• Es gehört in Deutschland ja zum "guten" Stil, diejenigen, denen man gestern zugejubelt hat, heute zu hängen.


    Schade, dass hier fröhlich dabei mitgemacht wird.

  • Es gehört in Deutschland ja zum "guten" Stil, diejenigen, denen man gestern zugejubelt hat, heute zu hängen.


    Schade, dass hier fröhlich dabei mitgemacht wird.

    Kann man das nicht etwas differenzierter betrachten?


    Niemand will drosten um seine verdienste bringen. Guter mann, guter wissenschaftler. Punkt.


    Für einen wissenschaftler ist er aber ungewöhnlich öffentlich eitel. Ich kann ihn aber auch verstehen. Er ist quasi der sars-cov forscher und dann hat das nach 2003 keine sau mehr interessiert und plötzlich ist er in dt. der virologe nr 1. Alles cool. Und für die allgemeinheit wirkt es halt seltsam, ständig seine meinung dem wissenschaftlichen stand anzupassen, was vollkommen normal ist, bei einem thema was alle betrifft natürlich unbefriedigend ist aber so ist das nun einmal. Ich befürchte er kriegt auch ab, was eigentlich die politik abbekommen müsste, dass klar definierte ziele fehlen.


    Was ich aber kritisiere ist der jetzige umgang mit der studie. Das ist halt ein richtig wichtiger punkt mit den kindern. Die studie ist eigentlich unter seinem eigenen niveau und statistisch nicht state of the art. Anstatt das einzugestehen schlägt er wild um sich. Selbst das ist nicht wirklich schlimm, bekommt aber geschmäckle, wenn man seine aussagen zu der heinsberg-studie betrachtet. Man konnte ja fast den eindruck gewinnen, dass er persönlich beleidigt war, dass sich in dt. plötzlich noch wer anderes mit corona beschäftigt. Zwei studien, zweierlei mass. Was die presse daraus macht ist dann zusätzlich albern.

  • Das einzige Gute an dieser Corona-Scheiße sind die ganzen neuen Virologen, Epedimie-Spezialisten, Lungenfachärzte, Logistikfachleute usw., die nach 3-monatigem Internetstudium nun bereit sind, die Verantwortung zu übernehmen und die Karre aus dem Dreck zu ziehen.

    Herzlichen Dank!

  • Es gehört in Deutschland ja zum "guten" Stil, diejenigen, denen man gestern zugejubelt hat, heute zu hängen.


    Schade, dass hier fröhlich dabei mitgemacht wird.

    Als bibelfester Mensch solltest Du wissen, dass das anderswo auch schon Usus war, lange bevor es Deutschland gab.

  • Es gehört in Deutschland ja zum "guten" Stil, diejenigen, denen man gestern zugejubelt hat, heute zu hängen.


    Schade, dass hier fröhlich dabei mitgemacht wird.

    Als bibelfester Mensch solltest Du wissen, dass das anderswo auch schon Usus war, lange bevor es Deutschland gab.

    Da hast Du wohl recht.


    obk die Zweite

    Wer Herrn Prof. Drosten als "eitel" bezeichnet, der scheint ihm noch nicht eine einzige Minute zugehört zu haben und seine Informationen über ihn nur aus Drittquellen zu beziehen. Und Deine weiteren Ausführungen zeigen, dass du dir nicht ansatzweise vorstellen kannst, wie es ist, wenn die BILD die Jagd auf dich eröffnet hat...

  • Steile These. Ich behaupte mal, es gibt hier richtig viele, die ihn als eitel bezeichnen und ihm schon weit mehr als eine Minute zugehört haben. Beweis? Alle die ihn als eitel empfinden, klicken gefällt mir (so hole ich sasa noch ein).

  • Wer Herrn Prof. Drosten als "eitel" bezeichnet, der scheint ihm noch nicht eine einzige Minute zugehört zu haben und seine Informationen über ihn nur aus Drittquellen zu beziehen.

    Ach Mann,,,,

    Es ist echt anstrengend mit Dir. Hast Du obk nicht 'zugehört'?


    Drosten kann man insofern eitle Ansätze unterstellen, als dass scheinbar seine Studie unter statistischen Gesichtspunkten angreifbar ist. Soweit, so gut. Was ihn in Richtung Eitelkeit rückt, ist z.B. dieser Tweet, in dem er gegen einen seiner Kritiker wettert und einen Seitenhieb verteilt, den er eigentlich nicht nötig hat:


    https://twitter.com/c_drosten/status/1265858395564847104


    Entspann Dich und nimm nicht alles persönlich.

  • Eitelkeit, ach ich weiß nicht. Irgendwie ist das ja die - eigentlich - politische Entsprechung zu "fauler Egoist im Sturmzentrum, sieht man doch an der Körpersprache". Hier wie da aber: Reingucken kannste nicht, und Unterstellungen sind doof.


