• Sehe ich überhaupt nicht so.


    Ich sehe uns dazu aufgefordert, damit verantwortlich umzugehen. Hieße das: Dauerhafte Maßnahmen, heißt es das halt. Alles andere ist Barbarei. (Wie die Auffassung, weiter oben im Thread, lieber zusammen sterben zu wollen.)


    Es beweist sich jetzt (mal wieder), wie zivilisiert wir wirklich sind.

  • Ich glaube tatsächlich, dass sich einiges ändert, wenn alle Impfwilligen "durch" sind, was richtig nervt und konsequent unter den Teppich gekehrt wird ist die Perspektive für Kinder. Kinder wandern ohne Option eines Impfschutzes in pauschale Quarantäneverpflichtungen (Verdachtsfälle in Schulen und Kitas, Urlaub mit den vollgeimpften Eltern etc.), keiner weiß wie Schule und Kita und Angebote im sozialen und Freizeitbereich (Betreuung, Kurse, gesellschaftliche Angebote) ab Herbst weitergehen soll bei bombensicher hohen Inzidenzwerten. Alles mit dem Totschlagargument ja dann lasst eure Kinder doch Zuhause, Fahrt nicht weg, schließt sie ein...da merkt man gerade jetzt wieder so richtig wieviel Lobby Kinder in Deutschland haben. Der klischeebehaftete Vorwurf mit dem kinderfeindlichen Land Deutschland kommt wohl echt nicht von ungefähr.

  • Aber zumindest müssen die Indikatoren für Maßnahmen angepasst werden, wie ja auch schon gefordert wird. Die reine Inzidenz lässt uns noch in drei Jahren von Beschränkung zu Öffnung zu Beschränkung im Wochentakt switchen. Hier fehlt mir der Mut.

  • Ich gehe weiter davon aus, wer sich in den nächsten drei Wochen nicht die Erstimpfung abholt, der will nicht. Ausnahmen sind die kaum gefährdeten U12. Von daher werde ich ab Oktober nicht einsehen, warum ich Leute schützen soll, die nicht bereit sind sich selbst zu schützen.

  • stscherer

    Dass Ihr heute wohl nicht zum Fußball schauen geht, kann ich Stand heute sehr wohl verstehen.


    Ich denke aber, Du glaubst, dass das in Zukunft auch so bleibt, dass die Menschen so handeln und das glaube ich eben nicht. In (naher) Zukunft wird es wieder normal sein sich zusammenzurotten und gemeinsam z.B Fußball zu schauen.


    Und das ist dann auch wieder das normale Leben.

    Ich hätte heute Abend auch sehr gerne mit einer größeren Gruppe Fußball geguckt. Angesichts der steigenden Zahlen ziehe ich es vor das Spiel mit einem Freund im Garten zu sehen.

  • Von daher werde ich ab Oktober nicht einsehen, warum ich Leute schützen soll, die nicht bereit sind sich selbst zu schützen.

    Das verstehe ich absolut! Allerdings gibt es auch bei den Erwachsenen Personengruppe, die nicht geimpft werden können. So lange man nicht sauber „will nicht“ von „kann nicht“ trennen kann, wird man wohl auch die Impfverweigerer mitschützen (oder die „kann nicht“ Gruppe über den Jordan gehen lassen) müssen.

  • Aber zumindest müssen die Indikatoren für Maßnahmen angepasst werden, wie ja auch schon gefordert wird. Die reine Inzidenz lässt uns noch in drei Jahren von Beschränkung zu Öffnung zu Beschränkung im Wochentakt switchen. Hier fehlt mir der Mut.


    Mit solchen Diskussionen habe ich überhaupt kein Problem, im Gegenteil: Natürlich sollten wir die Maßnahmen diskutieren und keine einzelne ist als solche sakrosant.


    Das sind für mich aber zwei verschiedene Dinge, also so eine Position und die weiter oben umrissene.

  • Da beginnt bereits die Spaltung der Gesellschaft.


    Wir haben keine Impfpflicht, also sollten wir auch keine Unterscheidung vornehmen zwischen denjenigen, die sich nicht impfen lassen wollen und denjenigen, die sich nicht impfen lassen können.


    Schützenswert sind alle Menschen.


