• Die Heinrich-Hertz-Schule scheint eine weiterführende Schule zu sein. Es geht (mir zumindest) um die Kita- und Grundschulen und ich kritisiere, dass das alles, genau so wie hier, direkt wieder in einen Topf gemischt wird. Die Politik macht es ja leider auch vor. Umso älter die Schüler, desto weniger Unterschied zu den Erwachsenen. Von den weiterführenden Schulen sprechen viele der Experten ja auch gar nicht die für Kindeswohl eine Öffnung der Kitas und Grundschulen fordern.


    Edit: Und da ja einige aus Ihren Erfahrungen berichten. Unser Kind musste durch einer Infektion in der Kita auch in die Quarantäne weil sich ein Kind bei seinen Eltern angesteckt hatte und positiv getestet wurde. Weder bei Personal noch bei anderen Kindern sind weitere Infektionen bekannt geworden und es wurde zumindest von einigen Tests durch andere Eltern berichtet (wenn auch nicht alle getestet wurden).

  • Ich kann natürlich nicht repräsentativ nur von meinen Kindern berichten. Aber da gab es an beiden Schulen mehrere Coronafälle ohne weitere Ausbrüche. Ich halte das für ein sehr spannendes Thema. Aber ein stärkeres Sinken der Fälle muss kein Hinweis auf die Schule als Treiber sein. Immerhin gibt es bei den unter 14-jährigen insgesamt weniger Fälle als bei älteren. Und auch bei älteren sinken die Zahlen deutlich, nur nicht ganz so stark. Vielleicht weil sich die jüngeren Kindern nicht anstelle von Schule zum Kiffen verabreden und am selben Joint ziehen. Wer weiß das schon so genau, bei Tausend möglichen Aspekten.

  • Den größten Fehler, was die Schulen und Kindergärten betrifft, sehe ich in der fehlenden Planung und Ankündigung:


    1. Im Sommer die notwendigen Maßnahmen planen, um an den Schulen und Kindergärten die hygienischen, lüftungstechnischen und digitalen Möglichkeiten für einen risikoarmen Betrieb im Schichtbetrieb planen.


    2. Frühzeitig eine Schließung vom 10.12. - 31.01. ankündigen.


    3. In dieser Zeit die notwendigen Arbeiten durchführen und dafür das Geld ausgeben, was benötigt wird.


    4. Vorher und hinterher Wechselunterricht der Stufe 2.


    Offensichtlich sind aber Schulen und Kindergärten nicht wichtig genug, es reicht, wenn sie die Kinder verwahren, damit den Lohnsklaven Eltern arbeiten können.


    In anderen Bereichen scheint dies ja möglich zu sein: ich war gestern im Overkill der Hygienemassnahmen vormals bekannt als Arbeitsgericht Hildesheim:


    - gefühlt 1.896 Desinfektionsspender: vom Eingang bis zum 1. Stock im Eingangsbereich, an jedem Treppenbeginn, an jedem Treppenende, an jeder Durchgangstür, vor jeder Toilette, in jeder Toilette (jedenfalls bei den Herren), vor dem Gerichtssaal, an jedem Platz


    - 8 (ein bisschen imprivosierte) Plexiglasverschläge für Parteien, Anwälte, Gericht, Protokoll


    - 1 riesiger Luftreiniger mitten im Raum


    - 6 vollständig zu öffnende Fensterflügel


    Also wenn ich Covid-19 wäre, da würde ich die weiße Fahne hissen.


    Und an den Schulen derweil: :rofl: :sauer:

    In einer durchschnittlichen Schule ist man ja schon froh, wenn der Dreck 1x am Tag mit ein bisschen Waser verteilt wird und man sich auf den Toiletten nicht die Krätze holt - allerdings weckt der Geruch des Urinsteins immer wieder Kindheitserinnerungen. :kotzen:


    Die Öffnung von Geschäften, Gaststätten, Kultureinrichtungen wie Kinos und Theater (Sitzplätze!) wäre nach meiner Einschätzung jederzeit möglich, wenn man die Hygienekonzepte nicht nur einfordert, sondern auch strikt überwacht. Und dann würde auch ein Beschränkung auf einen Radius von 15km durchaus Sinn machen - vielleicht auch auf den Landkreis.

  • Bei uns an der Schule: null mit Corona infizierte Schüler (und Lehrer). Andere große Schulen, von denen ich weiß, hatten unter fünf Coronafälle (nicht gleichzeitig), wo jeder Fall von außen rein getragen wurde. Sieht nicht nach Panemietreibern aus.

    Wie viele eurer Schüler-Lehrer wurden in den letzten 6-Monaten auf Corona getestet?


