Corona

  • Davon mal ab, sind Selbsttest unter Aufsicht, z.B. beim Arbeitgeber, im Restaurant, beim Friseur oder in der Fleischerei, ja auch gültig, solange die schriftlich bestätigt werden. Passende Formulare gibt es auf niedersachsen.de

    Beim Arbeitgeber gehe ich noch mit.. bei allen anderen Beispielen nicht. Dann könnte ja jeder Betreiber einer Trinkhalle oder Shishabar die Formulare ausfüllen und die Tests bestätigen... die Belastbarkeit eines solchen Nachweises halte ich für schwierig.

    Kann er ja auch. Wird doch explizit auch so kommuniziert und gehandhabt. Einige Gastronomen oder Friseure lassen sich den Test bezahlen, andere sehen es als Dienstleistung. Wollte das nicht bewerten, sondern lediglich auf die Möglichkeit hinweisen, das z.B. auf der Arbeitsstelle oder vor dem nächsten Friseurbesuch zu machen.


    Natürlich gehe ich da mit, das es bei so einigen Barbershops oder Shishabars vermutlich ganz gut ist, das die von dieser Möglichkeit bisher noch nicht wissen, weil die Handhabung da eventuell nicht ganz so seriös abläuft wie in Rosis Frisurentempel, wo Oma seit 89 Jahren Stammkundin ist...

  • Können wir das mit den Arbeitgebern nochmal konkretisieren?


    Ich hab das so verstanden:

    Selbsttest vor Arbeitgeber reicht zum arbeiten.


    Um aber legal die Bescheinigung auszufüllen braucht der Arbeitgeber ein Zertifikat z.B. durch 90min Online-Schulungsvideo beim DRK.

    + der Arbeitgeber mit Zertifikat darf nur seinen eigenen Angestellten eine Bescheinigung ausfüllen.



    Um vom fremden Dritten (wie z.B. Friseur) eine Bescheinigung zu bekommen braucht dieser theoretische und praktische Schulung.

  • https://www.niedersachsen.de/C…ng-auf-corona-198156.html


    ...:"...Wo kann ich mich testen lassen?

    Unter Aufsicht kann man sich


    • in einem zugelassenen Testzentrum testen lassen.
    • Mancherorts werden Testungen aber auch direkt vor oder im Eingangsbereich eines Geschäftes, eines Gastronomiebetriebes oder einer Veranstaltung angeboten.
    • Auch unter Aufsicht am Arbeitsplatz durchgeführte und bescheinigte Negativtestungen können verwendet werden.

    Jede dieser Bescheinigungen kann innerhalb von 24 (PCR-Test = 48) Stunden beliebig oft eingesetzt werden.

    ...".


    Wundert mich ja auch....aber ist wohl so.

  • https://www.niedersachsen.de/C…tellte-fragen-198180.html

    Zitat

    Wo kann ich mich testen lassen?

    Unter Aufsicht kann man sich


    • in einem zugelassenen Testzentrum testen lassen.
    • Mancherorts werden Testungen aber auch direkt vor oder im Eingangsbereich eines Geschäftes, eines Gastronomiebetriebes oder einer Veranstaltung angeboten.
    • Auch unter Aufsicht am Arbeitsplatz durchgeführte und bescheinigte Negativtestungen können verwendet werden.

    Jede dieser Bescheinigungen kann innerhalb von 24 (PCR-Test = 48) Stunden beliebig oft eingesetzt werden.

    Zitat


    In meinem Kosmetikstudio wird mir beim Termin ein einfacher Selbsttest (den für den Heimgebrauch und weniger unangenehm) angeboten – reicht das dann für den Kosmetiktermin aus?

    Ja, wenn dies durch das Kosmetikstudio beziehungsweise unter dortiger Aufsicht durchgeführt wird, dann ist diese Testmöglichkeit ausreichend.

  • Ich habe mich an "unter Aufsicht" aufgehangen.


    Bis eben dachte ich, dass der Aufseher irgendetwas vorweisen muss, aber anscheinend reicht es wenn dieser die Packungsbeilage gelesen hat.








    Zitat

    Testbescheinigung für Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber:

    Arbeitgebende sind verpflichtet, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die nicht im HomeOffice arbeiten, mindestens zwei Mal pro Woche einen Corona-Antigentest anzubieten. Insofern der Test unter fachkundiger Leitung durchgeführt wird, kann die Arbeitgeberin oder der Arbeitgeber eine Testbescheinigung ausfüllen.