    Das Problem ist doch vielleicht ganz einfach, dass Drosten viel zu viel anhand viel zu dünner Daten kommentiert hat, dabei allerdings korrekterweise stets im Konjunktiv sprach. Mit Konjunktiv kann der öffentliche Diskurs aber nur schwer um, zumal in dieser Geballtheit und in solch einer Situation. Schlussendlich ist er dabei aufs mediale Glatteis geraten. Dass nun quasi zeitgleich seine eigene "große" Studie in die Kritik gerät und "ausgerechnet" die Heinsberg-Studie weitergehende Relevanz erntet (geht es bei der Virus-Verbreitung tatsächlich vorrangig um Super-Spreading mit Cluster-Effekt, so lässt sich Gangelt nach wie vor nicht auf Gesamtdeutschland hochrechnen, für das Verstehen des Virus-Geschehens war man aber am ganz genau richtigen Ort), mag schwer zu verarbeiten sein. Ist aber spekulativ, eigentlich irrelevant und als unterstellte "Charakterschwäche" nochmal umso mehr. Und eine derart widerwärtige Kampagne wie die der Bild daraus zu stricken natürlich indiskutabel.


    Ansonsten: Gehängt wurde und wird hier keiner. Auch Morddrohungen unterstützt, wie schon einmal angemerkt, keinesfalls. Und selbst die Unterstellung von Eitelkeit heißt gewiss nicht, dass man fröhlich bei irgendeinem Lynch-Mob mitbrabbelt. "Biblisch" sind da nur die Bilder, die man benutzt.

  • Deutschland könnte zweiter Infektionswelle entgehen

    13:02 Uhr


    Eine zweite große Infektionswelle in der Corona-Krise könnte Deutschland zwei führenden Virologen zufolge erspart bleiben. "Vielleicht entgehen wir einem zweiten Shutdown", sagte der Virologe Christian Drosten von der Berliner Charite dem "Spiegel". Es gebe jetzt eine "theoretische Möglichkeit", dass die Deutschen "ohne zweite Welle durchkommen". Ähnlich äußerte sich sein Kollege Hendrik Streeck von der Universität Bonn. Vermutlich werde es immer mal wieder lokale Ausbrüche wie zuletzt in Leer oder Frankfurt geben, sagte Streeck dem RedaktionsNetzwerk Deutschland. "Das wird vielleicht im Herbst auch vermehrt und überraschend geschehen - aber ich glaube nicht, dass wir eine zweite Welle sehen werden, die uns regelrecht überschwemmt und überfordert."

    Auch sieht Streeck grundsätzlich gute Chancen, das Virus beherrschbar zu halten. Denn trotz der Lockerungen habe es keinen Anstieg der Infektionen gegeben, und mittlerweile liege die Zahl der Erkrankten unter 10.000. Er rät dazu bei den Schutzmaßnahmen sich vor allem auf Großevents zu fokussieren.

    Das macht doch Mut ...

  • Ich gebe Unterricht per Zoom und nutze andere Plattformen wie padlet, glogster usw. Der Unterricht unterscheidet sich natürlich vom Präsenzunterricht, aber interaktiv ist er und man lernt ja immer mehr dazu.

    Wir sind hier echt Entwicklungsland, was das anbelangt...

    Deine Antwort zeigt aber auch die Schere, die sich auftut, weil natürlich nicht jeder Zugriff auf die Technik hat. Das ist dann wiederum wie hier (siehe oben).


    Ich bin gespannt, wie es bei Euch weitergeht, gerade vor dem Hintergrund, dass Chile intern eh unruhig ist.

    Tja, weitergehen wird es wohl mit einer Katastrophe auf dem ganzen Kontinent. Wobei die Katastrophengebiete sich vielleicht regional begrenzen. In Chile wäre das vor allem Santiago. in Concepcion hält sich das bislang noch in Grenzen. In der ganzen Zeit gab es hier bislang 1400 infizierte in der Region.

  • Ab 15, Juni ist die Maskenpflicht in Österreich so gut wie abgeschafft, sie gilt dann nur noch in den Öffis, im Gesundheitsbereich und bei Dienstleistungen wo der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann (z.B. Frisör).


    Sperrstunde in der Gastro wird auf 1 Uhr erweitert und die Begrenzung auf 4 Personen pro Tisch wird zum 15. Juni ebenfalls aufgehoben.


    Quelle: DerStandard

  • Der Gesundheitsminister hat gestern übrigens im Fernsehen erklärt, er habe jetzt erst bemerkt, dass es in Santiago arme Stadtteile gebe. Nun ja, selbst wenn man nur von Vitacura zum Flughafen fährt und sonst seine Upper Class Viertel nicht verlässt, sollte einem auffallen, dass nicht alle in Chilenen in einem Penthaus oder einer Villa leben. Manche haben sogar nur Wellblechhütten.

