• Jetzt geht es hier aber ganz schön durcheinander mit den Bezeichnungen. Was soll denn covid-1 und covid-2 sein?


    Ich weiß, das ist jetzt ein bisschen der Klugscheißermodus aber dennoch:


    Es gibt kein "COVID-19-Virus"! Es gibt das SARS-CoV-Virus (das erste bekannte SARS-Virus von ~2002/2003) und das SARS-CoV-2-Virus (das Corona-Virus, das wir jetzt gerade "erleben").

    Die Lungenkrankheit, die durch das Virus ausgelöst werden kann, heißt COVID-19.

  • bei influenzaviren kommt eine sache erschwerend hinzu: bei den meisten viren liegt die genetische informationen in einem makromolekül vor. bei influenzaviren liegen aber mehrere moleküle vor und diese können potenziell untereinander ausgetauscht (rekombiniert) werden. vereinfacht gesagt könnte man sagen, dass sich influenzaviren untereinander "paaren" können. somit kann auch die genetische variabilität schneller verändert werden. die mutationsrate ist wie gesagt eine statistische größe die von verschiedenen faktoren abhängig ist.


    aber ja. ich denke ein impstoff gegen corona würde wohl länger halten.


    songbird: alles richtig was du sagst. die 1 ist optional. edit: ach, jetzt hab ich es gecheckt. hast natürlich vollkommen recht.

  • Alter, obk die Zweite , wo warst Du, als sich hier die Experten die Welt erklärt haben. Jetzt kommt er umme Ecke... :P


    Schön mal von einem zu lesen, der offenbar Ahnung von der Materie hat. Gern mehr davon!

  • Danke obk die Zweite für die Infos! 👍


    Aber davon ab....war vorhin draußen spazieren, komme dann wieder heim. Steht am Hauseingang jemand und klingelt, aber es macht keiner auf. Biete dann an die Tür aufzuschließen, er lehnt ab und ich gehe halt an ihm vorbei durch die Tür.


    Als ich auf der Treppe bin, höre ich diese Person ziemlich stark Husten...und mein erster Gedanke ist: "Hab ich mich da gerade vielleicht angesteckt?"


    Völlig verrückt. 😐

  • Ein kleinerBeitrag zum Ausweiten der Tests:


    Ab Minute 38:21...


    Interessant, aber ein bisschen seltsam.


    Laut seiner Aussage werden in Deutschland rund 500.000 Tests pro Woche gemacht. Die letzte Aussage zur Testkapazität waren (und das galt für letzte Woche) 160.000. Getestet werden nur Personen mit Symptomen UND Kontakt zu Infizierten. Gibt es in Deutschland 500.000 Personen pro Woche, die diese Kriterien erfüllen?


    Laut seiner Aussage sind nur 6 bis 7 Prozent der gemachten Tests positiv. Wie passt ddnn dieser Prozentsatz zu den wenigen Stichprobentests? Der Anteil wäre sogar niedriger als beispielsweise jetzt rein zufällig, in Rheinland-Pfalz ermittelt.


    Auf die Frage nach repräsentativen Untersuchungen antwortet er ausweichend. Einerseits verweist er darauf, dass Antikörpertests erst jetzt verfügbar werden. Das ist richtig, aber zur Erhebung einer repräsentativen Stichprobe ist doch das (bisher) für die anderen Tests angewandte Verfahren ebenfalls gut genug. Dann verweist er darauf, dass man jetzt mit entsprechen Planungen anfange, es aber mehrere Wochen Vorbereitung benötige. Wofür denn? Das einzige was man benötigt, ist eine repräsentative Stichprobe der Bevölkerung. Die hat jedes Meinungsforschungsinstitut doch fertig in Schublade. Und schließlich will er nicht in die Gesamtbevölkerung gehen, sondern verweist auf geplante Überwachung der Klinkbelegschaften, die das ja irgendwie quasi auch abdeckt. Das ist doch was vollständig anderes. Klinkbelegschaften sind eben kei repräsentativer Querschnitt der (unauffälligen) Gesamtbevölkerung.

  • Die Leichen wurden in Madrid in der Eishalle zwischengelagert weil das Krematorium 8 Tage wegen fehlender Schutzausrüstung geschlossen wurde. Nicht weil sie überlastet waren. War wohl leider im Eifer des medialen Gefechts nicht so richtig recherchiert worden.


    Zumindest bei mir war der Eindruck entstanden es hätte was mit der Anzahl der Fälle zu tun gehabt.

