Unser neuer Vereinsvorstand - #VorwärtsnachWeit

  • Es gibt doch eigentlich ganz einfache Spielregeln, wenn sich ein Investor/Sponsor und ein Verein zusammenfinden: man verhandelt, welche Ziele man in welchem Zeitraum mit welchen Personen und welchen finanziellen Rahmenbedingungen erreichen will. Wird man sich einig, schliesst man eine bindenden, zeitlich befristete Vereinbarung, wird man sich nicht einig, nicht. Bei einer Einigung geht man den Weg für eine gewisse Zeit gemeinsam. Und nach dem Zeitablauf verhandelt man neu.


    Okay, für Opa Maddin wäre Verhandeln auf Augenhöhe eine ganz neue Erfahrung...

  • Ich hatte das Szenario so verstanden, daß die Mitglieder die Gelegenheit bekommen werden, ihr Votum pro oder contra 50+1 bei Hannover 96 abzugeben und würde erwarten, das sich Vorstand und AR daran halten. Ich wüßte gar nicht worüber die jetzt verhandeln sollten.

  • diesbezüglich bin ich bei Dir - Hesketh.


    Allerdings hätte ich aber ehrlich gesagt auch kein Problem damit, wenn sich das Problem von allein lösen würde.

  • Vielleicht verhandeln die ja genau darüber: Kein Alleingang in die eine oder andere Richtung, sondern ein verbindliches Mitgliedervotum, welches von der jeweiligen Gegenseite auch akzeptiert wird. Das wäre auch meine Idealvorstellung, so funktioniert ein e.V.

  • Vielleicht verhandeln die ja genau darüber: Kein Alleingang in die eine oder andere Richtung, sondern ein verbindliches Mitgliedervotum, welches von der jeweiligen Gegenseite auch akzeptiert wird. Das wäre auch meine Idealvorstellung, so funktioniert ein e.V.

    Sorry, also für mich ist ein Mitgliedervotum über den endgültigen und nicht mehr rückgängig zu machenden Übergang der Profiabteilung in das Alleineigentum unserer Altherrengang keine Idealvorstellung. Ich weiss nämlich nicht, was es da abzustimmen gibt... man braucht doch auch nicht darüber abstimmen, ob Frauen weiterhin Wahlrecht haben oder nicht! Über bestimmte Selbstverständlichkeiten braucht es keine Abstimmung!

  • wenn ich es nicht ganz falsch verstanden hab, ging es doch eher darum, die 50plus1 in die Satzung zu bringen, per votum?

  • Sorry, also für mich ist ein Mitgliedervotum über den endgültigen und nicht mehr rückgängig zu machenden Übergang der Profiabteilung in das Alleineigentum unserer Altherrengang keine Idealvorstellung. [...]Über bestimmte Selbstverständlichkeiten braucht es keine Abstimmung!

    Ich finde es hingegen zutiefst demokratisch, wenn darüber abgestimmt wird, ob 50+1 bei 96 fällt oder nicht. Natürlich ist das immer mit dem Risiko verbunden, dass die Abstimmung so ausgeht, wie ich es mir nicht vorgestellt habe, aber das ist etwas, was man aushalten muss.

  • Und wenn zuvor eine "außergerichtliche" Einigung erzielt werden kann und damit verbunden ist, dass 50+1 eben nicht fällt, willst du trotzdem nochmal drüber abstimmen also quasi proforma? Also das müsstest du nochmal erläutern, das verstehe ich dann nämlich wiederum nicht.

  • Falls das Angebot lautet: Verkauft uns den Kram für 20 Mio Euro, dann lautet meine Antwort: ja.

  • Du hast kein Problem damit, dich von der Möglichkeit der Einflußnahme zu verabschieden?

  • Ich sage nur, dass abgestimmt werden müsste, nicht, wie ich abstimmen würde.


    Es könnten ja auch 4.000 aktive Sportler kommen uns sagen, die Kohle wollen wir für Breitensport - muss man nicht mögen aber akzeptieren.

  • man braucht doch nur darüber abstimmen, ob 50plus1 in die Satzung kommt. Wenn nicht, dann nicht. Aber doch nicht darüber, ob verkauft wird mMn.

  • Und wenn zuvor eine "außergerichtliche" Einigung erzielt werden kann und damit verbunden ist, dass 50+1 eben nicht fällt, willst du trotzdem nochmal drüber abstimmen also quasi proforma?

    Wenn Einigkeit herrscht, braucht es natürlich keine Abstimmung. Sobald Uneinigkeit, in welcher Form auch immer, herrscht, halte ich die Abstimmung für den besten Weg.

  • Und wenn zuvor eine "außergerichtliche" Einigung erzielt werden kann und damit verbunden ist, dass 50+1 eben nicht fällt, willst du trotzdem nochmal drüber abstimmen also quasi proforma? Also das müsstest du nochmal erläutern, das verstehe ich dann nämlich wiederum nicht.

    Ums Verstehen gings meist bis dato auch gar nicht, Kind hat uns bislang immer eher überrrascht, Überraschung hier- Überraschung da, Verstrickungen und Lügen, ich hab mich eigentlich nie getraut was zu verstehen, so überrascht war ich jedes Mal.

