• Sollten die das mit den 6 Monaten wirklich durchziehen, wird das den Skeptikern ordentlich Aufwind geben. Zudem werden dann wohl einige Leute die Lager wechseln. Politische Unruhen nicht ausgeschlossen...

  • habe mir eben einen Termin bei meiner Ärztin zum Boostern geben lassen.


    Sie sind derzeit bei Mitte Januar und das inkl. Wochenendterminen (mein Termin ist auf einem Samstag), was bei mir ziemlich genau 6 Monate nach der zweiten Impfung bedeutet.


    Vermutlich wird es nach zweimal Biontec nun Moderna.

    Bei mir genau umgekehrt. Erst 2 x Moderna / Booster vermutlich Biontech.


    Aber das dürfte ja egal sein. Immer man rein damit.


    Anderes Thema: was macht das eigentlich mit der Ökobilanz, wenn man Intensivpatienten quer durchs Land fliegt und diese später womöglich auf der Straße wieder zurück in das Heimatdorf fahren oder gefahren werden?

    Gibt es da nicht was sinnvolleres?

  • Die werden das erstmal mit der Impfpflicht durchziehen, glaube ich.


    Das ist natürliche lecker Futter für die Spalter, ich kotze jetzt schon, aber wat mut dat mut

  • Woher kommt denn eigentlich der Gedanke, dass die Impfung nur ein Jahr gültig sei? Bezieht ihr euch hier wirklich auf das Ablaufdatum des technischen Zertifikats? Das ist doch einzig und alleine eine technische Zahl und hat mit der Impfung nichts zu tun. Das Zertifikat läuft nach einem Jahr ab.


    Eine "Gültigkeit" wie das, worüber wir hier gerade reden, gibt es überhaupt erst mit der Impfpflicht.


    Ich finde das ganz schön betriebsblind, so zu reagieren, wie Du. Wann man die Impfung auffrischt, dafür gab es vorher lediglich Empfehlungen. Durch eine Pflicht ändert sich alles.


    Z.B. war es mir durchaus wichtig, bei der Auswahl meines Impfstoffes mitreden zu können. Wenn es aber ein Termin gibt, zu dem ich wieder geimpft werden muss und gleichzeitig gibt es - weil alle geimpft werden müssen - Versorgungsengpässe oder Spahn bzw. Nachfolger (Lauterbach? Haha.) denkt sich mal wieder irgendeinen Unsinn aus, ist das auch vorbei.


    Ich war ja sachlicher Gegner einer Impfpflicht, ich war aber durchaus der Meinung, dass sowas angesichts der Lage prinzipiell vertretbar sei. Aber das, was da gerade wieder abgeht, macht mir schon Sorge.

  • Impfpflicht find ich gut. Irgendwie müssen wir ja mal aus der Dauerschleife rauskommen. Und wenn es auch nur 5% zum Umdenken bringt, dann sind wir unter den Erwachsenen so um die 90%, Kinder und Jugendliche ziehen nach und nach nach, dann eröffnet das zumindest neue Perspektiven.

  • Aber so, wie das diskutiert wird und wie hier reagiert wird, treibt mich das regelrecht auf die Barrikaden.


    Von "Es wird keine Impfpflicht geben" bis zu Impfen nach dem Motto "Friß oder stirb" ging das viel zu schnell. Das ist als Vorgang durchaus besorgniserregend.


    EDIT: Im Gleichschritt damit gehen wir auch von "Natürlich hat die Politik versagt" zu "Mach', was die Politik sagt und halt die Fresse".

  • Wie ich vorhin schon schrieb, die Umsetzung mit Halbjahresgültigkeit der Impfung und so kurzfristig find ich doof, aber in der Sache ist die Impfpflicht genau richtig.

  • Eben. Da sollte man sich mal noch ein Jahr Zeit mit lassen.

    Es geht hier um auch Prinzipien!!!

    Es geht darum, verantwortungsvoll mit solchen Aussagen umzugehen. Ja, das erwarte ich von Leuten, die unser Land führen. Auch wenn es eine Pandemie ist. Auch wenn das alles neu ist.

  • Aber Panik hat schon immer zu guten Lösungen geführt, natürlich.

    Natürlich. Aussagen, Absichten und Taten an die Realität anzupassen ist nichts anderes als Panik!!

    Wenn der Impfstoff zu Beginn für mindestens ein Jahr wirkte, dann lassen wir uns doch von so ein paar Mutationen nicht aus dem Konzept bringen, nur weil dann die Impfung nicht mehr wirkt (bzw. eine neue, angepasste her müsste) !! Alles andere wäre unangemessen! Gesagt ist gesagt!



  • Es geht darum, verantwortungsvoll mit solchen Aussagen umzugehen. Ja, das erwarte ich von Leuten, die unser Land führen. Auch wenn es eine Pandemie ist. Auch wenn das alles neu ist.

    Das würde bedeuten, dass man als Politiker:in nur noch "Schaun mer mal" sagte.
    Oder von mir aus auch: "Wir beabsichtigen keine Impfpflicht einzuführen, weil das nach Aussagen vieler zu einer verminderten Impfbereitschaft führt und wir der Überzeugung sind, dass sich auch so genug impfen lassen; wenn sich dann aber doch nicht genug impfen lassen müssen wir das noch mal neu überdenken."

