• Ich merke, dass das Thema wohl sehr emotional behaftet ist? Warum auch immer, ich habe das im Forum persönlich nicht mitbekommen.


    Mir ist egal, was anderen fehlt. Ich habe auch nicht behauptet, dass wir alle hätten etwas wissen müssen. Wir sind doch gar nicht in die ganzen Verträge und Geschäftsprozesse eingebunden. Ich habe die persönliche Meinung über das Geschäftskonzept dieses Unternehmens geäußert und ich habe dieses an vielen Standorten scheitern sehen. Daher verwundert mich das gar nicht. Dass der Mutterkonzern nun pleite geht, ok. Das hätte aber auch ohne dessen Insolvenz schnell in die Hose gehen können.

  • Der hätte das Geld ausgeben können :D .


    Aber du hast recht, der Thread war von mir unglücklich gewählt. Hatte auch primär über die hohen Transfererlöse schreiben wollen. Ist etwas "abgedriftet".

  • Auch wenn ein größerer Mutterkonzern dahintersteckt, so ist doch auch klar, dass solche kleinen Ableger schnell dem Großen und Ganzen "geopfert" werden können.

    Naja, dass meint fireraven ja - selbst wenn sie die Tochter zugeklappt hätten, hätte man ja eventuell immer noch an die Kohle kommen können, weil da ein potentiell haftender Mutterkonzern hinter ist. Also selbst wenn man Brainhouse für eine komplette Quatschmarke hält, stand da eben eine auf dem Papier gesunde Firma hinter.


    Ob die Wohninvest schon davor als windig / in Schieflage befindlich galt, kann ich nicht beurteilen, bin nicht im Thema drin.

  • Gut, diesen Gedanken kann ich nachvollziehen. Obgleich man auch nicht hundertprozentig wissen kann (also wir von Außen zumindest nicht), in wie weit das abgesichert wäre. Ich hatte in meinem beruflichen Umfeld mal einen Fall, wo dies mit dem Mutterunternehmen nicht mehr so einfach möglich war.


    Aber sei´s drum, jeder hat seinen Punkt gemacht. Ich hätte halt gerne mehr Kohle in der Kaderentwicklung gesehen. Aber das hätten wir vermutlich alle hier.

  • Und es noch keinem aufgefallen, dass der Artikel aus der BILD stammt, die auch das Sommerloch haben und ihre Seiten täglich füllen müssen....

  • Naja, meines Wissens ist für die Vermarktung, und so mit für den Deal die S&S verantwortlich. Der Schaden wird jetzt aus den wenigen Einnahmemöglichkeiten der KGaA abgerechnet.

    Das klingt irgendwie nach "Verantwortung ist nicht teilbar", aber verschiebbar.

    Kinds Handschrift ist erkennbar.

  • Ich merke, dass das Thema wohl sehr emotional behaftet ist? Warum auch immer, ich habe das im Forum persönlich nicht mitbekommen.

    Ich kann nicht für raven sprechen...aber mir geht unabhängig von deinem Post eine sich immer mehr einbürgende "Besserwisserkultur" auf den Zeiger.

    Jeder der etwas entscheidet wird hinterher für die negativen Entscheidungen ans Kreuz genagelt, weil man es hinterher auf jeden Fall hätte besser wissen müssen. Meistens gepaart damit, die verantworltichen unterschwellig als "doof" zu bezeichnen, so nach dem Motto "war doch vollkommen offensichtlich das es schief geht und nur die Idioten haben es nicht geblickt."

    Dummerweise ertappe mich auch häufiger selbst dabei.


    Wenn man genauer hinduckt, sieht das wahrscheinlich viel differenzierter aus. Welche Alternativen zu Brainhouse gab es? Die Baubrachnche hat über Jahre geboomt. In den letzten Jahren kamen da viele Risikofaktoren dazu und es hat mehrere Unternehmen zerlegt. War das zum Zeitpunkt der Vertragsunterschrift absehbar? Wer hat den Deal eingefädelt, waren es 96 Mitarbeiter, war es Sportfive? Welche Personalressourcen hat man, um einen Partner zu prüfen und eine Risikoanalyse durchzuführen?


    Ich will nicht ausschließen, dass man aus damaliger Sicht eine bessere Alternative gehabt hat. Der Vertragsabschluss war kurz vor Saisonbeginn 2021 vermutlich mit Zeitdruck (Saisonstart) und in einer Zeit, in der es vermutlich insgesamt schwieriger war.

  • Verstehe ich alles Rirama und thefireraven , aber ganz so einfach sehe ich es auch wieder nicht. Da wir uns hier mangels Detailwissen im spekulativen Bereich befinden, ist natürlich auch ein bisschen Drama/Besserwisserei dabei.


    Mir z.B. ist nach wie vor nicht klar, wer da welche Entscheidung und auf welcher Grundlage getroffen hat. Die Vermarktung ist ja an Sportfive abgegeben, also würde ich unterstellen, dass diese den Deal eingefädelt haben. Wie weit 96 da überhaupt Mitspracherecht hat oder ob sie am Ende nur Ja oder Nein sagen können, ist unklar. Wie schon einmal geschrieben, stellt sich mir auch die Frage, ob es da eine gewisse Haftung der Agentur gibt. Dazu habe ich bisher noch nirgends etwas gelesen oder gehört. Ich denke also nein.


    Dass zum Zeitpunkt der Entscheidung schon einige Leute kritische Fragen gestellt haben, weil ja noch nicht 1 Euro Umsatz realisiert waren, ist soweit auch bekannt. Ich meine sogar hier im Forum hatten wir das. Ein Start-up als Sponsor ist ja per se nicht das Problem, aber immer ein Risiko. Und bei allem Respekt, die genannten Umsatzzahlen auch des Mutterkonzerns im Verhältnis zu den Sponsoringausgaben haben zumindest bei mir generell ein ungutes Gefühl hinterlassen. Ist aber nicht meine Baustelle und insofern war und ist es mir egal. Aber den Verantwortlichen bei den "Vereinen" hätte das vielleicht auffallen können. Insofern darf da jetzt von denen keiner jammern und wir dürfen durchaus darüber etwas "besserwisserisch" palavern.


    Unabhängig davon finde ich den Hinweis von 96mettbrötchen nochmal wichtig, weil es eben zeigt, wie MK arbeitet. Er betrachtet das ganze eben als Investment, was sich selber tragen muss. Daran ist im Grunde gar nicht soviel auszusetzen, nur wird es halt nie so dargestellt und jedesmal so getan, als würde er persönlich eigenes Geld ausgeben. Eine Schande wäre es erst recht, wenn wirklich am Ende alle Transfererlöse die anderen Löcher stopfen und praktisch nichts in die Mannschaft investiert wird. Aber noch ist die Transferperiode ja nicht zu Ende.


    Auch wenn es nicht ganz das Thema trifft, möchte ich in diesem Zusammenhang nochmal an das Thema Pachtvertrag erinnern, mit dem die Profigesellschaften wie jeder (gemeinnützige) Sportverein behandelt wurden. In dem Lichte des Umganges mit den Einnahmen ist das einfach nur lächerlich.