• Über die letzten 7 Tage bei über 100.

    In Hannover bleibt alles beim Alten..

  • War ne gute Runde bei Lanz gerade eben, hab leider den Anfang etwas verpasst, hole ich morgen nach. Alle haben viel vernünftiges gesagt, vor allem der Herr Dr. Stelter.

  • In 4 - 6 Wochen erst Impfungen bei den Hausärzten... dafür müsse man erst "durchdachtes Konzept aufsetzen" ! :kopf:


    Ich frage mich auch ob der völligen Ignoranz gegenüber Schulen und KiTas, was Mutti so aufgesetzt hat vor den Konferenzen in ihrer heimischen Küche.


    Wir besuchen übrigens im März die Patentante unseres Sohnes in SW. Ich nehme die Listen für das Schmuggelgut gerne per PN entgegen... was ist letzte Preis? Und wer macht eine Butterfahrt an die Mosel? :D

  • Die Schulen und Kitas sind aber auch ausschließlich Ländersache, vielleicht blieb das Thema deshalb unerwähnt.

    Mal sehen was für uns das zuständige Land Niedersachsen beratschlagt. Ansonsten starker Tobak was innerhalb der Bund- Land Beratungsrunde erarbeitet wurde.

    Die Verwirrung ist wohl das neue Mittel um die Bevölkerung ruhig zu stellen oder wie.


    „Fatamorgana“ Spruch von Lindner ist ja diesmal nicht ganz so verkehrt.

  • Ja, so langsam geht einem die Geduld aus. Nicht, weil Corona nicht existiert, oder weil es nicht gefährlich ist, sondern aus den Gründen, die Sascha Lobo (siehe #22.465) auflistet.

    Nach über einem Jahr ist immer noch (oder wieder) hilfloses einarmiges Rumrudern ((c) Jones) angesagt. Das ist zu wenig...

  • Sascha Lobo spricht mir aus der Seele. Ich zitiere mal frech aus der Quelle, die Käptn Frühstück verlinkt hat:


    Wie kann man ein ganzes Jahr lang aus Erfolgen anderer Länder und Regionen nicht lernen? Wie sehr muss man für eine solche Realitätsresistenz an einem Überlegenheitskomplex leiden? Und dass immer und immer und immer wieder die gleichen Fehler gemacht werden, nein: die gleichen Fehler zelebriert werden.


    Und:


    Der amerikanische Schriftsteller Edward Estlin Cummings hat einen gloriosen Spruch geprägt: »There is some shit I will not eat«.“

  • Selbst wenn dann irgendwann mal ausreichend Schnell- und Selbsttests da sind.


    Wie will man denn sicherstellen, dass diese auch genutzt werden?


    Hoffnung auf die Bereitschaft der Bevölkerung als Rettungsanker? Ernsthaft?


    Und dann diese Geschwindigkeit, mit der das Impfen voran getrieben werden soll.


    Ich war lange Zeit recht zufrieden mit dem Umgang der Regierung in dieser Pandemie.


    Wie man aber im Hintergrund durch Schnarchnasigkeit und Dilettantismus glänzt, ist unerträglich in Anbetracht der Dringlichkeit.

    Einmal editiert, zuletzt von Jones ()

  • Allein mir fehlt der glaube, dass es Linkspartei, FDP, Grüne geschweige denn AfD besser gemacht hätten. Also wird sich leider wieder mal nichts ändern.


    Ich will, dass jetzt getestet und geimpft wird, was das Zeug hält. Einfach machen jetzt. Ist nicht mehr auszuhalten!

  • Die Krise führt zu Tage was hier aus meiner Sicht seit Jahrzehnten läuft. Das Land wird in vielen Bereichen auf Sicht und ohne Zukunftsvision verwaltet. Das alles in einer furchtbaren Ineffizienz. Muss ja nicht immer eine kaputtmachende Effizienz a la Turbokapitalismus sein, aber nen bissle mehr wäre schon schön. In Bereichen wo die Drehtür-Flüsterer der Industrie wegfallen scheint kaum was zu klappen. Aber gut, dafür verpulvert man ja jetzt auch Millionen an Beratungsfirmen weil man anscheinend kapituliert hat es selbst hin zu bekommen. Dass die das meist auch nicht hin bekommen, ist eine anderes Thema.


    Sofern Merkel sich wirklich mit keinem Wort zu Kitas-und Schulen geäußert hat in Ihrer Ansprache auf der Pressekonferenz (habe das nur in einem Kommentar gelesen), wäre das für mich auch wieder ein Zeichen wie wenig Gefühl sie wirklich für die Sorgen und Nöten einiger Menschen in diesem Land hat. Das Thema wurde ja anscheinend letztes Mal an die Länder abgegeben (daran muss man sich aber auch erst mal erinnern), aber man wäre ja schon mit ein paar kurzen Sätzen in der Form "Die Entscheidung über Schul- und Kita Öffnungen und Schließungen sind ja bei der letzten Konferenz an die Länder übergegangen. Wir haben vereinbart und ich habe darauf gedrängt, dass sich die Minister in ihrem jeweiligen Bundesland spätestens am Freitag dazu für Ihr jeweiliges Land äußern werden." glücklich gewesen.


