Mobilität - neue Wege oder neue Straßen?

  • Ist halt auch das was ich sage. Es geht nicht über Verbote und Beschränkungen. Es geht übers Geld und über Alternativen. Wenn jegliches Parken innerhalb des Innenstadtrings 10 Euro pro Stunde kostet und die kompletten Einnahmen davon in ein im 3-Minutentakt verkehrendes Shuttle vom kostenlosen Schützenplatzparkplatz gesteckt würden, braucht man die Innenstadt garnicht für gigantische Kosten großartig autofeindlich umzubauen, dann verschwinden die Automassen dort von ganz allein.

    Das gab es doch aber schon. Vielleicht kann nochmal jemand aufklären, warum das anscheinend nicht nachhaltig funktioniert hat. Ansonsten ist der Schützenplatzparkplatz natürlich deutlich zu nah an der Innenstadt. Das Konzept muss deutlich früher greifen.

  • Ich finde es ja immer lustig, wenn Leute, für die Liberalismus ein Schimpfwort ist, dessen Anhängern erklären wollen, wie er zu funktionieren hätte.

    Willst Du mich damit jetzt provozieren? Soll ich mich angesprochen fühlen?


    Oder glaubst Du allen Ernstes, Du und die FDP hätten die alleinige Deutungshoheit und das alleinige Wissen über den Begriff des Liberalismus? (Vielleicht so, wie die Kommunisten glaubten, sie allein könnten die Marx und Engels richtig interpretieren?) Wenn ja, empfehle ich Dir mal ein gründliches Studium der verschiedenen philosophischen Konzepte, die sich dem Liberalismus zugehörig fühlen.


    Um es kurz zu machen: Liberalismus gibt es nicht nur in der FDP, auch wenn es in dieser Partei viele gibt, die genau das glauben.

  • Der Urzustand ist, wenn sich jeder das Auto kaufen (oder bauen) kann, das er sich leisten (oder schrauben) kann und will, und damit dorthin fahren kann, wo er will und es sich technisch hinbewegen lässt. Alles andere ist eine politische Beschränkung und damit Ideologie. Das eine mehr (siehe Absatz davor), das andere weniger (auch liberale Verkehrspolitik kommt wohl nicht ganz ohne Regeln aus).

    Ja, das ist der Urzustand :grübel:

    Und Grenzen setzt natürlich nur der Markt. Der ideale Markt.


    Aber kommen wir nochmal zu deiner billigen Faschismuskeule. Der Verkehr und vieles mehr soll idealerweise nicht von einer Clique oder einem Führer der Gesellschaft diktiert werden, sondern in demokratischen Prozessen entstehen. Wenn die Mehrheit weiter Bock auf SUV für (fast) alle und PKW-und LKW-freundliche Innenstädte hat, soll sie ihre Stimme erheben und die politische Willensbildung beeinflussen. Hat so ein paar Dekaden geklappt, würde ich sagen (wobei wir eigentlich politische Lobbyarbeit nicht ausklammern dürfen). Aber Mehrheiten oder gesellschaftliche Prioritäten können sich eben auch ändern.


    In Kopenhagen, Zürich, Utrecht usw. sind keine Faschisten an der Macht. Soweit ich weiß jedenfalls. Ich hab jetzt ja das Gefühl, dass Faschismus da anfängt, wo irgendwo irgendwem irgendwie seine Freiheit eingeschränkt wird. Zum Beispiel durch Fahrverbotszonen oder Tempolimits oder Sondersteuern.
    Vielleicht leben auch 49,9% Freiheitsfreunde jetzt in Utrecht usw. in einer Art Diktatur von 50,1% Fahrradhipstern :ahnungslos:


    Leider wird der Kapitalismus immer noch ausgebremst von Ökos, Sozis usw., sonst würden wir jetzt wahrscheinlich schon darüber diskutieren, wie wir Fußgänger (ein paar letzte Freaks!), Fahrradfahrer (Fitnessmotivierte Verkehrsteilnehmer), SUV-Fahrer und Helikopterpiloten optimal in unserem Innenstadtkonzept berücksichtigen. Dann werden die SUV-Fahrer zu Faschisten, weil die stetig wachsende Zahl der Helikopterbesitzer überall Landeplätze auf Kosten der PKW-Parkflächen einfordert. Sie werden sagen; Freiheit ist, wenn sich jeder den Helikopter kaufen (oder bauen) kann, den er sich leisten (oder schrauben) kann und will, und damit dorthin fliegen kann, wo er will und er sich technisch hinbewegen lässt.

