Jahreshauptversammlung 2019, 23. März 2019, 14 Uhr (Swiss Life Hall)

  • Ich sag wie es ist:


    Am Morgen danach bin ich immer noch richtig gehyped. Ich habe einfach wieder richtig Lust auf 96, auf Fußball und sogar das Stadion. Dadurch jetzt auch erstmal direkt Karten für das Spiel gegen Mainz geordert.
    Mal sehen, ob ich die Spiele gegen Freiburg und Gladbach auch noch mitnehme. Dafür muss ich in meinem Umfeld allerdings erst noch ein wenig Überzeugungsarbeit leisten. :D

  • Hübscher Beitrag, Landei. So oder so ähnlich wollte ich das auch schreiben. :D


    Ich hätte zu gerne in die Gesichter in der ersten Reihe geschaut, als die Ergebnisse vorgetragen wurden. Und noch ein Wort zu Jagau; so skeptisch wie ich war, so angenehm überrascht war ich. Der hat das richtig gut gemacht.

    Ich war gestern zum ersten Mal auf der Mitgliederversammlung mit einem Bekannten. Da dieser geehrt wurde, waren wir in der dritten Sitzreihe. War mir irgendwie etwas unangenehm. Als ich dann in die Gesichter blickte bei Ergebnisverkündung -> unbezahlbar :D

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  • Kann gar nicht beschreiben, wie glücklich mich der gestrige Tag gemacht hat. Danke an alle. Das schafft endlich wieder eine Identitfikation, die über all die Jahre so sehr gelitten hat.


    Für mich sind kleine Schönheitsfehler einige Verhaltensaussetzer und der nicht abgestimmte Antrag - wobei ich nicht beurteilen kann, welche Tragweite das letztlich hat.


    Ich freue mich immer noch so sehr, dass die Kind-Seite mit alle den miesen Aktionen und in Verbindung mit der unfassbaren Lokalpresse sich dieses Mal nicht hat durchsetzen können. Von den Journalisten scheint mit Peter Rossberg der einzige, der mit seinem Facebook-Post die Gefühlslage, die sich nur über all die vielen großen und kleinen Schweinereien und Rückschläge der letzten Jahre erklärt, tatsächlich erfassen konnte. Man hat auch einfach gemerkt, wie viel Herzblut auf unserer Seite da ist. Das war ein deutlicher Unterschied zum Herter-Team. Für mich wäre der Ofen wohl endgültig aus gewesen, wenn sich Team Herter/Dette durchgesetzt hätte. Allein die Rede von Tina Voß: Diese Arroganz, mit der man - offenbar ohne nähere Kenntnisse der ganzen Kritikpunkte - die Vergangenheit einfach Vergangenheit sein lassen will und jede Kritik zum Kommunikationsproblem umdeutet. Da steckt ja auch immer drin: Ich verstehe ja euren Ärger, ihr seid nur leider zu doof, das richtig zu verstehen. (Bzw. man hat es euch leider nicht gut erklärt, weil wenn ihr es verstanden hättet, gäbe es die Kritik ja nicht.)


    Ich hoffe nun sehr, dass es nicht zu spät ist. Es sind so viele Deals in Hinterzimmern gelaufen - ich halte es nicht für ausgeschlossen, dass das Schiedsgericht morgen Martin Kind seinen Beschluss zustellt oder aber sich auf den Standpunkt stellt, eine Rücknahme sei leider nicht mehr möglich. Was der zuständige Richter da für 'ne Agenda hat, durchblickt ja auch kein Mensch. Ich hoffe außerdem, dass sich die Sache um die Markenrechte und die Anteilsverkäufe noch in einer Weise aufarbeiten lässt, dass sich im Anschluss daran etwas daraus machen lässt.


    Rückblickend tragisch finde ich, dass wir es vor drei Jahren verpasst haben, schon damals einen dritten Vertreter durchzubringen. Gereicht hätten dafür ein Bruchteil der Stimmen, die heute abgegeben wurden. Aber so ist es nun mal und vielleicht war es anders auch gar nicht möglich.


    Danke an alle, die sich eingesetzt haben und die gestern unter teilweise erheblichem Aufwand mitgestimmt haben. Was für ein großer Tag!

  • @'96 sechzger: Du warst also der mit dem emotionalen Vortrag. Hut ab. Im Gegensatz zu einigen, da vorne am Mikro, die mit vorbereiteten Zetteln versuchten, Kind&Co den Mund zu reden, aber letztlich überhaupt nicht wussten, womit sie es zu tun haben (fish out of water) war Dein Beitrag einfach nur emotional wärmend und so kurz dass Jagau ihn nicht abwürgen konnte. Chapeau.


    stscherer: Tolle Zusammenfassung, drastische Worte, aber ich glaube, da ist viel wahres dran, was die altgedienten und Pöstchenschieber angeht.


