Bundestagswahl 2021

  • Zitat

    In der "Zeit" stellt die Feministin Jana Hensel die in wenigen Tagen erscheinende Autobiographie der Feministin und Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock vor. Der Beitrag enthält auch eine geschlechterpolitisch interessante Passage:


    Über ihren Vater allerdings erfährt man überraschenderweise nicht mehr, als dass er seiner Tochter beigebracht hat, wie man einen Autoreifen wechselt. Baerbock erzählt auf den wenigen Buchseiten allein über die matriarchale Seite der Familie.


    Ich finde das gar nicht so überraschend, sondern absolut nachvollziehbar, dass Baerbock von einer matriarchalen Familie in eine andere gewechselt ist.

  • warum soll eine Frau, die im Matriarchat groß geworden ist, auch auf Patriarchat stehen? Das wäre tatsächlich das unlogischste, war ich je gehört hätte.

  • Ich habe heute gelernt, dass man Baerbock und die Grünen nicht wählen könne, da sie ja gerade schon Benzin- und Strompreis erhöht hätten.

    Ich habe wenig Hoffnung für dieses Land und seine Menschen.

    Einmal editiert, zuletzt von sasa ()

  • Ich habe heute gelernt, dass man Baerbock und die Grünen nicht wählen könne, da sie ja gerade schon Benzin- und Strompreis erhöht hätten.

    Ich habe wenig Hoffnung für dieses Land und seine Menschen.

    Das höre ich auch immer wieder. Die Grünen wollen ja den Sprit teurer machen. Immer wird nur bei uns gekürzt. Man sollte doch bei den Reichen an den Beutel.

  • eine verlässliche Gestaltung von Dienstplänen wäre ein echter Fortschritt.

    Bedeutet aber eigentlich nichts anderes als die chronische personelle Unterbesetzung zu korrigieren.


    Wenn der Friseur krank ist, kann er keine Haare schneiden (Respekt vor allen Friseuren).

    Ist die Pflegekraft krank, gibt es zwei Möglichleiten. Jemand liegt einen Tag in seiner Sch.. und kriegt nichts zu trinken/essen oder andere Pflegekräfte übernehmen die Arbeit.

    Das kommt sehr oft vor und somit ist es in der Branche nicht unüblich, dass man plötzlich an seinem freien Wochenende, was man ja eh nur alle zwei Wochen hat, einspringt und schnell mal auf 200 Überstunden kommt.


    Das Geld ist den meisten da egal, einfach mal frei haben wäre schöner. Was soll man mit mehr Geld, wenn man praktisch nie frei hat?


    Edit: Würde mir dabei auch wünschen, nicht nur zu versuchen mexikanische und philippinische Kräfte anzuwerben, die dann dort fehlen, sondern auch die jungen Deutschen. In unserem kleinen Betrieb vier junge Quereinsteiger, die nach einem Jahr gerne eine Ausbildung machen würden, aber dadurch auf mehrere hundert Euro im Monat verzichten müssten und das Geld wohl lieber in Sprach- und Integrationskurse investiert wird).


    Edit: das mit den Strom- und Benzinpreisen habe ich in der Form noch nie gehört, eher " wir haben schon in allen Bereichen die größten Steuerlasten und unter den Grünen soll es noch mehr werden".


    Das wir das Pflegeproblem weiterhin nicht lösen werden und die Preise weiter ansteigen werden, auch mit der CDU, da mache ich mir keine


    Achso: Urlaube von Kollegen sind natürlich auch immer richtiger Mist :P..


    Beides bedeutet entweder Teildienst (Doppelschicht). 6-12, 15-21..oder dein freier Tag entfällt.


    Sowas wie Ruhezeit zwischen den Schichten gibt es auch nicht. Spät zu Hause, in 7 Stunden geht es weiter.. Interessiert niemanden, weiter immer weiter ihr Idioten :whip:


    Und wenn ich schon mal dabei bin, ich bin ein Freund der Marktwirtschaft im öffentlichen medizinischen Bereich ist es in der Pflege mMn nicht optimal. Unser Geschäftsführer reibt sich die Hände, wäre aber im operativen Geschäft verzichtbar. Hat drei weitere Unternehmunge und kümmert sich nebenbei um das schlechte Bedrucken der Fahrzeuge oder Dienstkleidungsmotive. Arbeite ungerne für seine dritte Million um ehrlich zu sein. Wo man ihn bei uns doch gar nicht bräuchte.

