• Vollkommen unrealistisch und nicht durchführbar. Sorry.

    Und da du diesen Vergleich gewählt hast, 2m Schnee würde zu massiv vielen Toten führen. Da wären dann übrigens erst recht viele Menschen unterwegs!

    Ich müsste zB eh weiterhin zur Arbeit sowie Hunderttausende andere Systemrelevante auch.

    „Alles zu“ klingt erstmal richtig schon populistisch toll, funktioniert aber im echten Leben nicht.
    Außerdem haben wir doch bereits den Beweis, dass das nichts bringt mit den 3 Monaten kompletter Ausgangssperre in Spanien und Italien letztes Jahr.

    Nur rein interessehalber, woher weißt du denn, wie die Zahlen bei denen ohne die Maßnahmen ausgesehen hätten?

    :grübel:

  • Ich möchte an dieser Stelle nochmal auf China verweisen. Da kann inzwischen wieder ohne Maske Party machen. Sobald 10 Fälle auf 10 Millionen Menschen auftreten machen die aber halt auch Lockdown Hard ohne Kompromisse. Man muss halt wissen, was man will.

  • Lockdown hin oder her, ich freue mich auf die Meldung, wenn die Hochrisikogruppen durchgeimpft sind und damit auch die Todeszahlen und Schreckensmeldungen aus Heimeinrichtungen deutlich zurückgehen. Das wird einiges entschärfen. Und für meinen Vater (COPD) und Opa (April 80.) freut mich das dann ganz besonders. Ich selbst kann da ganz gut warten.

  • Die neue Beschlussvorlage klingt dann doch weniger dramatisch als angenommen.


    Beschlussvorlage von Handelsblatt.de


    Medizinische Masken sind im Öffentlichen Nahverkehr und beim Einkaufen weiterhin zu tragen. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Reuters genügen aber auch in Zukunft OP-Masken. Eine Pflicht für FFP2-Masken sei nicht vorgesehen.

  • Bronco


    Tja, ist halt China. Wenn man den "Lockdown Hard" wie in China will, muss man auch die Kehrseite der Medaille mitnehmen: "Umerziehungslager", Blockwarte, lückenlose Überwachung, Polizeistaat.


    Ist es das wert?


    Und wie kommt man eigentlich dazu, ernsthaft dieses totalitäre System sich als "Vorbild" zu nehmen?

  • Geht es denn darum, die Zahlen zu senken oder sie am Steigen zu hindern? Senken doch wohl (auf die ominösen, nicht erreichbaren 50). Dafür taugt das eben nicht.

    Komplett-Lockdowns sind maximal ein Mittel, um zu verhindern, dass die Zahlen explodieren. Mehr nicht. Und selbst da ist die Wirksamkeit ja fraglich.

  • Die neue Beschlussvorlage klingt dann doch weniger dramatisch als angenommen.

    Na ja, ich les' da "Schulen und Kitas dicht". Gleichzeitig Homeoffice zwar mit einer Verordnung begleitet, aber die "eingehende Prüfung" dieser Möglichkeit wird den Arbeitgebern und -geberinnen überlassen. Wird dann gewiss was werden.

  • Dann nimm halt Neuseeland. Es geht hier nicht darum ein Land als Vorbild zu nehmen, sondern den unterschiedlichen Umgang mit dem Virus... zwei Wochen hart anstatt ein Vierteljahr "light"...

  • War ja nur eine Frage der Zeit, bis wieder jemand mit Neuseeland kommt.
    Eine Insel mit 5 Mio. Einwohnern und ohne Landgrenzen, dass seine SeeHäfen und Flughägen effektiv seit fast 1 Jahr praktisch gänzlich für Personen geschlossen hat.

    Die gehen übrigens auch regelmäßig immer wieder in Lokal begrenzte Total-Lockdowns mit kompletter Ausgangssperre. Genauso wie Australien.

    Da ist Corona auch nicht vorbei.

  • Ich bin da irgendwie total altmodisch:


    Nachdem was ich weiß, ist ein schneller, harter Lockdown pandemietechnisch das Beste.


    Ich glaube sogar, dass das langfristig billiger ist und in meinen Augen sogar viel weniger Tote bedeuten würde.

  • Muffe


    Okay, kann man machen.


    Dann wäre es aber auch interessant zu wissen, wie denn nach diesen zwei Wochen "Lockdown Hart" die Zahlen unten gehalten werden sollen (wenn sie bis dahin überhaupt unten sind).

    Das würde nur mit komplett geschlossenen Grenzen für Monate gehen, da man einfach keine Insel ist und sich hier nicht einigeln kann über Jahre, wie es beispielsweise Australien jetzt vorhat.


    mMn ist dieses Konzept absolut nicht so durchführbar wie sich das einige vorstellen, aber gut darüber kann man ja wunderbar diskutieren. :)


    Das was PERfürDEUTSCHLAND sagt, Home Office Pflicht für alle. Das würde die Kontakte massiv reduzieren und wieder eine Situation schaffen die mit der im vergangenen Frühjahr vergleichbar ist und nicht solche Alibi-Aktionen wie nächtliche Ausgangssperren.