    Nochmal zu Jagau: Ja, der war ein absolutes Highlight im Vergleich zu Hartung. Etwas arg schnell war er mir manchmal, offenbar durchaus von irgendwem geimpft, das ganze doch so knapp wie möglich zu halten und dabei manchmal etwas über's Ziel hinaus. Dass in erster Linie die Kind-Kandidaten mit ihrem ausschweifenden Gelaber in seine "Schlussjetzt"-Falle getappt sind, gefällt natürlich ohnehin.


    Ich hoffe, ein paar, z.B. gerade die per Kadergehorsam hingezwungenen Aktiven, haben die Finanzzahlen zur Kenntnis genommen und verstehen jetzt, wie es um ihren Verein und die Finanzen ihrer Sparte steht. Schön ist anders.


    Ansonsten ist es bei mri wie bei den anderen: Ein unglaublich gutes Gefühl, wohlwissend, dass für die "Neuen" die Arbeit jetzt richtig los geht.


    Beim Sportbuzzer hieß "er" übrigens 2x Hens Boldt. AUch schön...


  • Wir brauchten die letzten 3 Jahre wohl on Top, um zu merken, dass man das was hier anging, so nicht mehr und nie mehr wieder haben möchte.

  • Die Entfremdung ist bei mir ja nicht nur 96 gewesen. Dieser ganze Profifußball Mist ist es bei mir. Von daher kann ich da sagen, dass sich nichts für mich geändert hat.


    Aber ich könnte jetzt wieder guten Gewissens meine Kinder bei 96 anmelden. Stolzer 96er zu sein, geht auch ohne Fußball.


    Und dafür großer Dank an alle die das geschafft haben.

  • So, jetzt wollen den Neuen mal 100 Tage Zeit geben, sich zu sortieren, zu organisieren und erste Konzepte vorzulegen.


    Stichtag: 02.07.2019 bzw. Ab morgen 03.07.2019


    Ich hoffe, die demokratisch "Unterlegenen" zeigen sich als faire Verlierer und mauern nicht mit benötigten Zahlen, Daten, Fakten.
    Oder denken sich juristische Winkelzüge aus.

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  • Habe mich jetzt endlich (!) nach monatelangem nur-Mitlesen aufgerafft und hier registiert... :D


    Weil: meinen ausdrücklichen Dank + Anerkennung an proverein und alle im Umfeld, die das gestern möglich gemacht haben! Ich glaube zumindest, mir vorstellen zu können, was dazu gehört hat, wahrscheinlich reicht das noch nicht mal. Danke auch an unsere bisherigen zwei Vertreter im alten AR, da kann ich mir auch so einiges zur erforderlichen Leidensfähigkeit vorstellen.
    Wie viele schon geschrieben haben: es war einfach nur geil, dieses Gefühl bei der Verkündung der Ergebnisse! :) :) :) :) :)
    Und meine Bitte an alle, die dabei waren und jetzt vlt. noch dazu kommen. Weitermachen. Wir haben viel gewonnen, aber noch nicht genug. Lasst uns unseren Fußball wieder zurückholen!

  • Das Bild was von der Veranstaltung wohl am längsten bei mir bleiben wird: nach der Verkündung der Ergebnisse brechen spontane, sehr laute HSV HSV Rufe aus. Auf der Bühne sitzen sie alle bedröppelt da, nur Nestler steht, reckt beide Fäuste in die Höhe und ruft aus vollem Halse mit. <3

  • nur Nestler steht, reckt beide Fäuste in die Höhe und ruft aus vollem Halse mit. <3

    ja, das bleibt bei mir auch hängen - wie er und Kramer das alles in den letzten Monaten durchgehalten und darüberhinaus weiter dagegen angekämpft haben, eine Wahnsinnsleistung - vollster Respekt!

  • Back home again.


    Ich kriege das Grinsen nicht mehr aus dem Gesicht. Nach langer Zeit, endlich mal wieder glücksbringende Gefühle in Zusammenhang mit 96.


    Vielen Dank an alle, die das ermöglicht haben. Die Entscheidung war das Ergebnis langer akribischer Arbeit. Die Präsentation der Kandidaten zeugte von Authenzität und Verbundenheit zum Verein.


    Der Geist von Bielefeld 5:0


    Team Kind mit dem Kandidatencasting genauso konzept- und strukturlos wie die derzeitige Profimannschaft. Wie kann man die eigenen Kandidaten so ins offene Messer laufen lassen?
    Wie professionell ist es eigentlich bei einer Vorgabe von 3 Minuten es nicht zu schaffen eine in sich abgeschlossene Präsentation hinzubekommen und das bei Leuten wie z.Bsp. Kuhnt der als Radiomoderator gewohnt sein sollte, innerhalb einer Zeitstruktur einen in sich geschlossenen Text zu präsentieren.
    Was dachte sich Herr Herter dabei, die Aussprache zu den Berichten für seine Wahlkampfrede mißbrauchen zu müssen? Und das vor einem Publikum, das in den letzten Jahren bei den Versammlungen nur so gebeutelt wurde von einseitigen Tricksereien und Auslegungen von Regeln.


