• Ja, deswegen weiß ich auch, wann etwas immer schön im Ungefähren bleibt. Kannst Du doch verstehen, oder?


    Wir bekommen in wenigen Tagen Impfstoff von Moderna und der Impfstoff von Astrazeneca steht in der EU kurz vor der Zulassung - er kann über Hausarztpraxen verimpft werden. Und wir haben das Problem, dass sich (angeblich) ein nicht unerheblicher Teil des Pflegepersonals der Impfung verweigert mit genau dem Argument: sie hätten nicht genügend Informationen zur Impfung.


    Sieht denn jemand einen anderen Ausweg als die flächendeckende Impfung?


    Kleiner Hinweis am Rande:


    RKI FAQ zur Impfung


    Und eine Geschichte vom Wochenende: eine Bekannte meines Vaters, die im Betreuten Wohnen in Süddeutschland lebt, wurde letzte Woche geimpft: Impfquote 100% bei 60 Personen, Nebenwirkungen 0%.

  • Und wir haben das Problem, dass sich (angeblich) ein nicht unerheblicher Teil des Pflegepersonals der Impfung verweigert mit genau dem Argument: sie hätten nicht genügend Informationen zur Impfung.

    Aber das is doch legitim. Was würdest du sagen, wenn alle Anwälte gegen Lügen geimpft werden müssten, aber man noch gar nicht viel über die Impfung weiss. Ich würde jetzt aber von Dir verlangen, dass Du Dich impfst.

  • :wut:


    Du hockst derzeit im Lockdown, hast die besten Informationsmöglichkeiten aller Zeiten und dann so etwas Unsachliches...


    Ich verstehe es einfach nicht, anstatt ständig zu lamentieren, wie doof Alles derzeit ist, könnte man sich doch einfach mal informieren: RKI + 1-2 weitere seriöse Quellen. Aber natürlich ist es legitim, die Impfung abzulehnen. Nicht besonders schlau könnte es allerdings trotzdem sein.


    Aber lassen wir es... :high:

  • Und eine Geschichte vom Wochenende: eine Bekannte meines Vaters, die im Betreuten Wohnen in Süddeutschland lebt, wurde letzte Woche geimpft: Impfquote 100% bei 60 Personen, Nebenwirkungen 0%.

    Das finde ich gut.

  • Sieht denn jemand einen anderen Ausweg als die flächendeckende Impfung?

    Schrieb ich ja gerade. Flächendeckende Impfung derjenigen, welchen. Damit erreicht man alles, was zu Beginn gefordert war. Nur eben keine Herdenimmunität. Die braucht es aber auch nicht, wenn 96% der schweren Erkrankungen und Todesfälle per Impfung (und Medikation) verhindert werden.


    Und nochmal: sollte es gesamtgesellschaftlich Sinn ergeben, dass auch ich mich impfen lasse, würde ich mich nicht sperren. Sehe da aktuell allerdings keine Veranlassung zu.


    Ich drehe mich im Kreis :verwirrt:

  • Muss er dann nicht mehr .... genauso wenig wie Kinder. Aktuell geht man ja davon aus, dass diese speziellen Coronaviren auch endemisch werden. Das heißt wie bei anderen Viren auch wird sich jeder im Laufe des Lebens infizieren und die weiteren Infektionen im Leben sind dann nicht mehr so schwer.


    Ich verstehe es einfach nicht, anstatt ständig zu lamentieren, wie doof Alles derzeit ist, könnte man sich doch einfach mal informieren: RKI + 1-2 weitere seriöse Quellen.

    Du verstehst nicht, dass man das tut bzw. man für sich zu einer anderen Einschätzung kommen kann. Auch aus Primärquellen:


    Epidemiologisches Bulletin 2/2021 (rki.de)


    Insbesondere: "8.2.7 Verzerrungsrisiko" und "8.2.8 Vertrauenswürdigkeit der Evidenz (Evidenzqualität nach GRADE)". Warum soll ich jetzt also eine Entscheidung treffen wenn ich 1. eh keine Chance auf eine zeitige Impfung habe und 2. davon auszugehen ist, dass sich an den Einzelabschätzungen noch etwas ändert (das kann im positiven, sowie negativen erfolgen)? Den nichts anderes sagt die offizielle Quelle mit der Einschätzung der Evidenzqualität nach GRADE.

  • Hier mögliche Nebenwirkungen, von Pfizer aufgelistet.....