    Mein Gefühl, dass dieses Land ein zu großen Teilen zu einem Selbstbedienungsladen für Menschen mit Einfluss verkommen ist, wurde in der jetzigen Krise zumindest nicht geschmählert...

  • Ich glaube halt, die ganze Nummer könnte kippen. Es könnte eine "ist mir doch egal" Stimmung auftreten. Die schrecklichen Bilder, die uns aus dem Ausland erreicht haben, sind in weiter Ferne. Die Geduld am Ende. Eigentlich wundere ich mich darüber, dass die breite Masse noch so geduldig ist. Wie lange geht das gut? Ich kann das relativ entspannt sehen, in die Lage wirklich krasser Schicksale kann ich mich ehrlich gesagt gar nicht zu 100 % hineinversetzen. Und wenn die Nummer kippt, wird die Regierung Lockerungen einführen. Damit man nicht sagen kann, die Nummer ist gekippt, sondern man hat umsichtig gehandelt.

  • Auch von Lobo:


    Zitat


    Meine Befürchtung ist, dass die grollbürgerlichen Anfälle, ausgelöst durch staatliches Versagen, bei vielen Leuten demokratische Spätschäden verursachen. Long Covid, aber als derart massive Zweifel, dass sie Dreifel heißen müssten, [...]

    Das ist das hysterische Lachen kurz bevor der Verstand endgültig in den Wahn abgleitet. Ein letztes verzweifeltes Aufbäumen gegen den Irrsinn.


    Aus der 35-Inzidenz und Warnungen vor den Mutanten wird ein tagesgenauer Öffnungsplan. Zu Schulen kein Wort. Kannste dir nicht ausdenken. Fehlt nur noch das Unverständnis darüber, dass "die Menschen" angesichts dieses Vakuums wieder nach Führern suchen.

  • Jonas Schmidt-Chanasit auf Twitter: "Die Pandemie ist ein kaleidoskopisches Monster, ein Wesen mit vielen einzelnen Facetten. Wir können nur dann schneller sein und vor den Ausbruch kommen, wenn wir die Expertise aus mehreren Fachgebieten zusammenführen. ⁦@zeitonline⁩ https://t.co/zXJgCtZloK" / Twitter


    Ich finde hier taucht auch ein Aspekt auf, der zu wenig und wenn dann von den Falschen thematisiert wird.


    Zitat

    An andere Menschen zu denken, die hier leben oder arbeiten - Leiharbeiter, Geflüchtete. Sie gezielt mit Sozialarbeitern (.) anzusprechen, damit auch dort bekannt wird, wie wichtig und einfach es ist, sich zu schützen, und wo man Tests und medizinische Hilfe bekommt.

    Wenn aktuell wirklich 50% der Menschen die in Krankenhäusern liegen Migranten sind, dann ist das auch ein Zeichen, dass man diese Bevölkerungsgruppen nicht erreicht hat und erreicht. Jetzt kann man das Feld den Hetzern u. A. der Bild überlassen, die das für stumpfe Ressentiments gegenüber "Ausländern" ausnutzen oder aus dieser Erkenntnis heraus etwas sinnvolles in der Pandemiebekämpfung tun.


    Im übrigen auch kein neuer Aspekt hier im Faden. Wurde bereits vor Monaten (ich glaube zur ersten Welle) schon einmal diskutiert, dass man solche Aspekte nicht aus dem Auge verlieren sollte. Aber ... lockdown, lockdown, lockdown.

  • Ich habe mir mal die Altersverteilung angesehen. Während die letzten beiden Wochen insgesamt wieder ein (noch leichter) Anstieg zu verzeichnen war, nimmt die Inzidenz bei den über 80-jährigen weiter stark ab (trotzdem noch auf hohem Niveau). Die Impfungen zeigen Wirkung, so weit so gut.


    Einen überproportional starken Anstieg gab es letzte Woche dagegen bei den 0- bis 19-jährigen. Und das, wo letzte Woche in vielen Bundesländern die Schulen wieder geöffnet wurden. Ich glaube jedoch, dass der Zeitraum zwischen Erkrankung und Meldung so groß ist, dass diese Fälle nicht aus den Öffnungen resultieren können. Aber woher dann der starke Anstieg?