    Die Frage ist allerdings erlaubt, weshalb sich ein Teil der Bevölkerung nicht impfen lassen will. Sind es überwiegend renitente, asoziale Arschlöcher? Die Erfahrung habe ich jedenfalls nicht gemacht.


    In vielen Gesprächen habe ich den Eindruck gewonnen, dass die meisten zutiefst verunsichert und ängstlich sind. Dazu beigetragen haben sicherlich die katastrophale Kommunikation auf politischer Ebene und die tödlichen Pannen bei beispielsweise AstraZeneca.

  • Dann möchte ich mal dazu beitragen, sich impfen zu lassen. Zwei mal Biontech. Zweite mal gestern halb zwölf. Beim ersten Mal hatte ich durchaus mal ein paar Stunden sowas wie Schüttelfrost, Schwindel usw. Aktuell ziemlich schwere Beine, aber in Summe nicht mal Auswirkungen, die mit einem Kater oder einer Erkältung zu vergleichen sind.


    Für die Spritzenphobiker unter euch: beim ersten Mal hab ich gar nichts gemerkt, gestern hab ich den Einstich gespürt. Aber es geht ja bei uns nicht wirklich um die Schmerzen (jedenfalls oft nicht).

  • Da beginnt bereits die Spaltung der Gesellschaft.


    [...]


    Dazu beigetragen haben sicherlich die katastrophale Kommunikation auf politischer Ebene und die tödlichen Pannen bei beispielsweise AstraZeneca.

    Hauptschuldige sind für mich die SchwurbelHäupter, die bewusst Scheiße verbreiten und ihre politische Agenda verfolgen.

  • stscherer

    Dass Ihr heute wohl nicht zum Fußball schauen geht, kann ich Stand heute sehr wohl verstehen.


    Ich denke aber, Du glaubst, dass das in Zukunft auch so bleibt, dass die Menschen so handeln und das glaube ich eben nicht. In (naher) Zukunft wird es wieder normal sein sich zusammenzurotten und gemeinsam z.B Fußball zu schauen.


    Und das ist dann auch wieder das normale Leben.

    Das ist für mich halt die Frage: was ist das normale Leben? Und was wird es zukünftig sein?


    Wenn man sich mal die wichtigen Kennziffern für unseren Planeten ansieht, dann sind die irgendwann ab Mitte der 80er-Jahre komplett unter die Decke gegangen. Und jetzt kommen wir an den Punkt, an dem "Wir" die Zeche dafür bezahlen... also eigentlich zahlen sie unsere Nachfahren für uns, wenn wir nicht irgendwie die Kurve bekommen.

  • Sehe ich überhaupt nicht so.


    Ich sehe uns dazu aufgefordert, damit verantwortlich umzugehen. Hieße das: Dauerhafte Maßnahmen, heißt es das halt. Alles andere ist Barbarei. (Wie die Auffassung, weiter oben im Thread, lieber zusammen sterben zu wollen.)


    Es beweist sich jetzt (mal wieder), wie zivilisiert wir wirklich sind.

    Was ist barbarei ?! dass menschen sterblich sind ? nee , dass ist schon immer so. barbarei wäre ein leben , dass nur aus todesvermeidung besteht. barbarei wäre , wenn sich jeder in einen isolierten container einschliesst. obwohl dann optimaler schutz gewährleistet wäre. es gibt nur ein problem: das steht im krassen widerspruch zu unserer natur und unseren bedürfnissen als menschen.


    ich habe ja lange hier nichts geschrieben, aber irgendwann muss doch dieser unsinn, alles an die inzidenz zu hängen mal aufhören. die daten zeigen doch folgendes: es infizieren sich wieder mehr von tag zu tag, aber nur sehr wenige erkranken schwer, und noch weniger sterben. sobald alle impfwilligen geimpft sind, muss doch eine neue phase beginnen. die nicht impfwilligen nehmen dann halt ein risiko in kauf. na und ? es muss natürlich weiter intensiv für die impfung geworben werden, um eine möglichst hohe quote zu erreichen. gleichzeitig wird ja auch an wirkstoffen geforscht, die eine erkrankung besser behandelbar machen.


    gleichzeitig geht mir blue valentines schreibe auf die nerven, die im grunde nur eines verklausuliert ständig runterleiert: die pandemie als (gerechte ?) strafe für eine sündige menschheit, weshalb es nun auch keine normalität mehr geben könne . absoluter quatsch.