    In Santiago dürfte vor allem der Nahverkehr eine Virenschleuder sein. In der Metro und im Bus steht man nicht nur in Stoßzeiten dicht an dicht. Da ist eine Ansteckung fast unvermeidlich.

    Hier in Concepcion ist das ein bisschen entspannter. Viele Wege können zu Fuß oder mit dem Rad erledigt werden, so dass die Ansteckungsgefahr etwas geringer ist. Im Vergleich zur Hauptstadt tritt in Concepcion Covid noch verhältnismäßig milde auf. Im Zentrum sind sogar fast alle Geschäfte geöffnet.

    Die Regierung lässt leider keine Gelegenheit aus, ihr Unvermögen unter Beweis zu stellen. Gleichzeitig werden Zahlen geschönt und Diskussionen im Keim erstickt. Ich wundere mich über die Zahl der Todesopfer. Über 80.000 Menschen haben sich infiziert, aber erst 800-900 Menschen sind daran verstorben. Das passt irgendwie nicht.

    Des weiteren warte ich darauf, dass das Bildungsministerium mal wieder das Thema Schule aufgreift. Hier gibt es keinerlei Neuigkeiten.

    Ein anderer Punkt ist der Einsatz des Militärs. Die 90 Tage mit der nächtlichen Ausgangssperre sind bald rum und das Militär war bislang auch nicht bei sinnvollen Einsätzen wie dem Bau von Notunterkünften, Hospitälern usw. zu sehen. Man schützt die Supermärkte und steht in der Gegend rum.

    Das Gesundheitswesen ist auch ohne Covid ständig überlastet. Jetzt ist es in der Hauptstadt kollabiert.

  • Die Limmerstrasse so voll wie normal.


    Ich hoffe auf keinen Superspreader.


    Nachtrag


    Was eine Metaebene


    PS


    Kontaktnachverfolgung Oleee


    PPS


    My Garden, my Home, my Hood.


    That is my Bubble


    Wir gehen Slalom, aber wat willste sonst machen.


    Coronaline, mitten auf der Limmer

    2 Mal editiert, zuletzt von andro96 ()

  • In der letzten Woche wurde wunderbar an "wieder ansteigenden" Fallzahlen bzw. leicht verzögert Reproduktionswert gearbeitet.


    Wie mache ich das bei eigentlich unverändert leicht sinkenden Zahlen? Ich buddle erst ein Loch und werfe auf den Erdwall des Aushubs zusätzlich Material der letzten Monate, weil ich genau dann zusätzlich mein Lager ausmiste. Und verzähle mich dann noch (um 410) in die jeweilige Richtung.

  • andro96

    Ich bin inzwischen für den Weg von MP Ramelow: Alles aufheben!


    Diejenigen, die schlau genug sind, sich zu schützen, die tun es trotzdem weiter - und die Anderen ignorieren die Auflagen sowieso. Da kommt es auf die paar zusätzlichen Infektionsmöglichkeiten auch nicht mehr an.


    Allerdings sollte man gleichzeitig für die nächsten 3 Monate jedem Arbeitnehmer die Möglichkeit geben, bei 75% freiwillig Kurzarbeit machen zu können bei vollem Kündigungsschutz. Die derzeitige Krankschreiberei ist unwürdig.


    Und: niemand sollte dann meckern, wenn die Zahlen sich nicht so entwickeln wie in Südkorea oder Japan, dafür aber wie in Schweden.


    Giftzwerg

    Aber klar sind die Zahlen geschönt: allein bei einfachen Zusammenrechnen überschreiten die Zahlen aus den norddeutschen und hessischen Outbreaks die offiziellen Infiziertenzahlen... aber so jemandem wie dir ist sicherlich einfaches Kopfrechnen und Nachdenken... zu einfach. Da fehlt der besondere Kick der VT: die Behörden in Deutschland "arbeiten am Reproduktionswert", damit endlich StaMoKap eingeführt werden kann... Merkel ist halt doch nicht das Mädchen von Kohl, sondern von Honecker!

  • Ich sage nochmal: Dass man sich über das Draußen so viele Gedanken macht, ist wohl relativ unangebracht. Drosten sagt: 19-mal größere Ansteckungswahrscheinlichkeit in Innenräumen. Insofern sollte man eigentlich vielleicht seine Wahrnehmung etwas "umschulen" und nicht Angst haben, sondern viel mehr froh sein über jegliche Außenaktivität, die die Menschen ausführen. Kleingärtnern, Georgengartening, ja, selbst Limmern, alles hochwillkommen: Es sei denn natürlich, man kuschelt sich mit hundert anderen zusammen und überzieht die drei Brüder mit minutenlangen Schmähgesängen. :)

    Einmal editiert, zuletzt von Zackzack ()