  • Die Zielrichtung war doch klar vor der MV: 50+1 muss bleiben. Wenn dieses Ziel im Verhandlungsweg erreichbar ist, sehe ich keinen Grund, warum hier noch eine Entscheidung via Abstimmung erfolgen sollte, mit dem Risiko, dass sich (warum auch immer ) ggf andere Mehrheitsverhältnisse ergeben. Beide "Lager " hatten sich hierzu deutlich positioniert, mE kann man die Entscheidung zum AR auf der MV auch schon als ein solches Votum interpretieren.

  • Moin


    Im Vorfeld der letzten JHV ging es doch primär um 50+1 und den Antrag an die DFL.


    Das eindeutige Votum der anwesenden Mitglieder gegen eine Entlastung der alten Gremien und die Wahl der neuen Mitglieder zum AR haben doch gezeigt, dass man für 50+1 ist.


    Wenn jetzt der neue Vorstand bzw. der neue AR mit den Investoren übereinkommt, dass man den Antrag gegen 50+1 außer Kraft setzt, dann sehe ich keinen Grund darüber nochmal abstimmen zu lassen.

    Wer das möchte ist in meinen Augen ein Idiot.


    Wenn es eine Mehrheit im Verein gegen 50+1 gegeben hätte bzw. geben würde, dann wären zur letzten JHV 5000 oder 6000 Mitglieder gekommen und hätten für die Kindfraktion gestimmt.


    Da das aber nicht passiert ist und es einem Teil der Mitglieder entweder egal ist bzw. sie für 50+1 sind, haben sie die Abstimmung den motivierten Leuten im Verein überlassen.


    Darum hilft es jetzt auch nicht mehr, wenn die Kindfraktion bzw. solche Leute wie Herr Surmann jammern, dass sie ihre Leute nicht mobilisieren konnten und eben die Gegenseite das geschafft hat.

    Das wird schon seine Gründe haben.


    Das sieht man auch bei Bundestagswahlen, die besseren Leute mobilisieren halt ihre Wähler, die anderen nicht oder produzieren Frustwähler, die dann halt Grütze wählen, Punkt.


    Viel wichtiger scheint mir zu sein, dass sich die neuen Gremien bei den Verhandlungen nicht über den Tisch ziehen lassen und durch windige Versprechungen der Kindseite quasi 50+1 durch die Hintertür aufgeben, nur um die prekäre Finanzsituation im Verein zu verbessern. Dann wäre die Zielsetzung verfehlt.


    Herr Kind hat nämlich den Verein so kurz gehalten, dass eine unglaubliche Abhängigkeit entstanden ist.

    Deshalb haben sich bis zum Wechsel auch kaum Leute in den Abteilungen getraut den Finger gegen Herrn Kind zu heben.


    Allerdings gibt es auch immer noch Menschen im Verein, die jenseits einer gewissen Grenze sind, die bis dato immer noch nicht verstanden haben wie das Geschäft Kind überhaupt funktioniert und glauben immer noch steif und fest, dass Herr Kind eigenes, privates Geld in den Verein sprich in die Abteilungen gepumpt hat.


    Nun ist in deren Augen der große Gönner weg und wenn der Verein jetzt gegen die Wand fährt, dann haben die neuen Gremien schuld, da ja keine Gelder mehr aus der Schmuckschatulle des Kokenhofes fließen.

    Diese Menschen sind leider schon so alt oder verbohrt, dass man sie auch nicht mehr vom Gegenteil überzeugen kann.

    Sie scheinen aber in der Minderheit zu sein, denn sonst wären, wie gesagt, bei der letzten Wahl mehr Mitglieder gekommen und hätten für die Kinfraktion gestimmt.

  • Nochmal: Wenn Einigkeit erzielt wurde, den Antrag ruhen zu lassen und (gemeinsam) einen anderen Weg zu gehen, ist doch alles gut und es besteht kein Grund, über irgendwas abzustimmen. Wenn aber weiter Uneinigkeit zwischen den Parteien herrscht, wäre ein bindendes Mitgliedervotum für mich die demokratisch sinnvolle Konsequenz, mit der man dann mit etwaigen Gerüchten aufräumen könnte, dass irgendwer gegen den Willen vieler entschieden hätte.

  • Ich hatte das Szenario so verstanden, daß die Mitglieder die Gelegenheit bekommen werden, ihr Votum pro oder contra 50+1 bei Hannover 96 abzugeben und würde erwarten, das sich Vorstand und AR daran halten. Ich wüßte gar nicht worüber die jetzt verhandeln sollten.

    Nun ja, über den Brexit wurde abgestimmt, ohne dass die Konsequenzen zum Zeitpunkt der Abstimmung den Wählern ausreichend bewusst waren. Vielleicht sollte daher ein gut ausgearbeitetes Konzept vorliegen. Im Optimalfall tragen Vereinsvorstand/-AR und Investor(en) das selbe Konzept. Falls dies nicht der Fall ist, sollte aber auch klar sein, wie es von Investorenseite weitergeht. Abfinden mit der Situation, aber weiter sinnvoll investieren. Anteilsverkauf, aber an wen? Hat der e.V. evtl. die bereits angekündigten Interessenten in der Hinterhand? Einfach nur zu sagen, "ich will das 50+1" erhalten bleibt, würde die daraus resultierenden Konsequenzen ignorieren. Wie das ausgehen kann, sieht man auf einer Insel, auf der die Menschen kollektiv auf der falschen Straßenseite fahren. Und ich meine damit weder Australien, Neuseeland noch Japan, Sri Lanka oder Zypern.