• Ist es in deinem Expertenforum zu langweilig geworden?

    Entspricht der Inhalt des Interviews nicht ausreichend deinem Gusto, um zur Sache beizutragen?


    Ausgangssperren sind keine effektive Maßnahme. Sind wir uns einig, oder?


    Das Schulen und Kitas plötzlich Infektionsherde sind, wurde von verschiedenen Experten widerlegt.


    Dass die Mutante gefährlicher für jüngere zu sein scheint wird zwar gerne behauptet, spiegelt sich aber weder in den Todeszahlen noch in der Hospitalisierungslage wieder. Gerne hierfür die Abbildung 9 des gestrigen Lageberichts werfen - das einzige was auffällt, ist dass die Hospitalisierungsrate bei der Generation 80+ überproportional abgenommen hat (Impfungen sei dank!)


    In diesem Interview versucht der Experte einfach, seine Agenda von einem dringend benötigten harten Lockdown durchzukriegen. Auch für ihn wird es in 3 Wochen peinlich wenn er feststellt, dass die Zahlen auch ohne harten Lockdown sinken werden.


    P.S. Muss ich eigentlich erwähnen dass es auch Epidemiologen gibt, die zu einer anderen Einschätzung kommen? Oder haben diese nicht recht?

  • juhu. die frau, die einst den dicksten fliesenleger luthes rausgepresst hat wird sonntag ihre erste impfung erhalten.

    Ich drücke die Daumen. Bei meiner Ehefrau sind nun schon 3 fest zugesagte Impftermine abgesagt. Ein neuer Termin ist derzeit nicht in Sicht.

  • Warum wurden die abgesagt? Von euch aus oder weil kein Impfstoff vorhanden war? Drücke die Daumen das ihr bald dran seid

  • Das hast Du Dir ausgedacht, für Deine Behauptung gibt es keine Quellen.

  • Warum wurden die abgesagt? Von euch aus oder weil kein Impfstoff vorhanden war? Drücke die Daumen das ihr bald dran seid

    Kein Impfstoff da und Sperre von AstraZeneca.


  • Nedved: nennt RKI Lagebericht als Quelle


    andro: "für deine Behauptung gibt es keine Quellen"


    :lookaround:

  • Ausgangssperren sind keine effektive Maßnahme. Sind wir uns einig, oder?

    Nein. Ausgangssperren an weniger als ein Drittel des Tages, zu einer Zeit zu der sich eh niemand trifft, sind wahrlich keine effektive Maßnahme. Darüber hinaus gehende Ausgangssperren wären sicher effektiver, aber kaum durchzusetzen.

    Das Schulen und Kitas plötzlich Infektionsherde sind, wurde von verschiedenen Experten widerlegt.

    Wie erklärt sich dann die überproportional steigende Inzidenz bei Kindern und Jugendlichen seit Schul- und Kitaöffnungen?

    In diesem Interview versucht der Experte einfach, seine Agenda von einem dringend benötigten harten Lockdown durchzukriegen.

    Nein, das versucht er gerade nicht. Ausdrücklich weist er auf seine virologische Sichtweise hin und bezieht die gesellschaftliche mit ein:

    Das heißt, rein virologisch betrachtet, müsste ein Lockdown auch diese Einrichtungen mit einbeziehen.

    Andererseits muss man diese Frage ja auch im Hinblick auf die Folgewirkungen für Kinder und Eltern betrachten. Das ist dann eine gesellschaftspolitische Entscheidung: eine Risiko-Nutzen-Abwägung beispielsweise unter konsequenter Umsetzung von Wechselunterricht und regelmäßiger PCR-Testung.

  • Vielleicht könnt ihr ja über den Hausarzt schneller einen Termin bekommen. Drücke die Daumen

    Möchte ich hiermit unterstreichen. Mein Vater ist an der Hotline etc. ebenfalls schier verzweifelt, auf kurzem Wege über den Hausarzt gab es dann aber für ihn (70+), seine Schwiegermutter (90+) sowie seine Frau (70-, aber Hauptpflegeperson der Schwiegermutter) einen Termin im Sinne von: Es ist zwar schon früher Abend, aber wenn ihr jetzt alle rüberkommt, haben wir da was für euch. Edit: Weitaus schwieriger bis schier unmöglich war es dann übrigens, die Termine des Impfzentrums abzusagen. Telefonisch war kein Durchkommen, Alternativen wie E-Mail-Adresse gab es schlicht nicht. Hat dann nach der dritten Nachricht auf AB und Rückruf aber doch irgendwie geklappt.

    Einmal editiert, zuletzt von Zackzack ()

  • Dass die Mutante gefährlicher für jüngere zu sein scheint wird zwar gerne behauptet, spiegelt sich aber weder in den Todeszahlen noch in der Hospitalisierungslage wieder. Gerne hierfür die Abbildung 9 des gestrigen Lageberichts werfen - das einzige was auffällt, ist dass die Hospitalisierungsrate bei der Generation 80+ überproportional abgenommen hat (Impfungen sei dank!)

    Den Hinweis unter Abbildung 9 für den grau markierten Bereich hast du gelesen?


    Zuvor sieht man recht deutlich den Anstieg in allen Altersgruppen, außer 80+. Und eigenartigerweise deckt sich das sogar mit den Berichten aus den Krankenhäusern selbst.

