Wer wird Nachfolger von Kenan Kocak?

  • Nun, man muß aber im Rückblick festhalten das man mit ziemlicher Sicherheit unter Stendel 2016/17 nicht aufgestiegen wäre.

    Mal abgesehen davon, dass mindestens das "mit ziemlicher Sicherheit" ne Nummer zu hoch gehängt ist, wäre mir das tatsächlich vollkommen egal gewesen.


    Zu den überhaupt verfügbaren Fakten: Stendel hatte in der Saion in 28 Spielen einen Schnitt von 1,86 Punkten. Das wären am Saisonende 63 Punkte gwesen. Damit wäre man in der Verlosung um die ersten vier Plätze gewesen. Kleinigkeiten hätten da den Ausschlag gegeben. Soviel zu "ziemlich sicher nicht".


    Aber Stendel ist hier zum einen nicht mehr unter Vertrag, zum anderen bin ich mir sicher, dass er unter Kind nie mehr für 96 arbeiten wird.

  • Für mich war der "Move zu Breitenreiter" nicht richtig. Er war außerdem gleichbedeutend mit dem "Move zu Heldt".


    Ab diesem Zeitpunkt wurde das Geld mit vollen Händen ohne Sinn und Verstand ausgegeben, eigene Spieler dagegen deutlich unter Marktwert abgegeben.


    Die Auswirkungen spüren wir heute noch und Heldts Nachfolger dürfen es ausbaden (baden, hihi).


    Bundesligafußball ist zwar schön, aber nicht um jeden Preis.

  • Ich mag mich irren, aber Stendel traue ich es zu, dass er hier jedes 96-Angebot aus Überzeugung ablehnt, solange Kind und Schatzschneider noch irgendwas zu sagen haben.

    dessen bin ich mir auch bewusst,ich hab nur ein bischen geträumt von begeisterndem Fußball,der mich emotional wieder packt.


    Ohne das Kind hier den Sittich macht wird sich wohl mit keinem Trainer der Welt etwas ändern...


    Edit:

    Der move zu Breite war wohl richtig bzgl eines Aufstiegs damals...aber ich wäre langsam genug weichgekocht von dem ganzen Scheiß,der im professionellen Fußball so abgeht-dass ich auch mit 1896 Fans im Beekestadion,4. Liga und Stendels Hurra-Fussball feiernd, unterm Regenschirm mit Hopfendolde ziemlich glücklich wäre :)

  • Zu den überhaupt verfügbaren Fakten: Stendel hatte in der Saion in 28 Spielen einen Schnitt von 1,86 Punkten. Das wären am Saisonende 63 Punkte gwesen. Damit wäre man in der Verlosung um die ersten vier Plätze gewesen. Kleinigkeiten hätten da den Ausschlag gegeben. Soviel zu "ziemlich sicher nicht".


    Das ist nicht (ganz) richtig.


    Stendel wurde nach dem 25. Spieltag entlassen, einem 0:0 in Pauli. Und einem Schnitt von 1.84.

    Breitenreiter saß am 26. Spieltag beim 2:0 Sieg gegen Union Berlin bereits auf der Bank (Schnitt 2.33)


    Der Fußball wurde unter Stendel in der Rückrunde schon sehr unansehnlich. So viel Zuversicht war zu dem Zeitpunkt auch im Stendel-Faden nicht mehr vorhanden, milde formuliert.

    Und man hatte das "Pech" das die Konkurrenz in diesem Jahr sehr gut gepunktet hat. Mit eben diesen (mutmaßlichen) 63 Punkten wäre man nicht direkt aufgestiegen.

    Im übigen gabs das seit Einführung der 3 Punkte Regel Mitte der 90er Jahre erst 2x das 66 Punkte NICHT zum direkten Aufstieg langten.



    Es war schon richtig so, damals.

    Und auch in der 1. Liga war ja lange unter Breitenreiter alles Toppi....

    Man denke noch an den Start mit 10 Punkten (!) aus 4 Spielen. Dieses Highlight 4:2 gegen Dortmund, ein 4:4 gegen Leverkusen. 2:0 Hoffenheim etc.

    Und selbst die Rückrunde ging noch gut los, nach 0:2 Rückstand 3:2 gegen Mainz gewonnen, danach ein 1:1 auf Schalke.

    Aber dann...ging fast nichts mehr. 12 Punkte aus 15 Spielen und die Saison 2018/19....