    "unter fachkundiger Leitung"

  • Naja, das ist halt die Antwort auf die Frage aus der Sichtweise des Konsumenten. Ob es Voraussetzungen dafür gibt, dass das Kosmetikstudio oder der Gastronom dieses Vorgehen anbieten können, entnehme ich daraus nicht.

  • Er bietet es nicht an und führt den Test nicht durch. Er beaufsichtigt den Selbsttest und bestätigt, dass dieser gemäß Beipackzettel durchgeführt wurde... plus das Ergebnis.

  • Wenn keine konkrete Qualifikation verlangt wird, braucht es auch keine. Lesen und Schreiben vorausgesetzt.


    Um es klar zu sagen: Ich finde die Möglichkeit scheiße... nur finde ich unter der Quelle keinerlei andere Aussagen, die dieses Vorgehen konkret untersagt.

  • Spontaner Besuch eines Restaurant oder so wird schwierig. Hab die notwendigen Tests für meine Familie bis Jahresende durchgeplant.

    durchgeplant? Aber man kann sich doch kostenlos täglich testen lassen. Und das mit dem Schlange stehen wird sich auch bald erledigen, die Stationen machen doch haufenweise wieder auf. Oder meinst du mit dem planen, daß Du "Testveranstaltungen" zusammenfaßt, also Frisör, dann Weihnachtsmarkt o.ä, dann Restaurantbesuch, dann Konzert

  • Hinsichtlich "Selbsttest unter Aufsicht" gehe ich davon aus, daß das so gehandhabt wird wie an der Hochschule. Man bekommt dann eine Bescheinigung, die nur zum Betreten der Hochschule gültig ist. Damit kann man dann aber in Hochschulgebäude in Linden, Ahlem, Südstadt, Expoplaza rein, und auch am nächsten Tag (soweit die 24 std. noch nicht vorbei sind). Bei vielen Konzertveranstaltungen und so steht hingegen dabei, daß die Tests von einer qualifizierten Teststelle sein müssen.

  • So, Helge Braun fordert direkt nach dem BverfG-Urteil einen Lockdown.

    Wie vorhersehbar und billig.

    Was halt wirklich billig ist, wie seitens der CDU/CSU gerade versucht wird, an der neuen Regierung zu sägen, Infektionschutzgesetzreform madig reden, Zurückversetzung in "ihren" Zustand durchdrücken, scheinbare Konsequenz vorzugaukeln...die sind halt noch nicht aus dem Wahlkampfmodus raus und sind weit weg von verantwortlichem und verhältnismäßigem Handeln. Aber es fehlt leider auch eine Seite, die da mal auf den Tisch haut. Stattdessen lässt sich das Land vor sich hertreiben und vergisst alle Entwicklungen (andere Impfquote als noch im April), alle Ansätze (Endlich Schließen der Impflücke, Fokus auf für gefährliche Impfdurchbrüche vulnerable Gruppen), alle Erkenntnisgewinne (Unterschied Innen/Außen).

  • Das Problem ist einfach, es wird parteipolitisch gedacht und nicht was gut für Deutschland ist. Das haben wir am Wahlkampf gesehen und sehen es aktuell auch.


    Gut, dann lasse ich mich Sonntag eben beim Testen vor dem Sport beobachten, weil keine Kapazität im Testzentrum frei ist, trotz Impfung. Ob es was bringt …


    Mittlerweile gehe ich doch davon aus, dass ein Lockdown doch noch kommt.

  • Jeylords Vadder: Aus meiner Sicht hast du nicht über das Ziel hinausgeschossen. Du hast deine Gedanken, Fragen, Erfahrungen und Befürchtungen geteilt, willkommen zurück.

    Danke dir und stellvertretend auch danke an alle anderen, die sich auf meinen Beitrag hin gemeldet haben.



    Danke auch für deine Rückmeldung.


