• VW hat ja vorsorglich schon mal Teile dicht gemacht.


    Auch wenn ich glaube, dass das nicht wegen der vermeintlichen Gefährdung der Arbeiter geschieht, sondern eher weil mal fest mit erheblichen Absatzeinbußen rechnet und daher schon mal in Kurzarbeit, mit entsprechender staatlichen Unterstützung geht.

  • Die Probleme sind:


    1. Eine höhere Ansteckungsgefahr als Influenza

    2. Eine höhere Sterblichkeit

    3. Keine Herdenimmunität

    4. Keine aktiver oder passiver Impfstoff

    5. Keine Therapie


    Die ersten beiden Punkte sind dabei das Kardinalproblem, weil bei 80 Millionen Menschen eben eine schnelle Durchseuchung zu rund 100.000 Toten in recht kurzer Zeit führt... und auf dem Weg dahin das Gesundheitssystem kollabiert, was zu weiteren "lethalen Kollateralschäden" (kann man das so schreiben?) führt.

  • Ich bin gespannt, ob die Corona-Nadel spitz genug ist, um die Immobilien-Blase zum Platzen zu bringen. Da haben doch in den letzten Jahren ziemlich viele Leute auf Kante genähte Finanzierungen auf sich genommen, die sie, wenn sie in Kurzarbeit oder Schlimmeres rutschen, nicht halten können, fürchte ich...

  • Vorsicht ist besser als Nachsicht, aber genau die Frage ob wirklich alle Tode mit Covid-19 in Verbindung stehen habe ich mir ja auch gestellt. Die wurde dann in dem Interview so beantwortet:

    Zitat

    In Heinsberg etwa ist ein 78 Jahre alter Mann mit Vorerkrankungen an Herzversagen gestorben, und das ohne eine Lungenbeteiligung durch Sars-2. Da er infiziert war, taucht er natürlich in der Covid-19-Statistik auf. Die Frage ist aber, ob er nicht sowieso gestorben wäre, auch ohne Sars-2. In Deutschland sterben jeden Tag rund 2500 Menschen, bei bisher zwölf Toten gibt es in den vergangenen knapp drei Wochen eine Verbindung zu Sars-2.

    Und das klingt für mich auch plausibel. Gerade wenn so viele ohne oder nur mit milden Sympthomen dann trotzdem bei natürlichem Tod positiv auf COVID-19 getestet werden.


    Edit: Also ein Tod durch COVID-19 dürfte natürlich auch ein natürlicher Tod sein, aber ich denke es wird klar was ich meine.

  • Gute Frage.

    Vorteil bisher noch: Die Zinsen sind tief und bleiben tief. Eventuell wird es da auch befristete Stützungen seitens des Staates geben, sodass nicht sofort vollstreckt wird, wenn die Annuität ausfällt.

    Mittelfristig denke ich wird der Gesamtschaden so groß sein, dass auch die Blase platzt.


    Aber nicht gleich jubilieren , weil dann hätten wir auf jeden Fall die Krise 2008 mal so richtig in den Schatten gestellt.

  • Die Realität ist aber so, dass man beinah gar nicht erst brauchbares käufliches aus den Geschäften hamstern kann, denn die Regale mit den wichtigsten Artikeln sind leer. Was macht Sasa falsch? Ich selbst bin ebenfalls in den Geschäften unterwegs, auf der Suche nach Dingen, die ich besorgen muss/will, für andere Menschen und mich. Insgesamt 10 10ner bzw. 8ter

    T.-Papier Packungen habe ich im Auftrag gekauft und viele Menschen damit glücklich gemacht. Nicht zu vergessen Tomaten Dosen, Nudeln, Feuchttücher für Babys...Viele der Alten der Gesellschaft sind momentan geschockt, Kinder wundern sich, lass uns endlich lieber die Schnauze halten und die Dinge tun, die wichtig sind.

  • Immerhin haben die Verordnungen der Region auch was positives... ich darf bei der Geburt meines zweiten Kindes dabei sein. Sowohl erst als werdender Vater als auch danach als Vater eines Neugeborenen. Ansonsten striktes Besuchsverbot. Meine Frau überlegt daher schon, ob sie sich noch am gleichen Tag wieder nach Hause begibt, wenn alles gut verläuft. Unser 2jähriger Sohn dürfte dann halt nicht ins KH und sowohl 3 Tage (ist ja sonst der Standard) ohne Sohn als auch für ihn 3 Tage ohne Mama kann sie sich momentan absolut nicht vorstellen.


    Regelung gilt bis 18.04., Entbindungstermin ist am 20.04. ... kanm bis dahin natürlich verlängert oder auch verschärft werden.

  • Soll jetzt ernsthaft jeder einzelne Todesfall diskutiert werden? Spätestens in zwei Wochen, wenn die Todesraten sich im Hunderter-Raum bewegen, ist es absolut überflüssig, die Statistik um ein/zwei Fälle nach unten zu drücken, weil vielleicht der eine oder andere auch ohne Covid-19 gestorben wäre.

