• H96Ole  sasa

    War ja auch kein Argument gegen oder für die Installation der App. Es ging rein um die Aussagen:


    Infektionszahlen werden durch die Nutzung der App reduziert

    und

    Inwiefern führt die Nutzung der App zu Lockerungen?


    Da fehlte mir bei beidem der Konjunktiv.

  • Da gehört auch kein Konjunktiv hin.


    Wenn ich durch die App erfahre, dass ich zu einem Infizierten Kontakt hatte, begebe ich mich selbstverständlich sofort und unmittelbar in Selbstquarantäne und stecke sofort niemanden weiter an.

  • Das Du öfter Probleme mit dem Verstehen hast ist mir auch schon aufgefallen :(


    Also ist für Dich jetzt und heute zu 100% klar, dass die App das Infektiongeschehen positiv beeinflussen wird?

  • ...vermutlich darauf hinaus, dass es durch die App zu vermehrten Anfragen/Kontakten bei den Gesundheitsämtern kommen könnte (Konjunktiv), derer die nicht Herr werden können. Sich ergo nicht mehr um die großen Themen und Ausbrüche kümmern können.


    Mal ein Stück weit ab von der App (höhö). Es scheint aktuell fast ausgeschlossen, sich auf weiter Flur zufällig anzustecken. Da hat doch Giftzwerg dann recht... Eine Fokussierung auf die wenigen Ausbruchsherde und deren Gegebenheiten würde Sinn ergeben. Und eventuell zu der Frage führen, was bei Tönnies, Amazon und Co. vielleicht nicht GANZ ideal läuft.

  • stscherer Ok, dann sind wir hier unterschiedlicher Meinung. Ich glaube das kann sie, aber ich bin mir nicht zu 100% sicher und bin der Meinung, dass sie das noch beweisen muss. Das ist eigentlich auch schon alles.


    Ich sehe noch eine kleine Chance, dass sie keinen Nutzen hat oder in Teilbereichen Kontraproduktiv wirken kann und das es da entscheidend drauf ankommen wird wie (schnell) man darauf reagiert/reagieren kann....deswegen das Beispiel mit einer potentiellen Überlastung der Gesundheitsämter.

  • Zu vermehrten Anfragen beim Gesundheitsamt durch die App kann es doch nur in folgenden Fällen kommen:

    - Falschmeldungen von positiven Fällen über die App. Das wäre in der Tat schlecht und sollte so weit wie möglich vermieden werden. Da ist dann aus meiner Sicht aber die Einführungsphase bei niedriger Infektionszahl gut dafür geeignet, um evtl. Schwachstellen in diesem Bereich aufzudecken und hoffentlich zu beheben.

    - Anonymer längerer Kontakt zu einem Infizierten, z.B. in öffentlichen Verkehrsmitteln. Da wären die vermehrten Anfragen beim Gesundheitsamt ja eher als positiv zu sehen. Mag zwar kurzfristig Mehrarbeit bei den Gesundheitsämtern verursachen, mittelftristig reduziert das aber die Arbeit.


    Bei einem nicht anonymen Kontakt zu einem Infizierten würde einem das Gesundheitsamt doch sowieso früher oder später kontaktieren.

  • marcrei Du bringst es auf den Punkt. Wobei beim zweiten Beispiel die Bahn vielleicht auch schon wieder vom Infektionsrisiko anders zu beurteilen wäre als der Besuch einer Bar (Mundschutz vs. kein Mundschutz). Man wird aber nicht wissen ob es die Bahn oder die Bar war? Pauschal soll aber laut Gesundheitsamt nicht bei Warnung getestet werden. Es gibt so viele Faktoren und ich bin echt gespannt auf die ersten Erfahrungen und Erfahrungsberichte ...

  • Es soll bei Warnung nicht pauschal getestet werden? Dann ist die App nutzlos.

    Ein Arbeitgeber wird seinen Mitarbeiter wohl kaum pauschal freistellen, nur weil die App rot leuchtet und das Gesundheitsamt nicht testet.

  • Wenn das Gesundheitsamt deswegen die Quarantäne bestätigt, dann sicher schon. Ist doch nichts anderes, als wenn der Kontakt auf herkömmlichen Weg ermittelt worden wäre.

    Ein Test würde ja auch nur bedingt helfen, wenn der negativ ist, heisst das ja noch lange nicht, dass man sich nicht angesteckt hat.

  • Kreis Güterloh macht jetzt alle Schulen und Kitas wegen des Tönnies Ausbruches bis zu den Sommerferien zu. Über die Unklarheit des Nutzens wurde sich hier ja schon kontrovers ausgetauscht. Aber folgendes Zitat ist der Hammer:


    Am Dienstag hatte der Kreis Gütersloh erklärt, dass die Firma zugesagt habe, das Personal in den betroffenen Bereichen der Zerlegung deutlich zu verringern, um die innerbetrieblichen Abstände bei der Arbeit zu vergrößern. Zudem sollten kurzfristig zusätzlich technische Maßnahmen wie die Belüftung mit Frischluft und die Bestrahlung mit UV-Licht ergriffen werden.

    Personal verringern, Abstände vergrößern, Frischluft .... ich bin in meiner Naivität davon ausgegangen, dass solche Maßnahmen seit Coesfeld etc. schon getroffen wurden. Davon ab, dass zwar Schulen und Kitas zugemacht werden, aber der Betrieb trotz allem anscheinend weiterlaufen darf.

  • Und anscheinend kann man sich kostenlos testen lassen, wenn man einen Alarm über die App erhält:

    Wer einen Alarm über die Corona-Warn-App erhält, soll auch ohne Symptome getestet werden, wie der Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Andreas Gassen, der „Rheinischen Post“ versicherte. „Wir haben gemeinsam mit den Krankenkassen innerhalb weniger Tage die Grundlage dafür geschaffen, dass niedergelassene Ärzte – meistens Hausärzte – diejenigen Patienten testen können, die mittels der Corona-Warn-App über einen kritischen Kontakt zu einem Infizierten informiert wurden“, sagte Gassen. Wer eine Warnung über die App bekommt, soll sich demnach also kostenlos testen lassen können.