• Mit Interesse habe ich gelesen, dass einiges darauf hinweist, dass Covid-19 die Blutgefäße angreift. Das könnte ja vielleicht ein guter Ansatz für die medizinische Forschung sein.

    (Auch wenn ich das nur bei Focus online gelesen habe... Klang aber irgendwie nicht unplausibel.)

  • Ich kann auf jeden Fall aus persönlichen Beobachtungen bestätigen, dass die letzten drei Tage von "Verstößen" gegen nahezu jede Regelung nur so geprägt waren. "Die Bevölkerung" wirkt vollkommen enthemmt.

    Deckt sich mit meiner Beobachtung. Ich fragte mich gestern auch, vorher diese positiven Pressemeldungen der Polizei kamen, dass es nur wenig Verstöße gegeben haben soll. Ich war den halben Tag draußen unterwegs und habe keine einzige Polizeistreife gesehen (anders als in den letzten Wochen). Daran könnten die wenigen (beobachteten) Verstöße auch liegen. Vielleicht waren die auch an bestimmten Schwerpunkten.


    In der Tiergartenschänke beispielsweise gab es außer ausgedünnten Tischen (die standen dann einfach teilweise jenseits des Zausn und waren dort auch besetzt), die aber nach meinem Empfinden gar nicht weit genug voneinander entfernt standen keinerlei Bemühungen zu erkennen. Keine Gäste mit Masken, keine besonderen Abstände in den Schlangen etc pp.

  • Manches klingt für mich nachvollziehbar, anderes wie die schleppenden Schulöffnungen nicht.

    Für die Schulöffnungen gibt es einen Stufenplan, auf dessen Grundlage die Schulen geplant haben. Es wäre etwas schwierig, wenn jeden Freitag die Pläne wieder umgeschmissen werden müssen.

    Aber davon abgesehen umgeht die Politik damit auch ganz elegant zwei Probleme:


    1. An allen Schulen fehlen derzeit bis zu 40% an Schulpersonal, welches nämlich als Risikogruppe im Homeoffice arbeitet. So lange ein Teil der Schülerschaft zuhause bleibt, lässt sich damit umgehen. Aber sobald alle Schüler wieder vor Ort wären, gäbe es ein Riesenproblem, auf das es noch keine Antwort gibt.


    2. Solange es die Regelungen zum Mindestabstand gibt, können gar nicht alle Schüler gleichzeitig in der Schule sein. Dafür gibt es schlichtweg nicht genügend Platz respektive Räume.


    Vor diesem Hintergrund bin ich höchst gespannt, wie es nach den Sommerferien weitergehen soll...

  • [...]
    Ab und an stelle ich mir jedenfalls die ein wenig ins Resignative gehende Frage, ob nicht viele Menschen Verbote und Strafen brauchen, weil sie es selbst nicht kapieren. Ich würde das allerdings grundsätzlich sehr bedauern, aber eine kleine zweite Seele schlägt da in meiner Brust.

    Wobei es mit härteren Strafen ja auch nicht getan ist. Härtere Strafen führen ja nicht zwingend zu Einsicht. Sie müssten auch flächendeckend und direkt verfolgt werden können etc. pp.. Ebenso die Frage ob das in der aktuellen Stimmung nicht kontraproduktiv wäre. Also als Gedankenhypothese: Lieber kleinere Grenzverletzungen zulassen, als noch schnellere und lautere Rufe nach Lockerung/Komplettabschaffung der Massnahmen/noch mehr Verlust der Solidarität?

  • 1. An allen Schulen fehlen derzeit bis zu 40% an Schulpersonal, welches nämlich als Risikogruppe im Homeoffice arbeitet. So lange ein Teil der Schülerschaft zuhause bleibt, lässt sich damit umgehen. Aber sobald alle Schüler wieder vor Ort wären, gäbe es ein Riesenproblem, auf das es noch keine Antwort gibt.


    2. Solange es die Regelungen zum Mindestabstand gibt, können gar nicht alle Schüler gleichzeitig in der Schule sein. Dafür gibt es schlichtweg nicht genügend Platz respektive Räume.


