Jahreshauptversammlung 2019, 23. März 2019, 14 Uhr (Swiss Life Hall)

  • Ich Frage mich welche Illusion ihm gemacht wurde die ihm jetzt abhanden gekommen ist. Meine Phantasie dazu amüsiert mich doch etwas. Ja da ist jemand abgehoben, offensichtlich sehr weit vom normalen Leben, tut mir irgendwie leid.

  • Herr Roßmann ist eine gespaltene Persönlichkeit, deshalb passen er und Kind auch so gut zusammen.


    Der geht mit seinem Buch hausieren, verkauft sich als Saubermann, der gerne mehr Steuern bezahlen möchte und erzählt wie er sich damals vor der Insolvenz gerettet hat.


    Klar, das kam aus einem Größenwahn heraus, genau wie bei Schlecker. Immer mehr Filialen direkt nebeneinander und in jedem Dorf.
    Die Konkurrenz platt machen, auch wenn der eigene Laden nur +/- Null läuft.


    Er hat aber in jedem Interview lustig verschwiegen, dass er sich schon vor x-Jahren die Chinesen mit 49 % in´s Unternehmen geholt hat.
    Kann man googeln.

  • Ich bin sehr überrascht gewesen, wie sachlich und kompetent die meisten (!) Wortmeldungen waren.
    Großes Lob an Carsten und musketeer an dieser Stelle.


    Ich hätte nicht mit einem 5:0 gerechnet. Gerade am Anfang war es schwer zu überblicken, wer die Mehrheit auf seiner Seite hatte. Ich saß direkt vor Linke, Lasse und co. recht weit vorne.
    Hatte zunächst die Hoffnung, dass man es am Applaus hören könnte, aber fairerweise wurde auch bei Martins "Abschiedsrede" von allen Lagern applaudiert. So war es ein langes Bangen.
    Mein Stimmzettel hatte keinen grünen Punkt und ich musste den Backstage tauschen lassen unter Angabe meines Namens. Danke auch, dass Andreas, der mal kurz nach vorne marschiert ist und es nochmal eine Durchsage gab, ob es Anderen ähnlich geht.
    Das Servicepersonal hat mich lediglich auf ihren Chef verwiesen. "Der Mann mir der Glatze im Sacko da vorne." :lookaround:

  • Vielen Dank an alle die da waren und besonders an diejenigen, die sich zu Wort gemeldet haben und auch das Auftreten des Vorstands und des AL-Triathlon in der Frage der Mitgliederliste mit angemessenen Beiträgen kommentiert haben. Ich hatte ein paar Worte dazu vorbereitet. Die konnte ich in der Tasche lassen. Danke und nun: Vorwärts nach weit!

  • Jagau hat alles so gemacht, dass sein Handeln und er für "oberflächliche" BetrachterInnen neutral war. Die Trickserei war und ist für die meisten nicht auf den ersten Blick erkennbar gewesen. Ich hatte bei der spontanen Umstellung der TO auch erst keinen bösen Verdacht...
    Egal am Ende...


    Na, dann haben wir ja Glück, dass es so Füchse wie euch gibt, die das alles total toll hinterblicken und uns aufklären. :klatschen:

  • Ich sprach bewusst von „kündigen“, weil der Gesamtvorgang weitaus komplexer ist als die reine Rücknahme des gemeinsam mit Kind beantragten Ausnahmeantrags. Dazu gehört eben auch die Kündigung des bereits geschlossenen, lediglich noch nicht vollzogenen Kaufvertrages über die Management-GmbH-Anteile.


    Auch mit Deinem zweiten Punkt liegst Du meines Erachtens falsch. Es gibt für die Genehmigung einer Ausnahmegenehmigung von der 50+1 Regel bereits einen Präzedenzfall, nämlich den von Dietmar Hopp. Er hatte zur endgültigen Genehmigung seines Antrages neben dem Nachweis einer ausreichenden Förderung noch mehrere Auflagen zu erfüllen. Eine davon war die Zustimmung der Mitgliederversammlung des Stammvereins 1899 Hoffenheim. Martin Kinds Antrag wurde seitens der DFL abschlägig beschieden, weil aus Sicht des Ligaverbandes die Förderkriterien nicht im hinreichenden Maße erfüllt seien. Gegen diese Entscheidung ging Kind vor das Schiedsgericht. Gesetzt den Fall, dass das Schiedsgericht die Förderung doch als ausreichend ansehen sollte, wird die Sache auf die Ebene der DFL zurückverwiesen. Die wäre dann genötigt, das Prüfungsverfahren fortzusetzen und ggf. eine Ausnahmegenehmigung unter Auflagen zu erteilen.

  • Vielen Dank an alle die da waren und besonders an diejenigen, die sich zu Wort gemeldet haben und auch das Auftreten des Vorstands und des AL-Triathlon in der Frage der Mitgliederliste mit angemessenen Beiträgen kommentiert haben. Ich hatte ein paar Worte dazu vorbereitet. Die konnte ich in der Tasche lassen. Danke und nun: Vorwärts nach weit!