  • Einen Scheiß sind die. Der Vorteil meines Berufs liegt ja darin, dass man ein paar Stationen im öffentlichen Dienst gemacht haben muss (und im übrigen viele Leute kennt, die sich dorthin verzogen haben).

    LOL.


    Klar, als Referendar kriegt man ja den 1:1- Einblick in die tägliche Arbeit seiner Ausbilder und kann ganz genau einschätzen, was und wie viel die zu tun haben. Man sitzt denen ja quasi die ganze Zeit auf dem Schoß.


    Wie sieht das "verdammt hohe Ross" von oben betrachtet eigentlich aus? Brauchst Du ein Fernglas?

  • Das ist schon abstrus. Der bezieht sich auf einen einzigen Fall, den er nicht gesehen hat, sagt keine Quelle für seine Behauptung "ohne Lungenbeteiligung" (was im übrigen klar heißt, dass der Typ andere Symptome aufgezeigt hat) und hinterfragt auf dieser Argumentationsbasis eine amtliche, deutsche Statistik.


    Was ist denn andersrum? Wir reden hier über eine Seuche, wo wir mit dem Testen nicht nachkommen und meinen, die Statistik könnte ja das Ausmaß übertreiben? Wieviele Post-Mortem-Diagnosen werden denn durchgeführt, wenn die Diagnose bei lebendigen Verdachtsfällen stockt?


    Bei so einer Lage würde ich immer erstmal davon ausgehen, dass auch die Todeszahlen zu niedrig sind.


    Aber das eigentlich Wichtige sagt kathano1. Wahrscheinlich ist das Problem, dass genau die Leute, die das unbedingt nicht wahrhaben wollen, so diskutieren, wie oben.

  • Also,ich bin recht angetan von der Landesregierung...4,4 Milliarden für die Unternehmen,ausdrücklich auch die kleinen und ganz kleinen,klingt doch recht üppig..und nicht nur Gelder über Kredite,sondern auch noch über Zuschüsse,die beansprucht werden können.


    Im Gegensatz zu den 500 Millionen von Schleswig-Holstein doch ein kleines Brett!

  • Wir haben (wie viele Kanzleien derzeit) hier die Problemfälle vor Augen. Ich habe heute schon zweimal dazu raten müssen, für den Fall der Nichtbereitschaft von Gläubigern Isolvenz anzumelden. Darunter eine Unternehmerin, die mit tränenerstickter Stimme gesagt hat, ihr bleibe nur noch der Strick.

    Warum klingt das aus deiner Feder wie Hohn und Spott?


    Wahrscheinlich weil dein moralisches Interesse nicht soweit reicht, dass Arbeitslose, Obdachlose, Flüchtlinge darin eingeschlossen wären.

  • Wer vergibt dieses Geld denn?

    Wird das über Banken abgewickelt?


    Also ich bin sceptisch.

    Stundungen, und zinslos - ja was hilft das denn vielen?


    Aber ich höre mal lieber auf mit den Kleinunternehmersorgen, sonst bin ich gleich auch neoliberal.

  • ich bin doch auch einzelunternehmer ;)

    Skeptisch bleibe ich auch...habe aber das Gefühl dass das komplett ehrlich gemeint ist,dass die unbedingten Willen haben dass keiner deswegen Insolvent werden muss

    Fuckt halt ab wenn man zu den Banken müsste,mit denen man schon negative Erfahrungen gemacht hatte...


    Dadurch,das es aber auch noch Zuschüsse gibt,die man sich holen kann,brauchst du vielleicht keinen Kredit holen ;)

  • Das mit der Stundung hilft ( uns) schon.


    Ich sehe nur in einer möglichst unbürokratisch Hilfe Sinn, da sehr viele diese brauchen werden und schnell gehandelt werden muss.

  • In Chile gibt es derzeit 202 bestätigte Fälle, fast alle in den Stadtteilen der Oberschicht. Das kann zwei Gründe haben.

    1. Es betrifft bislang wirklich nur die, die sich Auslandsreisen leisten können.

    2. Von der Mittelschicht abwärts geht keiner zum Arzt, weil der Test etwa 40 Euro kostet und man ihn sich nicht leisten kann.

    Ich tippe mal auf zweites.

    Was wäre überhaupt, wenn ich mich zurzeit erkälten würde. Durch die allgemeinen Sorgen würde ich gedanklich sofort Corona haben und dann wäre es doch nur eine Erkältung. Im überfüllten Wartezimmer würde ich mich dann anstecken und dort Corona bekommen... Ich glaube, ich würde auch nicht zum Arzt gehen.

  • Das mit der Stundung hilft ( uns) schon.


    Ich sehe nur in einer möglichst unbürokratisch Hilfe Sinn, da sehr viele diese brauchen werden und schnell gehandelt werden muss.

    selbstverständlich,oder hat irgendjemand Zeit grad seine Papiere beim Steuerberater einzureichen um Kreditanfragen belastbar zu gestalten ...wohl eher nicht


    Sehr gut finde ich auch,dass sie es ja nicht über die normalen Banken laufen lassen,sondern über die NBank,wo sie die Marschroute selbst bestimmen können,auch das sehr positiv.