    Vor diesem Hintergrund bin ich höchst gespannt, wie es nach den Sommerferien weitergehen soll...

    Zugegeben, ich habe aktuell die Kita Perspektive. Aber ich würde mir für mein Kind wünschen, dass es, ebenso wie die Erwachsenen, ein Stück weit zurück zur Normalität kann (bevor die nächste Welle im Herbst einschlägt ... zugegeben Glaskugel, aber die Gefahr scheint ja da). Dabei geht es nicht um Regelbetrieb sondern eingeschränkten Regelbetrieb. Das heißt für mich, dass jedes Kind für ein paar Stunden die Woche (meinetwegen auch wochenweise wechselnd) Chance auf Betreuung/Unterricht erhält .... je nachdem wie es die individuellen Personalstärken / Örtlichkeiten zulassen.


    Der Erwachsene geht ab Montag wieder regelmäßig ins Fitnessstudio, am Wochenende in die Mall, trifft sich mich Mitte der Woche mit einer befreundeten Familie im Biergarten und meinem Kind wird gesagt: "Tut mir leid, Du musst noch bis August warten bis Du Dein Stück gesellschaftliche Normalität zurück bekommst!". Das macht wütend und ist zum kotzen.


    Edit:

    Zitat

    Aber sobald alle Schüler wieder vor Ort wären, gäbe es ein Riesenproblem, auf das es noch keine Antwort gibt.

    Wer ist für diese Antworten zuständig? Das Thema wird uns jetzt noch monatelang begleiten ... wurden die letzten Monate wirklich von noch keiner Stelle an Konzepten gearbeitet?

    Einmal editiert, zuletzt von juk96 ()

  • Vor allem heißt es ständig es wird auf das Infektionsgeschehen dynamisch reagiert jedoch bei KiTas wird stur an einem Phasenplan festgehalten, der weder zur Gesamtverordnung noch im Vergleich zu anderen Bundesländern passt. 1.8. WAR ein gutes Ziel eines Phasenplans, jetzt nach ein paar Wochen erscheint es doch sehr viel zu weit weg.

  • In der Tiergartenschänke beispielsweise gab es außer ausgedünnten Tischen (die standen dann einfach teilweise jenseits des Zausn und waren dort auch besetzt), die aber nach meinem Empfinden gar nicht weit genug voneinander entfernt standen keinerlei Bemühungen zu erkennen. Keine Gäste mit Masken, keine besonderen Abstände in den Schlangen etc pp.

    Nun ist aber ja schon (vorläufige, doch) einhellige Meinung, dass eine Ansteckung draußen nicht eben wahrscheinlich ist. Das soll das beschriebene Verhalten keineswegs rechtfertigen, aber es muss eben nicht gleich derartige Auswirkungen haben. Und (ganz) vielleicht wissen das die Leute ja auch...

  • In Schwarzafrika ist im Todeszahlenranking derzeit Nigeria mit 221 Töten auf Platz 2 nach Südafrika.


    Im Versuch, die Menschen zu schützen, wurde wohl ein für die weitere Ausbreitung maßgeblich verantwortlicher Fehler gemacht.


    Sie kamen auf die Idee, die vielen vom Land kommenden, aber in den Städten lebenden, oft bettelnden Kinder zurück in ihre Dörfer zu kutschieren. Teils durchs ganze Land ging es in vollen Bussen in die Heimatgemeinden.


    Es stellte sich heraus, dass viele der Kinder infiziert waren und so die Krankheit schnell von Stadt aufs Land gelang.


    Die normalerweise aus Armut heraus geringere, langsamere Mobilität gilt als ein Faktor dafür, dass Afrika bisher noch nicht so eskaliert ist, wie befürchtet. Die teilweise harten Einschränkungen haben das in den anderen Ländern bisher auch unterstützt.


    Beim Senegal stehen aktuell 33 Tote.

  • Thüringen beendet zum 6. Juni alle Maßnahmen (Abstandsregel, Maskenpflicht, etc.). Ich möchte gar keine Diskussion darüber los treten, ob das zu früh ist oder nicht. Aber vielleicht zeigt es denen, die hier seit Wochen davon reden, dass wir in diesem Zustand über Monate und Jahre verharren werden, dass es deutliche gegenteilige Bemühungen (auch und gerade durch die deutsche Politik) gibt.

