• Giftzwerg .

    Und wieder mal nichts Konkretes, dafür aber persönliche Beleidigungen und Aussagen, die in anderen Foren zur sofortigen Sperrung führen würden (Androhung von rechtlichen Schritten gegen das Forum, Betreiber oder Nutzer). Du kommst damit aber sicherlich weiterhin durch, weil jeder weiss, wie lächerlich die Androhung einer Klage durch einen anonymen Giftzwerg ist.


    Noch einmal: was sind die konkreten Massnahmen gegen die derzeitige massive Ausbreitung von Covid-19, gegen die Überlastung des Gesundheitssystems und gegen die hohen Todeszahlen, die anstatt derjenigen ergriffen werden sollten, die jetzt ergriffen worden sind?


    Eine klare und doch sicherlich sehr leicht zu beantwortende Frage, auch wenn die Antwort uns hier Alle verunsichern könnten ob ihrer Radikalität.


    wurner .

    Genau das, was ZOG sagt...

  • Die wesentlichen Erkenntnisse:


    Es gibt eine extreme Ungleichverteilung der Todesfälle und schweren Verläufe in der Bevölkerung. Mehr Männer als Frauen. Mehr Menschen mit einschlägiger Vorerkrankung. Vor allem aber und zwar extrem deutlich: Das Alter. Das Risiko an Covid-19 zu sterben, steigt je 20 Jahre Lebensalter etwa um den Faktor 10. Und innerhalb der Gruppe "Alte" gibt es noch einmal eine relativ kleine, exakt abgrenzbare Superrisikogruppe: Die etwa 880.000 Bewohner stationärer Alten- und Pflegeheime. Aus ihnen alleine stammt mehr als die Hälfte der Toten.


    Die klinischen Symptome sind oft unspezifisch und vielfach so schwach, dass die Dunkelziffer enorm ist (etwa Faktor 5 bis 20). Es ist immer noch ungeklärt, in welchem Umfang Asymptomatische zur Verbreitung beitragen. Aber selbst bei den Symptomatischen ist die Ansteckung vor Ausbruch der Krankheit.


    Wer tatsächlich ansteckt, ist nicht ganz klar. Es wird aber inzwischen angenommen, dass relativ wenige Personen für relativ viele Ansteckungen verantwortlich sind. Das heißt, dass es RELATIV viele Superspreder gibt.


    Es gibt relativ viele "Ausbrüche", also, mehrere bis viele Ansteckungen in zeitlichen, sachliche und räumlichen Zusammenhang. Über diese lernt man in Laufe er Zeit, welche Konstellationen (besonders) gefährlich sind. In Innenräumen, praktisch nie draußen. Kälte, Singen und körperliche Aktivität als besondere Treiber. Eher im privaten Umfeld (größere Feiern - Geburtstag, Hochzeit, Beerdigung) als im öffentlichen Raum (Geschäfte oder Restaurants). Reiserückkehrer (kritisch aus wenigen Regionen). Soziale Komponente ("Problembezirke in Berlin, Ruhrgebiet, jetzt Sachsen?)


    Hauptüberttagungsweg scheinen die (feinen) Aerosole zu sein. Schmierinfektionen und auch große Tröpfchen (dies entgegen der ursprünglichen Vermutung) besitzen eher nur eine nachgelagerte Bedeutung.

  • Ja, hat er. Sogar mehrfach. Du hast es auch gelesen. Sogar direkt darauf reagiert.


    z. B. als er Kontakt mit einer positiven Person hatte und deshalb Quarantäne verordnet bekam.

    Ich drücke auch die Daumen, Calogero81. Quarantäne ist scheiße, und in Deiner Situation noch mehr.

    Aber ich denke, da Calogero81 gerade gezeigt hat, was für einen guten Charakter er hat, will ich mich jetzt nicht als dein persönlicher Moralapostel aufspielen. Außerdem schrieb er ja, dass er deshalb keine Samthandschuhe einfordert.


    Vielleicht hast du ja auch genau so formuliert, wie du formuliert hast, weil du Calogeros schwierige Situation doch irgendwo abgespeichert hattest (nur nicht mehr konkret abrufen konntest) und jetzt ein schlechtes Gewissen ob deines Diskussionsstil hast.

    Wie auch immer, entscheidend ist, was du jetzt geschrieben hast und dass du das sicher aufrichtig so meinst. :bier:


    Edit: Habe jetzt nochmal mehrere Seiten nachgelesen. Dir zu unterstellen, dass Calogeros Situation damals offensichtlich war, wäre unredlich. Für mich war sie klar, weil ich mehrfach von seinen Problemen gelesen hatte. Allerdings kann meine Aufmerksamkeit nicht der Maßstab sein.

