• Zitat

    Trotz Corona sterben in Deutschland derzeit ähnlich viele Menschen wie auch sonst zu dieser Jahreszeit. Das zeigt eine ifo-Berechnung auf Grund von Zahlen des Statistischen Bundesamtes. Die Forscher der Niederlassung Dresden ermittelten dazu die Sterbewahrscheinlichkeiten unter Beachtung zufallsbedingter Schwankungen. „Selbst die im April zu beobachtenden leichten Abweichungen der Sterbefallzahlen nach oben liegen innerhalb der Bandbreite, die sich durch Zufallseinflüsse erklären lässt“, sagt Anna Kremer von der Niederlassung Dresden des ifo Instituts.

    Quelle: https://www.ifo.de/node/55572


    Aufhebung der Kontaktsperre wäre so langsam gerechtfertigt. Von Kitas und Schulen will ich gar nicht erst anfangen.

  • Ich denke, du bist negativ getestet, warum bist du noch in Quarantäne?

    ja, negativ getestet und wieder raus. Diesem Irrglauben bin ich zunächst auch aufgesessen.


    Aber die Quarantäne muss trotz negativem test komplett abgesessen werden.

    Denn das Gesundheitsamt sagt:


    eventuell war ich noch nicht positiv auf Grund zu geringer Viruslast. deshalb sicherheitshalber absitzen der quarantäne.

    und das ist offenbar auch das gewöhnliche vorgehen.

  • Die - soweit mir bekannt - umfassendste Zuaammenfassung hier

    https://dontforgetthebubbles.c…ansmission-of-sars-cov-2/

  • Die Viruslast nimmt aber stark ab (ab Tag vier nach Infektion).

    Das erklär mal dem gesundheitsamt. die meisten mitarbeiter dort sind nicht mal ärzte, geschweige denn solche High Potentials wie du.

  • Hat doch Doc Drosten selbst erklärt, warum sein angeblich 100 % spezifischer Test doch falsch negative Ergebnisse liefert. (Nebem anderen): Man trifft dann (vor allem ab Tag sieben) halt gerade keinen Goldfisch mit dem Eimerchen im Aquarium.

  • Zitat

    Trotz Corona sterben in Deutschland derzeit ähnlich viele Menschen wie auch sonst zu dieser Jahreszeit. Das zeigt eine ifo-Berechnung auf Grund von Zahlen des Statistischen Bundesamtes. Die Forscher der Niederlassung Dresden ermittelten dazu die Sterbewahrscheinlichkeiten unter Beachtung zufallsbedingter Schwankungen. „Selbst die im April zu beobachtenden leichten Abweichungen der Sterbefallzahlen nach oben liegen innerhalb der Bandbreite, die sich durch Zufallseinflüsse erklären lässt“, sagt Anna Kremer von der Niederlassung Dresden des ifo Instituts.

    Quelle: https://www.ifo.de/node/55572


    Aufhebung der Kontaktsperre wäre so langsam gerechtfertigt. Von Kitas und Schulen will ich gar nicht erst anfangen.


    Statistisches Bundesamt registriert deutlich mehr Sterbefälle

    Zitat

    Das Statistische Bundesamt meldet einen deutlichen Anstieg der Sterbefallzahlen auch in der vorletzten Aprilwoche.

    Am Ende ist für jeden was dabei...

  • @ giftzwerg:


    nun ja ausgeschlossen ist ja auch nicht ganz, dass ich zum zeitpunkt des tests schon wieder negativ war (nicht falsch negativ).

    Fest steht wohl : hätte ich mich bei dem kontakt , der auslöser für die quarantäne war ,infiziert, wäre ich jetzt wahrscheinlich auch schon fast durch. es gibt halt viele variablen.


    aber die vom amt rufen auch tatsächlich fast jeden tag an und fragen trotz des negativen tests nach symptomen. fieber gemessen wird auch zweimal täglich.


    die (über)vorsicht des amts hat sicher auch zu tun mit dieser wohnheimsituation. die wollen halt keinen ausbruch.

    Einmal editiert, zuletzt von Calogero81 ()

  • sasa Über den Monat verteilt ist es eben nicht statistisch signifikant abweichend. Seit wann betrachtet man wöchentlich und schließt daraus Erkenntnisse?


    Ich hab schon verstanden, was du mir damit sagen wolltest, man findet für beide "Seiten" entsprechende Meldungen. Aber man muss die jeweiligen Meldungen auch immer einordnen können.

  • Ich bin bei der Einordnung auch eher auf deiner Seite. Das ifo hat sich ja explizit mit den nackten Zahlen des Statistischen Bundesamts befasst und diese sicherlich besser analysiert als ntv. Ich wollte dennoch darauf hinweisen, dass man momentan für jedes Argument einen passenden Artikel finden kann.

  • So rein beim Lesen der Schlagzeile / Kurzmeldung habe ich auch gleich mehrere Gedanken (die ich noch keiner kritischen Prüfung unterzogen habe):


    Die Zahlen könnte man bestimmt als Erfolgsgeschichte unseres Lockdown verkaufen. Denn lokal (z. B. Heinsberg oder Tischenreuth) gab es eine signifikante Übersterblichkeit und im Ausland gibt es ja auch genug "Hot Spots" in Sachen Exzess Mortalität. Wir haben einen drohenden Flächenbrand also abgewendet.


    Außerdem scheint es nicht die von einigen Experten befürchtete Dunkelziffer an Coronatoten in Deutschland zu geben. Es hieß u. a. vom RKI, dass wahrscheinlich erst mit der Übersterblichkeit das wahre Ausmaß sichtbar werden könnte (so aus meinem Gedächtnis heraus).