  • Dein Twitter-Style ist auch anstrengend.


    Wir brauchen momentan in jedem Fall nicht die Impfpflicht, wie hier umrissen, um die aktuelle Notlage und den Winter zu überstehen.


    Eine Impfpflicht mag angemessen sein, Boostern ist ganz sicher sinnvoll, aber es kommt nicht darauf an, ob Teile der Bevölkerung sich nach 6 oder 8 Monaten boostern lassen, zumal wir ja offensichtlich zur Zeit bei großen Teilen der Bevölkerung große Compliance mit den Empfehlungen haben.


    Wenn man bei Grundrechten eingreift, sollte das aber mit dem nötigen Respekt und vor allem strikt verhältnismäßig passieren. Sehe ich hier nicht gegeben.

  • Das würde bedeuten, dass man als Politiker:in nur noch "Schaun mer mal" sagte.

    Genau. Wie eigentlich immer. Nur bei solch einem Thema nicht. Bei der Impfpflicht geht man nach vorn und sagt: es wird keine Impfpflicht geben. Ich habe mir das ziemlich genau angehört und damals schon gedacht, da geht enorm Vertrauen verloren, wenn das Ding ein Jahr später gekippt wird. Und zack, ist es soweit. Warum zur Hölle sagt man das dann? Kann mir keiner erzählen, weil die Weitsicht fehlte.

  • Weil damals Stimmen laut wurden, dass sich viele nicht impfen lassen würden, wenn es eine Pflicht gäbe. Da hat man sich dann hingestellt und "Nee, machen wir nicht" gesagt.

    Im Grunde eine lose-lose-Situation.
    Meiner Meinung nach.

    ExilRoter Was ist ein "Twitter-Style"?

  • Eine "Gültigkeit" wie das, worüber wir hier gerade reden, gibt es überhaupt erst mit der Impfpflicht.

    Eine solche Gültigkeit ist natürlich genauso relevant für alles, wofür der Impfstatus die Zutrittsberechtigung darstellt.


    Ich gehe ja davon aus, dass die Entscheidungsträger bei Einführung des Zertifikats mit der 12-monatigen technischen Gültigkeit einfach nur gehofft haben, dass Corona ein Jahr später sowieso keinen mehr interessiert. So wie sich die konsequente Planung ausschließlich für den besten Fall wie ein roter Faden durch das gesamte politische Handeln in der Pandemie zieht.

  • Sollten die das mit den 6 Monaten wirklich durchziehen, wird das den Skeptikern ordentlich Aufwind geben. Zudem werden dann wohl einige Leute die Lager wechseln. Politische Unruhen nicht ausgeschlossen...

    Ganz ehrlich, dieses "Zwei Lager- Denken" mag vielleicht das Herz einiger Protagonisten erwärmen, jedoch, und da bin ich überzeugt davon, wollen die meisten Menschen aus der Scheiße heraus und würden es gerne sehen, wenn die Verantwortlichen nicht nur so tun würden, als ob sie wüssten wovon sie reden. Das Vertrauen der Menschen in den Staat ist ziemlich erschüttert, so mein Eindruck, unabhängig vom Impfstatus. Und ja, unruhig ist es schon länger.

  • Zitat

    Verfassungsbeschwerden betreffend Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen im Vierten Gesetz zum Schutz der Bevölkerung bei einer epidemischen Lage von nationaler Tragweite („Bundesnotbremse“) erfolglos


    Pressemitteilung Nr. 101/2021 vom 30. November 2021

    https://www.bundesverfassungsg…en/DE/2021/bvg21-101.html


    Ergänzend noch der Link zur Schulentscheidung:

    https://www.bundesverfassungsg…s20211119_1bvr097121.html


    Die Entscheidungen zeigen jedenfalls, wie vorsichtig man mit vorschnellen Einschätzungen (die Ausgangssperren sind aber ganz sicher garantiert verfassungswidrig) sein sollte. Und einige der damals von den Anhängern dieser These vorgetragenen Argumente wirkten auch auf mich durchaus plausibel.


    Aber natürlich kann man die einzelnen beschlossenen Maßnahmen weiterhin für inhaltlich falsch halten. Das BVerfG stellt ja nur fest, dass die Maßnahmen erlaubt, nicht aber, dass sie auch gut waren. Das ist dann eine Frage der politischen Diskussion.


    Einen besonders interessanten Punkt finde ich, dass das BVerfG sich auch dazu äußert, wie es zu bewerten ist, wenn der Staat durch eigene Versäumnisse den Ernst der Lage mitverschuldet und gerade deshalb sich zu Freiheitsbeschränkungen gezwungen sieht.


    Ohne Corona irgendwie verharmlosen zu wollen, tue ich mich allerdings etwas schwer mit der Formulierung "äußerste Gefahrenlage".

  • Also wenn das mit den 6 Monaten kommt, kann man dann die Impfung zum Ablaufdatum 6 Monate einklagen?

    Die Büchse der Pandora ist wirklich sperrangelweit offen.

    Einmal editiert, zuletzt von Insane96 ()