  • Es wäre für unsere Gesellschaft wünschenswert, wenn sich der Begriff des Liberalismus mal wieder mit Inhalt und nicht allein mit leeren Phrasen a la Selbstdarsteller Christian Lindner füllen würde.

    Denn die Liberalismustheorien bieten eine reiche Quelle an Inspiration.

    Meine Empfehlung: John Rawls Theorie der Gerechtigkeit.

  • Etwas älter aber immer noch aktuell:


    Dieter Schnaas, Chefreporter und Essayist der WirtschaftsWoche:


    „Der Liberalismus hat im Vergleich zu den anderen politischen Angeboten einen entscheidenden Nachteil: Er steht für nichts. Der Konservative bietet einen Rückzug auf Tradition, auf Herkunft an, er bietet ein verlässliches Weltbild an: ‚Hier bitte, das kannst du wählen.‘ Der Sozialdemokrat bietet die Zukunft an, er bietet an, wir wollen gemeinsam, solidarisch einer besseren Welt entgegensehen. Allein der Liberalismus hat den großen Nachteil, dass er dem Wähler gar nichts anbietet. Der Liberalismus gibt dem Menschen einen Stups und sagt: ‚Hier hast du deine Freiheit, mit der musst du etwas anfangen. Wir können dir nichts an belastbaren Inhalten anbieten.‘ Entscheidend ist also: Wie kann man dieses Nicht-Angebot irgendwie politisch attraktiv machen?“


    Und ein weiteres Zitat:


    „Der Liberalismus hat ein Problem: Ihm fehlt das endgültige Ziel, der Punkt am ideologischen Horizont, an dem er sich orientieren kann. Der Liberalismus meint irgendwie alles und nichts. Loriot erfand dafür schon in den 70er-Jahren in einem seiner Sketche eine passende Figur: den FDP-Abgeordneten Claus-Hinrich Wöllner, der mit dem stereotyp vorgetragenen Satz zu vernehmen ist: „Im liberalen Sinne heißt liberal nicht nur liberal.“


    Quelle:

    https://www.deutschlandfunkkul…ml?dram:article_id=310801

  • Warum gibt es dann nicht mehr Helikopter? Gibt doch da sicher Luftraum Beschränkungen wie für Drohnen.

    Ein Tierarzt ist mal auf Helikopter umgestiegen um nicht im Stau stehen zu müssen, um schnell zu seinen Patienten hinzukommen. Also so ein ganz kleiner offener, die könnte es doch öfter geben.


    Der Liberalismus ist doch auch eine Art Zukunft, wahrscheinlich können nur viele nichts mit ihrer Freiheit anfangen und wollen dass der Staat ihnen was vorkaut. Gerade hab ich wieder einen Artikel gelesen warum die SPD so schlecht da steht, also nix mit Sozialdemokraten und Zukunft.

  • Ich brauch es ja eher platt, und da hat mich Lindner wieder gut bedient (sinngemäß) :"Es ist falsch den Menschen jetzt etwas durch Verbote aufzuzwingen, wofür die Wissenschaft doch in Zukunft Lösungen haben wird."


    Ich hab mich geschämt, nicht als FDP Anhänger, sondern wie begrenzt ein Mensch argumentieren kann. So nackig sollte man sich nicht ins Rampenlicht stellen, egal welch Lobby man bedienen will.


    Edit: Ach so - Pokalheld, ich liebe dich. :herz:

  • Unterm Strich aber kann es nicht darum gehen, einheitliches vermeintlich objektiv "korrektes" Verhalten zu generieren, sondern darum, jedem die Entfaltung seiner Persönlichkeit zu gestatten - und zwar grundsätzlich egal, ob sie Dir oder mir gefällt oder nicht. Das ist gesellschaftlicher Pluralismus, neudeutsch Diversity. Da geht es im mehr als (eigentlich bedeutungslose) Dinge wie Hautfarbe oder sexuelle Orientierung, eigentlich geht es um die Akzeptanz von Lebensenwürfen - eben von der jeweils eigenen Persönlichkeit, deren Entfaltung jedem für sich frei steht.

