• Restpositivität: meinen sie einfach "noch bzw schon länger Viren im Rachen" ? dann passt alles

    Da ich auch ich weiß was gemeint ist, mag es das sein. Das wäre dann jedoch extrem "unglücklich" formuliert. Sowohl "nach" als auch "in der Vergangenheit" weist darauf hin, dass es um etwas anderes als die akute Infektion gehen sollte.


    Wie lange man schon Viren im Rachen hat, ist doch für das Testergebnis (digital: positiv oder negativ) und die Einstufung als neu/akut Infizierter völlig unerheblich. Und wurde bisher - völlig zu Recht - überhaupt nicht thematisiert. Zumal bei Asympoytischen ja gar kein Krankheitsbeginn abgeleitet werden kann, die Zusatzinformation also nutzlos wäre.

    Einmal editiert, zuletzt von Giftzwerg ()

  • Wenn sich die jüngsten Entwicklungen in den USA anschaut, scheint Maß halten bei der Wiederherstellung der Normalität angebracht.

    Aktuell täglich rund 40.000 gemeldete Neuinfektionen. Anstieg von ca. 75% im Vergleich zur Monatsmitte, also vor zwei Wochen.

    Betroffen scheinen in erster Linie die zu laxen Staaten zu sein und außerdem scheint das Durchschnittsalter der Infizierten stark gesunken zu sein.

  • Wenn sich die jüngsten Entwicklungen in den USA anschaut, scheint Maß halten bei der Wiederherstellung der Normalität angebracht.

    Aktuell täglich rund 40.000 gemeldete Neuinfektionen. Anstieg von ca. 75% im Vergleich zur Monatsmitte, also vor zwei Wochen.

    Betroffen scheinen in erster Linie die zu laxen Staaten zu sein und außerdem scheint das Durchschnittsalter der Infizierten stark gesunken zu sein.

    Kalifornien hat trotz massiver Einschränkungen (die schon seit März), die höchsten Steigerungen, soweit ich weiß..

    Generell taugt die USA aus diversen Gründen nicht als Vergleich.

    z.B. sind dort Millionen ohne vernünftigen Zugang zum Gesundheitssystem, dadurch allgemein ungesünder, schlechte Ernährung, usw. usw.

    Brasilien taugt übrigens auch nicht als Vergleich..

    3 Mal editiert, zuletzt von Insane96 ()

  • In Chile wird nun zum Anpfiff der neuen Protestsaison aufgerufen. Für Donnerstag und Freitag sind landesweit Demonstrationen angekündigt, weil für viele Menschen die Situation nicht mehr erträglich ist. Noch haben die Leute eher Angst zurück auf die Straße zu gehen, aber der Hunger dürfte einfach größer sein.

  • Sich einzig und allein auf die Neuinfektionen zu berufen ist zu kurz gedacht, findest du nicht Schneppe?


    Möglich. Ich lasse mir das gerne einordnen, relativieren oder auch dramatisieren. Deshalb stelle ich solche Zahlen, mit denen ich heute in etlichen Medien konfrontiert wurde, ja hier rein. Der mediale Tenor klang besorgt. Deshalb umso besser, wenn die USA für uns nicht als Vergleich taugt oder die Zahlen keine echte Aussagekraft haben bzw. zu kurz gedacht sind.

  • Das was du geschrieben hast, passt nicht zu dem, was in dem Artikel steht. In dem Artikel steht nur, dass ein Forscher empfiehlt die Clubs nicht zu schließen, weil das zu Frustration bei Jugendlichen führen würde.

    Menschen, die sich in andere Menschen hineinversetzen können, gibt es übrigens auch in Deutschland.

  • Ich habe bisher von keinem Politiker gehört, wie es mit Clubs weitergehen soll, geschweige denn eine Perspektive aufgezeigt bekommen. Clubs und Feiern sind ein wichtiger Bestandteil der heutigen Jugendkultur. Stattdessen gibt es glorreiche Tipps, mit der Partnerin zuhause zu tanzen.

  • Ich auch nicht, aber was hat jetzt was mit dem Artikel und deiner Aussage zu tun?

    In dem Artikel kommt kein Schweizer Politiker zu Wort, sondern ein Forscher.

    Die fehlende Perspektive und die schwierige Situation für Clubs (oder auch kultureller Einrichtungen) ist unbestritten. Dafür müssen sich Politiker auch kritisieren lassen.

  • Da jede Art von Kultur - und in ganz besonderem Maße die "Jugendkultur" (die nach meinem Gefühl ja inzwischen auch in erheblichen Teilen "Berufsjugendliche" bis ins Rentenalter umfaßt....) - Wandlungen aufgrund äußerer und innerer Umstände unterliegt, wird es wohl auch jetzt erforderlich sein, über solche Wandlungen konstruktiv nachzudenken. Bei sehr vielen Einträgen hier fehlt mir das.


    Nachdenken sollte man übrigens auch darüber, dass inzwischen die beiden wichtigsten Gesellschaften und Volkswirtschaften des amerikanischen Kontinents aufgrund einer vollständigen Ignoranz gegenüber dem Problem der Pandemie nahezu komplett destabilisiert sind - und wenn man dann auch noch das (Atom) Waffenarsenal der einen Gesellschaft bedenkt, dann kann einem das Blut in den Adern gefrieren bei der morgendlichen Lektüre der Zeitungen.