  • Giftzwerg

    Die repräsentavien Stichproben, die die Meinungsforschungsinstitute in den Schubladen haben, sind aber hinsichtlich Corona absolut nicht nutzbar. Die mögen nach Alter, Bildungsstand und so repräsentativ sein, aber das sagt nix zu Corona. Hier braucht man einen repräsentativen Mix aus Alter aber eben zusätzlich aus mehr oder weniger stark exponierten Personen, aus welchen die mit Öffis fahren und welchen die mit Auto oder Rad fahren, aus welchen die viel unterwegs sind und aus welchen, die fast nie aus dem Hause gehen und so ...

    Und die Antikörpertests braucht man, weil man mit dem derzeitigen Test alle diejenigen nicht erfaßt, die schon seit ein paar Tagen wieder gesund sind. Die derzeitigen Tests schlagen meines Wissens in den ersten symptomlosen Tagen nicht an (obwohl bereits intensiv angesteckt wird) und nach abklingen auch nicht mehr. Deshalb ist Hübers jetzt als geheilt entlassen.

    Massentests mit den vorhandenen Tests sind deshalb nicht unbedingt sinnvoll, denn man kann derzeit ja schon sagen, daß alle die vor (sagen wir mal) 14 Tagen positiv waren nun immun sind.

    Um abzuschätzen, ob derzeit vielleicht zehnmal mehr immun sind, weil die Dunkelziffer der nicht getesten Kranken eventuell bei z.B. 90% lag, brauche ich einen Antikörpertest und zusätzlich eine gezielt auf Corona hin ausgesuchte repräsentative Prüfgruppe.


    Edith sacht, daß sie den Drosten heute erstmals angehört hat und daß der extrem nachvollziehbare Ansichten vertritt.

  • Der Anstieg der Zahlen deutschlandweit wird leider auch erstmal rasant weitergehen. Reduzierte Anstiege am Samstag und Sonntag sollten nicht irritieren, die sind meist meldebedingt. Interessant wird es erst ab nächsten Dienstag.

    Wenn ich noch vor Augen habe, wie krachend voll die Eisdielen und Cafes noch vor einer Woche auf dem Engelbosteler Damm waren, können die derzeitigen Maßnahmen noch garnicht auf die Kurve durchschlagen.

    Und hinsichtlich der Todeszahlen wird "Lieschen Müller" in den nächsten ein, zwei Wochen noch mit offenem Mund vor dem Fernseher sitzen. Die werden erstmal ganz rapide ansteigen. Zwischen positivem Test, Krankenhauseinlieferung, dann irgendwann Intensivstation, Beatmung und Tod liegen locker 2-3 Wochen ...

  • Nur für Hannover 326 registrierte Fälle. Macht rund 61 infizierte pro 100000 Einwohner. Also jeder 1639igste..klingt nicht nach so viel...trügerisch.

    Zum Vergleich, Berlin hat 55 Fälle pro 100000. Hamburg allerdings 89 (!).

  • Der Unterschied zwischen Stadt und Region fällt auf. Bisher waren die Anstiege in Stadt und Region im Verhältnis immer ungefähr identisch. Glaube ich zumindest.

  • Also ehrlich gesagt... Ich gebe nicht mehr viel auf die Anzahl, die da verkündet wird.


    Es wurde ja bereits hinlänglich auf die Unzulänglichkeiten der Statistik hingewiesen. Alleine die Änderung der Erhebungsmethodik macht das ganze nur noch albern.


    Leider hängen an diesen hanebüchenen Zahlen unfassbar weitreichende Entscheidungen.

  • Wenn sie es ändern, ändern sie es ja aber sowohl in Stadt als auch in Region. Das Verhältnis bleibt davon ja unberührt.

  • Der Unterschied zwischen Stadt und Region fällt auf. Bisher waren die Anstiege in Stadt und Region im Verhältnis immer ungefähr identisch. Glaube ich zumindest.


    "representativen Erkenntnissen" hier im Forum zu Folge wurden die Coronamaßnahmen im Umland etwas sorgfältiger und früher befolgt als in der City. Außerdem gibt es im Umland nicht den "Infektionsherd" Maschsee.

  • Die Söderkritiker sollten sich mal die Infektionszahlen in Bayern anschauen. Noch ein, zwei Tage, dann überholt Bayern NRW. Zum Glück für die Bayern hat Söder "zu stark" reagiert, denn die Södermaßnahmen greifen dann ja hoffentlich in paar Tagen.

    In den Infektionszahlen pro 100.000 Einwohner haben Bayern und Baden Württemberg NRW ohnehin schon lange überholt.