    Eine Idee wäre, dass es kein Anstieg ist, sondern "nur" mehr Fälle bekannt werden. Vor den Schulöffnungen war halt ein Familienmitglied erkrankt, das Kind hatte keine Symptome und blieb stillschweigend weiter zuhause. Nach den Schulöffnungen testet man dann auch diese Kinder vermehrt, um andere vor möglichen Ansteckungen zu schützen.


    Das ist jetzt aber nur eine Idee meinerseits, ich halte das für einigermaßen logisch. Habt ihr andere Ideen, woran das liegen könnte, oder gar irgendeine mehr oder wenige offizielle Begründung dafür gehört?

  • Hier in Lübeck ist die Inzidenz nun endlich unter 35. Hurra!

    Mein Sohn (8. Klasse) ist trotzdem weiter im Distanzlernen, allerdings zukünftig ohne online-Konferenzen, die es bisher gab. Das wohl, weil die unteren Jahrgänge jetzt im Wechselunterricht sind und die Lehrkräfte keine Zeit mehr für Konferenzen haben. Na toll!

    Bei uns (bin an einer Berufsschule) geht in der nächsten Woche für die Abschlussklassen wieder die Berufsschule los. Das bedeutet, die 300 Schüler reisen aus ganz Deutschland an, werden aber nicht getestet. Dafür ist kein Geld da. "Unser Hygienekonzept hat ja bisher auch funktioniert, denn wir hatten erst 5 Infektionen in der Schule", so die Schulleitung. Naja, wenn die Zahlen bald wieder durch die Decke schießen, weiß man ja woran es liegt.

    Ich verstehe es nicht mehr...

  • Dieses Land ist wirklich, so richtig diesmal!, am Ende. Ich sehe auch mittlerweile keinen Ausweg mehr, so hart haben die sich in wirklich jeder Hinsicht verzettelt.


    Und dieses Verzetteln wird ja nun immer weiter verstetigt. Offensichtlich gibt es überhaupt keinen Plan, wie und unter welchen Bedingungen dieses Theater beendet werden kann.


    Letzte Ausfahrt vor der Wand: Aufhebung aller Maßnahmen, sobald jeder die Möglichkeit hatte sich impfen zu lassen. Nach den Alten und Vorerkrankten einfach freie Bahn für jeden, der möchte. Und dann ist Schicht. Wer weiß, ob sie vorausschauend rechtzeitig auf die rechte Fahrbahnseite wechseln um diese Ausfahrt nicht zu verpassen. Sonst: Wand!

  • Tobi-Wan 96 Im Kern hast Du recht. Bis jetzt steht in keinem Papier (selbst nicht von der FDP) unter welchen Umständen alle Maßnahmen aufgehoben werden können.

  • Allein mir fehlt der glaube, dass es Linkspartei, FDP, Grüne geschweige denn AfD besser gemacht hätten. Also wird sich leider wieder mal nichts ändern.


    Ich will, dass jetzt getestet und geimpft wird, was das Zeug hält. Einfach machen jetzt. Ist nicht mehr auszuhalten!

    Genau das ist der Punkt.


    Kann auch nur mit dem Kopf schütteln, wenn Leute sagen "Im September, werden wir Wähler, euch zeigen, dass die anderen es viel besser machen" Unabhängig, von den vielen falschen Entscheidungen der letzten Monate, fehlt mir komplett der Glaube, dass Politiker der oben genannten Parteien es besser hinbekommen.


    Helle Köpfe, die sich wirklich Gedanken machen, hat man in fast jeder Partei. Nur haben die meistens gar nicht die Möglichkeit, die Pandemiebekämpfung mitzugestalten.

  • Das Problem ist doch aber das man 16 (?) Jahre fehlenden Gestaltungswillen und die Ausgangssituation die eben daraus auch entstanden ist auch mit einer anderen Partei nicht in vier Jahren lösen kann.


    Auch dazu hat Lobo was schönes geschrieben: Angela Merkel in der Corona-Pandemie: Verfahren auf Sicht - Kolumne - DER SPIEGEL


    Zitat

    [...]

    Durch Corona ist offensichtlich geworden, wie schädlich, wie unklug, wie gefährlich die vollständige Abwesenheit einer politischen, gesellschaftlichen oder sonst einer Vision war.

    Das gibt überraschend offen der Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus zu, einer der mächtigsten Männer der CDU: »Wir brauchen eine Jahrhundertreform – vielleicht sogar eine Revolution.« Und zählt fünf Bereiche auf, die dringendst einer umfassenden Modernisierung bedürfen, nämlich Verwaltung, Digitalisierung, Bund-Länder-Kooperation, Bildungssystem und Katastrophenschutz. Wenn das Land nach 16 Jahren Merkel mit fast durchgehender wirtschaftlicher Hochphase eine »Jahrhundertreform« braucht – wie beschämend wenig muss denn in der Zwischenzeit passiert sein?

    [...]