• Hätten wir mal nicht so früh aufgemacht...


    Und ich bin schon wieder weg


    Inwieweit hätten längere Beschränkungen die Situation jetzt verhindert?


    Spanien, Italien hatten alle viel längere Lockdowns und haben jetzt trotzdem extrem hohe Zahlen, da gibt es anscheinend keinen Zusammenhang zwischen Lockdowndauer und Ausmaß der 2. Welle.


    Das haben halt diese Viren an sich dass die im Winter massive Fallzahlen auslösen. Vielleicht sollten wir uns von der Vorstellung verabschieden dass man das Virus wie einen Kriegsgegner "besiegen" kann. Und selbst wenn man es ein wenig eindämmt, schiebt man ja die Infektionen nur nach hinten raus.

  • Die Ausbildung der Pflegekräfte ist zehnmal professioneller als in D. Dort sieht man den Beruf akademisch an. In D kann jeder Hinz und Kunz ohne jegliche Vorkenntnisse als Pflegekraft arbeiten.

    Das deckt sich nicht mit der Analyse die es zu der ersten schlimmen Infektionswelle durch die Pflegeheime z.B. im Großraum Stockholm gab. Zumindest scheint dass dann nur die eine Seite der Medaille zu sein. Der Anteil von prekären "Pflegehilfsjobs" soll dort enorm hoch sein. Vor allem die somalische Community Schwedens arbeitet meist in diesen prekären und befristeten Jobs (und damit auch immer mal wieder Wohnheimwechsel bei Vertragsauslauf in einer Einrichtung). Enge Wohnverhältnisse und Sprachbarriere, keine Kohle bei Krankheitsausfall natürlich inklusive.

    Danke für den Hinweis. War mir in der Form noch nicht bekannt.

    Fachkräftemangel gibt es dort natürlich auch. Viele wandern nach Norwegen ab, da dort die Bezahlung noch besser ist.

    Um den Personalschlüssel zu halten sind sie natürlich auch auf Migranten angewiesen, die langsam für den Beruf qualifiziert werden sollen.

    Laut Aussage eines ehemaligen Kollegen (der nach Schweden ausgewandert ist) werden ungelernte Kräfte in den Heimen vor allem mit Reinigungsarbeiten und schweren körperlichen Aufgaben betraut. Weniger mit der direkten Pflege am Bewohner.

    Aber das kann natürlich in Ballungsräumen wie Stockholm auch anders aussehen.

  • Ich bin ja gespannt welche "Nothilfe" (aus der Beschlussvorgabe) für die Betriebe kommen wird.

    Na ja, das wird der gleiche Scheiß sein wie im Frühjahr:

    Nothilfe für die Vermieter, Versorger und Leasinggeber der Gastronomen. Die Gastronomen selbst erhalten wieder keine Hilfe zum privaten Überleben, die können sich aussuchen, ob sie


    - dicht machen und inshallah Fixkosten erstattet bekommen

    - oder Außer-Haus-Verkauf anbieten, um damit ihre Fixkosten in Teilen oder möglicherweise sogar ganz reinzuholen.


    💩

  • - oder Außer-Haus-Verkauf anbieten, um damit ihre Fixkosten in Teilen oder möglicherweise sogar ganz reinzuholen.

    Lass mich raten .... sie bekommen dann aber das Geld was der Staat zusichert nicht "on top" weil sie es selbst geschafft haben die Fixkosten zu decken und die Kohle nur für die Fixkosten genutzt werden darf? Stellen sich trotz harter Arbeit also mit jemanden gleich der nicht aufgemacht hat?

  • Normalerweise müsste die alle ihr Gewerbe abmelden und H4 beantragen. Vielleicht merkt es die Politik dann endlich mal, was sie hier an irreparablem Schaden anrichten.

  • Restaurants zu schliessen halte ich auch für komplett übertrieben.