    Einzig die Todeszahlen sinken leicht und stetig. Das ist zwar erfreulich, aber zum Glück für die meisten nicht die relevanteste Kennzahl.

  • Im Krankenhaus meines Cousins sind es anders aus als Medived es beschreibt, aber ist wahrscheinlich ne Ausnahme das Krankenhaus

  • Es gibt anscheinend weiterhin Experten, die auch aktuell noch einen vorsichtigen! positiveren Blick auf das Thema haben ... die auch Faktoren wie Transmissionsheterogenitäten und Compliance der Bevölkerung bei steigender Infektionsdynamik eine größere Rolle zuschreiben...und ja, auch Saisonalität. Etwas was wohl in vielen Modellen nicht berücksichtigt wird.


    Vorsicht Twitter University ... immerhin forscht der Querdenker weiterhin als Wissenschaftler zu Covid-19 beim RKI, auch wenn die Ansichten die er auf Twitter äußert natürlich private sind und keine offizielle RKI Position:


    Kai Schulze auf Twitter: "Ein Thread 🧵zum Infektionsgeschehen: 1. "Ostereffekt", klar. 2. gab es ein Abschwächen der *Wachstums*dynamik ab etwa dem 23.03, das zeigt sich im RKI-R Wert und den Änderungsraten (Werte am 29. sind Werte vom etwa 23.03. wg. Test&Meldeverzug) Ist 2. überraschend? 1/12 https://t.co/Tk8fSYcrcZ" / Twitter


    Ich finde seine Thesen jetzt nicht wissenschaftsfeindlich, nur weil sie nicht der anscheinend gerade vorherrschenden wissenschaftlich Mehrheitsmeinung entsprechen ... ich bin mir persönlich noch nicht mal so sicher ob das auch medial ein wenig verzerrt wird.


    Ich habe mich sehr gefreut, dass die Uni Tübingen und UKE Hamburg Ihre Expertenbefragung ein drittes Mal wiederholt hatte. Das Meinungsbild scheint da schon etwas ausdifferenzierter als es aktuell den Anschein hat:


    (PDF) Mehr Evidenz statt Eminenz. 3. anonyme online-Umfrage zu COVID-19 von Expert*innen aus dem Bereich Virologie, Intensivmedizin und Innere Medizin -Bericht an die Expert*innen und die unterstützenden Verbände (researchgate.net)

  • Dass die Mutante gefährlicher für jüngere zu sein scheint wird zwar gerne behauptet, spiegelt sich aber weder in den Todeszahlen noch in der Hospitalisierungslage wieder. Gerne hierfür die Abbildung 9 des gestrigen Lageberichts werfen - das einzige was auffällt, ist dass die Hospitalisierungsrate bei der Generation 80+ überproportional abgenommen hat (Impfungen sei dank!)

    Den Hinweis unter Abbildung 9 für den grau markierten Bereich hast du gelesen?


    Zuvor sieht man recht deutlich den Anstieg in allen Altersgruppen, außer 80+. Und eigenartigerweise deckt sich das sogar mit den Berichten aus den Krankenhäusern selbst.

    Einzig die Todeszahlen sinken leicht und stetig. Das ist zwar erfreulich, aber zum Glück für die meisten nicht die relevanteste Kennzahl.


    Der Anstieg wird wohl eher mit dem allgemeinen Anstieg der Zahlen zutun haben, nicht spezifisch mit der vermeintlich gefährlicheren Mutation.


    Nachmeldungen wird es geben, dies ist richtig, allerdings werden diese die Kurven nicht signifikant beeinflussen.

  • Epistemologie und Medienwissenschaft sind ja in der Tat die wichtigsten und diffizilsten Bereiche bei der Vermittlung und Einschätzung dieser Pandemie. Was Drosten da im entsprechenden Podcast macht also genau am richtigen Platz und überaus interessant. In vielen Teilen dann aber eben auch arg verkürzend und auf seine Erkenntnisse zugeschnitten.


    Böse formuliert hieße das: Aha, da versucht also ein epistemologischer Pseudoexperte Pseudoexperten auszuweisen.


    Wohlwollender, und dazu tendiere ich: Das bleibt trotzdem interessant und am genau richtigen Platz. Es darf nur nicht in diesen Verkürzungen stehenbleiben, sollte einen vertiefenden Diskurs anstoßen. Wird nicht geschehen, ist aber vielleicht nicht vorrangig Drostens Schuld. Der verteidigt damit seine Position. Ist heikel, kann man aber machen.

  • Medved05


    Das sagt dir deine Glaskugel?


    Warnende Experten und vor allem Intensivmediziner scheinen eine andere Kugel zu haben.

    Die Gefährlichkeit liegt ja in der schnelleren Verbreitung der Mutante. Mehr Ansteckungen, mehr Intensivbehandlungen. Je mehr Jüngere es trifft, umso mehr trifft es eben auch, die einen schweren Verlauf bekommen. Da ist es ziemlich latte, ob die Mutante an sich "gefährlicher" ist, oder genauso gefährlich, wie der bisherige Virus.

    Blöderweise sterben die Jüngeren nicht so schnell. Sie brauchen aber auch ne Weile, ehe man sie aus dem Krankenhaus entlassen kann.

    Wäre schon nicht schlecht das zu bedenken, wenn es um die Auslastung geht, oder?

  • Jaja, die Warner und Mahner...


    https://m.faz.net/aktuell/poli…rophe-von-morgen-17040242