    War der Typ, der die studentische Klausurlösung verlesen hat, der AL Triathlon?


    SVElfe: Man kann doch etwas unterschiedlich einschätzen, ist das ein Grund, so schnippisch zu sein? :trösten:

  • Mein Stimmzettel hatte keinen grünen Punkt und ich musste den Backstage tauschen lassen unter Angabe meines Namens. Danke auch, dass Andreas, der mal kurz nach vorne marschiert ist und es nochmal eine Durchsage gab, ob es Anderen ähnlich geht.
    Das Servicepersonal hat mich lediglich auf ihren Chef verwiesen. "Der Mann mir der Glatze im Sacko da vorne." :lookaround:



    Bei mir im Umfeld gab es auch einen fehlenden Punkt. Vorne rechts vor den Pro Verein Kandidaten.
    Diese Person ist auch nach vorne geschickt worden. Während sie vorne war, kam aber nochmal einer und hat rumgefragt wer denn der punktlose sei.
    Also wurde nach anfänglicher Überforderung und Überraschung schon probiert den Mitgliedern zu helfen.

  • SVElfe: bitte nicht missverstehen. "Oberflächlich" war etwas ungeschickt formuliert und sollte niemand etwas absprechen . Ich wollte darauf hinaus, dass Jagau natürlich genau darauf bedacht war, dass er nach aussen absolut neutral wirkt. Wie gesagt, ich hatte auch für die TO Änderung gestimmt...

  • So, 2 Nächte drüber geschlafen, was für eine geile Veranstaltung. Als die zahl der Anwesenden mitgeteilt wurde, war ich sehr skeptisch ob es reichen würde.
    Nach der Nichtentlastung von Vorstand und Aufsichtsrat sah das ganze dann schon anders aus. Mein Highlight war die Werberede von Herter. "Wir wollen mit euch Fans reden!" *ein paar leute klatschen, ansonsten stille* :rofl:


    Auch die Kandidaten des Herter Teams haben das Publikum irgendwie völlig falsch eingeschätzt.


    Beim Antrag von Herrn Elvers habe ich mich gefragt, warum sowas überhaupt sein muss. Kann der Verein nicht vorher klären lassen, ob ein Antrag zulässig ist oder nicht und es dem Antragssteller mitteilen? Klar, wenn der Satzungsänderungsantrag durchgegangen wäre, dann hätte man darüber abstimmen können, aber auch so muss es doch möglich sein, sowas im Vorfeld zu klären. (Aber gut, von dem Alten Vorstand hätte ich nichts anderes erwartet).
    Hätte man eigentlich über den Antrag abstimmen können und später feststellen können ob er gültig ist? Selbst wenn er dann ungültig ist, hätte der Aufsichtsrat ja dann eine Begründung für einen Rückzug des Ausnahmeantrags gehabt, nämlich dass eine Mehrzahl der Vereinsmitglieder den Verkauf ablehnt.

  • Winsley555
    Nach Allem, was Krause und Kind bisher herausgelassen haben, haben wir einen Kaufvertrag mit aufschiebender Bedingung. Die Bedingung ist die Genehmigung des 50+1 Antrags. Mit Ablehnung ist der Kaufvertrag hinfällig. Hätten nicht Kind und der Verein, vertreten durch Kind, Rechtsmittel gegen die Entscheidung eingelegt, wäre der Kaufvertrag schon Geschichte. Mit einer prozessualen Rücknahme des Rechtsmittels und der damit einhergehenden materiell-rechtlichen Rücknahme des Antrags durch den Verein wäre eine Genehmigung des 50+1-Antrags von Kind nicht mehr möglich, da ein Antrag des Vereins erforderlich ist, auch dann wäre der Kaufvertrag vom Tisch.
    Die interessanten Fragen sind doch zwei Andere: 1. Gibt es eine Verpflichtung des Vereins, den Antrag durch alle Instanzen zu verfolgen (und dafür erhebliche Kosten aufzuwenden)... und wenn man das bejaht, welche Schadensersatzforderungen könnten sich ergeben? Dies ist ja deswegen sehr interessant, weil Kind selbst den Wert des Kaufgegenstandes nur mit knapp 13.000 Euro beziffert hat - da kann er dann ja schlecht Millionen als Schadensersatz fordern.

  • Eine Entscheidung der DFL zugunsten von Kind unter der Auflage der Zustimmung der Mitglieder des e.V bietet in meinen Augen eine guter Chance für Verhandlungen des neuen Vorstandes mit Kind und der KGaA. - und zwar auf Augenhöhe


    Richtung könnte sein:
    -Grundlagenvertrag der die KGaA an die Traditionswerte des e.V bindet (keine Änderung von Namen, Vereinsfarben, Wappen, Trikotfarben etc ohne Zustimmung des e.V) sowie erforderliche Zustimmung des e.V bei Weiterveräußerung der KGaA durch Kind
    - Rückübertragung der Namens- und Markenrechte, die dem Verein dann eine Einnahmequelle für die Finanzierung des Breitensports ermöglichen
    - dafür bekommt Kind die Management GmbH (da wird dann bei den 50+1 Hardlinern viel Überzeugungsarbeit notwendig sein)
    - der e.V verzichtet auf eine (juristische) Aufarbeitung der Vergangenheit. (sozusagen die bisher nicht erfolgte Entlastung von AR und Vorstand der letzten 2 Jahre)


    die Verträge werden alle Mitgliedern zugänglich gemacht und dann wird in einer MV darüber abgestimmt


    Ein weiterer jahrelanger (Rechts)Streit innerhalb des Vereins und des e.V gegen Kind wird den Verein kaputtmachen und hilft auch der Mannschaft nicht.