  • Richtig ist das schon, es gab nämlich auch noch Pokalspiele. Am Ende bleibt für mich, dass nichts "ziemlich sicher" war, sondern Breitenreiter maximal eine risikominimierende Maßnahme. Die hat gegriffen und das kritisiere ich auch gar nicht. Viel schlimmer war, und das hat bjk schon erwähnt, dass mit Heldt für Bader ein Wechsel stattfand, der absolut nicht zu den Voraussetzungen passte, die Hannover 96 vor allem finanziell zu bieten hatte.

  • ....absolut nicht zu den Voraussetzungen passte, die Hannover 96 vor allem finanziell zu bieten hatte.

    wobei ich hier glaube, dass Martin Kind genau das Heldt zugesagt und zur Verfügung gestellt hat (in Erwartung der dicken Kohle, die ja als dauerhafter Euroleague-Verein gekommen wäre...).

  • Heldt durfte in den beiden Saisons über 37 Millionen Euro ausgeben.


    Seien wir fair, TranferERLÖSE zum gleichen Zeitraum kanpp 14 Millionen.

    Trotzdem sind diese 37 Millionen ne Summe die durchaus langen könnte muß um den Kader sinnvoll zu verstärken.

    Schwierig natürlich wenn man alleine 10 Millionen für einen Spieler ausgeben will.


    Heldt hatte zu sehr noch die Schalker Verhältnisse im Kopf wo solche Summen normal waren.

    Und "Fehlgriffe" in diesen Größenordnungen finanziell weit weniger schlimm als hier in diesem Verein.

  • ging mir (persönlich) in keinster Weise gegen Breite,der hat vom Punkt weg geliefert und kann jederzeit mit breiter Brust wieder aufschlagen...wollte ich nur mal loswerden.


    Ich mochte einfach diesen ganzen Vibe mit unseren jungen wilden damals,die Stendel ja quasi mitgebracht hat aus dem Jugendbereich und wie sie Fußball wieder so herrlich einfach und charmant dargeboten haben.


    Stand meinem 96 so viel besser als dieses popanzige Kindsche gefrickel.

  • Stendel und Breitenreiter sind die einzigen Lichtblicke auf der Liste der Übungsleiter, die man nach Korkut (bei dem man ja immerhin noch eine Idee zu haben schien) geholt hat. Die anderen waren Verzweiflungstrainer.

  • Ich war damals dafür Stendel und Bader zu ersetzen.

    Bei Stendel bin ich auch nach wie vor der Meinung, dass es notwendig war und wir mit Stendel den Aufstieg verpasst hätten. Die Mannschaft hat lange nicht mehr so ansehlich gespielt wie in der Hinrunde. Dazu defeniv anfällig. Wir hätten in der niemals diese Menge an Punkten geholt, die in dieser Saison gebraucht wurden.


    Bader sehe ich mittlerweile ganz, ganz anders. Ihm hab ich damals nicht verziehen, so lange an Frontzeck festgehalten zu haben. Nach Kind hat Heldt den größten Anteil am Niedergang. Der hat unfassbar viel Wert vernichtet.

    Bader dagegen hat einige Spieler geholt, die sich im Nachhinein als richtig gute Leute erwiesen haben. Alleine Füllkrug hat man ja versilbert und hätte ihn vergolden können. Dazu hat der eine Mannschaft zusammen gestellt, die den Namen Mannschaft auch verdient hatte. Das alles ohne große Kohle. Bader würde ich hier sofort wieder nehmen.


    In einer perfekten Welt, würde man auch erstmal einen SpoDi oder GS verpflichten und danach einen Trainer. Aber in Martin Kinds Welt, wird es natürlich anders ablaufen.

  • Heldt durfte in den beiden Saisons über 37 Millionen Euro ausgeben.

    Was uns in meinen Augen nachhaltig das Genick gebrochen hat. Eben weil das nicht zu unseren Voraussetzungen passte und damit quasi eine 100%ige Trefferquote verpflichtend war. Baders Transferflops taten hingegen nicht weh.

  • Ich frage mich die ganze Zeit frage ist, was hätte es tatsächlich geändert, wenn wir mit Stendel eben nicht aufgestiegen wären?

  • Wir hätten das Hardtwaldstadion nicht auseinander genommen. ;)


    Mit dem Blick auf heute, ist es gut möglich, dass wir ohne den Aufstieg heute besser, oder zumindest nich schlechter dastünden. Das liegt aber nicht am Aufstieg, sondern an den vielen Fehlentscheidungen danach.

  • Ich bin mir ziemlich sicher, dass


    - wir trotzdem eine geile Auswärtsfahrt nach Sandhausen gehabt hätten

    - das Konstrukt, vulgo der Bums, heute besser dastehen würde