    3 Mal editiert, zuletzt von Schneppe ()

  • Möglicherweise Treiber der zweiten Welle - Südafrika entdeckt verändertes Coronavirus

    Zitat

    Südafrikanischen Ärzten zufolge infizierten sich während der zweiten Welle mehr jüngere Menschen als zuvor. Sie litten zudem häufiger unter einem schwereren Verlauf der Lungenkrankheit Covid-19. Gesundheitsminister Mkhize warnte jedoch vor Spekulationen. Es gebe keinen Grund, die Empfehlungen für Schutzmaßnahmen zu ändern. Der WHO-Expertin Maria van Kerkhove zufolge steht die Weltgesundheitsorganisation mit den Forschern in Kontakt. Bislang gebe es keine Anzeichen, dass die Variante sich anders verhalte als die bereits beschriebenen, sagte sie.

  • Ich schließe mich diesem Appell zu 100% an


    Corona-Appell


    Hunderte Wissenschaftler: "Lockert nicht zu früh, sonst verspielt ihr den Erfolg!"


    T-online Lars Wienand

    Zitat

    Es ist der "Aufruf zu europaweitem Engagement für eine schnelle und nachhaltige Reduzierung der SARS-CoV-2-Infektionen". Es heißt dort: "Wenn wir nicht jetzt entschlossen handeln, ist mit weiteren Infektionswellen zu rechnen, und als Konsequenz mit weiteren Schäden für Gesundheit, Gesellschaft, Arbeitsplätze und Betriebe." Und im Umkehrschluss: Die Zahlen zu drücken, hilft allen.

  • Entweder verlässt mich meine Lesekompetenz komplett, oder da war wieder nicht eine einzige konkrete Maßnahme dabei. Wie die (bekannten) Übertragungen sich so verhalten, ist jetzt nicht wahnsinnig neu.

  • Das ist doch genau der selbe Scheiss wie im Frühjahr. Da wurde auch vor jedem Feiertag und einem zu frühen Lockern gewarnt. Es wurde gefeiert und gelockert und die Zahlen sind trotzdem massiv gesunken.


    Das Ausrufen der Nachverfolgung als Ziel ist doch ebenfalls fragwürdig, weil man bereits einmal hatte. Mit folgendem Ergebnis: Erst sind die Fallzahlen ohne eine (vollständige) Nachverfolgung gesunken. Als die Nachvollziehbarkeit durch die Gesundheitsämter gegeben war, sind die Zahlen nicht weiter gesunken. Und schließlich aus dieser Position heraus sogar wieder stark angestiegen.


    Man kann auch mal die beiden Lockdowns in Deutschland mit der Entwicklung der Infektionszahlen übereinander legen:

    Kein Lockdown - stark steigende Fallzahlen

    Kein Lockdown - komplettes Abbremsen, R bereits wieder unter 1

    Einführung Lockdown (Mittel) - unveränderter Trend

    Aufhebung Lockdown (Mittel) - unveränderter Trend

    Kein Lockdown - sehr niedriges Niveau

    Kein Lockdown - stark steigende Fallzahlen

    Kein Lockdown - komplettes Abbremsen, R bereits wieder unter 1

    Einführung Lockdown (Light) - Abwärtstrend gebrochen, Plateau auf hohem Niveau

    Weiterführung Lockdown (Light) - plötzlich stark steigende Fallzahlen


    Kurzinterpretation: Der erste Lockdown war überflüssig, der zweite wirkungslos bis kontraproduktiv. Hey, dann machen wir halt einen dritten. (Ja, ein Dritter, dann ganz harter Lockdown KANN funktionieren, muss es aber nicht). Man hat doch null Ahnung warum die Fallzahlen aktuell steigen bzw. so hoch sind. Das passt weder zur aktuellen Entwicklung in den Nachbarländern noch von R. Dass die Zahlen schnell nach unten gehen, wenn R = 0,7 ist trivial. Die Frage ist, wie bekommt man R auf 0,7.Ausgehend von der bekannten Basisreproduktionszahl und allem was uns Drosten und Lauterbach gesagt haben, müsste R aktuell schon bei oder unter 0,7 liegen. Irgendetwas stimmt in der "Rechnung" nicht. Und zwar ganz gewaltig nicht. Es fehlt was. Und so lange man diesen Faktor nicht kennt, ist der nächste Lockdown auch wieder Raterei. Nur noch viel teurer als die ersten Beiden.


    Die Idee einer "Investition" in einen kurzen (harten) Lockdown um dann dauerhaft niedrigere Zahen zu haben, ist doch bereits gescheitert. Die gute Nachvollziehbarkeit für die Gesundheitsämter hat den starken Wiederanstieg nicht verhindert. Vielmehr ist (international) ein ziemlich deutlicher Nachhol- bzw. Reboundeffekt nach einem Lockdown zu beobachten. Umso stärker je härter der Lockdown war. Logisch, weil Menschen dann vermehrt Einkaufen, Sport treiben, verreisen, sich die Haare schneiden lassen etc., wenn dies wieder erlaubt ist.