    Endgültige Lösung wird nur die flächendeckende Impfung sein, da wir in Europa einfach zu vernetzt sind um da nationale Alleingänge zu fahren.


    Spätestens wenn die Avocados im Supermarkt knapp werden würden die #ZeroCovid Befürworter auf die Barrikaden gehen... ;)


    Käptn Frühstück


    Vergleiche mit Schweden sind genauso blödsinnig wie Vergleiche mit irgendeinem anderen Land. Dafür sind die Voraussetzungen in den einzelnen Ländern einfach viel zu unterschiedlich.

    Zumindest haben jetzt beide lager ihre Beispielländer gefunden die sie sich gegenseitig immer wieder um die Ohren hauen können und sich dabei glücklich fühlen, dass sie es "den anderen" mal wieder gezeigt haben.

    2 Mal editiert, zuletzt von andremd ()

  • Ich will China gewiss nicht als Vorbild. Ich bin froh, dass wir in einer freiheitlichen Demokratie leben. Hier wird aber immer propagiert, es sei unmöglich die Inzidenz auf <50 zu senken und "anderswo" sei sowieso alles viel besser, da wären sogar Clubs geöffnet und so. Und ich sage, ja, da sind Clubs geöffnet aber dann muss man halt sich auch angucken, wie sie da hingekommen sind. Bestimmt nicht mit ein bisschen Homeoffice, FFP2-Masken und Eigenverantwortung. Also wer A sagt muss auch B sagen.

  • Tod auf Rezept. Mitten in der Coronakrise und politisch gewollt machen reihenweise Krankenhäuser dicht.


    Zitat

    Das Kliniksterben hat nicht nur keine Pause eingelegt im Coronajahr 2020, das Sterben hat sich sogar beschleunigt. Während von 2015 bis 2018 im Jahresmittel zehn Häuser dichtgemacht hatten, waren es diesmal doppelt so viel, nämlich genau 20. Allein 17 Mal erfolgte die Schließung im Zeitraum von Juli bis Jahresende, acht Mal im Dezember. Nur in drei Fällen kam das Aus vor Ausbruch der Krise.

    Die "Experten" sind allerdings der Meinung, dass das noch nicht reicht und wollen mehr, also weniger Krankenhäuser und zwar viel, also viel weniger (während eine Befragung auf 85% der Befragten kommt, die das Krankenhausschließen nicht wollen).

    Auch andere Maßnahmen, sogenannte Fördermaßnahmen, sind laut dem Bericht auf Reduzierung ausgerichtet.


    Zitat

    Eine ähnliche Stoßrichtung, wenngleich im Paragraphendickicht versteckt, hat das am 1. Januar in Kraft getretene Krankenhauszukunftsgesetz, mit dem der Bund drei Milliarden Euro für moderne Notfallkapazitäten, Digitalisierung und IT-Sicherheit bereitstellen will – sowie eben auch für Bettenabbau. Gemäß Paragraph 19, Punkt 11 sind „Anpassungen von Patientenzimmern an die besonderen Behandlungserfordernisse im Fall einer Epidemie“ dann förderfähig, „sofern das Vorhaben zu einer entsprechenden Verringerung der Zahl der krankenhausplanerisch festgesetzten Betten führt“.

  • Bronco

    Klar, kann man sich das angucken warum das dort so funktioniert wie es funktioniert. Und das man in der momentanen Situation in Mitteleuropa ganz weit davon weg ist über großflächiges zurückfahren von Maßnahmen zu diskutieren.


    @all bzw. allgemeiner Diskussionsbeitrag


    Und klar, kann man sich auch für #ZeroCovid einsetzen, dafür muss es dann aber auch ein gesellschaftliches Übereinkommen geben das zu machen.

    Damit sind nicht nur die Politiker gemeint, sondern die Bevölkerung. Die Auswirkungen davon würden heftigst sein und da muss man dann auch ehrlich die Karten auf den Tisch legen, als nur davon zu schwadronieren "Die Reichen bezahlen das schon".


    Und der letzte Punkt dazu, wenn man das wirklich macht, muss es auch überwacht und durchgesetzt werden. Wie? Das würde dann nur mit massiver Polizei- (und Militär)präsenz auf den Straßen gehen.

    Ob es das wert ist, diese Dystopie eines totalitären Polizeistaats umzusetzen wage ich zu bezweifeln.

    2 Mal editiert, zuletzt von andremd ()

  • Zumindest haben jetzt beide lager ihre Beispielländer gefunden die sie sich gegenseitig immer wieder um die Ohren hauen können und sich dabei glücklich fühlen, dass sie es "den anderen" mal wieder gezeigt haben.

    Darum ging es gar nicht. Nur um die Art und Weise des Umgangs.

    Klar kann man natürlich immer sagen, dass dies und jenes hier nicht möglich wäre. Spätestens bei "Insel" ist die Diskussion dann ja auch beendet ;-) Allerdings gibt es so einige Sachen die ich im Verhältnis ziemlich merkwürdig finde. Und die haben nicht unbedingt was mit Insel oder keine Insel zu tun. Als Beispiele Beherbungsverbot im Inland aber touristische Auslandsreisen möglich, Restaurants geschlossen aber keine Home Office Pflicht wo möglich usw.