• Hatten wir das schon?


    Zitat

    Kawasaki-Syndrom:Wie gefährdet sind Kinder?


    Was genau das Kawasaki-Syndrom auslöst, ist nicht klar. Medizinerinnen und Mediziner vermuten unter anderem, dass dem Syndrom eine virale Infektion des Atemtraktes vorausgeht, wie auch Coronaviren sie auslösen können. Möglicherweise reagiert das Immunsystem fälschlicherweise zu stark auf diese Viren – eine überschießende Entzündungsreaktion kann die Folge sein (Pediatrics: Turner et al., 2015). Auch das neuartige Coronavirus könnte in dieses Bild passen und möglicherweise zu den beschriebenen Krankheitsverläufen bei Kindern führen, so Berner.

    Zeit.de


    Genaues ist wie bei vielem nicht bekannt, aber die Alarmglocken läuten...

  • Sven

    Zunächst einmal finde ich Dein geschildertes Verhalten: :anbeten: Für Dich (und alle, die halt noch nicht - oder nicht mehr - in gesicherten sozialen Beziehungen leben, sind die Kontaktbeschränkungen sicherlich sehr schwer. Und ich (der ja für einen viel strikteren Kurs bin als viele Andere hier) denke auch, dass sich da noch etwas ändern muss.


    Tatsächlich glaube ich auch, dass sich auf 2 Ebenen etwas ändern wird: zum Einen werden wir jede einzelne Beschränkung noch einmal auf den Prüfstand stellen müssen; dafür habe ich zwei Beispiele:


    - am Sonntag habe ich meinen ersten Gottesdienst nach dem Lockdown. Die Kirche fasst bei normaler Bestuhlung mehr als 100 Besucher, bei einem meiner Gottesdienste sind selten mehr als 30 anwesend, die sich dann sehr großzügig verteilen - also keinerlei Berührungsprobleme. Trotzdem drehen die Kirchenoberen da jetzt komplett am Rad einschließlich mehrfache Desinfektion, Führung von Namens- und Adressenlisten, Mundschutz, Singverbot und Herausnahme aller Stühle bis auf 30. Der Eindruck ist verheerend, so gut kannst Du den Gottesdienst gar nicht halten.


    - gestern erste Verhandlung vor Gericht: Mundschutzpflicht auch während der Verhandlung, obwohl sogar zwischen Partei und Anwalt Plexiglasscheiben angebracht waren: Stammheim-Atmosphäre im Familiengericht.


    So halten wir das nicht mehrere Monate und schon gar nicht mehrere Jahre aus.


    Zum Anderen werden wir uns wieder andere Umgangsformen antrainieren müssen: mehr Distanz, mehr Respekt... weniger "Party" in diesem maßlosen Sinne. Vielleicht hat das auch ein bisschen was mit "Werten" zu tun - und auch damit, dass nicht Alles immer größer und größer und größer werden muss.


    Aber - und das macht mir eigentlich Mut - wir üben ja noch in der neuen Situation: als ich gestern nach dem Termin noch durch Innenstadt gegangen bin, da fand ich schon Vieles normal, Manches sogar ganz angenehm entspannt.


    Vielleicht hilft es Dir, Sven: Verkehrsregeln werden ja auch nicht immer buchstabengetreu umgesetzt, und wenn wir die negativen Ausreißer, die die derzeitige Pandemie ja nur ins Rampenlicht bringen (Stichwort. Schlachthöfe!) jetzt angehen, werden wir sicherlich einen Weg finden, der sicherlich anders, aber vielleicht nicht nur schlechter ist. Vielleicht insgesamt entspannter


    Was uns allerdings nicht helfen wird, sind solche Leute, die jetzt nach ihrem alten Leben plärren... und dies 24/7. Schön, dass Du nicht dazu gehörst.

  • Hm, der Fachbereich hat jetzt natürlich dicht, morgen auch nur bis 11.00 Uhr geöffnet. Ich habe da jetzt mal ne E-Mail abgegeben, eventuell schaffe ich morgen aber auch einen persönlichen Besuch, ist nicht allzu weit weg. Falls was bei rumkommt, werd' ich Infos hierlassen.


    Bei uns ist es ansonsten "ähnlich": Schulvorbereitung am Nachmittag, allerdings bereits ab nächster Woche sowie dreimal wöchentlich.