    Einmal editiert, zuletzt von Giftzwerg ()

  • Den Dreiklang hatte ich bereits angekündigt. Das war der zweite Teil.


    Meines Erachtens kann Jeder aus den dort noch einmal zusammengefassten Erkenntnissen (plus den im ersten Post genannten Grundsätzen) selbst geeignete spezifische Maßnahmen ableiten.


    Aber ich schreibe es auch noch einmal explizit auf, in einem dritten Post. Später...

  • Ich bin gespannt. Ich hab da so meine Probleme mir daraus Maßnahmen abzuleiten. "Risikogruppen schützen" hab ich schon so oft gehört, aber ohne umsetzbare Ideen.

    Ansonsten liest es sich eben so, das man private Zusammenkünfte meiden sollte, aber Restaurants usw. wieder öffnen kann. Und solange es draußen ist, ist es eh egal. Ich bin gespannt.

  • Nicht nur Du, die Welt wartet gespannt.... insbesondere die vielen Wissenschaftler, deren Aufruf vorhersehbar war (angekündigter Post 2!)...


    Aber es muss natürlich noch abgestimmt werden mit der Handvoll wirklicher Experten, die leider als "Leute" verunglimpft werden.

    2 Mal editiert, zuletzt von stscherer ()

  • In dem Positionspapier maßt sich die Virologin mal wieder an, für die gesamte Wissenschaft inklusive Ökonomie zu sprechen. Wo sind denn beispielsweise die Zahlen zu den volkswirtschaftlichen Schäden?


    Jetzt wird eine 7-Tage-Inzidenz von MAXIMAL 7 gefordert, das ist ja noch mehr als dreimal "besser" als Lauterbach. Bis dahin alles zu inkl. Schulen, Geschäften, Beschränkung der Reisefreiheit. Genau wie bei einem "Ausbruch" (über eine Inzidenz von 7). Dazu soll exzessiv getestet werden. Selbst bei nur 0,5 % falsch positiven Tests komme ich schon allein dadurch mit 200 Tests pro Tag auf eine Inzidenz von 7.


    En Passant wird Herdenimmunität diskreditiert. Wenn ihr Euch so sicher seid, dann macht doch endlich Eure lange angekündigte große Studie. Oder nehmt endlich die schon vorliegenden anderen zur Kenntnis. Die in allen Hotspots und in den Entwicklungsländern sehr hohe Durchseuchung belegen. Jetzt sind die Zahlen vor allem dort hoch, wo sie zuvor eher niedrig waren.

  • siggi1896 Mal so als Idee eines Laien. Die Gesundheitsämter sind schon seit Wochen total überlastet und schaffen keine Einzelverfolgung mehr. Sie versuchen es aber anscheinend krampfhaft weiter. Sie hätten irgendwann auf Clusterverfolgung umstellen können, Qurantänezeit für potentiell infizierte verkürzt (beides wurde bereits im Sommer von Experten vorgeschlagen). Wie Giftzerg richtig angemerkt hat sind die Treiber anscheinend bestimmte Zusammenkünfte. So wären einem zwar auch Infektionsketten durch die Lappen gegangen, aber größere Clusterausbrüche (die wie bei uns zu keinem Kontakt durch das Gesundheitsamt geführt haben und auf freiwillige Quarantäne hinaus lief, da überlastet) hätten vielleicht unter dem Strich doch mehr gebracht.


    Für die Heime hätte man für die Schnelltests Personal zusammensuchen können. Medizinstudenten, Teile der Bundeswehr oder sonst was. Einfach zu sagen gibt kein Personal finde ich ein wenig einfach.


    Jetzt zu sagen: " War halt nicht Lockdown genug!" Lenkt finde ich auch ein Stück weit ab. Die mediale und politische Fokussierung auf Kontaktreduktion und das Mantra das es zu viele Risikopatienten gibt um alle zu Schützen hat uns doch auch ein Stück weit zu dem Punkt heute geführt. Über 50% der Toten aus den Heimen...in Schleswig-Holstein fast 90%. In 41% der Heimen Corona Fälle...hätte man das ein Stück weit mehr im Fokus auch der öffentlichen Diskussion/Kommunikation gehabt, vielleicht sähe es zwar immer noch beschissen aber nicht ganz so beschissen aus.


    Was nicht heißt das man auf aktuelle Maßnahmen verzichten sollte...das muss man ja immer als Disclaimer dazu schreiben.