    5 Mal editiert, zuletzt von Bart ()

  • Ich habe heute gelernt, dass man Baerbock und die Grünen nicht wählen könne, da sie ja gerade schon Benzin- und Strompreis erhöht hätten.

    Ich habe wenig Hoffnung für dieses Land und seine Menschen.

    Das höre ich auch immer wieder. Die Grünen wollen ja den Sprit teurer machen. Immer wird nur bei uns gekürzt. Man sollte doch bei den Reichen an den Beutel.

    Nee, die wollen nicht, die haben schon! Alles noch viel schlimmer.

  • Der Witz ist nicht nur etwas totgeritten, er war von Anfang an fragwürdig, da dass "sie" sich ja nicht zwingend auf die Grünen bezieht.


    Man kann das natürlich trotzdem lustig finden, wenn man anspruchslos ist, was Humor angeht, aber ständig an der Kernaussage vorbeizuschreiben, die nunmal die Wahrnehmung vieler Bürger mit nicht so flexiblem Budget trifft, nämlich, dass der Politik allgemein und den Grünen im besonderen nichts anderes einfällt, als als "Steuerungsinstrument" die Kosten für alltäglichen Bedarf zu erhöhen, wirkt dann doch irgendwann ziemlich abgedroschen.

  • Ich erkenne den Witz nicht (allerdings die von mir missverständlich gewählte Formulierung). Mir wurde erzählt, Baerbock und die Grünen dürfe man nicht wählen, weil Baerbock und die Grünen schon jetzt gerade den Benzin- und Strompreis erhöht hätten. Daran war nichts lustig gemeint. Es wurde aus voller Überzeugung gesagt.

  • Ja, okay. Dann war die Realsatire eindeutiger, als hier zitiert. Und dass es so gemeint war, war eh klar.


    Dennoch ignoriert es konsequent die eigentliche politische Aussage. Denn ob nun Schwarz-Rot oder Grün-Lila die Lebenserhaltungskosten wieder und wieder erhöhen, ist ja für denjenigen, der es zahlen muss, letztlich egal.

  • Meine Aussage war aber, dass es vollkommen egal ist, was welche Partei tut, wenn "der Bürger" es nicht mal mehr geschüsselt bekommt, wer gerade regiert. Wären die Grünen jetzt mit der Parole "der Benzinpreis muss runter" losgegangen, hätte mein Gesprächspartner sie halt der Lüge bezichtigt, da sie den Benzinpreis ja gerade erst erhöht hätten.

  • Ach prickel.


    Das habe ich verstanden. Ich wollte nur anmerken, dass es Humor für geistig Genügsame ist, insbesondere in der Wiederholung. Und natürlich sollen die auch auf ihre Kosten kommen, die Aussage hinter dem lustigen Irrtum wird aber weiterhin ignoriert.


    Dankenswerterweise hat sasa inzwischen aber dazu Stellung genommen, und zwar wie folgt:


    Meine Aussage war aber, dass es vollkommen egal ist, was welche Partei tut, wenn "der Bürger" es nicht mal mehr geschüsselt bekommt, wer gerade regiert.


    Der Bürger sieht das offensichtlich - zumindest teilweise - andersrum. Es ist egal, welche Partei gerade regiert, wenn alle dasselbe tun. (Und das bei den Grünen aber angekündigt wird, dasselbe wie Rot-Grün zu tun, aber diesmal für die Umwelt.)

  • "Der Bürger" hat das halt nicht gesagt, weil es ihm egal ist, wer regiert, sondern weil er keinen Plan hat. Nichts daran fand ich witzig, wieso du immer auf Humor abhebst, kann ich nicht wechseln. Es ist viel mehr bestürzend, wenn jemand wählen geht, der nicht mal einsortieren kann, welche Parteien gerade regieren.

  • Ja. Verstehe ich, sasa. Aber führe es gerne nochmal aus.


    Ich finde halt was anderes bestürzend. Nämlich, dass Du Dich über Wähler lustig machst, die letztendlich einen legitimen Punkt ausdrücken, auch wenn sie das den falschen Akteuren zuschreiben. Das kann man einmal machen, aber gerade in der Wiederholung wirkt es etwas paternalisierend.


    Das wollte ich zunächst nicht so deutlich schreiben, weil ich annahm, Du verstehst den Wink mit der Blume, in diesem Fall den Vorwurf des Flachwitzes. Der auch zutrifft.