SpVgg Greuther Fürth - Hannover 96 4:1

  • Das Positive heute: die Torschussbilanz.

    Der EINZIGE Schuß aufs Tor war drin.


    Mehr fällt mir beim besten Willen nicht ein.


    Ein entsetzlicher Auftritt.

    Mit 4:1 noch gut bedient.

  • Bis auf diesen einen Angriff passte NICHTS.


    Im 3-5-2 war es am wenigsten schlimm.


    Auf dem ganzen Platz war kein Spieler auch nur im Umkreise von 1m von seinem Gegenspieler entfernt.

  • Leider eine strukturell bedingte Niederlage.


    Die Mannschaft war nie eine, war auf den Gegner nicht eingestellt, der Trainer war nicht in der Lage, auf Missstände zu reagieren.


    Hoffentlich ist es eine Kopfsache, die kann man vielleicht lösen.


    Aber wir müssen uns wohl auch damit abfinden, dass die Mannschaft schwächer ist als wir uns das wünschen.

  • Kein RV kein LV und so gehst du in eins Spiel. Hoffe das Experiment mit Schindler als RV ist beendet. Und sonst war natürlich auch alles andere Scheiße.

  • Tjoa, das war beschämend. Selten eine verdientere Niederlage von 96 gesehen.

    Das war Charakterlos. Das hatte HEUTE nichts mit Taktik,Wechseln etc. zu tun. Auch wenn Schindler im Leben kein RV sein wird.


    Sie haben mal wieder geglaubt das sie besser als der Rest der Liga sind und das Ding schon schaukeln werden. Diese Heimsiege sind ja auch so überzeugend, da muß es doch auswärts mit 50% Einsatz fluppen.

    Medial wird man unterstützt mit dieser "Herangehensweise", indem der Gegner gar nicht mehr ernst genommen wird und keinerlei Fragen gestellt werden.

    Sie scheinen mit diesem Aufstiegsgequatsche nicht umgehen zu können. Es steigt ihnen zu Kopfe.


    Alle heute Note 6, bis auf Esser. Der konnte am wenigsten dafür. Wenn ich allerdings sehe wie ein Kaiser mit seiner Erfahrung da untergeht, ein Haraguchi. Das ist bedenklich.

    Sorry, man kann schlecht spielen. Keine Frage. Aber 96 spielt, und dabei bleibe ich, auswärts (und gerade heute) Charakterlos. Mit dieser wir-sind-was-besseres-Mentalität holst du keinen Blumentopf. Zumal sie sich das fußballerisch, und das scheinen sich nicht zu bemerken, nicht leisten können auch nur 1% nachzulassen.

    Sie verspielen Kredit mit der Art und Weise mit solchen Auftritten.

  • Nach zwei Minuten war er abgekauft, der Schneid. Schmeichelhaftes Ergebnis am Ende. Ich fand ja auch die Heimsiege - wie zuletzt das Spiel gegen zehn Düsseldorfer nicht so doll.

  • Schön, dass man gescoutet hat, das Hrgota ein Chancentod ist. Blöd, dass man ihm dann alle Freiräume gewährt, so dass er sogar zweimal trifft. Es hätten noch mehr Tore sein müssen, so oft wie er frei vorm Tor war...

    War das eine taktische Bankrotterklärung. Wo war denn die vielbeschworene Mentalität? Im Pokal nicht geglänzt, dann in der Liga zu Hause gewonnen und anschließend auswärts baden gegangen. Das Derby geht dann quasi ohne Gegenwehr an 96, bevor man sich auswärts die nächste blutige Nase holt. Im letzten Heimspiel braucht es den Platzverweis, damit die Roten ins Spiel finden und dann jetzt heute das.

    Mir schwant Böses. Vielleicht war es nicht so klug den überfälligen Umbruch so stark durch den Trainer zu initiieren. Die schmeichelhaften Ergebnisse scheinen überlagert zu haben, dass da kein Team auf dem Platz steht, dass sich füreinander zerreißt...

  • Ein Matchplan war nicht zu erkennen.


    Zum x-ten Mal spielt Schindler als Rechtsverteidiger obwohl er defensiv nicht überzeugt.

    Muroya auf links ging garnicht.

    Hübers spielt angeschlagen durch.

    Henne ist eine Bank und spielt nicht von Beginn an.

    Bijol mit Daueraussetzern.


    Ich verstehe das alles nicht mehr.

  • In den ersten zehn Minuten wirkte es auf mich wie ein spielerischer Schlagabtausch, der zugunsten der Fürther ging. Danach stellte 96 das Spielen ein und blieb nur noch ohne jede Deckung offen. Alle vier Gegentore fielen nach Tempogegenstößen. Es ist klar, daß man beim Stande von 0:2 offener steht. Aber doch nicht zu Spielbeginn bei 0:0 und auswärts. Vor dem Rückstand hätten die Grünweißen schon drei Dinger machen können. 96 ließ es fast das gesamte Spiel über so aussehen, als seien sie zu zehnt gewesen.


    Gut finde ich, daß Kocak während des Spiels umstellt und nicht bloß in der Halbzeitpause (wie Slomka letztes Jahr). Gebracht hat es leider wenig. Ich verstehe einfach nicht, wie man bei Raute gegen Raute keinen Zugriff bekommen kann, zumal diese Formation auch noch die eigene Lieblingsformation ist. Das 4-2-3-1 hat nichts gelindert. Im 3-5-2 dann aus schwierigster Position heraus dann ein bißchen versucht Druck aufzubauen, aber das klappte heute dann auch nicht mehr.


