Fußball-Europameisterschaft 2020

  • Ach schade. Island nicht dabei? Ich hatte mich schon auf die Wikingersprüche im TV und der Zeitung und dieses einzigartige Huh gefreut.
    Gut, dafür Ungarn.

    „Puszta-Power-Play“, „...Gulasch aus dem Gegner gemacht...“ „... hach und da wieder so ein heißblütiger Magyaren-Messi dribbelt sich frei und...“ „damals 1872, im Endspiel gegen Deutschland ...“ und natürlich irgendwas mit „Paprika“ und „Puskás“

  • Tatsächlich aber auch das erste Aufeinandertreffen beider bei einer EM, WM oder Quali (nicht mal in der Nations League) seit Juli 1954.

  • Als Pflichtspiel ginge allerdings das Olympiaduell 1972 durch. Ungarn gewann damals 4:1 in der 2.Hauptrunde. Deutschland schied aus, da neben Ungarn auch die DDR besser in dieser Gruppe abschnitt und Ungarn holte am Ende Silber (Polen errang Gold und die DDR Bronze).


    Allerdings durften damals nur Amateure mitkicken. Das führte zu dem kuriosen Umstand, dass Uli Hoeneß (erst kurz vor den Olympischen Spielen mit dem FC Bayern Deutscher Meister und mit der A-Nationalmannschaft Europameister geworden) damals (extra) noch keinen Profivertrag beim FC Bayern unterschrieben hatte.
    Hoeneß war bis zum Ende der Olympischen Spiele lediglich ein sehr gut bezahlter Angestellter der Bayern-Geschäftsstelle. Offiziell war er dort in der Poststelle tätig, aber zwischen all dem Briefe sortieren und frankieren, fand er dennoch Zeit für jedes Training und die Spiele der 1.Herrenmannschaft seines Arbeitgebers ;-)


    Andere Bundesligastars, wie beispielsweise Bernd Nickel, leisteten damals ihren Wehrdienst ab und galten somit temporär ebenfalls nicht als Fußballprofis. Sie wurden von der Bundeswehr für die Olympischen Spiele natürlich großzügig freigestellt.


    Am Ende hatte Trainer Jupp Derwall eine sehr gute U23-Bundesligaauswahl (plus Ottmar Hitzfeld aus der 1.Liga der Schweiz) zur Verfügung. Da in den sozialistischen Staaten allerdings nur Vertragsamateure spielten, konnten diese ihre kompletten A-Auswahlmannschaften ins Rennen schicken. Entsprechend sahen 1972 (und bei den meisten Olympischen Fußballturnieren während des Kalten Krieges) die Medaillenränge aus.

  • Ulis Ausgleich gegen die DDR ist ein sehenswertes Tor und zeigt sein schon damals bestehendes Verständnis mit Hitzfeld. Das 2:3 wurde aus den von den Dir angeführten Gründen auf die leichte Schulter genommen, aber zwei Jahre später bissen sich bekanntlich auch die Profis an der DDR die Zähne aus. Wieder mit Hoeness, der danach eine Denkpause erhielt, aber wegen Wimmers Verletzung allzu schnell wieder zurückkehrte. Wie später aus Landsberg auch.

    1966 wäre der DFB im Halbfinale fast wieder auf Ungarn getroffen, die Brasilien in der Vorrunde die erste WM-Niederlage seit 12 Jahren (auch Ungarn) in einem furiosen Spiel beigebracht hatten. Doch Ungarn scheiterte knapp gegen den Angstgegner UdSSR.

  • Resultat: Cordoba.

    Ach, der ist also Schuld an dieser Pandemie? :sauer:


    Hoeneß war bis zum Ende der Olympischen Spiele lediglich ein sehr gut bezahlter Angestellter der Bayern-Geschäftsstelle. Offiziell war er dort in der Poststelle tätig, aber zwischen all dem Briefe sortieren und frankieren, fand er dennoch Zeit für jedes Training und die Spiele der 1.Herrenmannschaft seines Arbeitgebers

    Solche Spitzfindigkeiten kann ich mir bei diesem Ehren-Verein gar nicht vorstellen. Sicherlich hast du dich verrecherchiert.

  • Hoeneß war bis zum Ende der Olympischen Spiele lediglich ein sehr gut bezahlter Angestellter der Bayern-Geschäftsstelle. Offiziell war er dort in der Poststelle tätig, aber zwischen all dem Briefe sortieren und frankieren, fand er dennoch Zeit für jedes Training und die Spiele der 1.Herrenmannschaft seines Arbeitgebers ;-)

    Da ist er wieder. Der Sozialneid. Zersetzend wie die hässliche Fratze des Fußballs dieser schmarotzerischen Minderheit mit ihren subventionierten Karten auf der Südkurve. Uli hat hier lediglich die Grundlage für sein erfolgreiches Business gelegt.

  • Bin ich hier richtig?

    Zitat

    UEFA-Präsident Aleksander Ceferin hat mit Blick auf die im Sommer 2021 geplante Fußball-Europameisterschaft eine klare Ansage gemacht: „Jede gastgebende Stadt muss garantieren, dass Fans zu den Spielen dürfen.“ Damit steigt der Druck auf die Gastgeber – auch auf München. „Die Option, dass irgendein Spiel der EM ohne Fans ausgetragen wird, ist vom Tisch“, sagte Ceferin dem englischen Sender „Sky Sports“ am Dienstag. Der UEFA-Präsident sagte in einem Interview mit der kroatischen Zeitung „Sportske novosti“ am Sonntag außerdem: „Die ideale Variante ist, in allen zwölf Ländern zu spielen. Aber es ist möglich, dass das Turnier in zehn oder elf Ländern gespielt wird, wenn einige Länder die Bedingungen nicht erfüllen.“

    Die tun was für die Fans, großartig!

  • Was geht eigentlich in dessen Kopf vor. Um eine solche Forderung zu stellen, muss man sich doch völlig abgekoppelt haben. Es wäre wünschswert, wenn die jeweiligen Gesundheisämter mal vor den Kopf stoßen würden und die Hygienekonzepte komplett hinterfragen. Dafür dürfte aber zu viel Geld im Spiel sein.

  • Wieso, die Mutter aller Funktionäre (Säbel, Degen oder Florett?) T. Bach träumt ja auch von vollen Trehbünen, wenn sich die Jugend der Welt in Tokio trifft.