    Solidarität wünschen kann Mensch sich unabhängig vom Einkommen. Meine Aussage war polemisch und moralisierend. Sie sollte aber auch zum Nach- und Weiterdenken anregen, und spiegeln. Denn Solidarität fängt nicht bei einer Corona-Schutzimpfung an und hört nicht bei dieser auf. Deshalb empfinde ich die plötzliche Debatte um Solidarität bzgl. der Corona-Impfungen als moralisierend, regelmäßig pauschalisierend und oft scheinheilig. Da wird aus einer womöglich berechtigten Kritik an einer einzelnen Handlung oder Nicht-Handlung ein Pauschalurteil: Die Solidarischen (Geimpfte) vs. die Unsolidarischen (Ungeimpfte). Unabhängig von den Begründungen für oder gegen eine Impfung sowie allem anderen, was den einzelnen Menschen ausmacht, dieser zu einem Miteinander in der Gesellschaft beiträgt oder nicht. Oftmals von jenen gefällt, denen es an einem solidarischen Blick auf die bzw. solidarischen Verhalten in der Gesellschaft bisher gemangelt hat / ansonsten mangelt, sowie deren Einzelentscheidung für eine Impfung (selbst) oft nicht auf dem Solidargedanken beruhte, sondern dem persönlichen Wunsch entsprang, selbst nicht zu erkranken oder wieder reisen zu können oder "Normalität" herzustellen (was zwar legitim und im Ergebnis der Impfentscheidung auch EIN solidarisches Verhalten ist, aber eben nicht zu (Moral-)Urteilen über andere Menschen und deren Einzelentscheidungen führen sollte bzw. diese eben oft scheinheilig macht...zielführend sind sie jedenfalls gewiss nicht).

    In meiner eigenen (sozialarbeits-)wissenschaftlichen Auseinandersetzung habe ich mich intensiv mit Studien und Forschungsergebnissen beschäftigt, die über die letzten Jahrzehnte eine zunehmende Entsolidarisierung in der Gesellschaft aufzeigen (siehe insbesondere die Arbeiten von Wilhelm Heitmeyer) und diese u.a. mit den Ökonomisierungsentwicklungen im Gesundheits- und Sozialsektor in den Zusammenhang stellen (leider werden diese Erkenntnisse im gesellschaftlichen Diskurs, in den Medien, der Wirtschaft und Politik weitgehend missachtet). Diese Entwicklungen sind heute entscheidend für die Bedingungen auf den Kranken- und Intensivstationen, in den Krankenhäusern, ursächlich für die auf Kante genähte Anzahl an Betten und Arbeitskräften, für die widrigen Arbeitsbedingungen der Pflegekräfte usw. Darin und dass sich daran in den letzten anderthalb Jahren rein gar nichts verbessert hat (im Gegenteil), liegt meines Erachtens ein viel größerer Skandal, über den eben nicht in ausreichendem bzw. entsprechendem Maße berichtet wird. Die Ursachen für gesellschaftliche Spaltungen liegen jedenfalls tiefer, aber sollen oder können offensichtlich nicht angegangen werden.


    Meine Mutter ist zum Glück kein rein rationales Wesen, sondern ein soziales und wie die meisten Menschen vor allem auch emotional gesteuert. Sie arbeitet seit Jahrzehnten im Gesundheitswesen, seit längerer Zeit in einer Uni-Klinik, geht nächstes Jahr in Rente. Sie hat genug Ärzte um sie herum, die sie im Kontext von Corona und Impfungen darüber aufgeklärt haben, "wie Wissenschaft funktioniert". Sie braucht keinen Sohn, der ihr zusätzlich vorhält, wie diese Welt funktioniert. Sie hat letztes Jahr ihren jüngeren Sohn, meinen Bruder, am Ende des ersten Lockdowns wegen plötzlichem Organversagen verloren. Ob es ohne Lockdown anders gekommen wäre, weiß niemand. Ich werde ihr jedenfalls keine Vorträge mehr halten. Ihr verloren gegangenes Vertrauen, ihr fehlender Glauben begründet sich neben der Komplexität der Welt vor allem darin, dass die Wirkungen von Einschränkungen und persönlichen Entscheidungen etc. "von der Politik völlig falsch verkauft bzw. kommuniziert wurde[n]" (wie PM es schreibt), dass fortwährend falsche Versprechungen gegeben worden sind, und nicht zuletzt eben auch darin, dass sie die Entwicklungen in den Kliniken über die letzten Jahrzehnte hautnah mitbekommen hat, diese aus ihrer Sicht nicht hinreichend thematisiert/kritisiert werden und sich daran so überhaupt gar nichts im Zuge von Corona zum Positiven verändert hat.



    Danke dir und Interesse meinerseits besteht auf jeden Fall.

    Wie geschrieben, kann es bei mir alles oder nichts sein und ist es zumindest rational gesehen unwahrscheinlich, dass meine seltsamen Beschwerden eine körperliche Impfreaktion sind. Diese Woche steht noch ein Blutbild an und danach bin ich vielleicht/hoffentlich schlauer.