    Nicht meiner, aber analoger Fall heute in der NP:


    https://www.neuepresse.de/Hann…inuten-pro-Woche-betreuen

  • Tatsächlich verstehe ich wirklich nicht, warum wir uns um jedes dahergelaufene Touristik-, Flugzeug- oder Autounternehmen kümmern, aber KiGa-, Vorschul- und Grundschulkinder komplett vergessen werden; bei denjenigen in den weiterführenden Schulen will ich mal gnädig sein, aber für die Kleinen und Kleinsten geht das derzeit gar nicht! Da merkt mal wieder: Der Kapitalismus/Markt regelt Alles!


    :kotzen:


    Und weil wir gerade dabei sind: mal sehen, wie das dann ist, wenn man in seinem dicken, stinkenden SUV sitzt... und nicht mehr ins Theater, ins Kino oder zum Konzert fahren kann - bleibt dann ja noch die Autobahn, auf der man dann mit 200 Sachen in den Sonnenuntergang knattern kann - oder nach Ischgl, vielleicht läuft da dann ja schon wieder die Corona-Party vom Band.

  • - gestern erste Verhandlung vor Gericht: Mundschutzpflicht auch während der Verhandlung, obwohl sogar zwischen Partei und Anwalt Plexiglasscheiben angebracht waren: Stammheim-Atmosphäre im Familiengericht.

    Komm zu mir, lass Stammheim rechts liegen. Bei uns ist auf den Fluren Mundschutz Pflicht; in der Verhandlung entscheidet der Vorsitzende. Ich frage dann die Anwesenden, ob jemand auf Maske für alle besteht (dem würde ich dann nachkommen). Antworten - bisher - unisono: Ein erleichtertes "nein".


    In bezug auf die Gottesdienste müsste ich mich (katholisch) über Facebook anmelden. Aber ich boykottiere Facebook, und dabei bleibe ich, auch wenn ich mich dabei nicht registrieren muss oder sowas.

    Einmal editiert, zuletzt von 4no1 ()

  • also langsam bekomme ich den eindruck , der furor gegen die demos wird genauso wahnhaft wie (ein teil) der demos selbst, obwohl deren teilnehmer nur einen winzigen bruchteil der bevölkerung ausmachen.

    mal zur erinnerung: die meinungsfreiheit gilt auch für schräge, durchgeknallte und unsinnige behauptungen und vermutungen aller art. grade dann beweist sich eigentlich erst ihre gültigkeit.


    Viele leiden unter der scheiße , ein Teil unter der angst vor dem virus selbst, ein sehr großer Teil aber auch unter den verheerenden psychosozialen begleiterscheinungen. Vielleicht können sich einige auf diesen demos erleichterung verschaffen, insofern viell. sogar begrüßenswert. Besser das, als dass sie ihre frauen und kinder verprügeln. So muss mans auch mal sehen.

    Ich nehme rücksicht, und habe in den vergangenen wochen wirklich zu denen gehört, die sich sehr verantwortungsvoll verhalten haben, und das werde ich auch weiter tun.

    Bei einem Teil der user hier allerdings bekomme ich den Eindruck, es läuft ein wettbewerb "wer ist der folgsamste coronadeutsche"


    "Coronaverfügung befiehl, wir folgen !"


    und dann werden auch noch andere denunziert, weil sie im supermarkt den falschen wagen nehmen, wegen einer Lungenkrankheit keinen Mundschutz tragen, und einige halten sich in der Eilenriede nicht an die Abstandsregeln. Trotzdem viel besser, als dass sie sich zu Hause an die gurgel gehen.

    Sorry, bei einigen usern bricht eine Blockwartmentalität durch, die nur noch grauenhaft ist.


    Sorry, Menschen sind nunmal Menschen, das scheinen einige 120% ige nicht zu kapieren.


    und , stscherer, doch ich will mein altes leben zurück, das , was ich auf keinen fall will, sind "neue Normalität" oder irgend so einen Neusprech scheiß.


    nochmal: Ich verstehe jeden der angst vor dem Virus hat, habe ich auch.


    aber das, was sich hier teilweise bahnbricht, sprengt mittlerweile jede vernunft und rationalität.


    und letztlich auch jede Mitmenschlichkeit. Wir sind nunmal Mängelwesen, jeder.

    Einmal editiert, zuletzt von Calogero81 ()

  • Calogero81

    Du bekommst Dein altes Leben nicht wieder, sorry!


    Und diese Demos von VTlern, rechtem Gesocks und Reichsbürgern bagatellisieren und rechtfertigen: :wut:


    Ja, Menschen sind Menschen... und genau deswegen (eigentlich) vernunftbegabte Wesen: wenn ich also sachlich und in Ausübung meiner Grundrechte gegen Corona-Beschränkungen demonstrieren will, dann kann ich das doch unproblematisch tun, ohne bei den oben Genannten herdenartig mitzulaufen. Allerdings würde das eine gewisse Eigeninitiative und ein gewisses eigenes Nachdenken brauchen...


