• Der culiao ist hier eben eine normale Beleidigung. Das muss man nicht so ernst nehmen.

    Als die Maskenpflicht eingeführt wurde, hat die Polizei das am ersten Tag ganz fotogen kontrolliert, seitdem ist es ihr egal. Auf dem Großmarkt trägt man an Eingang eine Maske, nach der Kontrolle setzt man sie wieder ab. Auf solche Demonstrationen wie in Deutschland haben die Chilenen auch kein Bock. Wenn ihnen etwas nicht passt, machen sie es eben nicht, ohne darüber zu diskutieren.

    Bei mir in der Nähe ist eine illegale Kneipe, die weiterhin geöffnet ist. Das Argument ist, sie sei ja sonst auch verboten, das ändere sich auch nicht durch die nächtliche Ausgangssperre.

  • Bei mir in der Nähe ist eine illegale Kneipe, die weiterhin geöffnet ist. Das Argument ist, sie sei ja sonst auch verboten, das ändere sich auch nicht durch die nächtliche Ausgangssperre.

    :kichern:

    Na dann Prost! Aber nur mit mexikanischem Bier anstoßen... :bier:

  • Das hat Spahn auch schon mal gesagt. Und war/ist ebenso die Linie Drosten. Warten auf den Impfstoff als einzige Option.

  • Das hieße dann, bestimmte Bereiche des öffentlichen Lebens blieben auf unbestimmte Zeit (mindestens nächstes Jahr) zwangsweise geschlossen...

    Glaube nicht, dass es rechtlich haltbar ist, solange die Grundrechte zu beschränken, ohne das (dann noch) eine konkrete Gefahr besteht. Insbesondere, wenn dann die Nachverfolgung funktionieren sollte. Was, laut Experten, bei nur noch ein paar Dutzend Neuerkrankungen ja wohl problemlos möglich wäre...

    Kanonen auf Spatzen sieht das GG nicht vor...

  • Willst Du bestreiten, dass diejenigen, die die jetzige Bundesregierung mit der NS-Regierung gleichsetzten, nicht das Herz dieser Veranstaltung bildeten? Wäre das nicht der Fall gewesen, hätten die anderen Teilnehmer dagegen doch protestiert. Das ist nicht geschehen. Bzw. die Organisatoren hätten ihre Reden abgebrochen.

    Auch wurde entgegen den Vorschriften kein Mundschutz getragen.

  • Es ist zumindest eine klare und begründete Position.

    Keine Eierei, wenn man so will.

    Ob das schlau ist, vermag ich nicht zu beurteilen.

  • Über die Beziehung zwischen Wissenschaft und Gesellschaft unter dem Eindruck der Corona-Unsicherheit


    Ist auf Englisch und man sollte sich ein paar Minuten Zeit nehmen, aber ich habe es gerne gelesen.


    Zitat

    [...] More than twenty years ago, Bruno Latour announced a transition from the culture of science to a culture of research. He believed people had ceased to expect certainty from science, having instead begun to accept that they must share risk in a much more uncertain, evolving, many-sided enterprise, which he gathered under the rubric of “research.” Latour spoke of a “New Deal between research and society” that testified to a fundamental change in public expectations of science: “Science does not enter a chaotic society to put order into it anymore, to simplify its composition, and to put an end to its controversies. It does enter it, but to add new, uncertain ingredients . . . to all the other ingredients that make up the collective experiments.”


    It seems that Latour’s observation was a little too early. In times of crisis, the demand for scientific certainty is still high. This recently became apparent in Germany [...]

  • Tamba zu Coronazeiten

    Die Hauptstadt der Region, Samstag 8. Mai 2020, 16:05 Uhr.

    Ein Busbahnhof, normalerweise ein Hotspot. Straßenhändler, viele, viele Menschen, Autos, Motorräder und auch Pferdefuhrwerke. Es wird geschwätzt, gekauft, repariert, verhandelt, gegessen, gebetet, eigentlich alles, was Menschen so machen. Von Montag bis Sonntag.


    So wie auf dem Bild sieht es jetzt seit Februar aus.

  • Ein kleiner Ausschnitt aus der niedersächsischen KiTa-Odyssee:


    Nun hat die niedersächsische Landesregierung ja letzte Woche im Eiltempo (vor allen anderen) die erweiterte Notbetreuung definiert und die Vorgabe Hochfahren auf 40 % ab 11.5. inkl. Förderbedürftige Kinder, Vorschulkinder etc. veröffentlicht (inkl, Zeitstrahlmatrix, Erläuterungstext etc., alles soweit verständlich und gut)

    Dass die konkrete neue Verordnung zur Umsetzung ab dem 11.5. erst am 11.5. spät nachmittags veröffentlicht wurde, geschenkt. Dass die Konkretisierung der einzelnen Punkte (Punkt. 3 in meinem Fall, Vorschulkinder sind in die Notbetreuung aufzunehmen, Punkt.) erst gestern per FAQs auf der Seite des MK.Niedersachsenveröffentlicht wurden, spät aber immerhin informativ. Jetzt kommt das große ABER, was diese ganze Geschichte einfach komplett wahnwitzig macht und mich sehr ratlos zurücklässt: Das Kultusministerium gibt die Verordnung quasi als Leitfaden an die Kommunen (bei mir LH Hannover Fachbereich Jugend&Soziales), die Kommune macht jetzt weiter folgendes: Gibt den freien Trägern (bei uns Eltern-Ini e.V.) die Verantwortung weiter mit dem unmissverständlichen Hinweis weiter für absolute Risikominimierung zu sorgen und will Vorschulkinder "als Empfehlung" der Landesregierung (dieses Wort Empfehlung ich könnt schon wieder KINDisch werden) verstanden wissen und diese weiterhin von der Notbetreuung aussparen. Ergo die Geschichte mit Berücksichtigung unseres Vorschulkindes ab dem 11.5. ist wieder für die Katz, Ausblick ist auch nicht der 18.5., konkret steht bei uns im Raum tatsächlich nur ein 1-2 stündiges Vorschulprogramm 1 mal wöchentlich ab vielleicht 25.5. im Raum (aus personellen Gründen wahrscheinlich sogar später), sonstige richtige Notbetreuung wird von unserem Vorstand (klar, Ehrenamtliche, denen mit der Prüfung natürlich die volle Verantwortung aufgedrückt wurde, weil die Landeshauptstadt keine konkreten Vorgaben machen will) nur äußerst spärlich und übervorsichtig genehmigt, da reicht mir nichtmal die gesiegelte Bescheinigung meines Arbeitgebers im systemrelevanten Gesundheitswesen und ich kann den Jungs auch keinen Vorwurf machen, diese Verantwortung würde ich ehrenamtlich auch nicht auf mich nehmen! Soviel zum Thema, wir haben uns um die Kitas und Vorschulkinder gekümmert. Sprichwörtlich für die Tonne.

  • Die Frage ist vielleicht, ob die Weitergabe an die Träger nur als "Empfehlung" so tragfähig ist. (Hast Du das von Eurem Vorstand? Ich finde dazu auf die Schnelle nichts Konkretes.) In den FAQs der Landesregierung steht ja eigentlich unmissverständlich:


    "Sollen auch Schulkinder in die Notgruppen aufgenommen werden?

    Ja, die Notbetreuung dient auch dazu, Kinder, die zum kommenden Schuljahr 2020/2021 schulpflichtig werden, aufzunehmen."


    Kein "sollten"... Im Leitfaden wird das nun zwar nicht derart konkret, das Vorschulprogramm ist hier jedoch als "zusätzlich" zur Notbetreuung deklariert, ersetzt dieses also keinesfalls...