    Esser hat ein paar Bälle gehalten, aber solche Fernschüsse wie von Green hält jeder. Bei Fürths Vierfachchance hatte er noch seine Hand dran. Schön. Dafür aber auch mindestens einen Paß blind links ins Aus geschlenzt. Hat nicht an ihm gelegen, die Niederlage, Zielers Demission im Hinterkopf leuchtet mir indes immer noch nicht ein.


    In der Viererkette ist Hübers der Boß, Falette ist sein Nebenmann. Die beiden sind noch nicht perfekt aufeinander abgestimmt. Kleiner Gruß an die Kaderplanung, wenn man den Linksfuß so spät erst holt. Hübers wirft sich in jeden Ball, der in den Sechzehner kommt, in seinem Rücken stellen sich dann die Kollegen oft nicht so gut auf und übersehen dann einen Gegner. Hübers ist auch noch unser Spieleröffner von hinten heraus, dafür war sein Paßspiel heute aber nicht so gut. Schindler kann Impulse nach vorne setzen, kriegt aber seine Seite nicht zu und wurde dabei auch herzlich wenig unterstützt. Wenn, dann von Hübers. Was machen Kaiser und Maina so? Muroya auf die linke Seite zu stellen, zeigt den dünnen Kader. Gruß an die Kaderplanung. Ich mag ihn, er kann auch was, das war heute aber nicht seine Position und auch er wurde von seinem Vordermann Muslija überhaupt nicht unterstützt.


    Bijol hatte auch nicht seinen besten Tag, manchmal wirkte er überrascht von der Schnelligkeit des Gegners. Kaiser habe ich nur beim Flanken gesehen, aber diese netten Flugkurven scheinen mir allesamt eine Nummer zu weich zu sein, dankbar für jede Abwehrreihe. Muslija hat sich überhaupt nicht weiterentwickelt, egal ob er mal einen sauberen Dropkick trifft oder nicht. Er ist genau derselbe Spieler wie letztes und vorletztes Jahr auch. Haraguchi hat mal was versucht, hat nicht geklappt. Gegen die Mittelfeldreihe der Gastgeber wirkte unsere überhaupt nicht eingespielt. Gruß an die Kaderplanung, wenn sie den Sechser so spät holt.


    Im Angriff blieb Maina schon wieder blaß. Kein Tempolauf. Kein Schuß. Kein Dribbling. Merkwürdig. Ducksch allein auf weiter Flur. Die Flanken erreichten ihn nicht. Und wenn er sich die Bälle mal von hinten holte, paßten seine Ablagen auch nicht.


    In allen Mannschaftteilen habe ich vermißt, die Räume zuzumachen, wenn die anderen den Ball haben. In allen Mannschaftteilen habe ich vermißt, sich anzubieten und dem Ball entgegenzukommen, wenn das eigene Team den Ball hatte. In allen Mannschaftsteilen habe ich vermißt, daß man nach Zweikämpfen in Ballbesitz ist.


    Weydandt hat den einzigen nennenswerten Spielzug vollendet. Steilpaß von der Mittellinie, Tempolauf außen, flache Hereingabe in die Mitte und Abschluß: So hat Fürth seine Tore gemacht, so hat Hannover sein Tor gemacht. Sulejmani sehe ich immer nur in der Großaufnahme, kurz bevor ein Einwurf oder so ausgeführt wird. Twumasi sehe ich immer nur, wenn ich mir die Einwechslungen bei kicker.de aufgelistet ansehe.


    Die Roten haben eine ganz gute erste Elf. Fällt einer aus, klafft ein Loch. Das wußten wir vor Anpfiff der Saison bereits. Die Roten haben ein gewisses Potential, das sehen wir regelmäßig bei den Heimspielen. Und sie haben ihre Grenzen, das haben wir heute erlebt. Zu keiner Zeit war die Mannschaft im Spiel angekommen, wirkte überrascht von der Situation und war nicht einmal in der Lage, es zu reparieren. Völlig okay, wenn man am Ende mit Platz sechs oder neun leben kann.


    niemalsallein.de hat das Bloggen auf ein schmerzhaftes Minimum reduziert, twittert aber noch während der Spiele: https://twitter.com/niemalsalleinDE

  • In allen Mannschaftteilen habe ich vermißt, die Räume zuzumachen, wenn die anderen den Ball haben. In allen Mannschaftteilen habe ich vermißt, sich anzubieten und dem Ball entgegenzukommen, wenn das eigene Team den Ball hatte. In allen Mannschaftsteilen habe ich vermißt, daß man nach Zweikämpfen in Ballbesitz ist.

    Super Beitrag, PH, das hier nehme ich mal als besonders unfassbar raus, weil es doch eigentlich diese "Tugenden" sind, die greifen (müssen) wenn schon sonst nix geht.

  • Zitat

    In allen Mannschaftteilen habe ich vermißt, sich anzubieten und dem Ball entgegenzukommen,...

    Ist das nicht eher so 90er?

    Heute spielt man den Ball doch eher in den Lauf, weil es schnell nach vorne gehen soll (Umschaltspiel und so).

    Dieses "entgegenkommen" ist rückwärts gewandt, und Tempo verschleppend.


    Slomka ihm seine 10 Sekunden Regel, da ging es ab bei den Roten. ;)