    Was passiert, wenn man dem nachgibt (oder es sogar noch fördert), was Du und einige Andere hier fordern, kannst Du derzeit in Echtzeit in den USA beobachten.

  • ich habe niemals ein vorgehen wie in den usa gefordert, unterstell mir nicht irgendeinen blödsinn.

    kapiert hast du meinen beitrag auch nicht, sondern reisst aus dem zusammenhang , wie es dir in den kram passt. okay ,ist dir überlasssen.

    2 Mal editiert, zuletzt von Calogero81 ()

  • mal zur erinnerung: die meinungsfreiheit gilt auch für schräge, durchgeknallte und unsinnige behauptungen und vermutungen aller art. grade dann beweist sich eigentlich erst ihre gültigkeit.

    Wie immer gilt hier, dass zur Meinungsfreiheit auch und insbesondere dazu gehört, dass einem jemand deutlich sagt, wenn man Scheiße erzählt.

    Darüber hinaus gehört es übrigens nicht zur Meinungsfreiheit, sich dabei über geltendes Recht und bestehende Regeln hinweg zu setzen.

  • mal zur erinnerung: die meinungsfreiheit gilt auch für schräge, durchgeknallte und unsinnige behauptungen und vermutungen aller art. grade dann beweist sich eigentlich erst ihre gültigkeit.

    Wie immer gilt hier, dass zur Meinungsfreiheit auch und insbesondere dazu gehört, dass einem jemand deutlich sagt, wenn man Scheiße erzählt.

    Darüber hinaus gehört es übrigens nicht zur Meinungsfreiheit, sich dabei über geltendes Recht und bestehende Regeln hinweg zu setzen.

    geht´s noch trivialer und platter ?

  • Calogero81 Ist es trivial und platt, das Widerstreiten von persönlichen Grundrechten und die Konkurrenz von Grundrechten untereinander darzustellen? Eher nicht (aber Verfassungsrecht ist schwierig, ich freue mich immer in Staatsexamensprüfungen, wenn ich da was dazu lerne...).


    Und übrigens habe ich Dich definitiv nicht falsch verstanden und auch nicht verkürzt wiedergegeben: wer sein altes Leben wiederhaben will, der will genau das, was Trump den Amerikanern "anbietet": deswegen, denk es bitte bis zum Ende, man kann das so wollen und die Kolletaralschäden akzeptieren; dann sollte man das aber auch genau so deutlich sagen.


    Das Leben ändert sich - und halt nicht immer zum Besseren, Höheren, Weiteren. Vielleicht ist es ja ein Ansatzpunkt, mal darüber nachzudenken, ob der praktisch völlige Wegfall der Distanzierung zwischen Menschen, den wir in den letzten Jahrzehnten erlebt haben, wirklich der einzig wahre und richtige Weg war und ist.

  • Calogero81 Ist es trivial und platt, das Widerstreiten von persönlichen Grundrechten und die Konkurrenz von Grundrechten untereinander darzustellen? Eher nicht (aber Verfassungsrecht ist schwierig, ich freue mich immer in Staatsexamensprüfungen, wenn ich da was dazu lerne...).


    Und übrigens habe ich Dich definitiv nicht falsch verstanden und auch nicht verkürzt wiedergegeben: wer sein altes Leben wiederhaben will, der will genau das, was Trump den Amerikanern "anbietet": deswegen, denk es bitte bis zum Ende, man kann das so wollen und die Kolletaralschäden akzeptieren; dann sollte man das aber auch genau so deutlich sagen.


    Das Leben ändert sich - und halt nicht immer zum Besseren, Höheren, Weiteren. Vielleicht ist es ja ein Ansatzpunkt, mal darüber nachzudenken, ob der praktisch völlige Wegfall der Distanzierung zwischen Menschen, den wir in den letzten Jahrzehnten erlebt haben, wirklich der einzig wahre und richtige Weg war und ist.

    ???

  • Wer Distanzierung will, kann die doch gerne haben. Tatsächlich gefällt es mir sehr gut, dass derzeit im Alltag (z. B. beim Einkaufen) auf etwas Distanz und Rücksichtnahme geachtet wird. Und wie die Vorredner muss auch ich mir wohl vglw. wenig Vorwürfe machen, was die Einhaltung der aktuellen Verhaltensgebote angeht.


    Tatsache ist aber auch, dass ich lieber heute als morgen wieder auf Konzerten verschwitzt und biergeduscht andere Menschen anspringen will. Wenn das auch morgen nicht klappen sollte, wird es halt übermorgen, aber ich werde mich nicht dauerhaft mit einer "neuen Normalität" abfinden, die die Unterbindung sozialer Kontakte und des Zusammenkommens in Gruppen zum Wesenskern hat.