    Zum Vergleich gehört das schon dazu, besonders da viele Kinder und Jugendliche a-symptonisch sind.


    Bei uns in der Pflege werden alle Bewohner-Mitarbeiter (2-mal wöchentlich) und Besucher regelmässig getestet.Kinder und Jugendliche unter 16-Jahren haben ein striktes Besuchsverbot

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  • Ist es nun wirklich so, daß man als alleinerziehende Mutter mit einem Baby keinerlei private Kontakte mehr haben kann, es sei denn zuhause und dort empfängt man eine Einzelperson?

    Und auch zwei Kids von sagen wir mal 1-5 Jahren dürfen zusammen nicht zu Oma, selbst dann nicht, wenn man selbst die Türschwelle von Oma nicht überschreitet?

    Kann es sein, daß man da etwas übers Ziel hinaus geschossen ist? :grübel:


    Edith sacht: Macht natürlich coronamäßig auch voll Sinn, wenn man dann bei geschlossenen Kitas seine Kids zur Betreuung auf möglichst viele Haushalte verteilen muß.

    Einmal editiert, zuletzt von 96Weizen ()

  • Wenn meine Eltern ihr neues Enkelkind sehen wollen, dann kommt Opa von 15 - 17 Uhr und Oma von 17 - 19 Uhr.


    So einfach ist das.

  • Ist es nun wirklich so, daß man als alleinerziehende Mutter mit einem Baby keinerlei private Kontakte mehr haben kann, es sei denn zuhause und dort empfängt man eine Einzelperson?

    Und auch zwei Kids von sagen wir mal 1-5 Jahren dürfen zusammen nicht zu Oma, selbst dann nicht, wenn man selbst die Türschwelle von Oma nicht überschreitet?
    ....

    Zumindest nach dem, was gestern besprochen bzw. protokolliert wurde, ist das so. Entscheidend ist wie immer das, was nachher in der Verordnung drinsteht. Lt. NDR ist man in MV am diskutieren, ob und wie das 1:1 übernommen werden soll. Mal sehen, was man hier draus macht.

  • Wenn meine Eltern ihr neues Enkelkind sehen wollen, dann kommt Opa von 15 - 17 Uhr und Oma von 17 - 19 Uhr.


    So einfach ist das.

    Ideal für Opa, der danach in der Kneipe guten Gewissens und in Ruhe vor Oma feiern kann..... feiern könnte. :(

  • wenn man zwillinge bekommt, kann man dann beide aus de krankenhaus mit nach hause nehmen oder muß man eins da lassen?

    Wenn das Krankenhaus als Haushalt zählt, dann nur ein Baby. Zählt es aber nicht als Haushalt, dann kannste auch noch ein paar Ärzt*innen und Pfleger*innen einpacken.

  • Wie immer ist entscheidend, was genau in den jeweiligen Verordnungen drin stehen wird. In Bayern z.B. plant man bzgl. Kinderbetreung das folgende:

    Zitat

    Unabhängig davon darf jede Familie für die wechselseitige unentgeltliche Betreuung von Kindern unter 14 Jahren eine "feste Kontaktfamilie" haben. "Die Betreuung der Kinder kann dann die jeweilige Familie abwechselnd machen", erläuterte Söder. Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) sprach von einer "Betreuungsgemeinschaft mit einer anderen Familie". Es könnten "drei Kinder von der Familie A zu zwei Kindern der Familie B" und gemeinsam in einem Hausstand betreut werden.

    Quelle


  • Und auch zwei Kids von sagen wir mal 1-5 Jahren dürfen zusammen nicht zu Oma, selbst dann nicht, wenn man selbst die Türschwelle von Oma nicht überschreitet?

    Kann es sein, daß man da etwas übers Ziel hinaus geschossen ist? :grübel:

    Hallo hier! Zwei Kids (2 und 6) und zwei Erwachsene im Homofficewechsel, Oma ist quasi Pflegemutter für die Kleine, die Große hat nächste Woche "Homescooling" danach Szenario B (2 Gruppen, täglicher Wechsel, Mail kam eben). Oma darf zu uns, die Kids aber zu zweit nicht zu ihr. Bude voll beim Arbeiten können wir nicht gebrauchen, also wird's ab kommende Woche offiziell illegal. Komplette Wahnsinnsentscheidung.

  • Zu uns darf sie ja nach bisheriger Interpretation. Aber du kennst doch sicherlich auch diesen einen Nachbarn, der einen anscheißt, wenn im gelben Sack eine Stück Eierschale durchschimmert. Wir bleiben gespannt. Schätze aber auch wir sind da jetzt kein lebensunwirklicher Einzelfall, noch ein Stück krasser ist da das Beispiel mit den zwei Mamis mit je einem Baby in der Karre.