    Da ist sie, die Pervertierung derBegrifflichkeiten zur Umdeutung der eigenen inhaltsleeren Möchte-Gern-Ideologie. Hautfarbe oder sexuelle Orientierung sind für die, die dafür in unserer Gesellschaft Akzeptanzprobleme haben und für das Gehör in unser Gesellschaft in Bezug auf Ausschluss und Diskriminierung kämpfen, nicht bedeutungslos. Und wenn Kategorien von Menschen bezüglich ihrer Identität ein Ausschlusskriterium sind, ist das nicht nur nicht bedeutungslos für die Betroffenen, sondern für die Gesamtgesellschaft.

    Dem entgegen steht die Einstufung die Lebensentwürfe und Entfaltung der Persönlichkeit nur allein aufgrund der ökonischen Basis und des daraus resultierenden Konsums bedeutungsvoller als die Entfaltung der Persönlichkeit aufgrund von identitätsstiftenden Merkmalen. Wer diese identätsstiftenden Merkmale abwertet, sollte mit mit dem Faschismusbegriff als Vorwurf an kritische, die Gesamtgesellschaft betrachtende Sichtweise, nicht derart lapidar umgehen.

    Denn hier ist die Schnittmenge von AFD und FDP nur noch minimal -> AFDPD.

  • Etwas älter aber immer noch aktuell:


    Dieter Schnaas, Chefreporter und Essayist der WirtschaftsWoche:


    „Der Liberalismus hat im Vergleich zu den anderen politischen Angeboten einen entscheidenden Nachteil: Er steht für nichts. Der Konservative bietet einen Rückzug auf Tradition, auf Herkunft an, er bietet ein verlässliches Weltbild an: ‚Hier bitte, das kannst du wählen.‘ Der Sozialdemokrat bietet die Zukunft an, er bietet an, wir wollen gemeinsam, solidarisch einer besseren Welt entgegensehen. Allein der Liberalismus hat den großen Nachteil, dass er dem Wähler gar nichts anbietet. Der Liberalismus gibt dem Menschen einen Stups und sagt: ‚Hier hast du deine Freiheit, mit der musst du etwas anfangen. Wir können dir nichts an belastbaren Inhalten anbieten.‘ Entscheidend ist also: Wie kann man dieses Nicht-Angebot irgendwie politisch attraktiv machen?“

    Mir musste man da nie etwas schmackhaft machen. Ich fand genau das – dass es mir nämlich selbst überlassen bleibt, was ich mit meiner Freiheit anfange – schon immer attraktiv. Eine Freiheit, die mir nur unter der Voraussetzung gewährt wird, dass ich von ihr auch bitte in genehmer Weise Gebrauch mache, verdient in meinen Augen diese Bezeichnung nicht. Soviel auch zu dem Vorwurf der Inhaltsleere im folgenden Zitat – den empfände ich zum Beispiel gar nicht ernsthaft als Vorwurf.


    Unterm Strich aber kann es nicht darum gehen, einheitliches vermeintlich objektiv "korrektes" Verhalten zu generieren, sondern darum, jedem die Entfaltung seiner Persönlichkeit zu gestatten - und zwar grundsätzlich egal, ob sie Dir oder mir gefällt oder nicht. Das ist gesellschaftlicher Pluralismus, neudeutsch Diversity. Da geht es im mehr als (eigentlich bedeutungslose) Dinge wie Hautfarbe oder sexuelle Orientierung, eigentlich geht es um die Akzeptanz von Lebensenwürfen - eben von der jeweils eigenen Persönlichkeit, deren Entfaltung jedem für sich frei steht.

    Da ist sie, die Pervertierung derBegrifflichkeiten zur Umdeutung der eigenen inhaltsleeren Möchte-Gern-Ideologie. Hautfarbe oder sexuelle Orientierung sind für die, die dafür in unserer Gesellschaft Akzeptanzprobleme haben und für das Gehör in unser Gesellschaft in Bezug auf Ausschluss und Diskriminierung kämpfen, nicht bedeutungslos. Und wenn Kategorien von Menschen bezüglich ihrer Identität ein Ausschlusskriterium sind, ist das nicht nur nicht bedeutungslos für die Betroffenen, sondern für die Gesamtgesellschaft.

