• Vielleicht würde - bei allen Unwägbarkeiten - etwas frühzeitige Kommunikation doch helfen:

    „Die Lockerungen kommen schneller, als man sie umsetzen kann“: Gerade haben Pavillon und Faust Pläne für gemeinsame Openair-Konzerte geschmiedet, da kommt schon eine neue Perspektive für Indoor-Veranstaltungen.

    (Link zur HAZ)

    Wieso schafft man es augenscheinlich nicht, schon vor einem möglichen Inkrafttreten neuer Lockerungen mit den Betroffenen Zeitfenster und notwendige Konzepte zur Lockerung zu besprechen?

  • Das mag nicht jedem gefallen, aber man braucht weder Argumente noch irgendwelche Begründungen. Das herunterladen der App und das Nutzen ist freiwillig. Das ist der aktuelle Stand und die politische Entscheidung die getroffen wurde.

  • Es gibt offenbar keine wichtigen Gründe die App nicht zu installieren und zu nutzen. Okay, verstehe ich. Gut!


    Kann mir jetzt noch einer wichtige Gründe nennen, warum ich sie nutzen sollte? JETZT meine ich.


    Ernstgemeinte Frage.


    Ich schließe für mich überhaupt nicht aus, dass ich die App irgendwann mal für sinnvoll erachten, sie installieren und nutzen werde (hoffentlich kommt es nie dazu!). Aber JETZT und unter den gegebenen Bedingungen (#15minuten)... Gerade halt nicht.


    Wie ich übrigens auch nicht ausschließe, dass ich mir irgendwann mal eine App installiere und nutze, die mir die Schneehöhe in den Schweizer Alpen verrät. Aber weder jetzt brauche ich die (Sommer), noch unter den gegebenen Bedingungen (ich fahre kein Ski und für die Schweiz habe ich keine Kohle).

  • Kann mir jetzt noch einer wichtige Gründe nennen, warum ich sie nutzen sollte? JETZT meine ich.


    Ernstgemeinte Frage.

    Für mich spricht eben gerade für die Nutzung der App, dass es so wenige Neuinfektionen gibt. Das führt zu spürbaren Lockerungen, zu wieder massivem Kontakt zu fremden Menschen und ggf. auch zu einem lockereren Umgang mit einigen Dingen/Regelungen. Finde ich auch alles nachvollziehbar und ok. Umso mehr halte ich es für hilfreich, im momentan unwahrscheinlichen Fall des Kontakts mit einem Infizierten eine schnelle Nachverfolgung zu gewährleisten, da das die Grundlage aktueller und zukünftiger Lockerungen sein wird. Und ich habe, aus egoistischen und sozialen Motiven, kein Interesse daran, dass die Lockerungen wieder zurückgenommen werden müssen.

    Mit anderen Worten: Im von dir angedeuteten Fall der sinnvollen Nutzung (stark verändertes Infektionsgeschehen) ist es meiner Meinung nach für diese schon zu spät.


    Ansonsten habe ich mir nun seit gestern die vielfältigen Meinungen zur App angeschaut und konnte auf dieser Basis heute guten Gewissens entscheiden, dass eine Nutzung mir nicht weh tut und ich das mache.

  • - schnellere und bessere Kontaktverfolgung

    - frühere Warnung bei möglicher Infektion.

    - bessere Möglichkeiten der Eindämmung

    - weitere Lockerungen.


    Für mich ist auch ein Argument:

    Die Leute, die die App empfehlen, sind Fachleute auf ihrem Gebiet.

  • Die einzigen Fachleute mit Expertise sind doch hier im Forum...:grübel:


    Edit

    Schön sind auch die Diskussionen bez. Sicherheit der App auf Facebook... :kichern:

    Einmal editiert, zuletzt von kampi ()

  • Wie ich übrigens auch nicht ausschließe, dass ich mir irgendwann mal eine App installiere und nutze, die mir die Schneehöhe in den Schweizer Alpen verrät. Aber weder jetzt brauche ich die (Sommer), noch unter den gegebenen Bedingungen (ich fahre kein Ski und für die Schweiz habe ich keine Kohle).

    Das Beispiel würde nur passen, wenn Corona nur in der Schweiz ein Thema wäre und die App nur Kontakte in der Schweiz anzeigen würde.