    Einmal editiert, zuletzt von Likedeeler ()

  • @ Likedeeler


    Wäre die Übertragung der Management GmbH nicht unvereinbar mit 50+1 und demnach ein sicherer Lizenzentzug?

  • Der Likedeeler schlägt nach meinem Verständnis ja auch eher ein "50-1 mit Vereinbarungen" statt eines 50+1 vor. Halte ich von daher trotz ggf. geltender Vereinbarungen für kritisch, weil man faktisch dennoch jeden Einfluss verliert.

  • @ Likedeeler


    Wäre die Übertragung der Management GmbH nicht unvereinbar mit 50+1 und demnach ein sicherer Lizenzentzug?


    Würde ich auch so sehen.
    Ausserdem sind wir viel zu stark im antrainierten Martin-Kind-Denken verhaftet: jeder "Unterstützer" in wirtschaftlicher Hinsicht (egal, wie man den jetzt einbindet bzw. wie er unterstützen will), wird doch mit dem Unterstützten eine Rahmen- und Zielvereinbarung treffen und die in irgendeiner Weise evaluieren. Warum muss man dem denn dann gleich den ganzen Laden schenken - und was soll der damit, wenn er wieder aussteigen will?
    Letztendlich fehlt es Hannover 96 an einer Idee, für die der Verein steht und von der die Unterstützer profitieren. Beispielhaft sollte man sich mal die folgende Seite ansehen und überlegen, warum genau bestimmte Unternehmen dort unterstützen:


    St. Pauli

  • @ Likedeeler


    Meines Erachtens nach gibt es aber keinen Grund diese Zustimmung einholen zu müssen. Jedenfalls aus Vereinssicht. Man kann entsprechende vertragliche Vereinbarungen auch treffen und 50+1 unangetastet lassen.

  • Die neue Gruppe hat doch klar formuliert, wie eruieren den status quo, wir stoppen was möglich ist, wir ändern die Satzung so, das die Mitgliederversammlung entscheidet und dann halten wir uns an den Willen der Mehrheit. Alles andere wäre eine Fortsetzung der Gutsherrenpolitik mit in Hinterzimmen verhandleten Vereinbarungen.


    Die Mitglieder entscheiden, ob sie Einfluß auf die Profiabteilung haben wollen oder nicht.

  • Wollte noch ein paar Gedanken teilen, auch nach den Reaktionen auf das Ergebnis der JHV. Die Tatsache, dass Rossmann zum ersten Mal bei einer JHV war, die Äußerung von MK, jetzt sehe Rossmann das mal, der Verein bekäme jetzt das was er verdiene... zudem Bilder von der ersten Reihe... all das erzeugt in mir ein Bild einer in sich geschlossenen Kaste, die Demokratie von ihrem Wesen her nie wirklich verstanden hat. Diese Herren und Damen (so viel Zeit muss sein, Frau Voß) leben gedanklich noch in den Zeiten des preußischen Dreiklassenwahlrechtes bzw. der allerersten US-Verfassung. Eine Zeit, in der die Ausübung des Wahlrechtes an das Vermögen gekoppelt war. Die Tatsache, dass jetzt völlig mittellose Plebejer mitreden wollen, mag ja vllt. noch für den e.V. gelten, aber für den Profibereich in keinem Fall. 50+1 als Kompromiss, der Investoren und Stammverein zur Zusammenarbeit zwingt, wird von daher als völlig unangemessene, quasi sozialistische, Einmischung in die privaten Vermögensverhältnisse der Geldgeber empfunden. Demokratische gewählte Politiker werden gerade noch so akzeptiert, da sie ja über Macht verfügen, aber eigentlich ist "unser Gerd" ja erst wirklich ein Guter, seit er sich nicht nur im Habitus (Cohiba, Brioni) "uns" anpasst, sondern sich durch seine Tätigkeit bei Gazprom und Rosneft entsprechend qualifiziert hat.
    Anders gesagt: diese Herrschaften akzeptieren ein Grundprinzip unserer Verfassung nicht, dass nämlich Macht geteilt und kontrolliert werden muss. Im politischen Bereich sind sie darin den Herren Orban, Erdogan, Putin und Trump sehr nahe.


    Dass es auf der anderen Seite zu viele Menschen gibt, die genau dieses "Machertum" bewundern, macht m.E. eine der Problematiken im politischen Bereich aus.