Mobilität - neue Wege oder neue Straßen?

  • Klingt nach paradiesischen Zuständen da bei euch in der Stadt :kichern:

    Im Gegenteil. Alles ist zugepflastert mit Blechbüchsen, die überhaupt nicht gebraucht werden. Da könnten Bäume stehen.

    In meiner geposteten Doku wird auch der Widerstand der Kinder! In Holland 1972(oder so) erwähnt.

    Das war vor fucking 50 Jahren und wir haben die gleichen Probleme heute noch. Zu geil.

    In Holland wurde zumindest drauf eingegangen.


    Die Tage durch die List gefahren, wie da die Autos auf den vermeintlichen Gehwegen vor den Häusern stehen, ist so finster.

  • Ich verfolge als "Landei" euer Gespräch interessiert.


    Da sind also Bürger in der Stadt, die den Wetterhinweisen folgen und ihren PKW aufgrund der Straßenverhältnisse und aus Sicherheitsgründen stehen lassen. Dann kommt BIG Brother und zählt die nicht bewegten PKWs und schlußfolgert, dass diese PKW ja überhaupt nicht gebraucht werden und somit weg könnten. Sowieso nur Luxus und Bequemlichkeit.


    Wenn sich das herumspricht, werden sicherlich einige Leute extra ihren PKW von Schnee befreien und mal kurz bewegen. (Die neuerliche und zeitaufwendige Parkplatzsuche wird dabei in Kauf genommen). Damit glauben diese Leute, auf der sicheren Seite zu sein und nicht in den Fokus der Schneekappenzähler zu geraten. Schließlich können diese Leute natürlich viel besser beurteilen, wer welches Auto wo benötigt oder nicht.


    ;)

  • Wenn Deine Frau zum wiederholten Male mit dem Rolli 100+ Meter auf einem Fußweg zurück und einen anderen Weg suchen muss, weil auf dem Weg ein Auto auf dem Fußweg steht und der Rolli nicht vorbei passt, könnte sich Deine Sicht auf unsere Situation in der Stadt ändern.


    Oder wenn die Rad- und Fußwege so radikal zugeparkt werden, dass man als Radfahrer und selbst als Fußgänger kaum passieren kann...


    Oder wenn die Feuerwehr oder Rettungsfahrzeuge nicht in die Straße können, weil in 2. Reihe oder der Kreuzung geparkt wird...


    Aber wichtig ist, uns den Spiegel vorzuhalten, gell? ;)

  • Was haben all die von dir genannten Parkverstöße denn mit dem Beitrag von Kai tun? Richtig, gar nichts. Dein Problem sind eigentlich gar nicht die Autos, wenn sie denn regelgerecht abgestellt würden, sondern die ganzen Deppen (deren Zahl anscheinend wächst), die nicht in der Lage sind, ihre Karren an der richtigen Stelle abzustellen.

  • Wenn es da zu viele Menschen in der Stadt gibt die ihre Autos nicht unterkriegen, dann ist es ja offensichtlich irgendwie zu eng. Mein Vorschlag, mindestens in Neubaugebieten und bei Umbauten wird jedes 10. Haus ein Parkhaus. Problem gelöst ohne dass jemand auf sein Kfz verzichten muss.


    Fragt doch einfach mich.

  • In anderen Städten/ Ländern werden sogar Wohngebiete gebaut, ohne dass die Bewohner ein Auto haben dürfen...


    Warum diese verrückte Parksituation in List/Südstadt und Co aber nicht auch schon dazu führt, dass weniger Autos vorhanden sind, will mir aber auch nicht in den Kopf. Jeden Tag (vielleicht) mehrmals Parkplätze suchen, sollte auf sie Psyche gehen....


    Den Prozess hat man aber viel zu lange zugeschaut.


    Immerhin das Anwohnerparken wurde nun auf 96€ pro Jahr erhöht. Haha.

  • Nicht zugeparkte Fußwege sind für manche Landbewohner ein Luxusproblem - da gibt es manchmal überhaupt keine Fußwege!


    (Und damit meine ich jetzt nicht solche Konstellationen wie bei mir vor der Haustür, wo es nur den Anwohnerring als Kombifläche aus Straße und Fußweg gibt)

  • Der häufige Gegensatz „Stadt gegen Land“ greift aus meiner Sicht zu kurz.
    Menschen treffen unterschiedliche Wohnentscheidungen und jede bringt Vorteile wie auch Nachteile mit sich.

    Wer auf dem Land lebt, profitiert oft von mehr Platz und günstigeren Immobilien, nimmt dafür aber längere Wege und einen eingeschränkten Nahverkehr in Kauf.
    Wer in der Stadt wohnt, zahlt hohe Mieten, hat dafür aber kurze Wege, dichten ÖPNV und alternative Mobilitätsangebote.

    Das ist kein moralischer Wettstreit, sondern Ausdruck unterschiedlicher Lebensentwürfe. Sinnvoller als gegenseitige Vorwürfe wäre die Frage, wie Lebensqualität und Infrastruktur in Stadt und Land fair gestaltet werden können.