  • Die Menschen verlangen nach Selbstbestimmung bzw. Selbstverantwortung, das Land Thüringen gibt den Menschen was sie wollen. Man wird sehen.

  • Dass sie einen Einfluss haben könnten, nimmt auch Christian Drosten an, Experte für Coronaviren an der Charité in Berlin. "Ich stelle mir immer mehr die Frage, ob diese hohen Übertragungsaktivitäten in Schlachthöfen nicht etwas zeigen, das wir sonst im Winter weitläufig erleben - nämlich einen Temperatureffekt", sagte er in seinem Podcast beim "NDR".

    Ach so, na dann. Also muss man an den Arbeits- und Wohnbedingungen der Arbeiter nix ändern.

    Ich schätze Deine Beiträge immer sehr (nicht nur weil wir Boomer zusammenhalten müssen), aber dieser facebookeske Reflex ist wirklich unter aller Sau, um mal eine zum Kontext passende Metapher zu bemühen.


    Man kann sich doch wirklich die Mühe machen - was beim Reden sicher oft genug schwerfällt - zumindest beim Schreiben noch ein Nach-Denken vorzuschalten.


    Intuitiv könnte einen dabei lenken, dass Drosten ja gerade dadurch auffällt, dass er sich fast durchweg nur als Virologe äußert und nicht als “Bürger” oder gar als Politiker.


    Hilfreich wäre auch, sich den Podcast anzuhören oder (als Skript) durchzulesen.
    Dort kann man auch (über alle bisherigen Podcasts) nach Stichworten suchen, wenn man am Nachverfolgen des Erkenntnisfortschritts in der Wissenschaft (vulgo: dem ständigen Wechseln der Meinungen) interessiert ist.


    Zum aktuellen Stichwort Temperatur brächte es einen dann zum Einen zur Erkenntnis, dass Drosten sich auf Befragen der ihn interviewenden Wissenschaftsredakteurin äußert, die wiederum Höreranfragen zur vermeintlichen Infektionsgefahr über Fleisch verarbeitet und voranstellt, ob er nicht - auch wenn es natürlich im Wesentlichen um Hygienemaßstäbe gehe und die Zustände, die sich ändern müssen - doch auch noch etwas Virologisches beitragen könnte.


    Zum Anderen äußert Drosten dann - ausgehend von der bekannten Häufung in amerikanischen Schlachthöfen - lediglich die Überlegung, ob es ausschließlich die prekären Zustände in den Unterkünften seien oder ob das Phänomen der kühlschrankartigen Arbeitsbedingungen nicht auch einen weiteren Faktor darstellen könnte, den man einmal untersuchen müsste. (1. Frage/Antwort in Podcast 42)

  • Thüringen beendet zum 6. Juni alle Maßnahmen (Abstandsregel, Maskenpflicht, etc.). Ich möchte gar keine Diskussion darüber los treten, ob das zu früh ist oder nicht. Aber vielleicht zeigt es denen, die hier seit Wochen davon reden, dass wir in diesem Zustand über Monate und Jahre verharren werden, dass es deutliche gegenteilige Bemühungen (auch und gerade durch die deutsche Politik) gibt.


    War die Kritik hier nicht eher überwiegend, dass es nicht möglich sein wird die Maßnahmen so lange in der Form aufrecht zu erhalten und weniger, dass es so sein wird das der Zustand so lange anhalten wird?


    Bei der Nachricht aus Thüringen finde ich zwei Punkte noch wichtig:


    1. Es wird einen strengeren Grenzwert für Neuinfektionen geben und sogar gesagt, dass dann schneller und ggf. auch härter lokale Maßnahmen erfolgen werden.

    2. Der Plan findet über Parteigrenzen hinweg Zustimmung. NIcht unwichtig wenn man über Thüringen spricht :-)


    Quelle: https://www.mdr.de/thueringen/…aufheben-ramelow-100.html


    In der Tiergartenschänke beispielsweise gab es außer ausgedünnten Tischen (die standen dann einfach teilweise jenseits des Zausn und waren dort auch besetzt), die aber nach meinem Empfinden gar nicht weit genug voneinander entfernt standen keinerlei Bemühungen zu erkennen. Keine Gäste mit Masken, keine besonderen Abstände in den Schlangen etc pp.

