Verkehrssituation in und um Hannover

  • Am nächsten Freitag, 17.1. ist wieder eine große "Treckerdemo" in Hannover am Trammplatz geplant.

    Wir bitten schon mal um Entschuldigung fpür die Verjekrsbehinderungen. Sie sind nicht Selbstzweck!

  • Warum reist ihr eigentlich nicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln an (oder meinetwegen mit Bussen und Autos) und demonstriert zu Fuß, wie es bei 96% aller Demonstrationen gehandhabt wird?

  • Warum sollten Bauern ohne Trecker demonstrieren?

    Es sind doch gerade diese Bilder, die aufrütteln (sollen). Daher:

    Jedem seine Choreo





    im Übrigen sehen wir m. E. hier nur ein kleines Vorzeichen der Verteilungskämpfe, die uns national wie international bevorstehen.

    Die frühere bäuerliche Landwirtschaft (die in großen Teilen auch nicht mehr wirklich lebensfähig war), ist nach dem Krieg nicht resourcenschonend weiterentwickelt worden, sondern radikal und fast vollständig in eine industrielle übergegangen - unter dem Diktat von Chemie-Konzernen und von der Politik unterstützen “Beratern”, die den Landwirten lange gar keine Alternative gelassen haben.


    Selbst die (z. B. von mir favorisierte) ökologische Landwirtschaft bietet erst ab einer gewissen Größe und Mechanisierung, wenn nicht Industrialisierung die Chance, wirtschaftlich erfolgreich zu sein und wird auch auf längere Sicht nicht ohne Subventionen auskommen. Und die Preise für uns Endverbraucher müssten dennoch dramatisch steigen (dagegen war die Forderung € 5 für den Liter Benzin harmlos).

    Und selbst, wenn die politischen Entscheidungsträger und die “Partner” in der Industrie zu einem radikalen Umdenken bereit wären (wofür ich keine Anzeichen sehe), würde der Wandel, vergleichbar dem Ende des Bergbaus, viele Jahre, wenn nicht Jahrzehnte dauern und viele Verlierer produzieren.

    Da werden also noch viele Trecker kommen.

  • Da ist einiges wahres dran.

    Sicher geht es, wie bei jedem Protest, um viel mediale Aufmerksamkeit. Letzlioch repräsentiert jeder Schlepper einen Arbeitsplatz auf dem Land. Den die Stadtbevölkerung und die Politik möglicherweise sonst nicht wahr nimmt. Er repräsentiert halt auch unsere Kinder, die die Betriebe weiterführen können sollen.


    Und ja die Landwirtschaft ist unter einigen Aspekten ein Stück weit in der Sackgasse von "wachsen oder weichen". Historisch gesehen haben wir erst seit sehr kurzer Zeit die luxuriöse Situation von Lebensmitteln im ständigen Überfluß.

    Nur wenn wir in Deutschland hohe Umweltstandarts an die Produktion anlegen und so ehrlich sind, diese Standarts auch an Importe jeglicher Art anzulegen. Wird dieser Luxus für alle sehr teuer.

    Das ist ein Dilemma für alle Beteiligten. Es kann allerdings keine Lösung ohne uns Bauern geben.

  • Auf dem Bremer Damm ist ja normalerweise 80 erlaubt. Letzte Woche Mittwoch hatte ich mich gewundert dass nur noch 70 erlaubt sind. Gestern musste ich feststellen, dass nur noch 60 erlaubt sind.

    War 2,5 Wochen im Ausland und am Wochenende auch sehr irritiert, dass das jetzt so beschildert wurde. Kann man irgendwo den Grund nachlesen? Hatte erst den neuen Oberbürgermeister im Verdacht.

    https://www.haz.de/Hannover/Au…rasse-muss-saniert-werden