    Vielleicht sollte man bei aller persönlichen Betroffenheit in (nicht unbedingt existenziellen) Bereichen des eigenen Lebens sehen, dass derzeit viele Teile der Welt durch ihre Vorsicht im Umgang mit dem Virus ein Vorbild darstellen, an denen sich die noch nicht gänzlich dem Wahnsinn verfallenden Teile der übrigen Welt (inklusive der Entwicklungsstaaten USA und Brasilien) orientieren können. Und man könnte schon einmal bedenken, wie vergleichsweise unbeschwert wir hier leben können - Florian würde sicherlich derzeit die deutschen Verhältnisse als Wohltat in seinem Umfeld empfinden.

    2 Mal editiert, zuletzt von stscherer ()

  • Man muss halt auch auf die Gegebenheiten schauen. Es genügt nicht, zu sagen, die Schweizer machen es anders. Ich bin kein Intimus der Schweizer Clubszene, aber ich würde mal sagen, dass das Gefahrenpotenzial einer Cluböffnung in Berlin bei der Menge an Clubs und Gästen, deren Herkunft (Städtetourismus) und wie sie sich durch die Nacht oder das Wochenende durch mehrere Clubs bewegen ganz anders ist als in der Schweiz.


    Was ja jedenfalls geht: Online daten und zu einem Streaming-Clubevent verabreden. Das ist natürlich nicht das selbe, aber vielleicht auch nicht ganz verkehrt.

  • In der Schweiz werden die Clubs trotz einen Corona Falls nicht geschlossen, [...]

    "Nee, auf andere Länder (konkretes Beispiel USA) können wir beim Infektionsgeschehen nicht gucken, da ist eh alles ganz anders!"

    "Guck mal, in den anderen Ländern (konkretes Beispiel Schweiz) machen die das mit den Clubs viel besser, warum machen wir das nicht so!?"


    Dass das so nicht funktioniert, dürfte klar sein, oder?

  • NWas Neuinfektionen mit dem Gesundheitssystem oder dem allgemeinen Gesundheitszustand der Bevölkerung zu tun haben? Genau! Nichts...


    Anthony Fauci: bis zu 100.000 Infektionen am Tag möglich

    logischerweise geht es drum, dass natürlich in den USA, aus den genannten Gründen, eine Infektion mutmaßlich gefährlicher ist als hier. Kann man mit ein bisschen geistiger Transferleistung auch drauf kommen. Vielleicht erwarte ich aber bei einigen hier auch zu viel!

  • Was ja jedenfalls geht: Online daten und zu einem Streaming-Clubevent verabreden. Das ist natürlich nicht das selbe, aber vielleicht auch nicht ganz verkehrt.

    Streaming hilft mMn nur darüber, dass man da ein paar Spenden für die Künstler und Locations generiert, weil ja Von der Politik außer ein paarBrotkrumen überhaupt nichts kommt. Mit einem echten Erlebnis Vor Ort hat das natürlich überhaupt nichts zu tun, sondern mehr mit dem Ansehen von YouTube-Videos. Und nach knapp 4 Monaten reicht das, verständlicherweise, vielen auch nicht mehr. Online „Daten“ habe ich sich schon probiert... ganz fürchterlich.. Wer sich da findet und zusammenbleibt, Respekt!

    Einmal editiert, zuletzt von Insane96 ()

  • In der Schweiz werden die Clubs trotz einen Corona Falls nicht geschlossen, [...]

    "Nee, auf andere Länder (konkretes Beispiel USA) können wir beim Infektionsgeschehen nicht gucken, da ist eh alles ganz anders!"

    "Guck mal, in den anderen Ländern (konkretes Beispiel Schweiz) machen die das mit den Clubs viel besser, warum machen wir das nicht so!?"


    Dass das so nicht funktioniert, dürfte klar sein, oder?

    Weißt du, mir geht das auf den Keks. Es wird seit Monaten nur Mit Totschlagsargumenten auf die Länder verwiesen, wo es (aus diversen Gründen) beschissen läuft. Erst waren es die „italienischen Verhältnisse“, als es da vorbei war, die „spanischen Verhältnisse“, dann die „russischen Verhältnisse“, jetzt heisst es „Willst du, dass es hier wird wie in den USA und Brasilien“ Man wird immer irgendein Land finden, wo es beschissen läuft. Da lief das Meiste aber auch schon immer beschissen! In den USA sterben auch so schon jedes Jahr 50.000 Menschen nur deshalb, weil sie sich verfügbare medizinische Versorgung einfach nicht leisten können. Und ich denke weiterhin, dass europäische Länder weitaus besser mit Deutschland zu vergleichen sind, als Länder, in denen Millionen Menschen in Ihren Autos oder in Wellblechhütten am Hang leben!

  • Ich auch nicht, aber was hat jetzt was mit dem Artikel und deiner Aussage zu tun?

    In dem Artikel kommt kein Schweizer Politiker zu Wort, sondern ein Forscher.

    Das ist richtig, allerdings liegt es an der Politik die Entscheidung zu treffen. Und diese bleiben trotz des Vorfalls vorerst geöffnet.

  • Insane96, kann es nicht aber doch sein, dass es hier gut läuft?

    Dass unsere Zahlen nicht wieder explodieren, weil nicht wieder zum normalen Alltag zurückgekehrt wurde?


    Manche deiner "Wünsche/Forderungen finde ich einfach unglaublich.

    Sexarbeiter ohne Mundschutz, oder Öffnung von Clubs zB.


    Als ob du die Gefahr schlicht leugnest, und alles riskieren würdest, um deine Normalität wieder herzustellen.


    Es ist aber gerade nichts normal, und wird es auch übermorgen noch nicht wieder sein.

    Und da leiden alle drunter (manche vielleicht weniger, geschenkt), aber mir fällt keine Alternative zu weiterhin großer Vorsicht ein.