    Dem entgegen steht die Einstufung die Lebensentwürfe und Entfaltung der Persönlichkeit nur allein aufgrund der ökonischen Basis und des daraus resultierenden Konsums bedeutungsvoller als die Entfaltung der Persönlichkeit aufgrund von identitätsstiftenden Merkmalen. Wer diese identätsstiftenden Merkmale abwertet, sollte mit mit dem Faschismusbegriff als Vorwurf an kritische, die Gesamtgesellschaft betrachtende Sichtweise, nicht derart lapidar umgehen.

    Denn hier ist die Schnittmenge von AFD und FDP nur noch minimal -> AFDPD.

    AFD, FDP und DPD? :grübel:


    Noch eine kurze Anmerkung zu dieser und anderen Diskussionen: Ich habe für mich festgestellt, dass ich mit Debatten zu vielen politischen Themen deutlich entspannter umgehe, seitdem ich mir klargemacht habe, dass Ideologien immer nur die anderen haben – ich selbst habe natürlich Überzeugungen – und dass das genauso auch umgekehrt gilt. Vielleicht hilft das auch dem einen oder anderen User weiter. Ich habe nämlich den Eindruck, dass hier gerne mal ziemlich heftig reagiert wird, wenn der Debattengegner nahelegt, man würde „ideologisch“ argumentieren. Wenn ich mir so einen Vorwurf übersetze in „Du argumentierst auf der Grundlage deiner Überzeugungen!“, fällt es mir viel leichter, angemessen damit umzugehen.

    2 Mal editiert, zuletzt von musketeer54 ()

  • Ich glaube es wäre auch sinnvoll, den "ideologischen" Nebenkriegsschauplatz wieder zu schließen. Es gab inhaltlich sehr gute Beiträge und Links auf deren Basis man diskutieren könnte. Stattdessen ließ u. a. ich mich gestern mit der Faschokeule triggern. Plötzlich geht das eigentliche Topic wieder unter und Pokalhelds toller Doppelbeitrag verschwindet irgendwo hinten, anstatt dass jemand mit anderen Wünschen oder Konzepten sich damit inhaltlich auseinandersetzen musste.


    Mich haben nämlich auch irgendwann Studien, Reportagen, Diskussionsbeiträge, Erfahrungsberichte und eigene Erfahrungen in verschiedenen Städten und Metropolen (u. a. Kopenhagen, Utrecht, London, São Paulo an einem autofreien Sonntag und São Paulo an einem Werktag, Rio, Istanbul, Buenos Aires u. v. m.) zu Überzeugungen geführt welche Verkehrskonzepte ich gut und zukunftsträchtig finde. Das hab ich natürlich auf meine Lebenswelt übertragen (Wohnort, Arbeitsort, Freizeitorte usw.) und festgestellt, dass in Hannover und Umgebung auch noch einiges zu optimieren ist. Und Hannover ist nichtmal der schlechteste Ballungsraum, wenn ich meine Wunschschablone darüber lege.


    Ich habe jedenfalls kein Parteibuch und meine auch, dass ich mich von keiner politischen Ideologie habe vereinnahmen lassen. Bei allen politischen Fragen glaube ich offen für Argumente sein. Kann natürlich auch Selbsttäuschung sein, aber da ich immer noch in mehreren politischen Lagern Zustimmungswertes finde, habe ich die Hoffnung noch kein Ideologe zu sein.

  • Pokalheld


    Das sind jetzt mal ganz viele praktische Ansätze. Tatsächlich kann ich 96% davon unterschreiben. Bei Gelegenheit aber dazu sicherlich mehr.


    Allerdings fehlt es immer noch an den Ansätzen, wie man das Ganze so finanziert, dass es auch für diejenigen erträglich ist, die derzeit 1,5 Nettomonatsgehälter für ein Lastenfahrrad ausgeben müssten.


    96Weizen

    Nur ein kleiner Einwurf, der auf eine meiner bisher nicht beantworteten Fragen hinzielt: wer fährt denn deinen 3-Minuten Shuttle in die Innenstadt?


  • Man kann ja eine Menge Argumente für die Freiheit der Wahl des Verkehrsmittels und der Erhaltung des Fahrspaßes bringen,

    mich würde aber wirklich interessieren, wie die Befürworter des motorisierten Individualverkehrs, also die Verfechter des Autoverkehrs in Städten, der Problematik des immer deutlicher fehlenden Platzes begegnen wollen?