  • Nun, wenn man jeden Tag mit Menschen Kontakt hat, von denen man nicht weiß, ob sie Corona haben oder nicht, könnte so eine App ganz praktisch für alle Beteiligten sein... denken sich wahrscheinlich inzwischen eine ganze Menge Leute, die


    - in einem göttinger Hochhauskomplex wohnen

    - an bestimmten Gottesdiensten teilgenommen haben

    - bei UPS in Langenhagen arbeiten oder

    - an der Eröffnung einer Gaststätte teilgenommen haben - nun, der 73jährige, der da gerade verstorben ist, denkt darüber eher nicht mehr nach.


    Vielleicht mal ein ähnliches Beispiel: ich schalte in meinem Elektroauto das Fußgängerwarnsystem nicht an, ich kann das ja immer noch anmachen, wenn ich mal in die Verlegenheit komme, dass mich ein Fußgänger nicht hört... findet der Fußgänger sicherlich genauso so super wie ich, wenn ich den dann auf der Motorhaube kleben habe. Oder man kann ja auch erst die Schwimmweste anziehen, wenn man schon den Baum des Segelbootes vor den Kopf bekommen hat und (bewußtlos) im Wasser liegt.... wie oft ich schon gehört habe: "ich brauche keine Schwimmweste, ich falle ja nicht ins Wasser und kann auch schwimmen...".


    Und ja, ich weiß, es sind immer die Vergleiche, die hinken.

  • Ich bin Fan davon, bald wieder möglichst viele Dinge tun zu können. Das hängt von den Infektionszahlen ab. Die können, wenn ich es richtig verstanden habe, durch die App positiv beeinflusst werden. Also nutze ich sie.

  • Ich habe noch nicht ein nachvollziehbares Argument gehört bzw. gelesen, welches gegen eine Nutzung der app spricht.

    Also habe ich sie auch installiert.

  • Kann mir jetzt noch einer wichtige Gründe nennen, warum ich sie nutzen sollte? JETZT meine ich.


    Ernstgemeinte Frage.

    Für mich spricht eben gerade für die Nutzung der App, dass es so wenige Neuinfektionen gibt. Das führt zu spürbaren Lockerungen, zu wieder massivem Kontakt zu fremden Menschen und ggf. auch zu einem lockereren Umgang mit einigen Dingen/Regelungen. Finde ich auch alles nachvollziehbar und ok.

    Inwiefern führt die Nutzung der App zu Lockerungen? Gibt's da Hinweise? Bisher hat man den Weg der Normelisierung ja auch ohne App beschritten. Richtigerweise. Falls die App zu weiteren Erleichterungen führen sollte, hielte ich das für ein zweischneidiges Schwert. Denn das hieße, dass man von einer technischen Lösung (mit noch immer zweifelhafter Wirkung, #15minuten), die Wiederinkraftsetzung diverser Grundrechte abhängig macht. Das kann's ja nun nicht so wirklich sein (bei dem aktuellen Infektionschgeschehen - was auch ohne App nun mal so gekommen ist, wie es gekommen ist). Auf der anderen Seite, ja. Vielleicht könnte es im Alltag dazu führen, dass der Nutzer der App beim Kneipenbesuch nicht seine persönlichen Daten auf einen Zettel kritzeln muss. Das wäre dann tatsächlich eine Verbesserung, die mit der App direkt in mehr oder weniger unproblematischer Weise zusammenhinge.


    Nun, wenn man jeden Tag mit Menschen Kontakt hat, von denen man nicht weiß, ob sie Corona haben oder nicht, könnte so eine App ganz praktisch für alle Beteiligten sein... denken sich wahrscheinlich inzwischen eine ganze Menge Leute, die


    - in einem göttinger Hochhauskomplex wohnen

    - an bestimmten Gottesdiensten teilgenommen haben

    - bei UPS in Langenhagen arbeiten oder

    - an der Eröffnung einer Gaststätte teilgenommen haben - nun, der 73jährige, der da gerade verstorben ist, denkt darüber eher nicht mehr nach.