    Wir haben keine Impfpflicht, also sollten wir auch keine Unterscheidung vornehmen zwischen denjenigen, die sich nicht impfen lassen wollen und denjenigen, die sich nicht impfen lassen können.


    Schützenswert sind alle Menschen.

    Klar muss zwischen diesen gruppen unterschieden werden, denn die eine entscheidet sich freiwillig gegen die impfung, die andere hat keine wahl. das hat nichts damit zu tun , dass alle menschen schützenswert sind.


    Hauptschuldige sind für mich die SchwurbelHäupter, die bewusst Scheiße verbreiten und ihre politische Agenda verfolgen.

    das ist doch nichts als grober unfug. das hauptproblem ist das virus selbst und politische fehlentscheidungen und versäumnisse, die dazu beigetragen haben , dass mehr menschen gestorben sind , als vermeidbar gewesen wäre. und die belastungen der pandemie, der lockdowns usw. , die für viele extrem waren oder immer noch sind. das , was du beschreibst , ist lediglich eine reaktion (einer kleinen minderheit) auf diesen gewaltigen schock und die verunsicherung, die die gesellschaft erfahren hat, aber doch nicht die ursache. ein nebenkriegsschauplatz. wenn du das allen ernstes als hauptproblem ansiehst , zweifle ich an deinem verstand. deiner urteilskraft vertraue ich erst wieder, wenn trump im knast ist. also nie.

    3 Mal editiert, zuletzt von Calogero81 ()

  • Calogero81


    Verdrängung und Verleugnung führt nicht weiter.


    Aber es ist sehr normal ;)


    Ich sehe weder das, was du Exil zuschiebst, noch stelle ich mir die Frage, ob das, was gerad so als Folgen unserer Handlungen daher kommt, irgendwas mit Gerechtigkeit zu tun hat.


    Es ist einfach, also es ist eine Tatsache und ich lasse zu, das zu sehen und gelegentlich sage ich, was ich zu sehen kriege. Besonders, wenn ich den Eindruck habe, dass die gelebte Blindheit anderer durchaus auch meine Zukunft zerstören kann.

  • Zweiter Tag in Folge über 35 (35,17). Morgen nochmal drüber dann machen die Hallenbäder wieder zu. Nervt.

    Einen Tag gibt's drauf. Weil heute kein Werktag ist, zählt er nicht mit.

  • Bei der Steigerung, denke ich doch, oder?


    Wobei ja in Bezug Sport, also auch Hallenbäder, in der neuen Verordnung, es etwas lockerer gesehen werden soll.


    Was "sie da oben" verhackstückelt haben, werden wir dann am Dienstag sehen.

  • Nach oben sind es aber Tage, nicht Werktage.
    Wobei die Frage ist, ob 35,2 als Überschreitung gilt oder da noch gerundet wird.

    Unabhängig davon muss die Region nicht zwangsläufig in die nächste Inzidenzstufe gehen:

    Ein Landkreis oder eine kreisfreie Stadt darf von der Feststellung nach Satz 1 absehen, solange die Überschreitung eines in dieser Verordnung festgelegten Wertes einer 7-Tage-Inzidenz auf einem Infektionsgeschehen beruht, das mit hinreichender Sicherheit einem bestimmten räumlich abgrenzbaren Bereich zugeordnet werden kann, und deshalb die Gefahr einer nicht mehr kontrollierbaren Verbreitung des Corona-Virus SARS-CoV-2 nicht besteht

  • Es wäre eigentlich dumm, nicht zu sehen, dass diese Pandemie zu einem ganz entscheidenden Teil menschengemacht ist und dass deswegen dringend Verhaltensänderungen erforderlich sind, die auch dazu führen, dass es kein "Weiter so!" und kein "Wir wollen aber unsere alte Normalität zurück und die dann behalten!" geben kann und wird.


    Die Reaktion auf die Klimakatastrophe zeigt uns doch jeden Tag, dass die Menschheit nicht so dumm ist.