  • @ stscherer: doch , du hast mich falsch verstanden oder tust es absichtlich. man muss schon ganz schön verblendet sein, um aus dem beitrag eine zustimmung zur politik trumps zu destillieren.

    du bist hier der populist.

  • Zitat

    In Frankreich sind einer Studie zufolge 2,8 Millionen Menschen und damit 4,4 Prozent der französischen Bevölkerung mit dem Coronavirus infiziert. Das geht aus einer Untersuchung des Instituts Pasteur hervor, das in der Zeitschrift "Science" veröffentlicht wurde. In den am schlimmsten betroffenen Teilen des Landes im Osten und in der Region Paris liege die Rate bei 9 bis 10 Prozent. Zuletzt lag die offizielle Infektionszahl bei 177.700.


    Damit ist auch in diesem Land die Dunkelziffer mehr als 10x so hoch.


    Letalität liegt bei 0,96%.


    Es ist bemerkenswert, dass die Letalität in Spanien und Frankreich trotz erheblicher Mängel und Überlastung des Gesundheitssystems die Sterblichkeit DEUTLICH unter den vermuteten Werten liegt.


    Spannend ist doch eigentlich wie viele nach diesem ganzen Beatmungsscheiß zwar überleben, aber so wie Bronco es geschildert hat, schwere bleibende Schäden davontragen.

    Die sollte man zur Letalität zusätzlich erfassen. Was hab ich davon, wenn zwar nur 1% stirbt, aber 5% retrospektiv lieber gestorben wären?


    Ja, wäre spannend. Gab mal einen Bericht in der Süddeutschen in dem ein Arzt zitiert wird, dass sich die Lunge im Regelfall immer sehr gut erholt, so dass selbst die Mediziner immer wieder aufs neue überrascht sind.


    Was den Befall von anderen Organen betrifft vermute ich, dass es sich hierbei eher um Einzelfälle handelt. Wenn es im selben Maße Schädigungen wie Todesfälle gegeben hätte, würde davon mit Sicherheit schon weit und breit berichtet werden. Bisher sind es aber immer nur vereinzelte und sehr vage Berichte.


    Für eine abschließende Bewertung ist es aber sicherlich noch zu früh, hierfür ist die Datenlage zu dünn und die zurückliegende Zeit einfach noch zu gering (China zählt nicht!).

  • Und übrigens habe ich Dich definitiv nicht falsch verstanden und auch nicht verkürzt wiedergegeben: wer sein altes Leben wiederhaben will, der will genau das, was Trump den Amerikanern "anbietet": deswegen, denk es bitte bis zum Ende, man kann das so wollen und die Kolletaralschäden akzeptieren; dann sollte man das aber auch genau so deutlich sagen.


    Bitte auch daran denken, dass die Kollateralschäden (psychischer und wirtschaftlicher Natur) bei Beibehaltung der Maßnahmen noch viel höher sind.


    Man kann es so wollen und diese Kollateralschäden akzeptieren, dann sollte man das aber genauso deutlich sagen.

  • @ stscherer: doch , du hast mich falsch verstanden oder tust es absichtlich. man muss schon ganz schön verblendet sein, um aus dem beitrag eine zustimmung zur politik trumps zu destillieren.

    du bist hier der populist.

    Deine sinnfreien persönlichen Unterstellungen kannst Du Dir sparen. Ich habe versucht, mit Dir sachlich zu diskutieren, Du willst es nicht... kann ich mit leben.


    Medved05

    Es gibt sehr große Schäden in verschiedenen Bereichen durch die Maßnahmen im Rahmen des Lockdowns, aber die werden in Bezug auf die direkten Schäden durch Covid-19 von der ganz überwiegenden Mehrheit des Fachleute und der Bevölkerung deutlich geringer eingeschätzt als von einer Minderheit - die sich allerdings lautstark und massiv grenzüberschreitende (insbesondere nach Rechts) Gehör verschafft.


    Übrigens beruhigt mich Deine Vermutung, dass die Folgen einer Covid-19-Erkrankung nicht dauerhaft sein werden, nicht so wirklich - ich verlasse mich beim Segeln auch nicht auf die vermutete Windstärke, sondern gehe immer von der voraussichtlich stärksten aus ...

  • du versuchst sachlich zu diskutieren ? das wäre eine sensationelle Neuigkeit. aber du zeigst auf den splitter der anderen und siehst den eigenen Balken nicht.