    ...die waren doch auch alle so ermittelbar, oder? Wobei hinzukommt, dass in den allermeisten Fällen die App vermutlich nicht angeschlagen hätte (siehe 15-Minuten-Problem).

  • Die App führt nicht zu Lockerungen (da schreibe ich aber auch nichts von), die App ist dafür gedacht, das Infektionsgeschehen so überschaubar, kontrollierbar und regional zu halten, dass bestehende Lockerungen erhalten bleiben und neue hinzukommen können. Siehe auch Post von Fanta. Ich nutze die App jedenfalls unter anderem, damit alle einen möglichst "schönen" Sommer erleben können.

  • Wir wissen es schlicht nicht, weil es ein neues Instrument ist. Daher müsste es ganz korintenkackerisch bei Fanta auch heißen:


    "könnte einen positiven Einfluss auf die Infektionszahlen haben"


    Das müssen die Erfahrungen mit der App schlicht erst noch zeigen. Es könnte auch zu negative Auswirkungen kommen, wenn durch zu viele falsch positiv und falsch negative Meldungen bei den am limit laufenden Gesundheitsämtern eine Verfolgung der "wichtigen" Fälle schlechter wird. Es wird sicher auch viel davon abhängen wie schnell und gut man auf die ersten Erfahrungen mit der App reagiert und nachjustiert.


    Wir dürfen alle gespannt sein.

  • Was allerdings ein weiteres Argument wäre, das Ding jetzt zu nutzen (und damit zu testen) und nicht erst bei einem massiven Anstieg der Infektionszahlen.

  • juk, das mag ja alles richtig sein. Aber ich sehe immer noch kein Argument gegen die Nutzung zum jetzigen Zeitpunkt. Klar kann sich herausstellen, dass die App nicht hilft oder sogar einen negativen Effekt hat (glaube ich nicht dran). Dann lässt man es halt wieder. Aber das ist ja kein Grund, sie jetzt nicht zu nutzen.


    EDIT: Toll, sasa war schneller.

  • Das wäre ein ziemlicher Hammer.


    Ich verfolge ja Recht genau die Zahlen. Die Ansteckungen scheinen irgendwie zunehmend "digital" zu sein. Entweder gar nicht oder gleich richtig (viel). Es gibt sehr viele Kreise, in denen es keine oder nur sehr wenige aktiv Infizierte gibt (mehr als 90 % Prozent liegen in der untersten Kategorie, also 7-Tage-Inzident unter 5,0 pro 100.000 Einwohner). Die neu infizierten generieren sich mittlerweile überwiegend aus wenigen Ausbrüchen, die meist unverhältnismäßig groß sind. Beispielsweise 95 auf einem Spargelhof, ûber 100 bei einem Gottesdienst oder zwei Familienfeiern. Es muss noch eine Komponente geben, welche noch nicht verstanden wurden. Denn es gibt doch mehrere Studien (u.a. Heinsberg), dass selbst das enge Zusammenleben in einem 4-Personen-Haushalt das Ansteckungsrisiko nur marginal erhõht.


    Allen (mir bekannten) Ausbrüchen ist gemein, das sie sich auf geschlossene Räume beziehen. Und eben nicht auf Corona Demonstrationen oder "Parties" im Freien. Und noch viel weniger Sport, Joggen oder Fahrradfahren. Und man findet bei den Reihentests an Schulen auch einmal einen infizierten Lehrer oder Schüler. Vielleicht auch Mal zwei. Aber eben nicht gleich 100 wie oben ausgeführt.


    https://www.heidelberg24.de/re…ebnis-kitas-90004012.html

    Und es gibt die nächste Studie zum Thema "Kinder als Virenschleuder und Infektionstreiber". Die natürlich auch zum selben Ergebnis kommt wie alle vor ihr kommt. Außer einer (naja eigentlich kommt die auch zum selben Ergebnis, wurde aber vom Chef uminterpretiert).

  • Ich hoffe, dass die verschieden Apps der einzelnen Staaten bald wie geplant auch grenzüberschreitend funktionieren. Man kann nur die in seinem Land zugelassene installieren. Die für die Schweiz ist aus rechtlichen Gründen noch in der Warteschleife, soll der deutschen aber ähneln. Wenn ich im Juli nach Deutschland fahre, werde ich wohl noch ohne sein.