    Denkzettel bekommen. Jetzt geht es Vorwärts nach weit.

  • Was dachte sich Herr Herter dabei, die Aussprache zu den Berichten für seine Wahlkampfrede mißbrauchen zu müssen?


    Da kam ja auch nur wirres Zeug. Ich hatte mir ein paar Notizen zu den meisten Rednern gemacht, bei Herter hat es nur für Fragezeichen gereicht. Vielleicht bin ich zu blöd, aber ich hatte schlicht und ergreifend nicht verstanden, was er uns mitteilen wollte.

  • Wahnsinn! Ich habe selten eine so intensive Verantaltung erlebt, die zu guter letzt auch noch ein Happy End hatte.
    Großen Respekt für Jens Boldt, Lasse Gutsch, Carsten Linke, Ralf Nestler und Nathalie Wartmann. Ihre Beiträge waren klar, zielgerichtet, gut strukturiert und mit viel Empathie vorgetragen :respekt:


    Vielen Dank an ProVerein und an alle Unterstützer, die in Vorfeld der MV großartige Arbeit geleistet haben :anbeten:
    Hach, ich könnte die ganze Welt umarmen :herz:

  • Erst einmal herzlichen Glückwunsch allen Gewählten! :klatschen::klatschen::klatschen::klatschen::klatschen:


    Zum Thema, dass man sich einigen Stress und Ärger hätte ersparen können, wenn man bei der letzten Aufsichtsratswahl etwas sorgfältiger vorgegangen wäre: Mag sein. Das jetzige Ergebnis hat aber den Vorteil, dass die Pro-Vereins-Seite bei einer Versammlung, bei der wohl 96% derjenigen anwesend waren, denen die Mitgestaltung des Vereinsgeschehen etwas bedeutet, eine überwältigende Mehrheit erlangt hat. Die Legitimation ist damit noch ungleich größer, als sie es das letzte Mal gewesen wäre.


    Diese Satzung ist wirklich Mist. Wie kann es sein, dass die Stimmenmehrheit von etwa 60 % zu einem 5-0 führt. Das ist jedenfalls überhaupt nicht demokratisch. Man stelle sich nur vor, die Weiter so!-Fraktion hätte knapp mehr Stimmen gehabt - dann wäre es nun womöglich 0-5.


    Ich denke, hier kann man der Satzung keinen Vorwurf machen. Zwar hat der Grundgedanke durchaus etwas für sich, alle Lager im Aufsichtsrat abzubilden. Dies könnte man aber m.E. nur dann erreichen, wenn man nicht einzelne Personen, sondern Parteien wählte, die jeweils für eine bestimmte Ausrichtung stehen. Dieses Jahr ist es zwar letztendlich darauf hinausgelaufen, dass die "Vorwärts-nach-weit-Partei" gegen die "Alles-bleibt-neu-Partei" angetreten ist, aber dies sollte ja nun hoffentlich eine Ausnahmesituation sein und nicht der übliche Zustand, dass es so klar getrennte Lager gibt. Es dürfte dem Vereinsgedanken sehr viel mehr entsprechen - und nicht zuletzt deshalb auch meines Wissens so Brauch sein - Einzelpersonen und nicht Parteien zu wählen. Natürlich können dann auch Einzelpersonen gemeinsame Positionen vertreten, das wäre aber nicht damit zu vergleichen, wenn sie sich offiziell zu Parteien zusammenschlössen und als solche kandidierten.

  • Die Satzung ist Mist! Und dies beruht darauf, dass sie an vielen und entscheidenden Stellen letztendlich ein politischer Kompromiss war.


    Jetzt besteht die Möglichkeit, eine vernünftige Satzung zu schaffen mit einer Kommission, die aus Fachleuten besteht, die keine politischen Konstellationen abbilden müssen.


    Einfaches Beispiel: wir haben gestern mit diversen Leuten massivsten Druck aufbauen müssen, um tatsächlich ein völlig klares Verhalten des Vereins zu erreichen: die Anerkennung der Stimmberechtigung für 7 Mitglieder, die letzte Woche von Förder- zu Vollmitglied gewandelt haben.... da steht so viel BlaBla in der Satzung, da kannst Du fast jeden Unsinn mit rechtfertigen. Daher: weg mit dem Ding! Neu und richtig machen!

  • Kind würde gegen die grundsätzliche Existenz der Regel klagen, da diese rechtlich auf äußerst wackligen Füßen steht.


    Könnte ein Gericht eigentlich eine solche Klage bereits aus mangelndem Klageinteresse abweisen, solange es gar keinen Verein gibt, der an Martin Kind verkaufen möchte? Oder spielt das keine Rolle und es könnte wirklich jeder, dem danach ist, einfach so einen solchen Prozess führen?