    Vielleicht stützen die Zahlen auch die These, dass die meisten "Coronatoten" eher mit als an COVID19 gestorben sind.


    Vielleicht hatten wir eine unheimlich schwache Grippesaison und / oder die Corona-Maßnahmen haben noch noch für ein viel früheres Ende / Abflachen der Grippesaison gesorgt.


    Vielleicht sterben auch erst seit Mitte April Infizierte in auffälliger Zahl (jünger als bis 19.April sind die Zahlen des Statistischen Bundesamtes ja noch nicht).


    Freuen wir uns in jedem Fall, dass es in unserem Land bis Mitte April noch keine "Todeswelle" gab.

    Einmal editiert, zuletzt von Schneppe ()

  • Hat doch Doc Drosten selbst erklärt, warum sein angeblich 100 % spezifischer Test doch falsch negative Ergebnisse liefert. (Nebem anderen): Man trifft dann (vor allem ab Tag sieben) halt gerade keinen Goldfisch mit dem Eimerchen im Aquarium.

    Ein Test mit 100% Spezifität identifiziert alle gesunden Testkandidaten korrekt als gesund. Oder anders: Die Spezifität gibt die Wahrscheinlichkeit an, dass ein tatsächlicher Gesunder vom Test auch als "gesund" identifiziert wird. Ein einfacher Test, der 100% Spezifität erreicht, könnte also ein solcher sein, der immer "gesund" anzeigt*. Wird dieser Test auf eine tatsächlich kranke Person angewendet, so zeigt er natürlich per Konstruktion auch "gesund" an und erzeugt somit ein falsch negatives Testergebnis. Es gibt also keinen Widerspruch zwischen 100% Spezifität und falsch negativen Ergebnissen.

    Ich denke, du hast Sensitivität mit Spezifität verwechselt.

    Und wo hat Prof. Drosten gesagt, dass "sein" Test 100% Spezifität (oder doch Sensitivität?) hat?



    *Ein solcher Test taugt natürlich nicht viel, da seine Sensitivität bei 0% liegt. Die Sensitivität ist der Anteil der tatsächlich kranken Personen, die auch als krank angezeigt werden.

  • Ich

    Nein, das Begriffspaar lautet Selektivität und Spezifität.


    Selektivität von 100 % bedeutet, dass es keine falsch negativen Tests gibt (was bei guten Tests gegeben sein sollte).


    Spezifität von 100 % bedeutet, dass es keine falsch positiven Tests gibt (was - jedenfalls beim hier diskutierten Nachweis von Krankheitserregern - fast nie der Fall ist.


    Nach Validierung charakterisiert man den Test über diese Werte. Der beste verfügbare Antikörpertest (neu, von Roche) besitzt 100 % Selektivität und 99,8 % Spezifität. Für den PCR Test von Drosten steht die Validierung immer noch aus, dementsprechend fehlen dort noch die Werte.


    Edit: Wo Drosten das gesagt hat? Gleich am Anfang nach der Kritik von Wodarg. Sei zwar nicht validiert, aber in seinem Team hätte er alles getestet. Nichts würde falsch angezeigt. Außer ggf. SARS-CoV-1, was aber seit 16 Jahren wusgerottet sei, hat Drosten dann noch nachgeschoben. Und explizit betont, dass Tiere natürlich nicht nicht angezeigt würden. Man hat aber jede Menge verschiedene Tiere mit positiver Anzeige gefunden, es gab Berichte aus China und den USA über bis zu 30 Prozent falsche Tests, die mit Fehlern bei der Entnahme oder Verunreinigungen erklärt wurden. Und es gab eben die Erklärung von Drosten (bezog sich auf den Aufruhr aus Südkorea, wo man Erkrankte, die schon wieder negativ waren, dann doch wieder positiv getestet hat). Da kam seine Analogie mit dem Blindfischen im Aquarium. Ganz sicher hat man demnach einen Goldfisch nur in seinem Eimer hen, wenn das Aquarium vor Goldfischen überquillt. Und das ist bei SARS-CoV-2 eben nur am Anfang der Fall.

    Einmal editiert, zuletzt von Giftzwerg ()

  • Zitat

    Spezifität von 100 % bedeutet, dass es keine falsch positiven Tests gibt

    Das hat auch nie jemand bezweifelt. Du beschreibst aber in dem von mir zitierten Abschnitt einen Zusammenhang zwischen Spezifität und falsch negativen Ergebnissen. Und die Spezifität macht einfach gar keine Aussage über falsch negative Ergebnisse. Am Ende des Tages hat man bei der Auswertung medizinischer Tests eine Vierfeldertafel:


    Tatsächlich krankTatsächlich gesund
    Test positiv
    richtig positiv (A)falsch positiv (B)
    Test negativ
    falsch negativ (C)
    richtig negativ (D)

    Dann ist Spezifität=D/(B+D), d.h. wenn B=0 (keine falsch positiven), dann ist die Spezifität trivialerweise D/D=1. Und schau mal: In der Definition kommen die falsch negativen gar nicht vor!

    Die Sensitivität ist A/(A+C), d.h. der Anteil der positiv getesteten an den tatsächlich kranken (richtig als krank erkannte in Prozent). Wenn es keine falsch negativen gibt (C=0), dann ist die Sensitivität 1.

    Man kann jetzt noch beliebige weitere Quotienten bilden und denen Namen geben.

    Zitat

    Nein, das Begriffspaar lautet Selektivität und Spezifität.

    Ist das so, ja? Was ist denn die Definition von Selektivität?