    Das Konzept 1 Haus == 1-2 Autos klappt in Gegenden mit Einfamilien- oder Reihenhäusern, aber doch nicht in in geballt bewohnten Vierteln wie List, Nordtadt, Südstadt, Linden, etc.

    Es geht am Ende des Tages gar nicht um eine Ideologie, sondern ganz profan um Platz, und der ist de facto nicht mehr vorhanden. Das gipfelt im Parken auf Radwegen, abgesenkten Ecken, 2. und 3. Reihe, wo immer man noch ein Eckchen zu finden glaubt.


    Ist also der Sinn der Freiheit und des individuellen Autoverkehrs, dabei ist der Antrieb tatsächlich zweitrangig, das kollektive abendliche Kreisen in den Stadtteilen, um noch irgendwo ein Eckchen für seine Karre zu finden?


    Es gibt nicht genug Parkplätze für die Autos. Punkt.

    Und wo das noch nicht der Fall ist, wird es in Zukunft so sein.


    Und mal als letzte Frage: Wenn diese herrliche Autokaufprämie jetzt kommt: Was ist mit den anderen Anschaffungen, die Menschen und Familien tätigen würden?

  • Pokalheld


    Das sind jetzt mal ganz viele praktische Ansätze. Tatsächlich kann ich 96% davon unterschreiben. Bei Gelegenheit aber dazu sicherlich mehr.


    Allerdings fehlt es immer noch an den Ansätzen, wie man das Ganze so finanziert, dass es auch für diejenigen erträglich ist, die derzeit 1,5 Nettomonatsgehälter für ein Lastenfahrrad ausgeben müssten.

    Ist Autofahren billiger/preiswerter/kostengünstiger als Radfahren? Ich wäre verblüfft.

  • Deine Verblüffung verblüfft mich: glaubst du wirklich, dass die Mehrheit der Bevölkerung (und insbesondere derjenigen, die nicht über auskömmliche Einkünfte aus einer Quelle verfügt) derzeit und in den nächsten Jahren nur mit ÖPNV und Fahrrad klarkommt?

  • hingegen ist das neue elektro-auto doch völlig erschwinglich. :lookaround:


    ..

    in münchen habe ich solche fahrrad-servicestationen kennengelernt, absolut solide, stabile pumpe und das gängige werkzeug dabei! ich habe bei der stadt münchen und der dort zuständigen p+r service gmbh nach kostenvoranschlägen gefragt (keine rückmeldung bisher) und wollte mich deswegen bei euch erkundigen, ob ihr ideen habt, wo man für sowas nen kva bekommen könnte? :doh: vielleicht ja sogar fanmagger?

    sind für uni und stadt osnabrück gedacht, hannover müsst ihr selber machen :)

  • Deine Verblüffung verblüfft mich: glaubst du wirklich, dass die Mehrheit der Bevölkerung (und insbesondere derjenigen, die nicht über auskömmliche Einkünfte aus einer Quelle verfügt) derzeit und in den nächsten Jahren nur mit ÖPNV und Fahrrad klarkommt?

    Wieviele Monatsgehälter wird ein Auto im Vergleich zu einem Lastenrad kosten?

    (Du hast diesen Vergleich angestrengt...)

  • Naja, die Annahme hinter der Aussage ist ja wohl, dass man Auto und Lastenrad zeitgleich als sein Eigentum bezeichnen müsste und dann nur das Auto gekauft wird. Diese halte ich allerdings für falsch, beides könnte man auch (teilweise sogar kostenlos) mieten.

  • Reh von Nah

    Oh, dann müssen alle meine Erfahrungen aus mehr als 25 Jahren Familienrecht falsch sein, sorry?


    guntingel

    Schon mal die Macron-Pläne durchgesehen?


    prickelpit96

    Hatten wir hier nicht schon den derzeitigen "Altbestand" an Fahrzeugen und würdest gerade du mir nicht dahingehend recht geben, dass nicht in jeder Familienkonstellation ein Leben ohne Auto möglich ist - wodurch das Lastenfahrrad und die Karte für den ÖPNV (bei uns 3x Erwachsene) nicht allein die Mobilität sichern können? Und siehst du es bitte nicht als respektlos an, wenn ich deine Situation, in der du wieder auf ein Auto zurückgreifst, mal gleichsetze mit der Alleinerziehenden mit zwei Kindern, die durch den Gesetzgeber zur Arbeit "ermuntert" wird?