    • Schnupfen (Rhinitis)
    • Kopfschmerzen
    • Schläfrigkeit (Somnolenz)
    • Nasenbluten (Epistaxis)
    • Verstopfung der Nasennebenhöhlen (Sinus-Sekretstauung)
    • Tinnitus
    • trockener Mund
    • Taubheitsgefühle (Hypästhesie)
    • Schwindel (Vertigo)
    • Müdigkeit
    • Wärmegefühl
    • Schmerzen in den Gliedmaßen
    • Muskelschmerzen (Myalgie)
    • erhöhte Herzfrequenz
    • Brustschmerzen
    • Herzrhythmusstörungen
    • Überempfindlichkeit
    • Herzrasen (Tachykardie)
    • Herzklopfen (Palpitationen)
    • Bluthochdruck (Hypertonie)
    • zu niedriger Blutdruck (Hypotonie)
    • Bindehautentzündung
    • Augenschmerzen
    • Tränenfluss-Störung
    • Visuelles Leuchten
    • Lichtempfindlichkeit (Photophobie)
    • Wahrnehmung von Lichterscheinungen, zum Beispiel Blitze, Funken, Flimmer (Photopsie)
    • Ausschlag
    • Refluxerkrankung
    • Erbrechen
    • Schmerzen im Oberbauch
    • Blut im Urin (Hämaturie)
    • Schlaganfall
    • vorübergehende Durchblutungsstörung des Gehirns (Transitorische ischämische Attacke)
    • Krampfanfall (auch immer wiederkehrend)
    • Ohnmacht (Synkope)
    • plötzlicher Verlust der Sehkraft (nicht arteriitische anteriore ischämische Optikusneuropathie - NAION)
    • Gefäßverschluss am Auge (Retinaler Gefäßverschluss)
    • Netzhautblutung
    • Arteriosklerotische Retinopathie (Netzhautschaden bedingt durch Gefäßschäden)
    • Erkrankung der Netzhaut (Retina)
    • Grüner Star (Glaukom)
    • Gesichtsfelddefekt
    • Doppeltsehen
    • verminderte Sehschärfe
    • Kurzsichtigkeit (Myopie)
    • Sehbeeinträchtigung mit unspezifischen Beschwerden (Asthenopie)
    • Glaskörpertrübung (Mouches volantes)
    • Iris-Erkrankung
    • Weitstellung der Pupille (Mydriasis)
    • Farbsäume
    • Augenödem
    • Schwellung des Auges
    • Augenerkrankung
    • rote Bindehaut (Bindehauthyperämie)
    • Augenreizung
    • anomale Sinnesempfindung des Auges
    • Augenlidödem
    • Verfärbung der Lederhaut (Sklera-Verfärbung)
    • Taubheit
    • plötzlicher Herztod
    • Herzinfarkt
    • Rhythmusstörungen der Herzkammern (ventrikuläre Arrhythmie)
    • Vorhofflimmern
    • belastungsabhängige Herzbeschwerden (instabile Angina pectoris)
    • Engegefühl des Halses
    • Nasenödeme
    • trockene Nasenschleimhaut
    • Herabgesetzte Druck- und Berührungsempfindung im Mund (orale Hypästhesie)
    • Syndrom Stevens-Johnson (seltene Intoleranz, die zu einer Ablösung der Haut führt)
    • toxische epidermale Nekrolyse (seltene Erkrankung, die zu einer Ablösung der Haut führt)
    • Penisblutung
    • Schmerzhafte Dauererektion (Priapismus), prolongierte (verlängerte) Erektion
    • blutiges Sperma (Hämatospermie)
    • Reizbarkeit



    Allerdings gelten diese Nebenwirkungen für VIAGRA...


    Ca. 65 Millionen hatten bisher kein Problem, dieses Medikament trotzdem einzunehmen....

    Wieviele davon jetzt wohl Angst vor dem Corona-Impfstoff haben?

  • Ernsthaft betrachtet zeigt dieses Beispiel, wie speziell die Impfverweigerung ist.


    Und gesamtgesellschaftlich wird am Ende doch niemand danach fragen, ob die Impfung nur die geimpfte Person selber schützt oder auch Andere. Geguckt werden wird auf die Impfquote in Verbindung mit der Belastung des Gesundheitssystems.

  • Nur eben keine Herdenimmunität. Die braucht es aber auch nicht, wenn 96% der schweren Erkrankungen und Todesfälle per Impfung (und Medikation) verhindert werden.

    Je länger man dem Virus Zeit zum Toben gibt, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit für Mutationen. Weiß nicht, ob das so schlau ist.

