die mit einer anderen Meinung einer Passantin konfrontiert wurden.