    Da gibt es überhaupt keinen Beleg, dass dort Corona stärker verbreitet wird.


    Wo steht was von einen Kunden auf 25 qm in den Geschäften??

  • Mal was vernünftiges, diesen Karneval Saufnasen kann man auch nicht anders beikommen. Daher einmalig gut!

    Alles verbieten, was Du nicht magst?

    Da sollte man sich als Fußballfan mit Spaß an Bier vielleicht nicht sooo weit aus dem Fenster lehnen.

    Eindeutig nein! Da hätte ich aber auch viel zu tun. Ich kann durchaus Menschen ihr Leben leben lassen, ohne sie permanent zu unterdrücken. Jedoch die Maßnahme um die es geht, ist in meinen Augen jedenfalls diskussionswürdig. Was bedeutet, den Karneval so durchzuziehen wie immer, wäre stand Heute nicht vermittelbar.

    Ganz ernsthaft, hast du meine Antwort an Insane96 so für ganz, ganz ernst gehalten? So ein bisschen Augenzwinkern müsstest du mir doch zutrauen, oder?

  • Ich beziehe mich auf darauf:


    Zwei Wochen länger im Shutdown hätten den Kampf gegen das Coronavirus erleichtert, sagt die Physikerin Viola Priesemann. Und erlaubt, schneller zu den alten Freiheiten zurückzukehren.


    Das war schon damals meine Einschätzung, ist aber grundsätzlich müßig, vielleicht wär es trotzdem so gekommen wie, es jetzt kommt

  • Was mich am meisten ehrlich wahnsinnig macht, ich werde wohl, wie auch immer die Entscheidungen heute aussehen werden, ab dem 4.11.weiter 5 Tage die Woche in meinem Büro sitzen (mit einem weiteren Kollegen in einem zur Dreierbelegung gedachten Raum), anderen Kollegen weiter auf dem Flur und in der Küche begegnen, Tätigkeiten vollbringen, die ich zwischen März und Juli auch permanent von zuhause stemmen konnte und ab und an mal auf meine freiwillig genutzte und aus Datenschutzgründen (offensichtlich sehr hohes Rechtsgut, Dimensionen höher angesiedelt als...ach ich hör auf...) nicht vollständig wirksame App blicke und hoffe, dass meine Tochter kein unliebsames Geschenk aus der Grundschule mitbringt. Zum Feierabend prügel ich mich dann mit irgendeinem Opfer mit einem mit Klorollen gefüllten Kofferraum um die allerletzte Klorolle bei Netto und vielleicht bestell ich dann noch was To Go in einem meiner 5 Wahl-Extrablätter im Umkreis von 2 km. Meine empfohlene Liste auf höchstens 10 zu beschränkender Sozialkontakte, ist übrigens schon durch Kollegen ausgeschöpft, schön. Freue mich.

  • Eine klare Empfehlung zum Home-Office, wo das möglich ist, würde ich heute aber auch erwarten.

    Ziel der bisher bekannten Beschlussvorlage scheint ja zu sein, die privaten Kontakte auf ein Minimum zu reduzieren. Unabhängig davon, dass manche Massnahmen da keinen Sinn zu machen scheinen, ist für mich die Frage , ob das dann ausreichend ist, die Verbreitung nennenswert zu verlangsamen. Deshalb müsste es eigentlich ebenfalls Ziel sein, auch andere Kontakte weitestgehend zu reduzieren. Und da würde ein wieder häufiger genutztes Home Office sicher hgelfen.

  • unter anderem ja, aber auch in Richtung Politik, die sich nach Arbeitgeberschelle zum Thema Recht auf Homeoffice offensichtlich auch klammheimlich davon verabschiedet hat, an dieser Stellschraube in puncto potenzielle Infektionsschutzmaßnahmen zu drehen. Das betrifft ja nicht nur mich, sondern Millionen Bürotätige und die damit verbundenen "Pflichtsozialkontakte".