  • Ich bin als Kind gegen Pocken geimpft worden. Die Folge waren erhebliche Nebenwirkungen. U.a. meinten die Ärzte, dass diese Impfung dafür ursächlich gewesen wäre, dass bei mir eine schwere Neurodermitis ausgebrochen ist.


    Seitdem bin ich nie wieder geimpft worden. Nicht gegen irgendwelche Kinderkrankheiten und auch nicht gegen Grippe. Nie wieder geimpft aus Angst, dass die Neurodermitis wieder ausbricht oder andere blöde Dinge passieren.


    Jetzt werde ich mich das erste Mal wieder impfen lassen. Ich hoffe, dass die Nebenwirkungen gering bleiben.


    Die flächendeckende und möglichst rasche Impfung halte ich für den realistischsten und erfolgversprechenden Weg, die Pandemie einzudämmen. Gleichzeitig bin ich der Meinung, dass wir den Virus (oder seine Abarten) nie wieder loswerden. Das heißt, wir müssen mit ihm leben, uns alle entsprechend schützen, wachsam bleiben und auch die medizinische Versorgung/Ausstattung entsprechend anpassen. Die Intensivbetten, das Personal, die Kapazitäten sind entsprechend dauerhaft auszubauen, da ist Stand noch auf dem Bedarf vor der Pandemie basiert.

  • Käptn Frühstück Das klingt bedenkenswert. Aber, hört das Virus auf zu mutieren, wenn viele Menschen geimpft sind? Doch eher nicht, oder? Wird der Selektionsdruck (hieß das so?) nicht eher größer? Und ist es nicht evolutionär "immer" so, dass Viren in Richtung ansteckender aber harmloser mutieren? Kann das jemand, der tatsächlich Ahnung hat bestätigen oder widerlegen?


    Impfquote

    ...ist doch uninteressant, wenn die...



    Belastung des Gesundheitssystems

    ...unproblematisch ist. Das ist zumindest das, was ich meine, wenn ich davon spreche, dass, sobald die Risikogruppen (ich kann's auch nicht mehr hören/lesen/schreiben) durchgeimpft sind, genau diese (Über-)Belastung nicht mehr gegeben sein wird. Das mag dann einer Quote von "nur" 20% entsprechen - aber das eigentliche Ziel wäre erreicht.


    Kurzum "Belastung des Gesundheitssystems" (= schwere Verläufe / Tod) muss doch der Marker sein! Sehe ich ähnlich wie Du, stscherer . Aber alle anderen Kennzahlen können doch nur als Vehikel dazu dienen, dies zu erreichen oder den Weg zur Erreichung beschreiben. Impfquote hat für sich genommen keinen Wert - nur das, was daraus resultiert ist von Belang.

  • "Belastung des Gesundheitssystems" vermindern ist nur ein Zwischenziel. Und das kann auch nur so für das "Durchimpfen der Risikogruppen" gelten.
    Denn natürlich sterben auch Nichtmitglieder dieser Risikogruppen an Covid-19. Und das ist nicht egal oder hinnehmbar. Das sind Heinz, Susanne, Martina, Jens, Lukas...

    Auch wenn es irgendwann eine Art Herdenimmunität gibt, bedeutet das nicht, dass damit alles gut ist. Das ist wie mit den Masern: Da lassen sich auch ganz viele gegen impfen und die Gesamtheit der Bevölkerung ist dadurch ziemlich geschützt. Weil es aber in Stuttgart und im Prenzlauer Berg ( ;) ) Leute gibt, die meinen, ihre Kinder müssten nicht geimpft werden aus weiß-der-Geier-was-für-Gründen (und damit meine ich gar nicht die, die berechtigte Sorgen vor den Nebenwirkungen haben), ist diese Krankheit anders als zum Beispiel die Pocken nicht ausgerottet; sterben immer noch Menschen an den Masern.

    Das muss (oder kann) man bedenken.

  • OT: vielleicht solltest du mit deinem/ einem Hausarzt nochmal erörtern, ob die eine oder andere Impfung nicht doch sinnvoll ist. Stell dir nur mal vor, deine Tochter bekommt ein Kind und du musst dir andauernd Gedanken machen, ob du dein Enkelkind mit Masern oder Keuchhusten anstecken könntest, was bei dir vielleicht ein Kratzen im Hals ist, für ein Neugeborenes oder Kleinkind aber eine tägliche Infektion oder lebenslange Behinderung bedeuten kann. Nur als Anregung. OT Ende.