Russlands Angriff auf die Ukraine

  • Die Ukraine hat weder Interesse an Angriffen, die auf die Zivilbevölkerung zielen, noch genügend Dronen und Raketen, um sie für nicht kriegsbedeutende Ziele zu verschwenden.

    und das hast du natürlich direkt von ganz oben …

    Das da ukrainische Militärs ihren Rachedurst befriedigen und genauso zurückschlagen, wie es Russland macht, ist natürlich undenkbar.

  • Ja, klar, in Deiner Phantasie.

    Die Diskussion hatte ich oben mit dem niedersachsen schonmal: Ich verfolge den Krieg seit Januar '22 täglich und sehr aufmerksam. Das Verhalten des ukrainischen Militärs ist null von Rache oder Hass oder irgendso einem Scheiß beeinflußt.

    Wäre auch unprofessionell. Dafür haben die nicht die Ressourcen, die haben ihr Land zu verteidigen. Die hätten damit kaum diesen Erfolg gehabt, wenn sie agieren würden, wie Du Dir das so vorstellst.

    Wo das z.B. sehr, sehr deutlich wird, ist die Behandlung von Kriegsgefangenen. Wäre ideal, um sich von Rache oder Hass leiten zu lassen. Aber die werden top behandelt. Und der Umgang mit ihnen wird geleitet durch den Gedanken an den Austausch von ihnen, um eigene Leute freizukriegen.

  • Ich stell mir garnichts vor, ich halte es nur nicht für „undenkbar“ weil es hier eh nicht bewiesen werden kann.

  • Wer Beweise will, soll sich auf Mathematik beschränken. Alles andere arbeitet mit Indizien, im Vergleich. Wir können dennoch Schlüsse ziehen und Aussagen treffen. Machen alle andere Wissenschaften.

    EDIT: Zeige mir einen Fall, wo sich das ukrainische Militär gesteuert von Hass und Rache unprofessionell verhalten hat. Als Militär, also auf Entscheiderebene.

  • Man kann es auch kurz machen: Die Ukraine ist vorbildlich. Behandelt Kriegsgefangene "Top", ist völlig frei von Hass oder Rache und hochgradig professionell.

    Muss man wissen.

  • Zeige mir einen Fall, wo sich das ukrainische Militär gesteuert von Hass und Rache unprofessionell verhalten hat. Als Militär, also auf Entscheiderebene.

    Was ist mit dem von Human Rights Watch gut dokumentieren Streumunitionsangriff auf Izium mit zivilen Opfern bei der ukrainischen Bevölkerung? Von der Ukraine dementiert, eine Untersuchung vom Verteidigungsministerium verweigert, wobei sie das hätten laut Genfer Konvention machen "müssen"?

    Nur so aus Interesse warum das nicht zählt ;)

  • Nehmen wir an, das stimmt so. Warum sollte die Ukraine von Hass oder Rache geleitet sein, wenn sie ukrainische Dörfer mit Streumunition beschießt? Aus Hass und Rache greifen die ihre eigenen Zivilisten an?

  • Ich fände schon, dass man einen Verstoß gegen die Genfer Konvention oder schon alleine den Unwillen den Vorwurf zu untersuchen in dem Kontext unprofessionell nennen könnte.

  • Ich freue mich immer, wenn jemand eine gute Meinung über Soldatinnen und Soldaten hat. Allein...

    Meine Erfahrung ist da ein etwas andere:
    Da gibt es solche und solche. Das wird in der ukrainischen Armee nicht anders sein.

    Natürlich ist das Vorgehen der Ukrainer nicht annähernd mit dem der Russen zu vergleichen. Aber auch dort wird es Hass und Rache geben. Das halte ich für gesetzt.

  • Bei den Ukrainern hätte ich auch noch ein gewisses Verständnis. Sie sind schließlich grundlos überfallen worden und müssen sich seit zweieinhalb Jahren gegen Verbrecher wehren. Bei den Russen geht mir dieses Verständnis komplett ab.

  • Das eine ist die Doktrin von oben, die wird schon aus Interesse es nicht mit dem Westen zu verscherzen, sauber sein.

    Das andere ist der Soldat an der Front und war das auch immer ein feiner Kerl, ich würde schon aufgrund der psychischen Belastung nicht mehr meine Hand für ihn ins Feuer legen.

    Ich habe auf dem Balkan ein paar mal erlebt, wie es ist, wenn die Lage gereizt und undurchsichtig ist. Da geht schon mal schnell das Gewehr in den Anschlag, auch gegenüber Zivilisten. Das war ein vorher mir unbekannter Streß. Nimmt man jetzt dazu noch das Gefecht, die Gräuel, das Gesehene und Erlebte. Alles nicht schön.

  • Krieg ist niemals schön oder leicht oder harmlos.

    Exil hat ausgedrückt, daß es keinerlei Hinweise darauf gibt, daß die militärische Führung Entscheidungen trifft, die aus Hass oder Rache entstehen. In der Wahrnehmung bin ich vollkommen bei ihm. Das, was der einzelne Soldat an der Front tut, steht auf einem anderen Blatt.

  • Wir sollten uns von dem Denken verabschieden das Kriege "sauber" geführt werden, egal ob da eine Demokratie am Krieg beteiligt ist oder nicht.

    Kriegsverbrechen gibt es in jedem Krieg, von allen beteiligten Parteien. Der Unterschied ist, ob es von der Führung angeordnete, systemische Ursachen hat (also das Kriegsverbrechen zur Taktik gehören) oder ob es sich um Exzesse einzelner Soldaten bzw. Einheiten handelt.

  • Nichts anderes. Das macht ein Synonym aus.

    Gut, dann sehe ich das anders

    Exil hat ausgedrückt, daß es keinerlei Hinweise darauf gibt, daß die militärische Führung Entscheidungen trifft, die aus Hass oder Rache entstehen.

    Selenskyi spricht ja offen über "Zurückzahlen" und "Vergeltung" ... also ich denke das ist nicht nur Theater für die Massen.