    Nun ist aber ja schon (vorläufige, doch) einhellige Meinung, dass eine Ansteckung draußen nicht eben wahrscheinlich ist. Das soll das beschriebene Verhalten keineswegs rechtfertigen, aber es muss eben nicht gleich derartige Auswirkungen haben. Und (ganz) vielleicht wissen das die Leute ja auch...

    Heute im CCL saßen in großer Mehrheit Personen der Risikogruppe bei Venetia, Arkor und Wurst Basar in Zwei- bis Vierergruppen zusammen und aßen drinnen (natürlich ohne Maske, geht ja sonst auch nicht). Schien mir auch zu nah, vor allem weil die Leute auf den Gängen in relativ nahem Abstand daran vorbei gingen. Dann doch lieber den Biergarten im Freien.


    Ebenso trugen ein paar Menschen die Maske eher so alibimäßig mehr um den Hals, als über Mund und Nase. Das war 50-50 aufgeteilt zwischen Jung und Alt. Gefühlt waren entweder junge oder alte Menschen unterwegs. Die Boomer Generation scheint aktuell am vernünftigsten ... eine ganz ganz subjektive Einschätzung aus der heutigen Mittagszeit im CCL ;)

  • Thüringen beendet zum 6. Juni alle Maßnahmen (Abstandsregel, Maskenpflicht, etc.). Ich möchte gar keine Diskussion darüber los treten, ob das zu früh ist oder nicht. Aber vielleicht zeigt es denen, die hier seit Wochen davon reden, dass wir in diesem Zustand über Monate und Jahre verharren werden, dass es deutliche gegenteilige Bemühungen (auch und gerade durch die deutsche Politik) gibt.


    War die Kritik hier nicht eher überwiegend, dass es nicht möglich sein wird die Maßnahmen so lange in der Form aufrecht zu erhalten und weniger, dass es so sein wird das der Zustand so lange anhalten wird?

    Naja, hier wurde schon auch mehrfach behauptet, dass (durch die Bundesregierung) gesagt worden wäre, dass die Maßnahmen in der strikten Form erhalten blieben, bis ein Impfstoff gefunden sei. Hinweise, dass das nie gesagt wurde, wurden ignoriert oder bestritten. Das war schon reichlich irrational.

  • Ok, da hast Du einen Punkt. Wobei Du ja "zeigt es denen, die hier seit Wochen davon reden" schreibst und ich mich nur an einen erinnern kann. Aber das ist dann auch zugegeben Erbsenzählerei :-)

  • Thüringen beendet zum 6. Juni alle Maßnahmen (Abstandsregel, Maskenpflicht, etc.). Ich möchte gar keine Diskussion darüber los treten, ob das zu früh ist oder nicht. Aber vielleicht zeigt es denen, die hier seit Wochen davon reden, dass wir in diesem Zustand über Monate und Jahre verharren werden, dass es deutliche gegenteilige Bemühungen (auch und gerade durch die deutsche Politik) gibt.

    Bei der Nachricht aus Thüringen finde ich zwei Punkte noch wichtig:


    2. Der Plan findet über Parteigrenzen hinweg Zustimmung. Nicht unwichtig wenn man über Thüringen spricht :-)

    Mich wundert es vor allem dass sowas, also das aufheben von Restriktionen, mehr Freiheit, von einer linken Regierung kommt. Klar dass die anderen da zustimmen.

  • War heute im Zoo. Können sich das mit den Zeitfenstern auch schenken. Gut, dass das alles draußen ist.

  • War heute im Zoo. Können sich das mit den Zeitfenstern auch schenken. Gut, dass das alles draußen ist.

    Da würden mich ein paar Details interessieren: Kannst du genaueres berichten?

    Allgemein zu voll / zu viel Gedränge an den Gehegen? Hat die Gastro im Zoo schon wieder auf?